18 November 2007

Ich gebe ein Stöffchen ab....

....hat sich erledigt! Da ihn keiner haben wollte, werde ich ihn nun doch selbst zerschnippeln.....
Ich habe da so eine Idee.........!?

17 November 2007

Mein Tagwerk

Bestickte Tatütas - einfache Version - und ein Kosmetiktäschchen nach der Vorlage von Tone Finnanger. Ich habe in das Täschchen Volumenvlies gemacht, es wird an Weihnachten mit der Seife verschenkt.

13 November 2007

Weihnachtsgeschenke.....

....werden dieses Jahr selbst gemacht. Bereits in den Herbstferien haben meine Große und ich damit begonnen, damit nicht wie sonst immer alles erst auf den letzten Drücker fertig wird. Deshalb haben wir Fotos gemacht, einlaminiert und zusammen mit Duftstoffen und Glitter in durchsichtige Seife gegossen.

Und weil das so Spaß gemacht hat, haben wir gleich noch ein paar Seifen gefärbt, beduftet und gegossen. Ist natürlich kein Vergleich zu den selbstgesiedeten Seifen von Steffi oder Anne aber ich denke, daß sich die Omas dennoch freuen werden ;-)


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Und was braucht man noch, wenn man die Seife schon hat?

RICHTIG: Badesprudekugeln
Hier in den Duftrichtungen Erdbeerplantage und Pfirsich. Wir haben sie auch noch in Himbeer und Grüner Apfel *hmmm lecker*. Und mit Mandelöl oder Traubenkernöl auch noch herrlich für trockene Haut.

11 November 2007

Heute habe ich genäht....

...und gestern auch schon. Und zwar für mich und nur für mich!
Das Schnittmuster lag schon Wochen auf dem Zuscheidetisch und wollte rauskopiert werde, aber immer kommt irgendwas dazwischen. Gestern nicht! Im Haushalt bleibt alles wie es ist, geputzt, gewaschen und gebügelt wird nicht. Es wird nur genäht!
Göga geht zum Holzfällen in den Wald, die Mini zur Oma, nur die Große bleibt da und sie muß sich selbst beschäftigen. Macht sie auch, meistens jedenfalls. Ab und zu kommt sie mal schaun, ob ich noch da bin, dann schleicht sie sich wieder. Mami hat heut keine Zeit! Jawohlja, sonst kommt man ja zu nix.

Das Ergebnis: Sitzt, paßt, wackelt und hat Luft! Stoff von Buttinette, bereits im letzten Herbst oder Frühjahr oder so geordert. Flutsch dezent *hüstel* beim Nähen, trägt sich aber total schön. Schnitt ist aus der Ottobre woman 5/2007 Nr. 12 / A.
In meiner Euphorie habe ich sogleich auch noch Version B des gleichen Schnittmusters zugeschnitten und das Oberteil bestickt. Hat auch prima geklappt. Der Stoff ist vom letzten Stoffmarkt in Mannheim und dass ich ihn verarbeitet habe, berechtigt mich sozusagen auch den Nächsten zu besuchen. ;-). Der Jersey ist etwas fester. Dann stand in der Anleitung was von Framilonband, was ich erst einmal ergooglen mußte. Habe ich nicht da, deshalb habe ich ein Wäschegummi eingenäht, was nicht den gewünschten Erfolg brachte, sonden eher unter der Brust beulte. Also alles wieder rausgetrennt und ohne irgendwas das Unterteil wieder ans Oberteil gerüscht *grrrr*--> sieht aus wie ein Sack *ärger*, das ganze Hoch vom ersten Shirt weicht einer tiefen Depression *nerv*.

Heute habe ich dann erneut getrennt. Ich habe einen Zwischenstreifen eingenäht und das Oberteil unter der Brust eingehalten. Außerdem habe ich zwei Bindebänder gefertigt und in die Seite eingenäht. Das Gerüsche vom Unterteil habe ich durch Faltenbildung ersetzt. Der Stoff ist einfach zu fest zum Rüschen, das sah nicht wirklich gut aus (und machte ein erneutes Trennen notwendig!) Jetzt ist es fertig, sieht nicht mehr aus wie bei Ottobre *kicher* und ist wirklich gut geworden. Ich denke in einem leichteren Stoff währe diese Version noch schöner, da dann der Stoff besser fliest, dann wäre aber wahrscheinlich die Stickerei nichts geworden.

Meine Große hat mir zwischenzeitlich noch die passende Kette gefädelt.

10 November 2007

Fortsetzung unserer Reise nach Oederan oder...Eine Fabrik am Tag ist nicht genug....

....und deshalb ist Herr Amrhein noch mit uns nach Grünhainichen gefahren. Bei Wendt & Kühn waren Schautage und man konnte die Produktion ansehen. Fast wäre ich ja versucht gewesen, eines dieser niedlichen Blumenkinder als Andenken mitzunehmen. Ja, ich gestehe, ich bin ein Andenkenfetischist. Gut, dass nicht direkt bei der Produktion ein Laden war, sonst hätte ich mich vielleicht hinreisen lassen. Das wäre aber ziemlich gefährlich gewesen, da unsere Mini immer alles kaputt macht und sie bestimmt nicht kapiert hätte, dass man mit den kleinen Figürchen nicht spielen darf und man sie Mami auch nicht hinterhertragen muß!
Wenn man gesehen hat, wie diese kleinen Dingerchen penibel mit der Hand hergestellt werden, versteht man auch, wieso sie so teuer sein müssen. Sehr interessant das alles...und ich liebe den Duft nach frisch geschnittenem Holz.

Mit einer Bratwurst vom Stand gestärkt (zum Essen gehen hatten wir keine Zeit, da Dresden ja auch noch wartete) bekam ich dann auch noch einen Laden geliefert. In Galenz steht der weltgrößte Nußknacker und man kann die typischen Räuchermännchen kaufen. Da steh' ich ja jetzt ehrlich gesagt nicht so drauf und das paßt auch so gar nicht zu unserer Einrichtung. Und weil das ja bei so typischen Andenken meistens der Fall ist, kaufe ich sonst immer Tassen um meinen Fetisch zu befriedigen. Hier haben wir dann mal eine Ausnahme gemacht. Mein Göga wollte ein Räuchermännchen:Mit Details:
Wer letztes Jahr beim Hobbyschneiderkonkress in Aachen war, wird eine verblüffende Ähnlichkeit mit Herrn Seitz von Alterfil entdecken. Für alle anderen hier nochmal ein LINK! Wie gesagt, ich war es diesmal nicht ....Göga ist schuld *kicher*...ich habe mich mit ein paar Weihnachtsanhängern zufrieden gegeben, die meine Weihnachtsgeschenke verschönern sollen.

Um 3 mittags waren wir dann in Dresden. Nicht mehr besonders viel Zeit für so eine große Stadt. Frauenkirche und Zwinger haben wir uns deshalb nur von außen angesehen, weil ich auch noch über die Elbe in die Dresdner Neustadt wollte. Dort gibt es nämlich schön restaurierte barocke Bürgerhäuser in deren Ambiente sich die Kunsthandwerkerpassagen verstecken. 


In kleinen Geschäften kann man durch große Schaufenster z. B. zusehen, wie eine Handtasche genäht wird. Man kann sich eine heiße Schokoladen mit besonderen Aromen zubereiten lassen oder im Seifenladen nach der besonderen Schafsmilchseife stöbern. *mhhhh....herrlich*. Da es dann mittlerweile dunkel war und auch der leichte Nieselregen nicht aufhören wollte, waren wir noch in der Altmarkt-Galerie shoppen und zu Abend essen.

AM NÄCHSTEN MORGEN:
In Gahlenz waren dann auch noch Schautage, das konnten wir uns nicht nehmen lassen und so haben wir die 3. Fabrikbesichtigung gemacht, bevor wir dann nach Hause gefahren sind.
Die gleichen Engel wie in Grünhainichen werden hier in groß gefertigt und auch sonst ist alles eine Dimension größer.
 


Und wie gesagt: Ich lieben den Duft von frisch gehobeltem Holz.
Es waren zwei wunderschöne Tage, vollgestopft mit neuen Eindrücken, Erkenntnissen und Erfahrungen und ich möchte der Firma Alterfil nochmals danken, dass sie uns dieses Erlebnis ermöglicht haben.

04 November 2007

Außer dem Wetter......

....waren die paar freien Tage richtig schön! Am Mittwoch war ich arbeiten, da hat meine Mam schon die Kinder von Schule und Kindergarten abgeholt und ich habe abends nur noch das Gepäck in der Größenordnung einer 4-Zimmer-Wohnung nachgeliefert und mich von meinen Mädels verabschiedet.
Am Donnerstag ging es dann Richtung Dresden um meinen Challenge-Gewinn einzulösen. Die Fahrt war o.k. ein bißchen nebelig vielleicht, aber alles in Allem gut. Keine Quengler hinten drin, keine ständigen Stopps zum Pipi machen, kein verschütteter Apfelsaft, alles Bestens!
In Chemnitz haben wir dann am Chemnitz-Center Station gemacht, schließlich muß man ja die Unterschiede in "der Fremde" erkunden, denn das macht einen Urlaub ja erst interessant. Aber: war nix mit Unterschied. Schönes Center - aber die Geschäfte sind genau wie bei uns - alles Ketten, nur Sinn Leffers gibt es bei uns in der Gegend noch nicht, dafür aber andere Geschäfte mit den gleichen Klamotten.
Nach ein paar dezenten Umwegen, weil das TomTom (ich) nicht richtig funktionierte, sind wir dann so gegen 18.00 Uhr im Landhotel zur Kutsche angekommen. Fotos gibt es davon nicht, weil es schon dunkel war und geregnet hat. Nettes Hotel mit Restaurant in dem wir dann auch gemütlich zu Abend gegessen haben.
Am Freitag haben wir uns dann um 9.00 Uhr zur Fabrikführung
mit Herrn Amrhein in der Firma Alterfil getroffen. Auch hierher mußten wir leider wieder ein bißchen suchen, da "drüben" doch ganz schön viele Straßen aufgerissen sind und eine Umleitung die nächste ablöste. Da konnte auch die zu Hause ausgedruckte Wegbeschreibung nicht helfen und eine Straßenkarte von Oederan hatten wir leider nicht.

Ein rießiges imposantes Fabrikgebäude erwartete uns und ein total netter, unbürokratischer Herr Amrhein begrüßte uns in Jeans und Turnschuhen.


Die Besichtigungstour ging dann gleich in der Färberei los. Auf dem Bild sind die noch "rohen" Garnrollen, frisch aus der Qualitätsprüfung und schon ausgepackt für den Färbevorgang. Das Garn ist ganz locker aufgespult und die Innenhülsen haben Löcher, so daß die Farbe auch in die kleinsten Ritzen eindringen kann.


Und hier stehen Herr Amrhein und mein Göga neben einen einem Strang von 18 Rollen. Das Garn kam gerade frisch aus der Färbung und ist noch voller Wasser, das dann mit einer Zentrifuge noch ausgeschleudert wird, bevor es in eine "Microwelle" zum Trocknen kommt. Mein Göga wurde selbstverständlich mit allerhand technischen Details versorgt.


Übrigens: Auf jeder Rolle sind 40.000 Meter! Und wenn man mehr Faden in einer Farbe braucht, dann gibt es auch noch einen großen Kessel zum Färben.

Herr Amrhein führte uns durch die Labors, das Farblager und erklärte die Prüfstände. Nebenbei wußte er allerlei Interessantes über die alten Gebäude und die Betriebsführung in der ehemaligen DDR zu berichten. Zumindest einen Teil davon können Interessierte auf der Homepage nachlesen. Obwohl bereits einige Neuerungen und Maschinenanschaffungen vorgenommen wurden, wird noch vieles mit der Hand gemacht. So werden die Zutaten für das Färben noch immer nach einer geheimen Rezeptur mit Meßbechern und Waagen zusammengestellt und auch das Umsetzen der gefärbten Garnrollen in die Zentrifuge geschieht per Hand.

Die Garne werden natürlich auch auf Ihre Reißfestigkeit in der Anwendung geprüft und so werden im Dauerbetrieb etliche Meterchen am Stück vernäht. In der Nähwerkstatt werden auch die Garne an den Stoffen getestet oder Schaubeispiele hergestellt. Und ich weiß nun auch endlich was Bauschgarn ist und wozu man es benutzt. Ich weiß zwar, dass das einige Hobbyschneiderinnen auch als Unterfaden für die Stickmaschine benutzen, neben ihrer eigentlichen Bestimmung für die OVI, aber bewußt gesehen hatte ich noch keines. Herr Amrhein hat es mir aber anschaulich erklärt und so bin ich nun auch noch ein bißchen schlauer. Bei dieser Gelegenheit habe dann auch ICH kapiert, was an den Alterfil-Garnen so besonders ist: Sie werden mit einer patentierten Tinktur "ummantelt" die dafür sorgt, dass der Faden geschmeidig in den Stoff läuft. Dann bügelt man die Naht und an den Verschlingungspunkten zwischen Ober- und Unterfaden werden die Fäden punktuell miteinander verklebt. Das Verhindert ein Zusammenziehen der Naht oder einen späteren Kräuseleffekt. Ich konnte mir das auf einem Muster ansehen. Da war der gleiche Stoff vernäht, einmal mit patentierter Legierung und einmal mit dem gleichen Faden, aber ohne diesen zusätzlichen Mantel. Die Naht mit dem Alterfil-Garn war perfekt gerade, bzw. der Stoff war es, auf dem anderen Probestück konnte man das Zusammenziehen der Naht (das wir wohl alle kennen) zu sehen, obwohl - wie gesagt -mit dem gleichen Faden, von der gleichen Näherin - nur eben ohne die patentierte Tinktur vernäht. Die Naht hält dadurch natürlich auch besser und Knöpfe fallen nicht mehr ab!

Hier sollte man auch noch erwähnen, dass Alterfil ein Garn im Programm hat, dass für alle Unterwäsche- und Korsett-Näherinnen sehr interessant sein dürfte: Bauschgarn, das man vernähen kann! Ich kenn' mich da ja wie gesagt nicht so aus, Bauschgarn war mir vorher nicht wirklich bekannt und auch Unterwäsche habe ich noch keine genäht. Aber ich trage welche und das macht mich wohl doch schon wieder zu einer Art kleiner Expertin. Wer kennt nicht die kratzenden Nähte auf der Haut? Bauschgarn in der Ovi kann hier bereits Abhilfe schaffen, Bauschgarn mit der Näma zu verarbeiten geht aber nicht, da sich der Faden dabei eben "aufbauscht". Alterfil T ist nun eine Art Bauschgarn, die aber wieder über eine spezielle High-Tech-Ausrüstung verfügt, dadurch etwas härter, vielleicht auch kratziger, aber vernähbar wird. Wäscht man dann das fertige Stück, wird die Appretur herausgewaschen und der Faden ist genaus so weich und trageangenehm wie Bauschgarn. Hört sich doch echt gut an, sollten die Konfektionäre und Wäschehersteller ruhig mal drüber nachdenken! Leider gibt es aber Alterfil-Garne noch nicht im Handel, sondern sind Bestandteil so einiger großer Kleider-Labels. Könnte also durchaus sein, dass wir bereits Alterfil in einem gekauften Kleidungsstück nutzen, ohne es zu wissen. Übrigens: Wenn eine Naht reißt, dann war sie wohl nicht mit Alterfil S genäht ;-)! Herr Amrhein hat mir ein Röllchen des Alterfil T überlassen und ich werde das mal antesten.

Und jetzt kommt der Bereich, der wohl alle Hobbyschneider-Herzen höher schlagen läßt: DAS LAGER!460 verschiedene Farben, so gut wie alle vorrätig auf 40.000 Meter-Spulen. Jeder Kunde kann bei einer Bestellung seine Stückelung selbst bestimmen und bekommt die Rollen dann individuell gespult...und die Garne gibt es dann auch noch in verschiedenen Stärken...man kann sich vorstellen, wie viel Aufwand das alles ist. Übrigens gab es auch ganz tolle Ziergarne, sowas habe ich überhaupt noch nicht gesehen. Mädchenbenäherinnen bitte tief durchatmen: Bauschigdick in ROSA - leider ebenfalls nicht im Handel und nur für die Konfektionäre :-(.

Es gab auch noch ein Lager für fertig gespulte Röllchen in haushaltsüblichen Größen, davon habe ich aber kein Foto. Da sah man aber sehr schön auch die vielen verschiedenen Stärken. Ich verweise auch hier wieder auf die Homepage, da ist alles schön beschrieben und man kann sich die PDF's selbst runterladen und nachlesen, welche Stärke für was geeignet ist. Für mich Alles-mit-einem-Faden-Vernäher auch nicht uninteressant.

Dann ging es noch weiter in die Spulerei. An dieser Maschine wird die geheime patentierte High-Tech-Ausrüstung aufgebracht. Bzw. das sieht man jetzt nicht richtig, das Garn läuft durch eine zig Meter lange Anlage aus Tinktur-Bad und Heizung und wird hier nur wieder aufgespult. Das geht so schnell, dass man den Faden dabei gar nicht sieht.

Und hier wird dann auf die normalen Pappröhrchen oder Konen umgespult. Die Bestückung erfolgt hier natürlich auch manuell. Das einfädeln geht den Damen aber so schnell von der Hand, dass einem schon beim Zusehen schwindelig wird.

Ob das Röllchen wohl auf meine OVI paßt? Wohl kaum, aber was der Kunde gerne hätte, bekommt er auch gefertigt.

Edit: Wie ich gerade festgestellt habe, gibt es einen Teil der Alterfil-Garne bei Scherzkeks-Stoffe in Aachen (sogar das tolle ROSA-Ziergarn!)

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