24 Juli 2010

Niederlande für Touristen

Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber ich bin ein kleiner Holland-Fan. Eigentlich heißt es ja NIEDERLANDE und Holland (mit der Hauptstadt Den Haag) und Noord-Holland (Amsterdamm) sind nur zwei von 12 Provinzen. Aber anscheinend nehmen das selbst die Niederländer nicht so genau, denn überall hängen z. Zt. orangefarbene Fahnen mit der Aufschrift „Holland“, die auf die Weltmeisterschaft und den erhofften Sieg der Orangier hinweist. Wir haben bereits ein paar Regionen bereist, wobei wir dann immer nur 5 Tage oder längstens eine Woche unterwegs waren. In diesem Jahr haben wir uns für zwei Wochen ein Haus im Norden des Landes gemietet. Es liegt in einem Ferienpark an einem See und für schlechte Tage gibt es auch ein Schwimmbad. Sonst allerdings nichts und auch drum herum scheint das Ganze im Niemandsland zu sein, denn selbst in meinem heißgeliebten Reiseführer von Baedeker trifft man dort auf der Karte mit den Reisezielen auf gähnende Leere. Oberhalb von Utrecht scheint es mit Ausnahmen der Nordseeküste in den Niederlanden nichts Sehenswertes zu geben. Deshalb musste eine neue Quelle für Unternehmungen her und mit dem Reiseführer von Dorling Kindersley aus der Vis-à-Vis-Serie wurde ich fündig. Gegliedert in die einzelnen Provinzen findet man leicht auch kleine Nettigkeiten in der Nähe des Reiseziels.

Schon der Weg wird bei uns immer schon zu einem kleinen Erlebnis. Bei drei Frauen an Bord und 500 km Wegstrecke wird so manche Raststätte zwecks Toilettenbesuch angesteuert. Bei unserem ersten Halt, haben wir dann auch gleich unser Mittagessen eingenommen. Die Raststätte beinhaltet einen Burger King, eine Nordsee und diese Raststätteneigene Gesellschaft, wobei sich jeder nach seiner Vorliebe bedienen kann um dann auch als Familie gemeinsam essen zu können. Allerdings war das nicht so der Hit. Lediglich die Zugabe beim Kids-Menue (Flip-Flops) ließen die Kleine begeistert sein, der Großen schmeckte das Schnitzel nicht (viel viel Fett in der Panade) und bei mir waren die warm gehaltenen Kartoffeln außen hart, aber das ist ja immer so, da kann man wohl nichts anderes erwarten.
Die Toiletten (Sanifair) waren auf jeden Fall super sauber, das Personal sehr nett. Die Kids durften für umsonst aufs Örtchen, was normal nur der Fall ist, wenn sie nicht von selbst an den Einwurfschlitz fürs Bezahlen kommen. Die 50 ct. zahle ich da gerne, zumal man ja einen Gutschein dafür erhält, der dann wieder in Waren (oder in meinem Fall Kaffee) umgesetzt werden kann.
Die zweite Toilettenausfahrt war dann kurz vor Bochum. Gleiches Konzept. Über die Gastronomie kann ich nichts sagen, da wir sie nicht benutzt haben. Aber bei den Toiletten habe ich mich geärgert: Wieder Sanifair. Die Kids mussten auch zahlen. Die Benutzung kostete 70 ct., der Gutschein ist aber nur über 50 ct., die 20 ct gehören wohl dem Betreiber. L
Unser Urlaubsdomizil heißt Parc Emslandermeer und liegt umgeben von weitem Nichts in Vlagtwedde. Wirklich schön. Die Häuser sind mit viel Grün umgeben und liegen in zwei Reihen um einen kleinen Binnensee. Wobei die einen Häuser direkt am See und die zweite Reihe an einem kleinen Kanal, der das ganze Areal umschließt, liegen. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen liegen so alle Häuser direkt am Wasser. Viele haben sogar Boots- oder Angelstege. Nicht alle Häuser werden vermietet. Vielen sieht man den privaten Charakter. Die eigentliche Parkrezeption und das im Preis inbegriffene Schwimmbad liegen außerhalb der eigentlichen Anlage. Vlagtwedde selbst sieht auch nicht viel anders aus, der Parc könnte also durchaus eine schön gelegene Siedlung sein. Zur Anlage gehört außerdem ein 9-Loch-Golfplatz mit Drivingrange und Restaurant. Eine Reitanlage befindet sich in unmittelbarer Nähe. In Vlagtwedde selbst gibt es einen Supermarkt mit Vollsortiment und einen Aldi sowie ein paar kleinere Läden.

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