29 März 2011

Küchengeschichten Teil III oder So schlimm ist es ja gar nicht

Mittlerweile trudeln hier immer noch Kommentare zu meinem letzten Post ein, wir sind aber bereits eine Stufe weiter und auch die Küchenberater wurden besser. Es ist wieder Licht am Ende des Tunnels - wobei Nr. 1 ja gar nicht schlecht war. Lediglich der Preis stimmte noch nicht so ganz. Aber von Vorne: Wir waren im 3. Küchenstudio. Wieder stand nichts in der Ausstellung, was ich sofort adoptiert hätte. Aber die Angestellten waren super nett und machten einen besseren Eindruck als Küchenstudio 2. Sehr positiv ist mir vor allem aufgefallen, dass sehr offen mit den Preisen umgegangen wurde. Bei jedem Stück, ob Dunstabzugshaube oder Besteckeinsatz für die Schublade, wurden wir über die Auswahl und die konkreten Preise informiert, so dass wir direkt auswählen konnten. Also z. B. wenn uns 2 Dunstabzugshauben gleich gut gefallen haben, dann haben wir eben die günstigere genommen usw. Wir haben dann so ungefähr gesagt, wie wir es haben wollen und bei einem zweiten Termin präsentierte uns der junge Mann dann eine fertige Planung in die er noch eigenen Ideen (die gar nicht schlecht waren) einfließen ließ. Die Fronten hat er dann unserem Budget angepaßt. Ich habe dann noch ein paar Schränke umgestellt, einen Teil der Steinarbeitsplatten durch Küchenarbeitsplatten ersetzt und schon konnte ich auch noch meinen Wunschherd reinstellen. Mittlerweile hatte ich mich auch schon durch das Küchenforum gekämpft und Küchenstudio Nr. 4 aufgesucht, wobei mir dann bewußt wurde, dass folierte Fronten wohl die schlechteste Wahl sind. (Hier hoffe ich nun auf die Stimme aus dem "Off" von der Fachfrauenfront *blinzelindieBloggerwelt*). Gerade komme ich nun vom zweiten Termin im Küchenstudio Nr. 4. Auch hier hatten wir wieder einen lehren Plan vorgelegt und den Küchenfachmann erst einmal machen lassen. Die Küche steht nun fast identisch mit der bisherigen. Natürlich sind die Schränke besser aufgeteilt und es steht auch nichts mehr vor dem Fenster. So hatte ich mir das gewünscht. Ansonsten scheint unsere Küche nicht besonders viel herzugeben. Denn sowohl meine erste Selbstplanung als auch alle anderen Planungen gehen irgendwie in die selbe Richtung. Küchenfachmann Nr. 4 hat nun unseren Side-by-Side-Kühlschrank in einen L-Küche eingebaut und auch wieder eine Insel zwischen die zwei Fenster gestellt. Und das Beste: Heute gibt es Lackfronten und die Küche ist trotzdem nicht teurer. Und das ist auch schon inklusive.
So und jetzt warte ich mal auf die Stimme aus dem Off, ob das denn eine gute Wahl ist.

25 März 2011

Küchengeschichten - Teil II oder Der Selbstbeweihräucherer

Natürlich wollten wir zur ersten Küchenplanung noch eine weiteres Angebot und die Ideen eines weitern Küchenfachberaters. Dieser fiel allerdings weniger durch neue inovative und kreative Ideen als durch Selbstlob und andere-schlecht-reden auf.
Was heraus kam, brauch ich gar nicht erst nachzeichnen. Es war einfach nur schlecht. Im Handumdrehen wurde etwas skizziert und bei einem zweiten Termin musste ich dann festsstellen, dass er unseren Side-by-Side-Kühlschrank direkt neben eine Wand geklatscht hatte. Dass dieser aber mindestens 30 cm Seitenabstand braucht, damit man die Tür öffnen kann, war ihm wohl nicht bekannt.
Dem Wunsch meines Mannes nach einer Abluft-Dunstabzughaube kam er auch erst nach etlichen Nachfragen nach. So setzte er den Herd an die einzige innenliegende Wand. Auf die Frage, wo denn dann die Kanäle für die Abluft liegen würden und ob diese dann durch die Hängeschränken ginge, fing er an, eine mehrere Minuten lange Ansprache über die Leistungsfähigkeit von Motoren zu halten und musste dabei natürlich auf die Fehlplanung anderer Berater aus anderen Geschäften oder Möbelhäusern hinweisen. Auf die gestellte Frage gab es erst einmal keine Antwort.
Überhaupt wurde immer wortgewaltig nicht auf das wesentliche eingegangen, sondern ständig gesagt. "Das würde vielleicht ein anderer Küchenplaner so machen, ich bin aber ehrlich, ich bin halt so, ich sag Ihnen wie es ist...." Ich mag da lieber, wenn man auf den Punkt kommt und was die anderen so alles falsch machen, ist mir wurscht.
Weiter zur fertigen Computerplanung: Neben dem Kühlschrank und der Dunstabzugshaube fiel vor allem die Platzierung der Spülmaschine negativ auf: Die Küche hatte er in L-Form geplant und die Spülmaschine saß direkt als nächster Schrank in der Ecke, so dass man bei deren Ausräumung die danebenliegenden Auszüge nicht hätte nutzen können. Auf meine Reklamation hin, sagte er: "Räumen sie das Geschirr immer direkt weg, das können sie doch auch erst obenaufstellen". Hallo? Gehts noch? Geschirr in der Hand - ab in den Schrank! Ich mach die Arbeit doch nicht 2x!
Die gewünschte Eß-/Sitzmöglichkeit für 4 Personen wurde gar nicht berücksichtig. "Da ist ja jetzt noch genug Platz für einen Tisch" :-O ?! Einzig positiver Punkt: Das Budget wurde sogar unterschritten (was jetzt dummerweise gar nichts nutz, denn diese Küche kommt mir sowieso nicht ins Haus!)

15 März 2011

Graffiti geht auch in Schön!

Aus der Reihe "Streetfotography/Straßenfotografie": Besprühte Garagen in Mannheim.Ein tolles Projekt der Graffiti-Sprayer in Mannheim und deshalb nicht nur ein Foto, sondern auch ein bißchen Werbung wert:

Die Gruppe gibt Workshops in Schulen und Jungendzentren und klärt die Teilnehmer auch darüber auf, dass wilde Sprüherei den Tatbestand der Sachbeschädigung darstellt und strafrechtlich verfolgt wird.

14 März 2011

Küchengeschichten - Teil I

Letzte Woche hatten wir einen Termin in einem Küchenfachgeschäft. Ich kann das ruhig erwähnen, es war bei Plana. Die Beraterin war nett, freundlich und nahm sich auch wirklich ausgiebig Zeit (mehr als wir eigentlich hatten). Wir haben ihr den Blanko-Plan vorgelegt. Nichts sollte sie beeinflussen. Und was muss ich sagen: Nach den ersten Skizzen, sah unsere Küche fast so aus wie jetzt. Wir haben dann erklärt, was wir auf keinen Fall mehr wollen: Küchenplatten vor den Festern und Minischränke, in die nichts rein geht. Nach einer Weile und etlichen Radierungen auf dem Skizzenblatt kam dann eine Küche raus, die uns wirklich gefällt. Die Vorgaben waren für die Küchenberaterin etwas schwer. Wir haben einen amerikanischen Kühlschrank, der eingeplant werden musste und der Weg zum jetzigen Stellplatz erschien wohl etwas weit, für mich aber voll akzeptabel (je mehr Schritte desto schlank!)

Die Planung sieht dann ungeähr so aus:

Ich habe sie selbst erstellt um das Copyright nicht zu verletzen. Allerdings ist das dann auch nicht das selbe Planprogram wie bei Plana und ein paar Details kann ich nicht einstellen. So sind die geplanten Schränke des Küchenblocks alle 100 cm breit. Hier aber nur 90 und der Tisch ist eigentlich in Arbeitsplattenmaterial angebau. Und die Spüle stimmt auch nicht und wir haben keine Tür, sondern einen türlosen Durchgang von 136 cm. Da steht also nichts im Weg.

Die nun entstandenen Freiflächen an der Türseite ergeben für uns ganz neue gestalterische Möglichkeiten, auf die wir gar nicht gekommen wären. Der offene Durchgang bekommt also nun doch eine Tür: und zwar eine zum Schieben. Ich habe da schon eine Glastür mit Ornamenten im Auge ;-).

Außerdem bleibt genügend Platz für z. B. eine großflächige Tafel oder den gewünschten Fernseher/PC *kicher*. So verpass ich dann zukünftig auch in der Küche nichts mehr. (Und der Göga spült weiterhin, wenn er dabei Dokumentationen schauen darf).

Am nächsten Tag durften wir dann auch gleich wieder kommen um die 3-D-Planung anzusehen, kleine Änderungen durchzuführen und den *schluck*schwerschluck* P R E I S *nochmalschluck* zu erfahren. Gut, eine gute Küche kostet Geld. Wir haben zwar bereits neue Geräte, aber außer den Schränken kam auch noch ein Dampfgarer hinzu und der will auch bezahlt werden. Auf jeden Fall überstieg der Preis unser angegebenes Budget um 30 % und das ist wirklich eine Menge. Aber sonst waren wir wirklich super zufrieden und der vorgelegte 3D-Plan hat uns wirklich super gefallen. Die Beraterin hat sich wirklich Gedanken gemacht und kleine Details einfließen lassen. Daran merkt man schon die Erfahrung. An vieles hätten wir nicht gedacht, wurde aber automatisch von ihr mit eingeplant.
Und über das Gegenangebot eines anderen Küchenanbieters erzähle ich dann beim nächsten Mal.

08 März 2011

Fasching...

...fällt bei mir in diesem Jahr aus. Ich bin schon seit über zwei Wochen so richtig schön krank. Weil ich mich auch nicht wirklich auskurieren kann, bekomme ich das einfach nicht in den Griff. Einen Tag geht es besser, dann wieder schlechter usw. Das ging schon bis zur Stimmbandentzündung und dem Verlust der Sprache. Reden kann ich zwar mittlerweile wieder, trotzdem muss die Stimme noch geschont werden und da ist Fasching, Umzüge und laute Musik nicht gerade zuträglich.
Weil es bei uns aber Tradition ist, dass sich am Faschingsdienstag alles bei uns trifft, es erst Kartoffelsuppe und Würstchen gibt, bevor es zum Umzug geht, wollte ich mit der liebgewonnenen Gewohnheit nicht brechen und habe den Tag nicht wegen Krankheit abgesagt. Auf dem Umzug war ich dann allerdings nicht mit, sondern habe unser "Kaffeegebäck" derweil vorbereitet.
In diesem Jahr gab es Cupcakes.
Wobei da nicht wirklich ein Unterschied zu meinen gewöhnlichen Muffins ist, außer dass sie ein Krönchen aus Buttercreme bekommen haben.
Die Törtchen mit dem rosa Topping haben zustätzlich noch Himbeeren abbekommen. Die habe ich zuerst zusammen mit Sahne püriert und unter den Teig gerührt. Dann bekam die Buttercreme auch noch eine Portion ab. Das Ganze habe ich dann durch eine Garnierspritze gedrückt und mit gekauften Zuckerteilchen garniert. (Die restliche Sahne/Himbeermasse ist gerade im Gefrierfach. Das wird bestimmt ein lecker gutes Eis für meinen gestreßten Hals)
Für meine Kinder habe ich dann auch noch welche in natur gemacht und mit Schokoladenüberzug. Bei meinen Gästen sind die kleinen Küchlein sehr gut angekommen. O-Ton: "Die sind zu schön zum Essen, die müssen ins Regal"
Am Ende waren dann aber alle bunten Teilchen leergefuttert und nur noch ein paar ohne Alles sind übrig. Meine Gäste sind jetzt auch schon auf dem Weg nach Hause und ich bin ziemlich fertig. War zwar sehr schön, strengt aber auch noch wahnsinnig an.

06 März 2011

Küchenalptraum

Wer mich kennt, der weiß, dass ich mit meiner Küche alles andere als zufrieden bin. Als wir unser Haus gekauft haben, war die Kücheneinrichtung Bestandteil und bei einer Größe von 20 qm nicht mal eben zu ersetzten. Eine neue Arbeitsplatte, Griffe und Kranzleisten sollten das verhaßte Grün ablösen und der Küche zum neuen Glanz verhelfen. Nur leider änderte das nix daran, dass die Qualität der Schränke schrott ist und die Anordnung der Geräte jeglicher Logik entbehrt. Spülbecken und Spülmaschine stehen sich z. B. gegenseitig im Weg. Bei den weißen Küchenschränken sind die Ränder mittlerweile vergilbt. Alle Elektrogeräte bis auf die Dunstabzugshaube und die Mikrowelle (und die sind beide auch totaler Schrott), haben wir bereits ersetzt. Außer dass wir bereits jede Menge Geld in diesen Raum versemmelt haben, hat das aber an der Beziehung zu der ungeliebten Küche nichts geändert.

Deshalb haben wir beschlossen, dem Alptraum ein Ende zu setzen und endlich in eine neue Küche zu investieren.
Das ist jedoch nicht so einfach. Heute habe ich mich mal am Küchenplaner von IKEA versucht und das ist bisher dabei herausgekommen:
Leider nicht zufriedenstellend (das Programm ist da doch etwas eingeschränkt). Am Donnerstag haben wir einen Termin in einem Küchenfachgeschäft. Ich glaube, dass wir von der bisherigen Anordnung der Gerätschaften so beeinflußt sind, dass wir uns gar nicht vorstellen können, vielleicht was kmpl. anderes zu machen.
Auf jeden Fall soll der ganze Raum auf den Kopf gestellt werden: Fliesen raus, Rauhputz von der Wand, Holzdecke ab. Ich wünsche mir eine Rundumerneuerung.
Wer Lust hat, kann sich ja mal an unserem Grundriss verweilen. Vorschläge werden dankbar angenommen. Berücksichtig werden muss nur, dass wir einen Side-by-Side Kühlschrank haben (Maße 90 breit, 70 tief), der auch weiterhin beibehalten werden soll.
edit: Ich habe noch einen Raumplan mit mehr Maßen beigefügt (falls sich wirklich jemand als Innenarchitekt versuchen möchte)

01 März 2011

Jetzt wird's politisch!

Nein, ich bin eigentlich kein politischer Mensch. Eine Meinung habe ich trotzdem. Und dieses Mal habe ich sie zum Rücktritt von Herrn zu Guttenberg aus seinen politischen Ämtern. Aber eigentlich habe ich eher eine Meinung zum Zustandekommen eines Doktortitels: Wenn jemand einen Doktortitel verliehen bekommt, dann hat er vorher dafür eine wissenschaftliche Arbeite abgeliefert. Die ist von jemandem geprüft und für gut befunden worden. Oder etwa nicht? Denn erst dann wird diese Würde doch verliehen. Wenn nun jemand für eine schlechte Doktorarbeit einen Titel bekommt, dann ist es doch nicht dessen schuld, sondern die Schuld des Bewertenden, oder etwa nicht? Oder bekommt man den Titel schon verliehen, sobald man die Arbeit abgeliefert hat?
Wenn ich in der Schule eine Arbeit abgebe, dann bekomme ich meine eins doch nicht auch nur aufgrund der Tatsache, dass sie 600 Seiten umfasst, sondern sie wird korriegiert. Und bekommt der Schüler eine bessere Note, als die Arbeit wert ist, dann hat der Lehrer geschlampt. Dem Schüler kann man doch deshalb keinen Vorwurf machen? Oder?
Wenn das aber so läuft, wei bei Herrn von G., dann muss man doch davon ausgehen, dass da draußen in der realen Welt ganz ganz viele Herren und Fräuleins Doktoren rumlaufen, die den Titel gar nicht verdient haben, deren Arbeiten aber nicht sorgfältig kontrolliert wurden. Der Herr v. G. wird da ja wohl nicht zufällig ein Einzelfall sein. Er hatte nur das Pech, dass er politisch auffällig und dadurch im Interesse diverser andersdenkender Menschen stand. Mal ehrlich, wer macht sich denn sonst die Arbeit in einem mehrere hundert Seiten starken wert nach Plagiaten zu suchen?
Anders würde das aussehen, wenn sich jemand von jemand anders die Arbeit schreiben läßt und selbst gar nicht Urheber des Werkes ist. D. h., dass ja dann der Schreibende die Doktorwürde verdient hätte und nicht der, der sie abgiebt. Das ist dann natürlich Betrug.
So, das musste jetzt mal gesagt, äh geschrieben, werden
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