19 Dezember 2012

Printed at Home {Buchbesprechung}

Schon eine ganze Weile beschäftigte ich mich mit dem Buch "Printed at home" von Lena Corwin, das im Oktober bei Edition Michael Fischer erschienen ist. Das Buch ist für mich eine Quelle der Inspiration und je länger ich lese, mir die einzelnen beschriebenen Druckmethoden anschaue und eigene Recherchen zu Material und deren Beschaffung anstelle, um so interesanter wird es und ich bekomme immer mehr Lust dirket alle Techniken auszuprobieren.
Deshalb möchte ich Euch heute das Buch ausführlich vorstellen. Vielleicht schafft es bei dem einen oder anderen noch den Weg unter den Weihnachtsbaum ;-).


Wie der Buchtitel schon sagt, geht es ums Drucken. Dem ultimativen Selbermachen. Denn mit eigenen Entwürfen und Schablonen wird jedes Teil zum Einzelstück. Das mag ich persönlich besonders, denn das war auch mit ein Grund fürs Nähen lernen - was selbst herstellen, dass so niemand sonst hat.
Dabei muss das nicht lediglich ein Stoff sein, sondern kann sich auf Möbelstücken und Wänden fortsetzen.

Die Autorin beschreibt in "Printed at Home" verschiedene Techniken, wie Stemplen mit Gummistemplen als Sonderanfertigung, selbstgefertigte Stempel mit Hilfe von Moosgummi oder geschnitzte Gummiblockstempel. Dann geht es weiter über Schablonieren (auch wieder mit verschiedenen Methoden) bis hin zum Siebdruck.

Es werden die Arbeitsschritte erklärt, Vorlagen geliefert und Tipps gegeben. Das beginnt bei der Arbeitsvorbereitung mit der Wahl der richtigen Oberfläche oder des Druckverfahrens und zeigt, wie auf   unterschiedlichen Materialien verschiedene Ergebnisse erzielt werden.






Wie bekomme ich das Motiv auf den Untergrund, welche Farbe ist für was gut, zufälliger Rapport oder gleichmäßiges Setzen des Druckmotives sind nur ein paar Fragen, die nicht gestellt werden müssen, weil Lena Corwin die Antworten bereits vorgibt.

Für alle gezeigten und mit vielen Schritt-für-Schritt-Fotoanleitungen erklärten Techniken, gibt es Vorlagen, die am Ende des Buches in einem befestigten Umschlag beigefügt sind. Wie die Anwendungsbeispiele in Form eines Furoshiki-Tuches, einer Babydecke oder eines Wäschebeutels hergestellt werden, wird gleich mitgeliefert.

Gedruckt gestempelt wird außerdem auf Papier (eigenes Briefpapier herstellen), Wände und Möbeln.

Das Buch ist absolut empfehlenswert um sich Anregungen zu holen und mit den diversen Techniken vertraut zu machen. Das gezeigte ist so vielseitig, dass ich da sicher noch eine Weile mit beschäftigt sein werde.

Printed at Home ist bereits in englischer Sprache unter dem Namen Printed by Hand bei Stewart, Tabori & Chang erschienen.

Printed at home
von Lena Corwin
mit Fotografien von Thayer Allyson Gowdy
erschienen bei Edition Michael Fischer
144 Seiten
ISBN: 978-3-86355-102-5


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Ich selbst habe ja schon mal mit Schablonieren auf Textilien experimentiert. Den Post dazu findet Ihr HIER. Und meine selbstgemachten Vorlagen, einen Fotoapparat und ein Londoner Taxi, dürft Ihr gerne kostenlos nutzen.

In diesem Zusammenhang gibt es noch ein anderes Buch, welches ebenfalls bei Edition Michael Fischer erschienen ist.
Stencil Dekor beinhaltet 25 Laserschnittschablonen in tollem Design. Leider konnte ich es mir bisher nicht live ansehen, aber alleine das Cover gibt schon einen sehr schönen Ausblick.

Bei uns in der Nähe gibt es 3 Filialen von Thalia. Leider führt keine davon die beschriebenen Bücher, sondern nur 0815 Einheitsbrei. (Eine Bestellung im Laden ist aber möglich - einfach danach fragen!) Dafür gibt es aber ein paar der Kreativbücher bei Deine Idee (Ludwigshafen in der Rheingallerie).


Auch noch nicht live gesehen und gerade erst bei den Neuerscheinungen entdeckt:

Schablonen Republik: mit 20 heraustrennbaren
 Laserschnitt-Schablonen der weltbesten Street-Art-Künstler
Lt. Buchbeschreibung gibt es Interviews mit den bekanntesten Streetart-Künstlern und zu jeder Schablone gehört eine Abbildung, wie der Künstler gearbeitet hat.





Jede Menge Kreativstoff also für die bevorstehenden Feiertage.

Weitere Besprechungen von Kreativbüchern in diesem Blog:

Amy Butlers Taschen-Tick (Nähen)
Nähen Schritt für Schritt

Unter dem Label Buchbesprechung gibt es rund um das Thema Bücher, inkl. Kochbuch, Ratgeber und einem Bericht über die Buchmesse in Frankfurt 2012

18 Dezember 2012

Geschenkanhänger {DIY}

Eine liebgewordenen Tradition bei uns ist, dass an Weihnachten jeder etwas Selbstgebasteltes bekommt (also von mir. Der Rest der Familie macht das nicht, aber wartet drauf). Und auch wenn Weihnachten in diesem Jahr wieder so plötzlich ist und es scheint, als würde die Zeit schneller laufen und der Tag gar keine 24 Stunden mehr haben, so will ich doch mit dieser Tradition nicht brechen. Die Geschenke sind lange noch nicht alle gekauft und/oder selbst hergestellt, aber zumindest an der Verzierung wurde schon gearbeitet.

Aus luftrocknender Modelliermasse habe ich Sterne ausgestochen und mit den Keksstempeln von Tchibo bestempelt. Sie müssen jetzt trocknen und werden dann (hoffentlich) weiß.
Ursprünglich wollte ich ja die Namen der zu Beschenkenden einprägen. Aber das war mir dann doch zu viel Arbeit. Die gesparte Zeit brauche ich für ein weiteres Projekt. Besorgt und gespült sind nämlich schon kleine Schüsseln, die ich nach der Idee von Daniela, die sie in ihrem Adventskalendertürchen Nr. 12 im Blog Cozy & Cuddly gepostet hat, bemalen möchte. Die Schüsselchen will ich mit selbstgebackenen Cantuccini befüllen. (Die aber auch erst noch gebacken werden müssen). Der Anhänger dient anschließend zur Verpackungszierde.

Ich habe mit der Bastelei angefangen, als ich mit meiner Großen schwanger war. Damals ging ich vier Wochen vor Weihnachten in Mutterschutz und habe mir so zuhause die Langeweile vertrieben. Die ersten Anhänger waren Christbaumkugeln aus Pappmaché, die ich mit Serviertentechnick beklebte. Das war neben Window Color der Renner und von keinem Weihnachtsmarkt wegzudenken. Das ist aber mittlerweile 13 Jahre her und die Zeiten und die DIY-Projekte haben sich geändert. Eines ist aber geblieben: Der Pappmaché-Anhänger hängt jedes Jahr noch am Weihnachtsbaum in meinem Elternhaus.

Normalerweise habe ich dienstags meistens keine Zeit zum Kreativsein. Aber wenn ich das heute schon mal schaffe, dann nehme ich auch am Creadienstag teil.

edit: Meine Modelliermasse ist von Rayher. Sie gibt es aber auch von anderen Firmen.

14 Dezember 2012

Furoshiki - Kreative Geschenkverpackungen aus schönen Stoffen {Buchvorstellung}


Eigentlich wollte ich an dieser Stelle das Buch "Furoshiki" von Hanne Beinhofer, über das ich beim Bericht über meinen Buchmessebesuch schon mal kurz berichtet habe, vorstellen. Aber als ich dann so vor meinem Rechner saß, das Buch in der Hand und darüber sinnierend, was man denn mit Stoffen noch so alles Schöne verpacken kann, wurden die Erinnerungen an die vergangenen Weihnachten in meinem Kopf lebendig.

Wir feiern traditionell bei meiner Schwester mit meinen Eltern, ihren Schwiegereltern und dem ledigen Onkel. Meine Mini sagt ein Gedicht auf oder singt ein Lied während ihre große Schwester und der Cousin peinlich berührt auf den Boden blicken. Mini macht das gerne, weil sie dann als "Belohnung" das erste Geschenk aufpacken darf Und auch jetzt ist sie schon voller Vorfreude und ganz aufgeregt denkt sie darüber nach, was sie in diesem Jahr vortragen will. Früher wurde anschließend der "Startschuß" gegeben und die Kinder stürmten den Berg mit Geschenken unter der Weihnachtsbaum.
Kurz Zeit später waren alle - in stundenlanger Klebearbeit verpackten - Päckchen aufgerissen und das komplette Wohnzimmer verwüstet. Damit die ganze Zeremonie nicht innerhalb fünf Minuten vorbei ist,  haben wir irgendwann eingeführt, darum zu spielt, wer als nächstes ein Geschenk auspacken darf. Das macht Spaß, erhöht die Spannung und man kann auch gleich sehen, ob sich der Beschenkte freut und kann sich mitfreuen. Mittlerweile hat sich das etwas entspannt. Die Kinder wurden größer, die Wünsche und Geschenke weniger und kleiner (aber kostspieliger).
Was aber geblieben ist, sind die Unmengen Papier und Schleifenband aus Plastik und das zugemüllte Wohnzimmer. Mein Schwager bringt dann einen großen Karton zum Aufräumen aus der Garage (bei so vielen Leuten kommt da immer einiges zusammen). Same procedure as every year.
Auch die Versuche, das ein oder andere Geschenk in Stoff einzuschlagen, hat bisher keine Abhilfe geschaffen. Wobei hier "einschlagen" das Stichwort ist. Denn ich habe den Stoff tatsächlich benutzt wie vorher das Geschenkpapier nur anstatt zu kleben, mit Nadeln und Schleifenband zu fixieren. Und das Halten und feststecken oder Umbinden hat schon das ein oder andere Mal zu (bestimmt höchst artistisch anmutenden ;)) Verrenkungen geführt bei dem ich mir oft eine dritte Hand gewünscht hätte. Nur gut, dass ich das alleine und im stillen Kämmerlein gemacht habe. (Nicht, dass da noch ein handybestückter Fastteenager noch ein Bild von zu Instagram hochlädt.)

Im Oktober war ich nun auf der Buchmesse in Frankfurt und kurz zuvor las ich auf dem Blog *Beautyful Days* , auf dem Hanne über eben diese schreibt, dass sie ebenfalls auf der Buchmesse war, weil ihr erstes eigenes Buch vorgestellt wurde (eben einer dieser "Beautiful Days"). Das fand ich sehr spannend und musste natürlich auch nach dem Buch Ausschau halten. Anfangs hielt ich das Buch für ein Nähbuch, was es aber nicht ist. Dafür wird darin eine Verpackungstechnik gezeigt, die nur durch mit falten, zwirbeln, drehen und knoten auskommt. (nix da Sicherheitsnadeln und Armverrenkungen).

Und nun kommen wir zur eigentlichen Buchvorstellung:

Hanne Beinhofer zeigt in ihrem Buch Geschenkverpackungen aus Stoff. (Nachtigall ick hör dir trapsen! *blickinrichtungstoffschrankgeht*)
Genauer gesagt zeigt Hanne eine alte Japanische Technik mit quadratischen Tüchern, Furoshiki genannt, die tradionell zum Verpacken oder Tragen benutzt werden. Im Vorwort erklärt Eva Wagner die Bewandnis der Verpackung von der Nara-Zeit (710-784) bis heute, wo noch mehr janpanische Kultur, wie z. B. Bento, sich auch in Europa immer größerer Beliebtheit erfreut.
Schöne Fotografien veranschaulichen jeweils das Endergebnis und wie man zu diesem gelangt, zeigt Hanne Beinhofer in gezeichneten Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Für die Faltvorschläge der stilvollen Verpackungen und Umhüllungen verwendet sie Stoffe in der Größe von 45 - 110 cm im Quadrat aus unterschiedlichen Materialien.
Einpacken von Geschenken mit Stoff, schöne Falttechniken und Inspirationen


Ich habe mich direkt mal an der Anleitung "Tragbar" versucht und dabei die Stoffgröße auf das zu verpackende Geschenk angepaßt. Benutzt habe ich dafür einen karierten gewebten Baumwollstoff, da dieser von beiden Seiten gleich schön aussieht. (Vielleicht hätte ich ihn kändeln oder umnähen sollen. Aber das kann ich ja immer noch machen). Und ein bißchen üben muss mich auch noch. Der Knoten ginge sicher schöner. Aber bis Weihnachten habe ich ja noch etwas Zeit.

Furoshiki - Kreative Geschenkeverpackungen aus schönen Stoffen
von Hanne Beinhofer mit Fotografien von Stephan Bär
erschienen bei ARS VIVENDI
ISBN 978-3-86913-184-9
Ratgeber, 96 Seiten zum Preis von € 12,90

Weitere Buchbesprechungen im Blog:

Amy Butlers Taschentick
Nähen Schritt für Schritt
Essen kommen

Kurztipps und weitere Geschichten rund um das Buch auch unter dem Label Buchbesprechung

06 Dezember 2012

Typografie {Beauty is where you find it}

Ich mag Schriften. Ja, ehrlich. Besonders die alten aus farbigen gebogenen Neonleuchten finde ich ganz besonders schön. Aufwendig in Handarbeit zu fertigen und deshalb wohl nicht mehr ganz so oft in Gebrauch. Oder sind sie einfach nur nicht mehr modern genug? An neuen Häusern, Läden und Cafés sieht man oft nur noch ganz normale Schilder, die dann angestrahlt werden. Da finde ich hinterleuchtete Schriften doch irgendwie schöner.
Wie dem auch sei. Bilder mit Schriften, beleuchtet und unbeleuchtet, befinden sich auf jeden Fall viele in meiner Sammlung. Diese hier sind allesamt aus Berlin.


Riesenrad, Schilder,

Wer sonst noch alles Spaß an Typografie hat, hat Nic in ihrem Blog "Luzia Pimpinella" gesammelt.


Ein Beitrag zur Fotoaktion "Beauty is where you find it" bei dem ganz viele Menschen immer donnerstags Bilder zu einem bestimmten, von Nic vorgegebene Thema, posten.

Ein besonderes Adventskalendertürchen - Heute ist Nicolausi!

Den Adventskalender des Hobbyschneiderin Anne Liebler & Freunde habe ich ja in diesem Post breits vorgestellt. Und obwohl ich dort selbst als Moderatorin im Bereich Bücher und Zeitschriften mithelfe, weiß ich, genau wie alle anderen Moderatoren, nicht was da drin ist. Anne macht das alles heimlich in Zusammenarbeit mit Gila, die das Design macht, für eine funktionierend Technik sorgt und immer gleich bei Mitmachschluß um Mitternacht Random.org bemüht um den oder die Gewinner zeitnah zu verkünden. Das macht den Kalender auch für die Beteiligten jeden Morgen aufs Neue spannend.
Heute muss ich nicht arbeiten, durfte ausschlafen und so bin ich ein bißchen spät mit dem Blick in das Adventskalendertürchen. Dafür war es dann aber auch eine besonders große Überraschung, denn die beiden Geheimniskrämer brennen heute ein wahres Geschenkfeuerwerk ab. Das war so viel, dass ich es noch nicht einmal auf mein Bildschirmfoto bekommen habe.
Adventskalender an Nikolaus
Bildschirmfoto von www.hobbyschneiderin.de (bearbeitet)


Ich habe mir sagen lassen, dass da ein ganz begehrter Artikel, da eigentlich ausverkauft, darunter ist.
Anne hat natürlich noch ein bißchen dazu geschrieben und teilt mit uns wieder eine ganz persönliche Geschichte. Wer mitmachen will, findet den Adventskalender unter www.hobbyschneiderin.de oder ganz einfach per Klick auf den Button rechts in der Seitenleiste.

03 Dezember 2012

Abenteuer Großstadt - Hamburg {Unterwegs}

Die Zeit verrinnt und ich bin immer noch mein Großstadtabenteuer schuldig. Deshalb schnell noch aufgeschrieben bevor die Erinnerung von neuen Ereignissen aufgefressen wird. Im Alter neigt man ja zur Vergesslichkeit und ich habe immer das Gefühl, wenn vorne was Neues dazu kommt, fällt hinten was altes raus.  
Schon 3 Wochen ist es her, da bin ich zur Blogst Konferenz nach Hamburg gereist. Im Grund ja nichts dolles, aber für mich dann doch irgendwie schon, denn ich hatte mir einen Flug gebucht. Geflogen bin ich das letzte Mal so um 1998 (und da musste ich echt lange nachdenken, bis ich das Datum gefunden hatte). Das ist jetzt schon ziemlich lange her und seitdem hat sich doch vieles verändert. Damals (also DAMALS hört sich echt schlimm an - ich setzt noch einen drauf: Im letzten Jahrhundert *gruselschüttel*) hat man noch in einem Reisebüro angerufen oder wurde dort vorstellig oder noch praktischer: Ich hatte eine Freundin, die Reisen organisierte und alles erledigt hat.
Ich bekam dann nur noch das Ticket und die Infos und fertig.
Dieses Mal musste ich das ganz alleine machen. Natürlich über das Internet. (Für was hat man das Teil.) Also Flug gebucht - online. Sehr aufregend. Man hat nichts in der Hand bzw. muss nichts in der Hand haben. Per Kreditkarte gebucht, soll diese angeblich am Flughafen zur Legitimation reichen.
Ich habe dann auch meine Bordkarte direkt 24 Stunden vor Abflug von zuhause ausgedruckt und konnte mir am Bildschirm meinen FENSTERPlatz aussuchen. Ach wie schön ist doch die Technik.

Anders als geplant, musste ich dann noch mit dem Zug zum Flughafen fahren. Also nochmals ran an den PC, gebucht und ausgedruckt - was in der Hand zu haben ist für mich ein absolut gutes Gefühl.
Ich wollte dann mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zum Bahnhof nach Mannheim fahren, aber der Göga bestand auf ein TAXI !
OK, als gute Ehefrau hört man natürlich. Und obwohl ich da noch nicht in einer Großstadt war, fing direkt das Abenteuer an. An der nächsten Ampel wollte der nette Herr, in einem nach Wunderbaum riechenden sandfarbenen Mercedes, abbiegen und durch die enge Vorstadtstraßen gondeln, obwohl direkt vor uns die kürzere und schnellere Umgehungsstraße lag. Das habe ich natürlich verhindert. Zur Strafe wurde ich dann bis Mannheim mit Musik einer Schlagerband, die angeblich einen Preis gewonnen hat und nur mit Masken auftritt/auftrat zugedödelt. (Ich würde jetzt gerne dorthin verlinken, konnte die Band aber trotz intensiver Recherche nicht ausfindig machen. Wenn also jemand die Schlagerbarden - ich glaube aus Berlin - kennt, wäre ich für einen Hinweis dankbar).

Im Zug hatte ich dann sehr nette Reisegefährten. Ich hatte einen Platz an einem Tisch, an dem auch eine Schriftdolmetscherin saß. Dass es sowas gibt, hatte ich bis dahin noch nicht gehört. So gestaltete sich das Gespräch und die Fahrt sehr interessant und kurzweilig. Die zweite Beteiligte fuhr, wie ich, zum Flughafen Frankfurt um für eine Universität zur Studentenwerbung nach Südamerika zu fliegen. Sie kannte sich bereits aus und ersparte mir so durch den Quick-Check-Inn kurz hinter den Bahnkleisen den Weg samt Gepäck durch das halbe Terminal. (Und wer Frankfurt kennt, dass das sehr weite Strecken sind).

Nach einem Ausfall der Anzeigentafeln war sich dann die Fraport und Lufthansa nicht so ganz einig, an welchem Gate der Abflug nach Hamburg stattfindet. So lief ich ganze 3 x von 21 nach 13 und von 13 nach 21. So ein bißchen Bewegung vor einem 50 minütigen Flug ist ja immer gut.
Das Fliegen selbst war dann "easypeasy" um das auf Neudeutsch zu umschreiben. Von der Empfindung her hat sich da für mich in den letzten Jahren nichts geändert (und das trotz Überschreitung des Jahrtausends *gruselschüttel*). Ich mag einfach, wie sich die Beschleunigung beim Start anfühlt. Über den Wolken wird man dann noch dazu mit tollem Wetter entlohnt und die trüben Tage bleiben auf dem Boden.

HAMBURG - ARRIVAL

Hamburg KurztrippDie Landung in Hamburg war etwas ruckelig aber ok. Der Flughafen ist eher klein und so ging auch das auschecken sehr schnell. Die Straßenbahnhaltestelle befindet sich im Untergeschoss zwischen den beiden Terminals. Kein langer Fußweg. 

Auf der Blogst Veranstaltungsseite wurden im Vorfeld bereits Tipps für Hamburg gepostet und so hatte ich mir bereits die App  der HVV aufs Handy geladen. Leider konnte ich sie dann  im Flughafen nicht abrufen. Aber es gibt direkt eine  Touristen-Info,  die mir die richtige Strecke raussuchte und  mir auch eine Fahrkarte verkaufte. Das  Abenteuer Großstadt konnte beginnen.

In der Bahn machte ich mich mit dem Fahrplan und den Strecken vertraut und musste feststellen, dass mir die gute Frau an der Info wohl das Umsteigen ersparen wollte und mich über einen großen Umweg schickte. Also stieg ich zwischendurch um und kürzte ab. Alles ohne Proble. Die kamen erst beim Umsteigen in den Bus. 

Ich bin ja eine Kleinstadtpommeranze und da fährt man nicht unbedingt Bus, wenn man nicht muss. Vielleicht hat mich auch deshalb verwirrt, dass es an der Haltestelle Holstenstraße (S21) zwar einen Bus der Linie 283 gab, auf dem Routenplan aber die Armbruststraße, bei der ich aussteigen sollte, nicht verzeichnet war. Auf der Gegenüberliegenden Straßenseite gab es zwar auch eine Haltestelle, dort aber keine Linie 283. Und niemand war da, der wußte, warum das so ist. Und noch dazu regnete es. Also stieg ich in den Bus um zu sehen, wohin er fährt. Er fuhr - wie kann es bei einem Abenteuer auch anders sein - in die falsche Richtung. Also stieg ich beim nächsten Stopp wieder aus, zog meinen Rollkoffer durch mehrere Pfützen auf die andere Straßenseite, auf der ebenfalls eine Haltestelle - diesmal auch mit einem Schild für die 283 war - und wartete erneut.
Motel One Hamburg AltonaZum Glück lag die Haltestelle Armbruststraße in Sichtweide des Hotels. Die Organisatoren der Blogst Konferenz hatten uns das Motel One rausgesucht. Und da muss ich echt sagen: Alles richtig gemacht. Zumindest, was Interieur und Sauberkeit anbetrifft. (Das ein Motel ruhig liegt, kann man schließlich nicht erwarten).


Ein wirklich schönes Ambiente zu einem guten Preis.









Hamburg Unterwegs Bloggerkonferenz
Nach einer kurzen Pause und Routenplanung ging es dann weiter in das abendliche und sehr dunkle Hamburg. Ich war übrigens nicht die Einzige, die der Meinung war, dass die Beleuchtung der Gehwege im Hamburger Stadtteil Altona doch sehr zu wünschen übrig läßt. Schließlich war das ja ein Bloggertreffen, zu dem am Freitag noch ganz ganz viele Blogger angereist sind.
Blogst Konferenz Bloggerkonferenz Hamburg Neue Flora

Die neue Flora, wo derzeit das  Disney Musical Tarzan gespielt wird, befindet sich übrigens direkt an der S-Bahn-Haltestelle Holstenstraße. Das visierte ich bei meinen Ausflügen immer als Ziel für den Rückweg an.

Hamburg Blogst

Zur Umgebungserkundung ging es erst zu Fuß quer durch den Stadtteil. Schließlich hatte ich Straßenbahn und Bus schon hinter mir  und so entschied ich mich mit der U-Bahn (Haltestelle Osterstraße) in Richtung Karo-Viertel zu fahren.
Am Ausstieg bei den Messehallen konnte ich mich allerdings nicht richtig orientieren. Die Straßen waren fast menschenleer und die wenigen Passanten konnen mir auch nicht helfen (! :-o !). Also lief ich weiter durch die dunkle Nacht. (Das hört sich jetzt tragisch an, ist es aber nicht, bis auf die Blase, die ich mir an diesem Abend zuzog)
UnterwegsAuf der Suche nach belebten Straßen und Geschäften wurde ich irgendwann am Rathaus fündig. Am Mönkedamm habe ich mich mit einem rießigen Hamburger und frisch gemachten Pommes gestärkt. Das war mal ein Burger! Herr Mc Donald, würden Sie bitte mal schaun: So muss ein Burger aussehen. Früher (oh, mein Gott, schon wieder früher, ja irgendwie war früher alles anders und besser) gab es mal einen Hamburger Royal TS, wobei das TS für Tomate und Salat steht. Der hatte ähnliche Ausmaße, bevor  er zu dem kümmerlichen Etwas wurde, das er heute ist. Das waren noch Zeiten....ups, ich schweife schon wieder ab. 
Ganz in der Nähe , wo ich meinen  Imbiß einnahm, war ein Karstadt. Da  beneide ich die Hamburger ja.  Bei uns hat der Karstadt schon lange geschlossen . Im Hamburger Karstadt aber gab es Sachen, die ich immer online bestellen muss. Z. B. Stanzer in der Schreibwaren/Kreativabteilung oder Socken und bunte Strümpfe von Happy Socks (!) direkt hinter dem Eingang. Da habe ich dann meine große Tochter vermißt, die ganz gewiss mit mir den Laden auf den Kopf gestellt hätte.

Den nächsten Tag meines Großstadtabenteuers gibt es dann morgen....oder so.

02 Dezember 2012

Von Machern für Macher - Der Adventskalender der Hobbyschneiderin

Hallöchen, hallöchen und hallöchen..
Ach, ne. Das war ja ein Radiosender. Wir sind ja im Internet. Da kann man das freundliche "Hallöchen" so gar nicht hören. Aber Ihr merkt schon, dass ich mich freue, oder?

Ich freue mich nämlich, dass das neue Hobbyschneiderforum "Anne Liebler & Freunde" vor und hinter den Kulissen so gut läuft, das neue Outfit freundlich und modern ist und die Technik schnurrt.
Gerade mal seit 12. Oktober am Start und doch schon voller Infos, Anregungen und netten Selbermachern, die Anleitungen und kostenlose Downloads einbringen.

Seit gestern ist auch schon der erste Adventskalender am Start und auch da sieht man schon die Neuerungen in Form von moderner Technik und einer einfachen Möglichkeit des Mitmachens (Formulareingabe ist da das Zauberwort). Und natürlich sind auch die Inhalte von Kreativen für Kreative. Reinschauen lohnt auf jeden Fall. DIY ist ja sowieso im Trend. (*psst: ich flüster das jetzt mal: heute gibt es eine Stickmusterserie zu gewinnen - also schnell noch mitmachen!*)

Adventskalender bei Anne Liebler
Adventskalender unter www.hobbyschneiderin.net
Wer also Lust hat, ist gerne eingeladen, jeden Tag hinter eines der Türchen zu schauen und sich auf der Startseite des Forums  täglich mit neuen Informationen und Wissenswertes über unser Hobby, das Nähen zu versorgen. Im Forum einfach auf den Balken mit der Aufschrift Adventskalender klicken, schon geht es zur Gewinnmöglichkeit (im Zweifel führt ein Klick auf das obige Bild auch dort hin).

Besonders schön finde ich, dass Veronique angefangen hat, im Forum noch mehr Links zu Adventskalendern zu posten, die das Nähen betreffen. Gemeinsam mit andern Nutzern hat sich dort bereits eine ordentliche Sammlung ergeben. Wer also auch so adventskalenderverrückt ist, der sollte schnell mal dort nachsehen und darf sich natürlich auch gerne beim weiteren Füllen der Liste beteiligen.


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