24 März 2013

Ostergewimpels {DIY}

DIY Wimpelkette für Ostern Grafik
Schnell noch fertig gewimpelt, damit Ostern auch endlich kommen kann. Bei uns in der Pfalz sieht es auch langsam danauch aus, die Knospen am ehemaligen Osterstrauch vor meinem Arbeitszimmer (der jetzt ein Baum ist) werden immer größer und versprechen Blätter zu werden.



Mit dem Schmücken an Ostern haben wir es nicht so. Obwohl diese Woche drei süße gelbe Häschen in unserer Küche eingezogen sind. Ergänzt werden sollten sie durch einen Gruß an die lieben Nachbarn mit einer frühlingsfrischen Wimpelkette. Damit das dann auch drinnen wie draußen schön aussieht und zu lesen ist, habe ich mir ein paar Stickmuster erstellt. 6 - um genau zu sein. Denn jedes Stickmuster hat zwei Buchstaben in einer Größe von ca. 5 cm gegenverkehrt digitalisiert. So wie oben auf der Grafik. Also ein F und dann gegenverkehrt das N zusammen in einer Datei usw.. Direkt angepaßt auf die Größe des Rahmens meiner Stickmaschine. So muss ich noch nicht einmal Faden wechseln, wenn ich beide Buchstaben in einer Farbe sticken möchte.

DIY Wimpelkette für Ostern Anleitung

Alle 6 Stickmuster 2 x durchgestickt ergibt dann 12 Wimpel. Als Leerzeichen zwischen "Frohe" und "Ostern" dient ein kleines Herzchen. 
Das Stickvlies reiße ich nach dem Ausspannen nicht aus, sondern nutze es als Verstärkung. Einfach mittig falten, so dass die Buchstaben auch richtig aufeinander treffen und den Wimpel einzeichnen.
Aus den Klarsichtdeckeln alter Aktenmappen habe ich mir eine Schablone gebastelt. Gut gehen natürlich auf Windrad- oder Windowcolorfolien. Ich mag diese Plastikdingens, weil man durchsehen und dadurch gut positionieren kann. Der Rand ist auch hart genug, um exakte Linen zu zeichnen (deshalb keine lappedudeligen von Heftern benutzen!).
12 x mit Kreide angezeichnet und zusammengenäht.
DIY Wimpelkette für Ostern Anleitung

Ein kleines bißchen Fleißarbeit, aber es ging doch recht schnell. (Das Heraussuchen und Digitaliseren der Buchstaben hat länger gedauert)

DIY Wimpelkette für Ostern Anleitung

Gibt fröhlichbuntes Buchstabenwirrwarr...

DIY Wimpelkette für Ostern Anleitung

...dem ich dann mit einem Schrägband zu Leibe gerückt bin. Am Anfang und am Ende habe ich jeweils zwei Streifen Satinband mitgefaßt, so dass man die Wimpelkette auch gut aufhängen kann.
DIY Wimpelkette für Ostern Anleitung

Taddaaaa...
Sorry, liebe Nachbarn! Für das Küchenfenster ist sie leider zu groß. Da hätte ich besser vorher mal nachgemessen. Und in zwei Wörtern aufhängen geht auch nicht, weil auf dem "Frohe" hinten ja "Ostern" steht und das dann dazu geführt hätte, dass es zwar auf einer Seite stimmig zu lesen wäre, auf der anderen aber "Ostern Frohe" stände. Wer also gerne nacharbeiten möchte, um es in zwei Reihen aufzuhängen, sollte das beachten.

DIY Wimpelkette für Ostern Anleitung

Unterdessen schmückt die Wimpelkette die Vorhangstange in unserem Wohnzimmer (und dass da noch was auf der Rückseite steht, stört ja nicht ;-)
DIY Wimpelkette für Ostern Anleitung

Wer auch gerne eine Wimpelkette hätte, diese aber selbst nicht besticken kann oder möchte, der kann sie auch ganz leicht mit Stoffmalfarben beschriften. 
Wie das mit Freezer Paper  ganz einfach geht, habe ich unter "Stencil-Verschönern mit Schablonen" schon einmal gezeigt.
Alternativ kann man sich natürlich auch die Buchstaben auf Windradfolie aufmalen und ausschneiden.

Ich wünsche Euch dann schon mal schöne Ferien!

17 März 2013

Dinkelbrot {Rezept}

Das gekaufte Weizenmehlteilchen hat am Gaumen gejuckt, also wird es mal Zeit für einen kleine Weißmehlabstinenz.
Die geliebten Frühstückbrötchen bleiben also beim Bäcker und ich habe selbst zu Rührschüssel und Küchenmaschine gegriffen.

Gebacken habe ich ein Dinkelbrot mit ganz viel Liebe und Vollkorn. Lecker und gesund!







Und weil ich bei Instagram danach gefragt wurde, teile ich natürlich sehr gerne auch das Rezept:

Zutaten: 
500 g Dinkelvollkornmehl
250 g Dinkelmehl Typ 630
1 Würfel Hefe aus dem Kühlregal
1 Eßlöffel flüssiger Waldhonig
500 ml lauwarmes Wasser
1 Esslöffel Meersalz
und ein bißchen Butter um eine große
Kastenform zu fetten.

Das Mehl abwiegen und mischen.
In eine zweite Schüssel die Hefe zerbröseln und den Honig darüber geben. Das lauwarme Wasser darüber geben und zusammen mit ca. 100 g des gemischten Mehles einen Vorteig anrühren. Dabei darauf achten, dass sich die Hefe gut auflöst. Es sieht dann aus wie ein sehr dünner Brei.
Mit einem Tuch zugedeckt an einem warmen Ort 15 Minuten gehen lassen.
Das restliche Mehl und das Salz nach und nach mit dem Knethaken unterrühren. Wieder 15 Minuten gehen lassen, anschließend nochmals gut durchkneten. Die Form fetten, den Teig einfüllen und wieder 15 Minuten ruhen lassen.
Die Wände des kalten Backofens mit Wasser besprühen. Ich mache das mit einer Sprühflasche, die man auch für Blumen oder Wäsche verwenden kann. Man kann die Wände aber auch mit einem feuchten Tuch nass machen.
Die Form mit dem Teig auf der untersten Ebene in den kalten Backofen schieben und bei 220 C circa 1 Stunde backen. Den Ofen ausmachen und das Brot noch 10 Minuten stehen lassen. Anschließend aus der Form nehmen und auf ein Kuchengitter zum Auskühlen stellen. Das Brot erhält seinen tollen Glanz, wenn es noch heiß von allen Seiten mit Wasser besprüht wird.

Den Anschnitt gibt es traditionsgemäß mit Nutella.

Es schmeckt aber auch ganz lecker als Butterbrot mit Banane und natürlich auch mit Schinken oder Wurst. 

Ich bau schon wieder um...

Nenene, so gefällt mir das irgenwie nicht wirklich. Ein paar Einstellungen bekomme ich nicht weg und sobald ich in im CSS ein paar "Korrekturen" vorgenommen habe, lassen sich am normalen Layout die Farbeinstellungen und Schriften und Größen nicht mehr ändern. Also wird es (schon wieder) Zeit für eine Blogschönheitskur. Also bitte nicht wundern, wenn es demnächst wieder etwas "rumpelt".

15 März 2013

Mordsquilt {Buchvorstellung}

Gestern hörte ich in meinem Lieblingsradiosender einen Bericht über Regionalkrimis, steigende Auflagenzahlen und dass die meisten der Autoren trotzdem nicht hauptberuflich vom Schreiben leben können. Traurig nicht? Ich mag Regionalkrimis, weil man da vielleicht irgendwo versteckt zwischen den Zeilen Bekanntes wiedererkennt. Genau wie man den Tatort schauen muss, obwohl die meisten Szenen gar nicht in Ludwigshafen gedreht werden. Aber das ist eine andere Geschichte.....
Zurück zum Buch: Weil ich selbst so selten zum Lesen komme und mittlerweile schon bald ein Jahr am gleichen Krimi hänge, verschenke ich gelegentlich welche an meinen Daddy. (Der Herr mit der Tomatenaufzuchtstation im Schlafzimmer aus dem letzten Post). Das ist hier nicht so schwer, weil es im näheren Umland Harald Schneider mit seinen Pfalzkrimis und dem Herrn Palzkis gibt und dieser noch dazu oft in der regionalen Zeitung auch was beitragen darf. (Man ist also immer auf dem Laufenden, wenn es etwas Neues gibt).

Was dann aber doch eher seltener ist, ist nicht nur ein Krimi mit Lokalkolorit, sondern auch noch einer, der das Hobby mit einbezieht. Ich gehöre zwar nicht zu den Patchworkern und auch gequiltet habe ich noch nie, trotzdem habe ich eine Affinität zu allem, was irgendwie mit Nadel und Faden zusammen hängt. Also bin ich natürlich gleich auf Mordsquilt angesprungen, denn das Buch spielt noch dazu in Lorsch. Also quasi um die Ecke, wenn man die A6 von Ludwigshafen Nord aus benutzt. Im Krimi von Manfred H. Krämer treffen sich fünf Damen im Lorscher "Stoffstübchen" um ihrem Hobby nachzugehen und bei Tee und Gebäck ihre (mörderischen?) Ideen zu planen und zu besprechen.

Hört sich lustig an und ist dann wohl eher was für mich. Aber ich werde den Daddy mal fragen. Seit er sich an Weihnachten ein Samsung Tablet gekauft hat, ist er ja ebooks sehr zugetan. Und als Kindle edition kann man hier immerhin 2 € sparen ;-). (Übrigens: mein Daddy ist mittlerweile 76 Jahre alt und mit dem Tablet absoluter PC-Neuling)

Wer sich für Krimis mit Lokalkolorit interessiert, findet auf der Internetseite "Mord vor Ort" vielleicht auch etwas Passendes von Wohnort oder Heimat. 

14 März 2013

Warten auf Grün {Beauty is where you find}

Same procedur as every year:

Jedes Jahr aufs Neue baut mein Daddy eine Tomatenaufzuchtstation. Im Schlafzimmer - wohlgemerkt -  und zum Leidwesen meiner Ma. Sagt sie jedenfalls. In Wirklichkeit findet sie es aber toll, denn auch heuer wurde ich mit den Worten "Schau mal, was dein Vater schon wieder gemacht hat" die Treppe hinauf ins Obergeschoss gejagt um die kleinen Töpfchen zu bewundern. Er habe reduziert, berichtet sie dann. Es seien nur noch 80 und keine 100 mehr. Oder so, denn gezählt hat sie sie nicht ;-).

Pearl's Harbor Blog: Tomatenaufzucht in Anzuchttöpfen auf der Fensterbank

Und dann stehen die kleinen Töpfchen ab Mitte Februar auf einem Klapptisch vor dem großen Fenster im Schlafzimmer meiner Eltern. Natürlich wird tagsüber der (ohnehin winzige) Vorhang noch zur Seite geschoben, damit die Aufzucht auch genug Licht bekommt. Und dann wird gewartet: Gewartet aufs Grün. Und über jedes zarte Pflänzchen, dass sich aus dem Samen den Weg nach Oben bahnt, wird sich  gefreut und über die anderen nachgedacht, warum die denn nun nicht aufgegangen sein könnten. Und wer sich jetzt über die Golftees auf dem Bild wundert: Das ist quasi die nachhaltige Methode meines Dads, die Pflanzen zu markieren. Wiederverwendung vom Feinsten. Denn natürlich werden unterschiedliche Samen gezogen. Da gibt es Cocktailtomaten (für uns), riesige Fleischtomaten (für die Tante) und Strauchtomaten. Und sie alle werden gehegt und gepflegt bis zum 1. Mai, dann ist nämlich die große Verteilung und Onkel, Tantes, Cousins, Schwester und wir kommen dann um die für uns reservierten Pflanzen zu holen und im eigenen Garten einzupflanzen.
Und dann heißt es nicht mehr "warten auf Grün", sondern warten auf ROT. 
Auf leckere rote Tomaten!

Mein Beitrag zum Fotoprojekt "Beauty is where you find it". Wer sonst noch mitgemacht hat, gibt es wie immer bei Nic auf ihrem wunderschönen Blog "Luzia Pimpinella".


12 März 2013

Was ham wir denn da? {12 am 12ten}

*träller* Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus... würde ich im Normalfall trällern. Macht der Gewohnheit, würde ich sagen. Das Liedchen kommt mir ganz automatisch in den Sinn sobald auch nur eines dieser netten kleinen weißchen Flöckchen herniederrieselt.
Heute morgen war das dann aber nicht wirklich prickelnd. Ich bin angezählt. Kopf und Gliederschmerzen, der Hals tut weh und die Ohren auch. Aber was noch schlimmer ist, die Zähne und die Nase auch. Braucht kein Mensch. Aber es nützt ja nichts. Ich musste ins Büro. Gut, dass ich da nicht viel reden muss, macht sich bei Stimmbandentzündung nämlich gar nicht gut. Am Liebsten wäre ich beim Anblick des zugeschneiten Dachflächenfensters wieder zurück ins Bett gekrochen. Bei so einem Wetter braucht man mindestens doppelt so lange zur Arbeit und das macht keinen Spaß.

Genug gequatscht. Jetzt kommen meine 12 Bilder des Tages:

Moin!

Baaah, wasn das? Gestern noch Frühling und heute schon wieder Winter?


Mit Winterstiefel, Winterjacke und Schal zu spät zur Arbeit


Keine Bilder zwischen 9.30 Uhr und 14 Uhr - da habe ich gearbeitet bzw. war im Auto.

Dann aber:

 Schnelles Mittagessen mitgebracht, damit die Kinder nicht verhungern

Keine Bilder zwischen 15 und 17 Uhr! (Habe meine Erkältung bei einem schönen Schläfchen gepflegt)

Der Grill auf der überdachten Terrasse ist zugeschneit - gaaaanz schlecht!

Kleines Kind zum Turnen gelaufen. 

Sich über die gute Nahversorgung im Ort gefreut und unterwegs eingekauft.

Zuhause direkt den Ofen angeheizt

Dem großen Kind (musste lernen) vom Bäcker einen Donut mitgebracht und mir selbst einen Kaffee gegönnt.

Schnell nachgeschaut, was im Netz sonst noch so los ist

Bevor ich mich endgültig an die Bearbeitung einer Grafik gemacht habe, noch eine neue instrumentale Platte gesucht. Bitte nicht lachen, aber ich brauche Musik beim üben und kann mich mit Text nicht auf die Aufgaben konzentrieren. Ich hätte ja nie gedacht, dass ich mal eine Platte von DJ Bobo kaufe.
Das kann jetzt im Hintergrund dudeln während ich ein Kapitel nach dem anderen abarbeite.


Im Dunkeln kleines Kind wieder zu Fuß abgeholt.

12 am 12ten ist ein Fotoprojekt, bei dem an jedem 12ten eines Monats während des Tages 12 Bilder gemacht und im Blog veröffentlicht werden. Seinen Ursprung nahm die Aktion in den Vereinigten Staaten bei Chad Darnell. In Deutschland hat Caro das Projekt aufgegriffen. Wer heute sonst noch 12 Fotos von seinem Tag gemacht hat, hat sie wie immer in ihrem Blog "Draußen nur Kännchen" gesammelt.

Und dann noch was ganz Verrücktes: 
Während sich dieses Projekt in Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreut und sich immer mehr Teilnehmer mit schönen, lustigen oder eben ganz alltäglichen Fotos beteiligen, hat Chad Darnell die Sammlung der Links mittlerweile eingestellt.

Ich habe mich gerade in die Liste als #289 eingetragen und es werden immer mehr (und das, wo Deutschland doch viel kleiner ist als Amerika?!)

Meine Fotos habe ich heute übrigens alle mit dem Handy gemacht.

07 März 2013

Mitgebsel-Tüten {DIY}

Wenn ich so an meine Kindheit zurückdenke, dann gehören dazu auch die Wundertüten. Kennt Ihr sie noch? Da war lauter unnützer Kram drin und vielleicht ein paar Bonbons, aber ich liebte sie. Irgendwann wurden sie vielleicht durch Überraschungseier abgelöst, aber das Prinzip ist das gleiche. Es ist spannend, das Spielzeug darin wandert über kurz oder lang in den Müll und es gibt noch was Süßes dazu. Vereinzelt findet man die Wundertüten noch in diversen Kiosken und Kramläden und auch meine Mini ist immer fasziniert davon, steht davor und bettelt. 


Zu ihrem  Kindergeburtstag haben die Große und ich nun selbst welche gebastelt. Heimlich natürlich, damit die Mini auch ja nichts mitbekommt. Während ich die Tüten aus bunten Papieren genäht habe, hat die Große die Namen der Gäste darauf gestempelt.

Gefüllt wurden sie mit allerlei Süßkrams, dass es passend zu den Wundertüten auch schon in meiner Kindheit gab. Bonbonarmbänder und -uhren, Schleckmuscheln und Perlchenfläschlein (ach, wie liebt meine Mini das). Oder kennt Ihr die großen Himberrbonbons, die so groß sind, dass man als Kind fast den Mund nicht zu bekommt? Lecker....

Wir haben sie mit Büroklemmen geschlossen, die ich noch kurzfristig im Künstlerparadies entdeckt hatte. An die Ösen kamen noch Schleifchen mit kleinen Dankeskärtchen und Wasserspritztiere (wir feierten im Schwimmbad)

Wenn man aber den Rand mit der Nähmaschine im Geradstich zunäht, dann hat man noch mal das extra Wundertütengefühl. Dann kann man das Tütchen nämlich genaus so aufreißen, wie ich das schon in meiner Kindheit getan habe....

03 März 2013

Hab ich selbst gemacht {Buchvorstellung}

Gestern war ich mit der Mini im Buchladen. Sie hatte auf Geburtstag Gutscheine bekommen und die galt es einzulösen. Kennt Ihr das auch, dass Geburtstagskinder sich nur noch Gutscheine wünschen? Irgendwie finde ich, dass das völlig unkreativ und am Schenken vorbei ist. Aber den Kindern gefällt es und den Erwachsenen anscheinend auch, denn dann kann sich das Kind anstatt vielem kleinen unnützen Gedöns, was Großes leisten. Bisher haben wir bei der Wunschgestaltung noch auf einen Geschenketisch zurückgegriffen. Aber in diesem Jahr verweigerte sogar ich Toys R'us und Müller (nur Plastik und davon gibt es bereits ein Kinderzimmer voll) und legte Hoffnung auf Thalia. Die Mini konnte auch überzeugt werden, denn Thalia führt mittlerweile nicht nur Bücher, sondern auch Spielwaren. In Mannheim gibt es sogar eine Abteilung mit Bastelsachen von Rayher. Und es hat noch einen Vorteil: Die Gutscheine gibt es bei uns (zusammen mit C&A, H&M, IKEA etc.) im REWE, man muss also nicht zwangsläufig zum Einkauf in Stadt, sondern kann das bequem vor Ort erledigen.
Also schrieb in diesem Jahr auch unsere Mini auf die Einladung zum Kindergeburtstag: "Ich wünsche mir einen Gutschein von Thalia".
Der Nachteil an Gutscheinen liegt allerdings buchstäblich auf der Hand: Das Kind bekommt außer einem Stapel Umschläge NICHTS. Dabei ist das doch gerade das Schöne an Geburtstagen. Papier wegreißen und sich auch über Sachen freuen, von denen man vorher nicht wußte, dass man sie braucht oder gerne hätte.
Noch nicht einmal die Großeltern haben was zum Kopfschütteln angeschleppt und sogar meine Schwester, die sonst gerne mal die Mädchen mit was Unnützem beschenkt, weil das beim eigenen Nachwuchs nicht mehr geht, kam mit einem Kuvert. (Dabei freu ich mich da echt immer total drauf, weil das z. B. an Weihnachten immer die einzige Überraschung für mich ist - alles andere besorge ich nämlich selbst). Ok, es gab für mich also keine Überraschung *grmml*. Die Mini hat das nicht gestört, sie freute sich über angehängte Haargummis und Luftballons....
....und auf einen Shoppingtag mit Mama.

Der war dann also gestern. Ihr ahnt es schon: Wir fuhren nach Mannheim, weil der Thalia dort groß ist und eben wahnsinnig viel Auswahl hat. Und während die Mini zwischen Barbie und Co. und Lesematerial die Konjunktur ankurbelt, kann Mama ganz entspannt mit einem Buch im Café oder in einem der großzügigen Lesebereiche Platz nehmen und warten...Hach, das ist schön und total entspannt. Ups, jetzt bin ich aber weit ausgeholt. Eigentlich wollte ich doch nur erzählen, was ich dabei Schönes entdeckt habe.
Also fang ich noch einmal von Vorne an...

Hab ich selbst gemacht {Buchvorstellung}

Im Buchladen ist das Café, die Kinderabteilung, die Kreativabteilung und die Abteilung für Hobbybücher wie Kochen, Nähen und Gärtnern auf der selben Etage. Das ist sehr praktisch. Während die Mini sich also beim Stöbern durch ihren Bereich austobt, nehme ich mir die Kreativbücher vor und setzte mich mit einer Auswahl in einen der gemütlichen Clubsessel. "2 Hände, 66 Projekte" steht auf einem der Bücher, die ich noch nicht kannte und das irgendwo zwischen Näh- und Zeichenbücher stand. Das hört sich spannend an. Entgegen den anderen Kreativbüchern, die meistens kleine Projekte vorstellen, Anleitungen oder Schnittmuster beinhalten, gibt es in dem Buch nur Text. Keine Bilder. Das ist jetzt für mich durchaus unüblich, denn ich bin auf Sachbücher abonniert und bekennender Bilderbücherfan. (An dem Krimi, den ich gerade lese, sitze ich jetzt schon bestimmt 6 Monate).
Also lese ich zuerst die Buchrückseite auf der steht

Zitat:
Das Selbermachen ist zurück
Baumärkte drehen verrückte Werbespots, Garagendächer werden zu Gärten umfunktioniert und alle Welt tauscht plötzlich Kochrezepte übers Internet aus. Was ist dran an diesem Trend? Warum wird im ganzen Land wieder mit Hingabe gehämmert, gegärtnert, gestrickt und gebrutzelt? Die Journalistin Susanne Klingner startet den Selbstversuch - und schreibt darüber. 365 Tage im Rausch des Selbermachens: vom Käse bis zum Stollen, vom Kleinen Schwarzen bis zu den Schuhen, von der Seife bis zur Zahnpasta. Intensiv, erkenntnisreich und äußerst unterhaltsam!
Pearl's Harbor Blog: Buchvorstellung: Hab ich selbst gemacht von Susanne Klingner

Jedem Blogger dürften jetzt gerade die Ohren klingeln. Wo sind sie, die Food-, Näh-, Garten- und Do-it-yourself-Blogger? Die Autorin Susanne Klingner probiert alles aus und schreibt darüber. Eine Reportage also über 365 Tage des Selbermachens. Keine fiktive Geschichten, das merkt man auch daran, dass sie z. B. über eine Email von Frau Liebe schreibt und deren Blogadresse nennt. Alles echt. Nichts erfunden. Und wenn sie über das Seifesieden mit Skibrille und Mundschutz schreibt, dann seh ich sie vor mir, wie sie mit ausgestreckten Armen das Gemisch aus Olivenöl und Natriumhydroxid rührt (das kann man nicht erfinden, das muss man erlebt haben).
Sie erwähnt Dawanda und Etsy und rechnet vor, wie viel sie denn verkaufen müßte, um davon leben zu können. (Na, kommt Euch das bekannt vor?). Es wird genäht, Brot gebacken, gestrickt, gegärtnert und sogar Käse gemacht. Am Ende des Buches gibt es dann noch eine sehr ausführliche Liste mit Linktipps (auch zu kostenlosen Anleitungen) und Empfehlungen zu den Büchern, aus denen sie die im Buch beschriebenen Projekte entnommen hat.

In ihrem eigenen Blog "Haltung statt Posen" schreibt Susanne Klingner über Feminismus, Konsum, Arbeitskultur und auch ein ganz kleinbißchen Selbstgemachtes.

Hab ich selbst gemacht
365 Tage, 2 Hände, 66 Projekte
336 Seiten, Paperback
bereits im Mai 2011 erschienen
ISBN: 978-3-462-04285-6

Als Ebook auch im Kindle-Shop

Empfehlenserwert für alle, die sich vielleicht selbst mal ausporbieren wollen, dies vielleicht schon getan haben und sich nun schmunzelnderweise selbst wiedererkennen ;-).

.