24 Oktober 2013

Ruth tut gut {Geplauder}

Heute hatte ich das erste Mal seit langem das Bedürfnis, mich zu langweilen. 
Das habe ich sonst nie. Ich habe immer was zu tun. 
Man kann mich auch nicht spontan besuchen. Dann bin ich entweder nicht da, muss gerade schnell weg, bin was am werkeln und schwer beschäftigt (und entnervt, weil jemand kommt und ich dann nicht fertig werde bevor ich wieder weg muss....). Oder ich stelle das Haus auf den Kopf beim Putzen oder Backen oder sonst irgendwas. Und arbeiten tu ich nebenbei auch noch. Oder ich blogge, verschönere oder sortiere meinem Blog oder irgendeine andere Seite, um die ich mich auch noch kümmere. Ich bin im Prinzip immer komplett verplant. Gelangweilt rumsitzen tu ich nie und wenn ich auf der Couch liege, dann nur, weil ich müde bin.
Aber heute, heute hatte ich das Bedürfnis mich langweilen zu wollen. Mal nichts zu tun, rein gar nichts. Ich hatte heute frei und wollte eigentlich nähen. Habe ich aber nicht getan. Ich hatte keine Lust. 
Auf nichts. Auf rein gar nichts!
Und weil ich den ganzen Tag total verplempert habe (ok, so ganz nicht, ich war einkaufen, habe gekocht, war als Mama-Taxi unterwegs, habe meine Mutter besucht und war auf dem Friedhof und anschließend auch noch mit dem Kind zur Eröffnung eines neuen Einrichtungshauses).

Also weil ich den ganzen Tag eigentlich verplempert habe, bin ich erst heute Abend ins Arbeitszimmer um wenigsten vielleicht mal ein bißen unsere Touren von Berlin aufzuarbeiten. Aber wie das dann so ist, hat sich diese Woche ja mein iphoto, das Programm mit dem ich meine Bilder sortiere, auf der externen Festplatte verabschiedet (inkl. aller Berlin-Fotos). Ich habe schon Stunden damit verbracht, die Bilder wenigstens aufzufinden und zu sichern. Anständig ansehen funktioniert aber noch nicht, was meine Laune natürlich nicht bessert. Es ist einfach nur nervig und macht total keinen Spaß.
Also wollte ich Euch heute wenigstens von Ruth erzählen, die ich in Berlin getroffen habe. 
Und was ist? Visitenkarte weg!
Danke! Das passt ja! Jetzt google das mal, wenn Du nur noch weißt, dass sie Ruth heißt und in Berlin einen Laden hat, eine Bank davor steht und darauf Kissen liegen mit Fischen drauf und eine Winkekatze auf der Fensterbank steht. *grmml*



Aber manchmal muss man dann eben den Eingang durch die Hintertür nehmen. Oder wie bei Ruth -durchs Fenster. Mein Fenster war in dem Fall der Stadtplan von Berlin und der "Finder" im Mac. Damit konnte ich wenigstens in der Miniaturansicht der Fotos blättern.
An Ruths Laden waren wir auf dem Weg zur East-Side-Gallery vorbei gekommen. Also habe ich mir den Stadtplan geholt, die East-Side-Gallery gesucht und anhand der Bilder den Weg zurückverfolgt.

Wir waren an einem Laternenpfahl mit armdicker Plakatbeklebung vorbeigekommen...


...hatten eine Brücke überquert an der Liebesschlösser hingen...


... mit einem Blick durch den Zaun ein Gelände begutachtet, auf dem wohl Künstler ihr "Unwesen" trieben...


...und um die Ecke die Gemälde gegenüber von Ruths Laden bewundert.



Der Finger auf dem Stadtplan führte zur Revaler Straße. Und tatsächlich: Damit konnte Herr Google was anfangen und spuckte Ruth tut gut aus.

Ruth tut gut!

In dem Fall auch mir, denn ich hörte mich innerlich kichern. Mit dem Erfolgserlebnis war meine gute Lauen wieder da! Mit kaputtem Programm und verlorener Visitenkarte, die strahlende Mini auf dem Weg durchs Fenster in Ruths Laden gefunden. Na, wenn das mal keine gute Recherche ist?!


Von Ruth brauch ich Euch jetzt nicht weiter zu erzählen. Schaut Euch einfach ihre rosafarbene Homepage und die liebevoll handgefertigten Produkte an. Und wenn Ihr in Berlin in der Revaler Straße 13 vorbei kommt und Ruth hat ihr Fenster geöffnet, dann traut Euch ruhig hinein und grüßt schön von mir. Ruth ist wirklich ganz entzückend und in allen Ecken gibt es in ihrem kleinen rosa Reich was Nettes zu entdecken.

Wenn es kälter wird, dann schließt Ruht das Fenster, hat sie mir erzählt. Dann muss man klingeln. Aber laßt Euch davon bloß nicht abhalten!

Und wenn ich die nächsten Tage irgendwie wieder weniger umständlich an meine Fotos komme, dann  zeig ich Euch auch noch, wo wir waren, bevor wir Ruth getroffen haben. Da haben wir uns nämlich im Friedrichshain auf die Suche nach dem leckersten Hamburger Berlins gemacht aber noch so einiges mehr entdeckt.

(Und nun stelle ich auch noch fest, dass ich mich komplett im Tag vertan habe, heute Donnerstag ist und ich das rote Schloß doch zu Nics Beauty is where you find it tun wollte *grmml*. Also mache ich das jetzt auch noch schnell)

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