30 Mai 2014

Filz Geschichten {Buchbesprechung}

Jetzt filzt sie auch noch?! Nee, tu ich nicht. Ich habe bisher höchstens mal mit den Kindern in der Grundschule mit der Nadel Filzwolle in eine Herzform gebracht. Und ja, in einer Wollschublade liegt auch noch Wolle, die verstrickt und in der Waschmaschine verfilzt werden sollte. Das war aber auch schon alles. Filzen ist eine Technik, die ich bei anderen bewundere, aber bisher nicht auf der "Das- möchte-ich-auch-mal-machen"-Liste hatte.

Nun hat mir aber der MaroVerlag ein Buch mit Filz Geschichten geschickt (und noch eines über Färben, das ich demnächst noch vorstellen werde), mit der Anmerkung, das könne mich doch evtl. auch interessieren. Fällt nicht in meine Fachbereich, aber ich muss ganz laut sagen: "Wow! Danke!"
Horizonterweiterung! Und noch dazu eine so schöne. Deshalb gibt es heute mal zu den Büchern aus dem Näh- und Zeichenbereich, die es normalerweise freitags in meinen Buchbesprechungen gibt, Filzgeschichten.
Buchbesprechung Pearl's Harbor Blog Filz Geschichten MaroVerlag Outdooraufnahme

Filz Geschichten von Annette Quentin-Stoll und Robert Quentin

Filz Geschichten gehört zu den Galeriebüchern aus dem MaroVerlag, die in einer sehr handlichen Größe von 16 x 16 cm erschienen sind. Annette Quentin-Stoll zeigt darin ihre Filzarbeiten, die meist, passend zum verwendeten Material, organischen Formen nachempfunden sind. Dazu erzählt sie kleine Geschichten. Eben die Filz Geschichten. Sie gibt ganz persönliche Erfahrungen preis, erzählt von ihrer ersten Katze, deren Anklitz sie auf ein Sitzkissen gebannt hat oder von Kindheitserlebnissen und ersten Werken, die in irgeneinem Schularchiv verschwunden sind. 
Sie zeigt ihre Kunstwerke, wie den Blütenbaum aus Merinowolle mit Goldborte oder in welchen Schritten ein Medaillon in Fadenmalerei gefertigt wird. 

Die Autorin erzählt kleine Anekdoten z. B. von einer Begegnung beim Weltfilzertreffen in Ungarn und  welche Rolle Ornamente in einem Filzteppich spielen können. 

Wie die Ornamentik entsteht oder wie findet man Inspiration werden unaufdringlich angeschnitten. 
Buchrezension Filzgeschichten. Muscheln, Blumen, Schnecken. Filz in Form gebracht.
Von der Schablone zum Relief oder in eine Form gebracht: Annette Quentin-Stoll erklärt in vielen Bildanleitungen wie man eine Eukalyptusfrucht entstehen lässt oder einem Glockentierchen aus Wolle Form verleih. Und bei den gefilzten Schnecken und Muscheln, da könnte sogar ich schwach werden und einen Filzkurs auf meine Wunschliste setzen.
Filz Geschichten ist zwar ein Buch mit vielen wirklich schönen und schon alleine wegen der vielen Schritt-für-Schritt-Fotos gut nachvollziehbaren Anleitungen. Es ist aber kein Grundkurs Filzen. D. h. wer bereits das Nassfilzen beherrscht, findet viele tolle Formen zum Nacharbeiten, die sich vom Schneeglöcken über den Sommer und das Meer bis zum Winter mit Weihnachten zieht.

von Annette Quentin-Stoll und Robert Quentin
192 Seiten Hardcover
erschienen im MaroVerlag
(Preis in D 22 €)

Wer sich jetzt noch weiter mit dem Thema Filzen beschäftigen möchte, dem seien die Galeriebücher vom MaroVerlag ans Herz gelegt. In dieser Reihe sind noch mehr künstlerische Bücher über gefilzte Arbeiten erschienen. Allein die Cover lassen ähnlich schöne Projekte, wie im vorgestellten Buch vermuten. Vielleicht habt Ihr ja mal Gelegenheit, in eines der Bücher reinzuschnuppern. Filzen scheint eine wunderbar sinnliche Ausdrucksweise zu sein. Ich bewundere immerwieder die Kunstfertigkeiten der Filzerinnen, die Ausdauer und Detailverliebtheit, die manche an den Tag legen. Deshalb schau ich mir auch gerne den Blog Die Waschküche an, deren Besitzerin mit einer wahnsinnigen Leidenschaft Motiv-Schultüten aus Filz anfertigt. 

Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung von MaroVerlag, der mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat. 

24 Mai 2014

Kuchen im Glas {Rezept und Mitgebsel}

Juhu! (Mal schnell in die Runde winke).
Ich weiß nicht, ob Ihr das kennt, aber auf dem Dorf, aus dem ich komme, wurde früher nach Feierlichkeiten immer Kuchen verteilt. Also jeder ging nach einem Geburtstag, Kommunion etc. vollgefressen und mit einem Teller Sahnetorte heim.
Nicht, dass ich was gegen selbstgebackenen Kuchen hätte (im Gegenteil), aber man ist doch irgendwie gezwungen diesen dann auch schnellst möglich zu verdrücken. Wäre ja schade, wenn er kaputt geht.

Nun ist unsere Große vor Kurzem zur Konfirmation gegangen. Und eigentlich wollte ich niemanden zwingen Kuchen essen zu müssen, nur weil ich ihn gerade jetzt vorbei bringe. Die Tage vor der Konfi waren aber auch so voll (Ballettaufführung, Turntraining etc.) ich hätte so oder so gar keine Zeit gehabt, tagesfrisch Kuchen zu backen. (Und wer will schon alten Kuchen, der dann noch schneller weg muss ;-)).

Deshalb habe ich mir überlegt, als Mitgebsel oder Dankeschön, Kuchen im Glas zu backen und zu verschenken. Der hält sich zumindest ein paar Tage (angeblich sogar Wochen).
Also habe ich gebacken und gebastelt und ein paar Goodiebags gepackt.
Kuchen für Unterwegs. Schön verpackt mit Holzgabel und Servietten.

Der Kuchen im Glas ist ein Rührkuchen mit Schokostreusel. Sehr lecker. Gebacken wird er dirket im Glas und anschließend direkt und heiß verschlossen.

Ein Mitgebsel oder wie man sich für Geschenke bedankt: Mit einem Kuchen im Glas. Knöpfe von Tante Ema Design / Unionkopf
Die Gabeln aus Holz hat die Große noch mit "Danke" bestempelt und ich habe die Stoffe zum Verschönern des doch eher häßlichen Glaskuchens mit der Zackenklinge des Rollschneiders ausgeschnitten. Verpackt haben wir dann alles in weiße Papiertüten, die wir mit Papierrosetten bzw. Tortendeckchen aufgehübscht haben. Den letzten Pfiff bekam die schlichte Verpackung noch durch die  süßen Knöpfe mit den Einmachgläsern. Fand ich gerade sehr passend. 

Holzgabel für die kleine Mahlzeit unterwegs: Kuchen im Glas als nettes Mitbringsel


Rezept für einen Kuchen im Glas:


350 gr. Weizenmehl oder Dinkelmehl
1 Päckchen Backpulver
Salz
250 gr. Zucker
15 gr. Vanillezucker (oder 2 ganze Päckchen)
4 Eier
100 gr. Butter
100 ml. Rapsöl
50 gr. Schokostreusel


Weiche Butter, Öl, Zucker und Vanillezucker zusammen in einer Schüssel schaumig schlagen. Eier hinzugeben und schaumig aufschlagen. Mehl, Backpulver und eine Prise Salz mischen und unter die schaumige Masse rühren.

Jeweils ca. 3 Eßlöffel davon in ein Marmeladenglas von 390 ml. geben. Der Teig reicht für 7 - 8 Gläser. Das sieht wenig aus, aber der Teig geht unheimlich auf und wird ganz locker und fluffig, füllt man zu viel ein, läuft das Glas beim Backen über.
Beim einfüllen vorsichtig sein und den Rand sowie das Schraubgewinde nicht beschmuddeln, da die Gläser sonst nicht luftdicht verschlossen werden können. 

Backofen auf 180° C vorwärmen und die Gläser auf dem Rost auf die unterste Schiene stellen. Backzeit je nach Backofen ca. 40 Minuten. 
Nach Ablauf der Backzeit mit einem Holzstäbchen testen, ob der Kuchen fertig ist.

Deckel in kochendem Wasser sterilisieren. (Ich mach das mit dem Dampfgarer). 
Heiße Deckel auf die heißen Glässer schrauben und langsam abkühlen lassen.

Material für die Verpackung:
Schraubgläser 390 ml (noch besser wären Sturzgläser/Weithalsgläser mit 82er Deckel)
Gabeln aus Holz, weiße Tüten, Tortendeckchen von Pappstar
Schnur von Garn & mehr 
Knöpfe mit Marmeladengläsern von Unionknopf / Tante Ema Design (da gibt es auch noch den passenden Stoff und die passenden Bänder zu !)
Tags für die Beschriftung selbstgeschnitten.
Pearl's Harbor Blog: Rezept für Kuchen im Glas

Das hätte ich jetzt fast vergessen, ich bin da aber ein bißchen pingelig. Allergikerhaushalt, da muss man manchmal einfach darauf achten, was wo drin ist. Deshalb habe ich auch die Tags mit meinem Schneidplotter geschnitten und auf die Rückseite noch eine Zutatenliste aufgeklebt. Ging natürlich nicht, ohne was zu vergessen. Macht das Give-Away aber noch ein Stück persönlicher, oder?

17 Mai 2014

Stoffmärkte bei schönem Wetter gehören einfach verboten {Geplauder}

Schönes Wetter und gute Laune gehen bei mir oft im Einklang. Gaannz schlimm ist dann, wenn auch noch Stoffmarkt ist und ich tatsächlich beschließe hin zu gehen. Eigentlich wollte ich nur ein Stöffchen bzw. zwei. Ich mag es nämlich, wenn Stoffe mit unterschiedlichen Mustern aber aus der gleichen Serie sind, weil die dann so schön miteinader harmonieren.
Ich wollte also diesen rechten Stoff und nach Möglichkeit auch den in der Mitte mit den kleineren Blumen. Den Namen habe ich mal wieder vergessen. Ich weiß, dass er von Swafing ist, denn ich habe so schöne Karten davon und die Stoffe haben mir schon in der Ankündigung im Swafing Blog gefallen. Die Knöpfe in den passenden Farben habe ich schon (Tante Ema Design von Unionkopf). Normalerweise kaufe ich nach Möglichkeit hier im Stoffgeschäft. Auf dem Stoffmarkt sind die aktuellen Stoffe sowieso nicht günstiger. Nur leider hatte der Laden sie hier nicht. Sehr doof. Denn so musste ich auf den Stoffmarkt und das ist für mich gar nicht gut, wenn das Wetter schön und die Laune gut ist.

Den rechten Stoff habe ich tatsächlich bekommen. Den anderen leider nicht, dafür aber einen organgen Hamburger Liebe Stoff. Dann musste ich dummerweise noch bei den Dekostoffen vorbei, weil ich die so gerne für Taschen und Täschlein mag, weil sie eben dicker, fester und stabiler sind. Nur mal kucken. Ist klar, oder? Hab ja noch ein paar unverarbeitet hier liegen, aber ob es neue Designs gibt, muss man ja troztdem wissen.
Und schwubs …abgerutscht in das Tal der Stoffkaufsüchtigen!
Ich konnte mich nicht entscheiden, der Holländer schneidet nur meterweise ab und ich konnte nicht verzichten. Schuhe und Nähmaschine und dann noch 50er Jahre Stil. Diese Dealer wissen doch verdammt genau, wie sie mich kriegen (in 3 verschiedenen Farben). Dafür habe ich aber zumindest alle Bullis und VW-Käfer links liegen gelassen. Darauf bin ich echt stolz!


Natürlich braucht es dazu auch noch korrespondierenden Stoff. Ich habe dann also insgesamt 9 Meter Stoff, Volumenvlies und Gummi-Paspelband (bekommt ja sonst nicht!) mit nach Hause gebracht.

Die eigentlich benötigte Paspelkordel, Tüll und Organza für ein kleines Hutprojekt habe ich nicht. Und von den gewünschten Stoffen auch nur einen *räusper*.
Ich bin nicht schuld! Stoffmärkte ei schönem Wetter gehören einfach verboten. Eindeutig zu hohe Suchtgefahr!

Ich hoffe dann mal, dass es in der nächsten Zeit oft regnet, damit ich auch ans Verarbeiten komme und schicke Euch schon mal

liebe Grüße aus der Pfalz!
(und wie das Wetter war, könnt ihr heute an den Stoffeinkäufen ablesen)


16 Mai 2014

Babyschühchen nähen {Buchbesprechung}

Heute geht es um den Nachwuchs. Und dies gleich in zweifacher Hinsicht. Denn in meiner Buchbesprechung am Freitag geht es heute um das Buch

Babyschühchen nähen von Julia Bräunig



Ich habe Julia im März im Rahmen des Unionknopf-Bloggercontests (den sie gewonnen hat) kennengelernt und sie war so nett, mir eines Ihrer Bücher zu schenken. Jetzt ist bei uns die Familienplanung zwar längst abgeschlossen, das ändert aber nichts daran, dass die Schuhmodelle in Julias Buch total bezaubernd sind und es mir in den Fingern juckt, ein paar (ja, gleich mehrere, weil so schön) nachzunähen. Tatsächlich gab es auch in letzter Zeit gleich mehrmals Nachwuchs im Verwandten- und Freundeskreis, würde also Sinn machen. Da sich aber meine To-Do-Liste bereits ins unermessliche verlängert hat, habe ich beschlossen, was für die Nachwuchsförderung zu tun und nähen zu lassen ;-).
Die Freundin meiner Tocher ist gerade 14 geworden und näht unheimlich gerne. Auf Geburtstag hat sie sich sogar eine Overlock gewünscht. Eine Schneiderpuppe in Kindergröße steht weiterhin auf dem Wunschzettel. Ich weiß nicht warum das so ist, aber ihre Lieblingsnäharbeiten sind Babyklamotten und Babyschühchen. Und weil ich ihre Puschen schon gesehen habe und sie das wirklich toll macht, wandert das Buch samt Material zu ihr und ich bin gespannt, was sie daraus zaubert. (Ich hoffe, ich kann dann berichten.)

So, genug gelabert. Eigentlich wollte ich Euch ja das Buch vorstellen. 

"Babyschühchen nähen" von Julia Bräunig beinhaltet 15 niedliche Babyschuhmodelle, süß fotografiert und in Szene gesetzt. Es sind für Jungs genauso schöne Arbeiten enthalten wie für Mädchen. Das sieht man ja schon auf dem Cover. Julia zeigt außerdem kleine Moccasins und (mein persönlicher Favorit) winzig kleine Sandalen für die Prinzessin. (Stell ich mir jetzt gerade samt passender Garderobe und Haarband samt Schleifchen unheimlich niedlich vor.)
Bei jedem Modell ist das Material beschrieben, die zu verwendenden Einlagen (Vlieseline mit Nummern!) und das Zubehör (wie Knöpfe etc.). Dazu gibt es jeweils eine Liste der Schnittteile und wie oft was zugeschnitten werden muss. Alles sehr übersichtlich dargestellt. Wie genäht wird, steht selbstverständlich und leicht erklärt daneben. Schwierigkeitsstufen (mit Händen gekennzeichnet) werden von 1-3 angegeben. Sollte also auch für nicht ganz so versierte Näher zu schaffen sein. 
Das Schnittmuster in Originalgröße ist ebenfalls sehr übersichtlich. Will heißen, dass die Schnittteile zwar jeweils in 3 Größen (14/15, 16/17 und 18/19) vorhanden sind, die verschiedenen Schnitteile für Sohle, Seitenteile etc. liegen aber nebeneinander. Es gibt also kein wildes Sammelsurium von Schnittlinien und Strichen, die erst mühsam auseinander dividiert werden müssen. (Sehr vorbildlich!).
Das Schnittmuster ist in der Mitte des Büchleins, das mit knapp über 40 Seiten wohl eher ein Heft ist, eingeklammert und kann nach dem Heraustrennen in der ebenfalls im Mittelteil geklammerten Klarsichthülle verwahrt werden. Das finde ich sehr praktisch. 

von Julia Bräunig
erschienen bei Topp
Preis in (D) € 8,99

Julia Bräunig gehört übrigens auch zu den bloggenden Kreativbuchschreibern. Mehr über Julia könnt Ihr in Ihrem bezaubernden Blog "Kreativlabor Berlin" erfahren. Dort gibt es auch weiteres Anschauungsmaterial und Schnittmuster (zum Teil auch als Freebies).

15 Mai 2014

Ich lass die Katze aus dem Sack …{DIY - Nähen}

…oder man könnte eher sagen "Ich steck die Karten in die Tasche".


Ich freu mich so. Und vor lauter Vorfreude habe ich mir mal weil ein kleines Täschlein für die Reise genäht. Vielleicht könnt Ihr erraten, wo es hin geht?

Alles fix und eingetütet und das erklärte Wunschziel der ganzen Familie. Dieses Jahr geht es nach London. Und bis dahin, werden noch ein bißchen Karten gerückt (da stehen Erklärungen in Englisch nebst Haltestellen drauf) und festgelegt, was denn vor Ort so alles besichtigt wird. Aber das erzähl ich dann ein anderes Mal.

Das Täschlein ist mir gerade von der Nadel gehüpft. Wer sich sonst noch alles etwas genäht habt, könnt Ihr bei RUMS bewundern.



13 Mai 2014

Gutscheine sind irgendwie…mh…schnöde {DIY - Nähen}

Kennt Ihr das? Kind ist auf Kindergeburtstag eingeladen. Was wünscht sich das Geburtstagskind? Einen Gutschein von xy.
Ganz ehrlich? Ich finde Gutscheine ausgesprochen doof. Gutscheine sind irgendwie am Schenken vorbei, auch wenn ich weiß, dass man sich durch Sammeln von Gutscheinen aus dem gleichen Laden vielleicht mal einen Wunsch erfüllen kann, den man sich sonst selbst nicht leisten und den einen sonst auch niemand schenken kann.
Trotzdem. Ich mag das nicht. Eine ganze Weile hatte ich Glück. Die Freunde meiner Töchter haben sich alle der Reihe nach diverse selbstgemachte Sachen (Handtücher, Kosmetiktäschlein, Kulturbeutel etc.) gewünscht. Ja, regelrecht sogar dananch gefragt. "Sag Deiner Mama, ich hätte auch so gerne…".

Aber manchmal tut es eben Not einen Gutschein oder auch mal Bares zu verschenken und weil ich das ja eigentlich gar nicht schön finde, gibt es nach Möglichkeit eben noch etwas dazu.
Ich mag, dass das Geburtstagskind etwas bekommt, von dem er/sie/es nicht weiß, dass er/sie/es es bekommt. Und weil mein Vorrat an selbstgefertigten Schlüsselbändern und Täschlein nun leer ist, habe ich heute mal wieder ein bißchen Nachschub produziert.


Die kleinen Täschlein haben die richtige Größe für eine Geschenkekarte und es ist dann nicht ganz so unpersönlich, wie eine Gutscheinkarte. Und wenn es schnell gehen muss und keine Zeit bleibt um zum Müller oder Mediamarkt zu fahren (das wird hier ständig gewünscht), dann muss da im Notfall halt ein bißchen Kleingeld zur Wunscherfüllung rein.


Ehrlich gesagt, ich habe in jeder Handtasche eines davon am Reißverschluß der Innentasche befestigt. Nennt mich paranoid, aber ich habe immer Angst, ich könnte den Geldbeutel verlieren oder mir klaut jemand was. Deshalb ist da ein Reserveschein drin. Auf Reisen teile ich den Inhalt meines Geldbeutels auf, so dass bei einem Verlust nicht alles gleich weg wäre. Dann kommt da die Scheck- oder Kreditkarte rein. Und wenn Stoffmarkt ist budgetiere ich darin mein Stoffkaufgeld. Mein Geldbeutel kommt dann in meiner Tasche in eine verschlossenen Seitentasche und da bleibt er dann auch drin. Nicht, dass ich im allgemeinen Kauftaumel vergesse, ihn ordentlich zu verstauen und die Langfinger ein Fest haben. Ja, ja. So ein Stoffmarkt ist ein heißes Pflaster ;-).

Das Täschlein ist eine In-the-Hoop-Stickdatei vom Stickbär (schon älter). Sie heißt Taschenspielereien und es sind noch mehr Täschlein darin enthalten. Dieses hier stickt sich mit meiner Janomie in 5 Minuten (reine Stickzeit). Natürlich dauert das mit Zuschneiden und die verschiedenen Stoffstückchen anbringen insgesamt länger.
Ich bring immer noch ein Webband (hier von Tante Ema / Unionknopf) und einen Schlüsselring an, dass ich es, wie gesagt, befestigen kann.
Der gemusterte Stoff heißt Julia und ist von Swafing. Der getupfte ist ein Rest (Hersteller weiß ich nicht  mehr). Gefüttert ist das Täschlein mit einem aufbügelbaren dünnen Volumenvlies (Vlieseline H640).

Und wen Ihr sehen wollt, wer heute noch alles fleißig am Werkeln war, dann schaut doch mal beim Creadienstag #123 vorbei. Da waren nämlich bereits ganz viele ganz arg kreativ.

Ich werkel jetzt auch noch ein bißchen. Die große hat noch Farbwünsche für weitere Täschlein und Kulturbeutel abgeliefert. Grau, Rosa und Türkis sind bei den Damen (um die 14) wohl sehr angesagt.

Euch schick ich ganz liebe Grüße aus der Pfalz!
(hier heute sehr wechselhaft aber aktuell mit Schäfchenwolken am Himmel)


12 Mai 2014

Salat, Gemüse - Pfalz! 12 am 12ten mit grünen Bildern {Fotografie}

Eigentlich hatte ich vor, Euch heute mit durch meinen Tag zu nehmen.
Mein Montag verläuft immer ziemlich regelmäßig ab. Je nachdem, ob noch ein Auftrag erledigt werden muss oder nicht, muss ich entweder an den Schreibtisch oder an die Hausarbeit *grmml*.
Der Tag startet immer mit einer Tasse Kaffee und weil ich montags morgens nicht aus dem Haus muss, auch mit der Zeitung. Das Bild habe ich auch gemacht und bei Instagram gezeigt. Ein paar andere Fotos ebenfalls. Als ich dann am späten Nachmittag aber Taxi spielen und Wartezeit überbrücken musste, bin ich spontan mit der Kamera auf's Feld gefahren. Und weil das viel schöner als Wäscheberge ist, bekommt Ihr jetzt 12 Bilder vom heutigen Tag (kalt und windig) aus der Pfalz!

Blattsalat sehr schmackhaft mit roten Blättern aus Maxdorf in der Pfalz

Blattsalat sehr schmackhaft mit roten Blättern aus Maxdorf in der Pfalz

Strommasten Überlandleitungen Ludwigshafen Pfalz, Feld mit Salatanbau

Ein bißchen Unkraut hat es ebenfalls gut auf dem Feld


Gemüseanbau in der Pfalz bei Ludwigshafen Maxdorf Ruchheim

Pearl's Harbor Blog kommt aus der Pfalz und zeigt die schönen Seiten

Sanftes Sonnenlicht umspiet den Weizen

Der Weizen wächst und gedeiht in der Pfalz. Grüner Weizen auf dem Feld


Kohlrabi auf einem pfälzer Feld - lecker!

Feld bei Maxdorf Pfalz mit Umgehungsstraße








Die Bilder sind alle mit meiner Canon 60 D und der Macro Lens EF-S 60 mm 1:2.8 USM (Canon) gemacht. (Qualitiätsverluste entstehen durch die Runterrechnung fürs Net)

Bei 12 am 12ten werden 12 Bilder im Laufe des Tages gemacht und abends veröffentlicht. Wer sonst noch seinen Tag teilt, hält Caro vom Blog Draußen nur Kännchen fest.

Liebe Grüße aus der Pfalz!

(heute sehr windig und kalt, aber auch irgendwie schön, wenn die Sonne durch die Wolken blinzelt)

09 Mai 2014

Der Fleck muss weg {Anleitung}

Was für eine Woche. Der Göga hat immer noch den Arm geschient und ob das nicht Handycap genug wäre, hab ich am Dienstag früh in meinem Fotostudio eine Kettenreaktion ausgelöst, die zu einem lädierten Zeh und viel viel Aua geführt hat.
(Also in Wirklichkeit habe ich eine Schublade meiner Kommode zugemacht, dabei ist das weiße Brett, das als Reflektor beim Fotografieren dient, umgefallen. Das hat wiederum ein abgestelltes Wasserglas ins Rollen gebracht, das mir dann mit einem fetten Wumps auf den Zeh gefallen ist - das Ergebnis ist farblich anregend, aber das wollt Ihr garantiert nicht sehen!).

Leider hat dieses Ereignis und die damit verbundene Frage, gebrochen oder nicht, meinen komplettenWochenplan umgeworfen. Deshalb gab es heute auch noch keine Buchvorstellung, denn das Leben 1.0 hat Vorrang. Und mit Leben 1.0 mein ich heute die Bügelwäsche. Leider. Aber was mut dat mut. Und wenn ich meiner Familie erzähl, dass ich bloggen musste und deshalb 0 Wäsche im Schrank und das komplette Wochenende verplant…(dann hört eventuell die Toleranz irgendwann mal auf).

Also ich im leidigen Kampf mit der Bügelwäsche. Und was seh ich da? Boah, ne, nicht schon wieder: Ein Fleck. Auf dem Rücken vom Lieblingsshirt unserer Mini. Natürlich bereits schön gewaschen und gebügelt, was bei Flecken genausoviel heißt wie fest fixiert und in den Stoff gemeiselt.

Da spricht jetzt die "kluge" Hausfrau. Denn aus jahrelanger Fleckerfahrung weiß ich: Der geht nicht wieder raus.
Flecken muss man immer möglichst gleich entfernen - vor dem Waschen! Ist der Fleck zu alt oder war das gute Teil bereits im Trockner und wurde gebügelt, dann kann man sich jede weitere Arbeit sparen.

Oder….Frau schabloniert schnell was drüber!

Also heute deshalb ein kleines "Instantschablonieren", denn Zeit habe ich diese Woche ja keine mehr übrig. Wie man Schablonen selbst herstellt habe ich schon einmal gezeigt. Im Zeitalter von Cameo und Co. plottet man zwar seine Schablonen und cuttet nicht mehr mit der Hand, aber wer weder ein Grafikprogramm noch einen Schneidplotter hat, kommt auch mit der alten Anleitung und Photoshop Elements (oder Gimp) noch gut zurecht.

Anleitung: Fleck entfernen durch Textilmalerei und Schablonen


Ich habe heute also aus Zeitmangel eine fertige Schablone genommen. Sie ist aus einem Heft und aus einer Art beschichtetem Papier (kann man aber abwaschen und mehrmals verwenden). Die einzelnen Seiten des Heftes sind perforiert und lassen sich so einfach aus dem Heft entnehmen. Ich habe das Heft vor Jahren mal für kleines irgendwo im Buchhandel mitgenommen.


Schablone rausgetrennt und auf dem Stoff platziert. Zwischen Vor- und Rückenteil des Shirts noch eine Pappe stecken, damit nichts durchfärbt.
Zum Schablonieren nehme ich Marabu Textilfarbe, da ich immer mit einem Schwamm arbeite und die Konsistenz dafür gut ist. (Für Schablonen, die wie Siebdrucknetze gearbeitet sind, braucht man flüssigere Farbe. Das haben wir 2012 bei unserer Probe zur Designer-Party alles schon experimentell herausgefunden).


Ich habe zum ersten Mal einen Schablonierpinsel*  benutzt. Normalerweise mache ich das mit einem ganz normalen haushaltsüblichen Schwamm. Allerdings muss ich jetzt sagen, das kleine Stupfschwämmchen aus dem 3er Pack war für die Größe der Schablone doch besser zu handhaben. Und da es direkt auch in den Deckel meiner Stoffmalfarbe gepasst hat, habe ich dann auch direkt die darin enthaltene Farbe zuerst aufgebraucht.


Für besseren Halt und dass nichts unter die Ränder der Schablone läuft, habe ich die Schablonenpappe mit Sprühzeitkleber fixiert.
Die Farbe satt auftragen. Dabei aufpassen, dass man auch nur die Flächen mit Farbe füllt, die man auch kolorieren möchte.


Wer Glitter zur Hand hat, kann ihn in die nasse Farbe streuen. Ich habe ihn hier geklebt, weil das definitiv besser hält. Und da auch die Vorderseite des Shirts flimmert und glimmert, musste das dann natürlich auch auf das Rückseitenblümchen.

Die Umrandung der Blütenmitte ist mit einem Stoffmalstift gemacht indem der Glitter schon drin ist. Mit einem roten Stoffmalstift habe ich noch an manchen Stellen einen kleinen Schatten gesetzt.
Kein Meisterwerk. Aber so lange das Shirt noch passt, ist der Fleck jetzt zumindes kaschiert.
(Die Schrift am Genick war schon drauf). 

Material:
Stoffmalfarbe von Marabu (Bügelfixierbar)
Kleber von Rayher, Glitter aus dem Uraltbestand (Heike Schäfer)
Textil Painter Glitter * von Marabu

02 Mai 2014

ROCK' A' BELLA {Buchbesprechung} / Blogger schreiben Bücher

Heute möchte ich Euch ein Buch vorstellen, das ich schon ziemlich lange hier liegen habe. Es ist aber so umfangreich, vielfältig und komplex, dass es einfach ein bißchen gedauert hat, sich damit zu beschäftigen. Man könnte jetzt auch sagen: "Da hat man lange was von!"
Vintage nähen mit Gretchen Hirsch mit Schnittmuster in Originalgröße

Tatsächlich hat es mich bereits beim ersten Reinlesen begeistert. Eben aufgrund seiner Komplexität. ROCK' A' BELLA von Gretchen Hirsch ist unter dem Titel "Gertie's New Book for Better Sewing" bereits im Dezember 2012 bei Stewart Tabori & Chang in englischer Sprache erschienen. Edition Fischer hat sich diesem schönen Buch angenommen und Anfang 2013 die Übersetzung veröffentlicht. Leider scheinen sich dadurch auch abschnittweise die Seiten verschoben zu haben, denn an manchen Stellen stimmen die Verweise auf andere Seiten nicht ganz. Aber vernachlässigen wir das. Schaut einfach auch nach links, obwohl da steht rechts und blättert auf Seite 96 zur Schwenkmethode anstatt auf Seite 95. Dann passt das schon ;-).

Um was geht es in Rock' a' Bella?

Gretchen Hirsch ist ebenfalls Blogautorin und teilt in ihrem Blog "Gertie's New Blog for Better Sewing" ihre Leidenschaft für Vintagemode. Sie schwärmt dabei nicht nur für die Mode der 50er (teilweise auch 40er), sondern auch für die handwerkliche Kunst des Nähens. Sie näht sehr viel mit der Hand und wendet auch die ursprünglichen Techniken an, kann aber an modernen Schnittmustern mit Retrodetails ebso ihre Vorteile entdecken, wie an Originalen.

Darum geht es auch in ihrem Buch. Deshalb schnell Kaffee gemacht und sich gemütlich in den Sessel gepflanzt. Bis Seite 43 gibt es erst mal eine Einführung. Genäht wird später!



Zuerst gibt es das 1 x 1 des Retro-Nähens. Wie kommt man an Vintage-Schittmuster? Wie ermittelt man die eigene Größe? Wie lagert man die alten Schätzchen und überträgt die Schnittmuster. Das "richtige" Nähzubehör wird aufgezeigt und in einem Stoffglossar die wichtigsten Stoffarten beschrieben, wobei ich jetzt einfach mal behaupte, es sind die Stoffarten, mit denen Gretchen selbst ihre Mode fertigt.

Ab Kapitel 3, geht es dann ans Eingemachte: Die Nähtechniken / Das Nähwissen! Wer nähen kann, wird nicht viel Neues finden, für alle anderen eine schöne Zusammenstellung vom Zuschnitt und dem Fadenlauf über die Handstiche (mein persönlicher Horror, aber hier gut und mit Fotografien erklärt, so dass ich mich vielleicht doch mal…ich weiß noch nicht…), Nahtabschlüsse, Reißverschlüsse, Knopflöcher bis zu den Säumen. Alles wie im Lehrbuch.

Kapitel 4 nötigt mir absoluten Respekt ab. Hier geht es um die Maßschneiderei. Übers Verstärken mit Einlagen, das Versteifen der Oberteile bis hin zum Pikieren von Kragen. (Pikieren!)

Dann geht es weiter mit Schnittmuster entwerfen/erstellen/ändern. Immer wieder aufgelockert durch Tipps und Tricks z. B. durch eine Liste inspirierender Designer.

Besonders schön finde ich, dass auch dieses Buch wieder mit einer Spiralbindung versehen ist. So kann man es aufgeschlagen neben die Nähmaschine legen oder bequem nachlesen und Bilder ansehen, wenn man per Hand am Werkeln ist.



Während sich der erste Teil des Buches mit Grundkenntnissen und Nähwissen beschäftigt, geht es in Teil II direkt weiter mit Projekten. Dem Buch liegen nämlich 10 Mehrgroßenschnitte in Originalgröße (also nichts mit Größerkopieren und Zusammenkleben, sonder echte Schnittmusterbögen!) bei. Diese sind in einem Papierumschlag in die Buchhülle geklebt und können so ganz einfach einzeln entnommen und später auch wieder verräumt werden.

Eine Größentabelle befindet sich im Buch und gibt die Maße an, wobei sich diese wohl weder mit amerikanischen noch deutschen Größen vergleichen lassen, sondern ein "Gertie Spezial" sind. Wer wissen möchte, ob Schnitte in seiner Größe enthalten sind, dem kann ich nur sagen, dass 8 Größen mit einem Taillenumfang zwischen 61 cm und 96,5 vorhanden sind (lt. Größentabelle, nachgemessen habe ich nicht). Wie man die Schnitte entsprechend ändert, wenn man ein bißchen drunter oder drüber bzw. zwischen einer Konfektionsgröße liegt, wird im Buch beschrieben.

Hier muss ich nun zugeben, dass ich bisher noch nichts aus dem Buch genäht, sondern nur darin gelesen haben (…dann hat man lange was von  ;-)). Ich kann also nicht behaupten, ob die beiliegenden Schnitte gut umgesetzt sind oder nicht. Zumindest beim Lesen bin ich über keine Ungereimtheiten gestolpert (das kommt bei Nähbüchern/Anleitungen, gerade bei Übersetzungen sonst immer mal wieder vor.)
Ich finde ja Gerties Stil schon toll. Nicht nur Vintage sondern Rockabilly, kurzer Pony und Tatoos oder wie auf dem Cover ihres neuen Buches* mit pinken Haaren. So ein bißchen crazy und unangepasst. Da ist das auch nicht so schlimm, wenn mal ein Fältchen im Rock zu sehen ist, der Saum nicht ordentlich gebügelt (oder muss das so aussehen?) oder ein Träger absteht. Während die tätowierte Gertie im knallroten Etuikleid aus Seidensatin mit ihren weiblichen Rundungen noch eine ziemlich gute Figur macht, hätte dem Fotoshooting der weiteren Kleider aber trotzdem eine Stylistin gut getan (Sorry for that in the case, that there was one). Schließlich schreibt Gertie in den Anleitungen im ersten Teil von qualitativ hochwertiger Anfertigung und von Couture-Techniken. Da passen eine faltige Muschelsaum-Taille und Schuhe, die schlecht sitzen (*heul*), einfach nicht dazu.

Nichtsdestotrotz schmälert das meine anfängliche Begeisterung nicht. Und sobald ich mal zu viel Zeit übrig habe, würde ich mich gerne mal an einem vintageangehauchten Kleid versuchen. Ganz ehrlich finde ich diese Kleider - gerade bei kurvigen Frauen - der Hammer!


Rock'a'bella: Schnitt für Schnitt zur selbst genähten Kollektion*
220 Seiten / gebundene Ausgabe
bereits in der 2. Auflage erschienen bei Edition Fischer.
Bei Amazon* kann man noch dazu einen Blick ins Buch erhaschen.

Über den Verlag: Edition Fischer hat in den vergangen Jahren viele Kreativbücher als deutschsprachige Ausgaben auf den Markt gebracht. Weitab vom Einheits-tatü-nähen steht die Kunst der Handarbeiten oder Zeichnungen im Vordergrund. Entsprechend sind alle Veröffentlichungen grafisch hervorragend gestaltet und haben wunderschöne Layouts. (Allein die Betrachtung der Bücher ist schon ein Genuss). Mittlerweile sind nicht nur Übersetzungen und ausländische Autoren im Programm. Bereits 2013 erschienen mit dem Mama-Baby-Nähbuch* von Susanne Bochem sowie Upcycling mit Nähmarie *, Bücher mit Arbeiten deutscher Bloggerin (Susalabim und Nähmarie). Im Januar 2014 erschien außerdem das Buch "Entzückend schmückend"* von Johanna Rundel.

01 Mai 2014

Tante Ema und die Knöpfe {Geplauder / Kooperationen}



Anfang des Jahres habe ich an einem Bloggercontest teilgenommen. Das habe ich ja schon lang und breit erzählt. Den habe ich zwar nicht gewonnen, aber ich freu mich, dass daraus nun eine wunderbare Kooperartion mit Unionknopf entstanden ist. Wunderbar deshalb, weil ich gemeinsam mit 9 weiteren Bloggern nun alle paar Wochen Produkte aus dem Sortiment testen und Euch vorstellen kann. Ich bekomme dafür eine Auswahl zur Verfügung gestellt, welches Produkt ich Euch zeige, was ich damit mache oder wie und ob ich es "bewerte" bleibt ganz mir überlassen, entspricht also voll und ganz den journalistischen Grundsätzen zur Berichterstattung.

Das Schöne daran ist, dass ich dadurch vielleicht ein paar Sachen (es werden wohl vor allem Knöpfe, Bänder und Schnallen sein), kennenlernen werde, die es nicht in dem Nählädchen bei mir um die Ecke gibt. Und das passt ganz genau zu mir und zu meinen Vorlieben, dem Nähen und Messen nach Neuem zu erkunden (siehe Label Messegeschichten) und das in meinem Blog vorzustellen.

Diese Woche kam dann das erste Päckchen und ich möchte Euch gleich direkt ein paar Sachen daraus zeigen. Noch unverarbeitet, aber das kommt noch!
Unionknopf hat seinerseits eine Kooperation mit Tante Ema ®. Kennt Ihr, oder? Hinter Tante Ema ®  steckt Emanuela Pesché, aus deren Feder schon wunderhübsche Designs für Papiere und später auch Stoffe entsprungen sind. Nun gibt es auch Knöpfe, Bänder und Applikationen und ein paar davon habe ich sogar schon im Stofflädchen erblicken können.



Für Jungs ist auch was dabei. Das hör ich ja immer wieder von Jungsmamas, dass es so schlecht schöne Designs zu erwerben gibt. Die Rennautoknöpfe, sie haben tatsächlich die Form der Rennautos, konnte ich mir jetzt selbst ansehen, aber es gibt auch runde Knöpfe mit aufgedruckten Motorrädern oder Traktoren. Passend dazu gestickte - wir sagen hier "Flicken" - aufbügelbare Aufnäher, aus robustem Jeansstoff.

Ich mag das ja, wenn Knöpfe, Bänder und Stoffe zusammen passen. "Mein" Stoffladen führt Tante Ema ® und da werde ich gleich morgen mal luschern gehen, ob ich nicht noch das ein oder andere Stöffchen besorgen muss.

Bella von Herzensüß und Alexandra von Lalexi haben die Autoknöpfe schon verarbeitet. Schaut doch mal vorbei und seht, was sie daraus gezaubert haben. 

Ich muss jetzt erst noch ein paar Ufos beseitigen und morgen gibt es auch wieder eine Buchvorstellung. Außerdem ist ein Stofftier zum Projekt der Initiative Handarbeit im Entstehen. Es lohnt sich also, auch die nächsten Tage wieder vorbeizuschauen.

Bis dahin verbleibe ich mit lieben Grüßen aus der Pfalz!
(Heute mit üblem Regenwetter und deshalb etwas mehr Zeit fürs meine Nähbüroabstellkammer)

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