27 Juni 2014

Zeichnen kann man lernen…Modedesign Illustrationstechniken {Buchbesprechung}

Ja, zeichnen kann man lernen. Zumindest hoffe ich, dass bei mir noch nicht Hopfen und Malz verloren sind.
Ganz ehrlich: Ich bin damit leider nicht gesegnet. Ich kann nicht wirklich malen oder zeichnen, bewundere das immer bei anderen, die mal eben aus dem Handgelenk ein kleines Männchen zaubern. Ich kann mir zwar wirklich viel vorstellen und meine Phantasie lässt in meinem Kopf die schönsten Motive entstehen. Was dann aber auf dem Papier ankommt … reden wir besser nicht drüber.

Wenn ich dann aber wirklich mal was zeichnen muss, bedien ich mich eines Tricks:
Motiv suchen, fotografieren und entweder abmalen oder notfalls auch abpausen. Nur die Sache mit dem Colorieren… da muss ich wohl noch ein bißchen üben.

Im Herbst kam dann meine Tochter zu mir und bat mich ihr zu helfen (ausgerechnet ich?). Im Kunstunterricht (8. Klasse) war wohl figürliches Zeichnen dran, Proportionen etc.. Ich weiß nicht mehr, was es war, ein Auge, die Nase oder eine Hand. Auf jeden Fall habe ich von sowas gar keine Ahnung.
Übungen mit Hilfe der Anleitungen aus dem Buch Modedesign Illustrationen

Also haben wir bei nächster Gelegenheit eine Kunstbuchhandlung durchstöbert und sind auch fündig geworden. In einem Buch über Modedesign Illustrationstechniken von Naoki Watanabe (Stiebner Verlag), gab es genau die Anleitungen, die wir (oder eher das Tochterkind) gebraucht hat: Nasen, Augen, Haaransatz, Körperbau. Und dann natürlich noch viel mehr, denn die Püppi bekommt auch noch etwas an. Haben wir dann natürlich auch gekauft, hat ja einen doppelten Nutzen (schließlich liebe ich ja Bücher ;-)) und ich finde das passt so herrlich zu einem Blog Rund um das Thema Nähen, Stoffe, Mode und Design. Und deshalb ist das Buch heute Inhalt meiner Buchbesprechung am Freitag.

Modedesign - Illustrationstechniken *
von Naoki Watanabe

"Modedesigner entwickeln Ideen und verleihen ihnen Form, indem sie Zeichnungen anfertigen und auf Papier mit Bildern experimentieren"
schreibt die Autorin in ihrer Einleitung.

Umgedreht gibt es aber gerade im Hobbybereich bzw. bei engagierten Hobbyschneiderinnen auf dem Weg zum eigenen Design, viele, die sicherlich ein gutes Schnittmuster entwerfen (was ja die "Nur"-Designer meist gar nicht zustandebringen), es dann aber am zeichnerischen Können für eine anschauliche Präsentation mangelt.
Gleiches gilt für Hersteller von Stickmuster. Wie oft habe ich schon gedacht "eigentlich schön, aber das Bein der Ballerina hat eine unnatürliche Haltung, ach, da stimmt die Proportion vom Oberschenkel nicht". Ja, ich muss zugeben, ich hätte die Grafik auch nicht besser hinbekommen, leider!
Aber… ich habe ja jetzt ein Buch!

Die achte Klasse meiner Tochter designt gerade Schuhe und so konnte ich mich mittlerweile auch mal dem Buch widmen. Immer wenn ich Mama-Taxi spiele und Wartezeit überbrücken muss, nehm ich jetzt den Zeichenblock mit. Und was musste ich feststellen:
Malen kann man lernen. Und wie das mit den Proportionen geht auch.

Denn gleich das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Anatomie des menschlichen Körpers und teilt diesen in Kopflängen auf. Wenn man das beachtet, ergibt sich von selbst, wo die Brustwarzen oder die Ellenbogen beim Zeichnen einer Modepüppi anzusetzen sind.

Zitat
"Setzen Sie Ihr Wissen über die Kopflängen ein, dann erzielen Sie die angestrebte Ausgewogenheit, wenn sie verschiedenen Posen zeichnen."
Soweit bin ich jetzt noch lange nicht. Ich habe oben, nämlich mit dem Kopf, angefangen. Und für die erste Zeichnung finde ich das jetzt gar nicht mal schlecht und mit ein bißchen Übung sicher ausbaufähig.
Ich schwöre: Mein allererster Versuch! (Und ich kann definitiv nicht zeichnen - Aber vielleicht lerne ich es jetzt ja).  Die Linien helfen, die richitge Position für Ohren, Augen, Nase und Lippen zu finden.

Neben der Frontalen geht es dann weiter zum Halbprofil und eine Studie von Augen, Augenbraunen, Nasen, Lippen und Haaren (was ich persönlöich besonders schwierig finde). Die Grundlagen gehen dann über Handhaltung bis hin zu den Posen.

Kapitel 2 beschäftigt sich mit den Anziehtechniken und erklärt, wie der Stoff um den Körper (aus Lektion 1) geschwungen wird, so dass er dreidimensional aussieht und eine Beziehung zwischen Stoff und Körper hergestellt wird. Soll das Kleidungsstück irgendwelche Falten haben oder eingekräuselt werden? Sind Fragen, die auf dem Weg zum eigenen Design Inspirationsquellen und Umsetzungshinweise geben.

Weiter geht es über Kolorierungstechniken und Stoffmuster zu den Darstellungen verschiedener Materialien bis hin zur Bearbeitung am Compter, das allerdings nur kurz angeschnitten wird. Hierzu gibt es ganze eigene Bücher. Jedes Teilbereich wird auf einer Doppelseite abgehandelt, was aber ausreicht um einen guten Einblick zu gewinnen.

Modedesign - Illustrationstechniken* (Blick ins Buch bei Amazon)
von Naoki Watanabe
erschienen bei Stiebner
126 Seiten Flexcover

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24 Juni 2014

Ein Kissen fürs Cousinchen {DIY - Nähen}

In der Verwandtschaft hat es noch einmal Nachwuchs gegeben. Also eigentlich schon an Weihnachten. Meine Cousine hat am Heiligen Abend ein kleines Mädchen bekommen.
Ja ich weiß, ich bin spät dran. Aber immerhin bin ich heute endlich fertig geworden (war sozusagen auch eine schwere Geburt) und das kleine Mäuschen bekommt ein Namenskissen.




Ich habe mich ein bißchen ausgetobt und entgegen meiner sonstigen Gewohnheit nicht alles schlicht in schlicht gehalten, sondern mal ein bißchen Farbe walten lassen. Es wurde dann auch etwas aufwändiger als sonst, denn ich habe in den Tiefen meiner Festplatte gesucht und ein paar schöne längst vergessene Stickmuster hervorgekramt.



Die Schrift habe ich im Embird selbst gemacht. Am Sonntag habe ich dann die Blume gebastelt und die Schnecke, eine Applikation von ginihouse, gestickt. Die Libelle war mal ein Freebie von Kathalina (glaube ich).

Die Paspel am Kissen habe ich selbst gemacht und wie das geht, hab ich für Euch in dieser Anleitung aufgeschrieben. Und wie man ein Kissen mit Hotelverschluß näht und gleichzeitig die Paspel ordentlich  um die Ecke bringt gibt es ebenfalls in einer Anleitung HIER.


Die Rückseite habe ich dieses Mal zum Zuknöfpfen gearbeitet, damit die Maus nicht ihren Kopf in den Umschlag stecken kann. Hier kamen dann endlich auch die hübschen Knöpfe von Tante Ema ® zum Einsatz, die ich für Unionknopf testen darf. Ich bin ja ehrlich gesagt, der wohl schlechteste Handknopfannäher (ever - ever - ever). Aber es hat sich gelohnt. So eine Knopfleiste schmückt ja um einiges mehr, als ein simpler Hotelverschluß. Besonders schön finde ich, dass sie mit einem Pilzchen bedruckt sind. Das habe ich auf der Vorderseite auch nochmals aufgestickt. Außerdem habe ich eine Bügelapplikation aufgebracht (auch von Tante Ema / Unionknopf). Da lag dann mein besonderes Augenmerk drauf, denn solchen Teilchen trau ich normalerweise nicht und näh sie nochmals gesondert fest. Darauf habe ich hier aber absichtlich verzichtet, schließlich soll ich die Appli ja testen. (Ich habe sie nach Gebrauchsanweisung aufgebügelt und nach dem Abkühlen versucht die Ränder abzupuhlen. Da tut sich aber nichts, das Ding hat sich kmpl. mit dem Stoff verbunden, so dass ich es nicht nochmals annähen werde).

Liebe Grüße aus der Pfalz!





23 Juni 2014

Raumwunder {Projekt Mädchenzimmer}

Heute nehm ich Euch mal wieder mit in unser Zuhause und zeig Euch einen kleinen Einblick ins neue Mädchenzimmer. Hatte ich ja bereits versprochen, aber nachdem der Göga einen kleinen Handwerkerunfall hatte und wochenlang eine Gipsschiene trug, mussten ein paar Sachen aufgeschoben werden.

Jetzt hat mich Stylefruits gefragt, ob ich nicht ein Raumwunder hätte, das ich gerne zeigen würde.
Ups… da war doch was!? Sorry, fast vergessen, dass ich ja das fertige Mädchenzimmer noch gar nicht gezeigt habe. Denn darin befinden sich so einige Raumwunder. Wenn man wegen Dachschrägen, die fast bis zum Boden gehen, wenig Stellmöglichkeiten hat, dann muss man sich welche schaffen. Wie wir das vor der Umgestaltung gelöst hatten, habe ich in "Ein Schrank für Dachschräge" schon einmal gezeigt.

Heute kommt nun also das Endergebnis: Wir haben einen Schrank eingebaut. Und obwohl wir zuvor Angst hatten, das Riesenteil könnte die Optik des Zimmern verkleinern, ist dem nicht so. Im Gegenteil. Wir finden, das Zimmer hat dadurch nicht nur Stauraum gewonnen. Dadurch, dass die Türen schräg in den Raum ragen, integriert er sich total ohne mächtig zu wirken und gibt dem Raum sogar das gewisse Etwas (hat ja auch nicht jeder, so einen begehbaren Schrank, ne?!)



Ideen für Stauraum unter dem Dach

Die Türen (Küchenabteilung) passen genau zum vorhandenen Bett. Hemnes von IKEA kann man auehen zu einer Liegefläche von ca. 160 cm ausziehen. Die drei großen Schubladen fassen unglaublich viel Kleinkram. Und hinter dem Bettgestell, das durch die Bretterwand zusätzlich Höhe zum Sitzen in der Dachschräge schafft, lassen sich auch noch ein paar Sachen verstecken.
Ideen für den Einbau eines Schrankes, Kinderzimmer renovieren, begehbarer Kleiderschrank DIY
Die Kleiderstange ist auf Rollen und kann zur "Fashionsichtung" herausgefahren werden. Im hinteren Bereich bieten tiefe Regalbretter Stauraum.
Durch den Ausbau bis direkt zur Decke, ist weiterer Stauraum gegeben. Die Ständerbauwände geben die Möglichkeit für das Verstecken von Kabeln. So wurden die Lichtschalter für den Raum verlegt und gleichzeitig noch weitere Steckdosen (z. B. neben dem Bett) angebracht. Im Innern des Schrankes sorgt eine Lampe für ausreichend Beleuchtung. Als Möbelköpfe habe wir passend zum Rest des Zimmers (die andere Seite und ein großer Teil der Deko ist Türkis) farbige Keramikknöpfe bei Holzknubbel bestellt. Die Möbelknöpfe am Bett haben wir ebenfalls ausgetauscht, so dass alle gleich sind.

Unter dem Label "Projekt Mädchenzimmer" findet Ihr übrigens noch mehr Details zur Entstehung und Umgestaltung des Raumes und auch wie der Göga den Schrank gebaut hat.
Und weil der Schrank in meinem Kopf entstanden und dann mit Hilfe des geliebten Göga entstanden ist, gebe ich das gleich noch in die Sammlung von Scharly.






13 Juni 2014

Häkeln Schritt für Schritt {Buchbesprechung}

So, jetzt aber! Nachdem ich mich heute morgen ein bißchen verquasselt habe, kommt nun aber doch noch die Buchbesprechung. Denn heute ist ja Freitag. Und Freitag ist Buchtag auf dem Blog (derzeit zumindest 14-tägig).

Also, wie war das nochmal? Ich kann häkeln. Jepp. Zumindest ist ein bißchen was aus meiner Kindheit hängen geblieben. Reicht noch für Luft- und Festemaschen und wie das mit den Stäbchen nochmals war, das habe ich mir vor Jahren mal bei youtube wieder in die Erinnerung gerufen. Und ich habe sogar Anfang des Jahres selbst ein Video mit einem Tutorial für ein Häkelkörbchen gedreht und eingestellt. Soweit sogut. Jetzt wollte die Mini das auch lernen und für weitergehende Erklärungen oder gar lesen einer Häkelschrift hat es dann doch nicht gereicht. Also hat sich die Mini von der Patentante auf Geburtstag ein Häkelbuch gewünscht (damit Mami nachlesen kann um es ihr zu erklären ;-).

Ich brauch da ja kein Geheimnis draus zu machen, seit ich das erste Mal ein Buch aus der Reihe "Schritt für Schritt" vom Dorling Kindersley Verlag gekauft habe (es war das Nähbuch für meine Große), habe ich mich in diese Reihe verliebt. Das Nähbuch war übrigens auch das erste, dass ich hier im Blog so richtig ausgiebig beschrieben habe. Jetzt ist also ein weiteres eingezogen und so hat hier jeder weibliche Bewohner eines dieser tollen Lehr- und Anleitungsbücher. (Mir gehört das zum Quilten).

Häkeln Schritt für Schritt von Sally Harding

erschienen bei Dorling Kindersley

In Häkeln Schritt für Schritt beschreibt und erklärt die Autorin über 100 Techniken und Häkelmuster. 
Bevor es aber ans Häkeln geht, werden erst einmal die verschiedenen Wolltypen und Matrialen beschrieben und es gibt ein paar sehr interessane Tipps zu unkonventionellen Materialen. (Schon mal Draht gehäkelt?). Es gibt Infos zum Einkauf, zu den Garnstärken und auch die Symbole auf den Banderolen, die immer um die Knäuel geschwungen sind, werden erklärt. Sehr praktisch, nicht nur für alle, die "gezwungen" waren, für ein bestimmtes Projekt, die passende Wolle auszusuchen. 


Sogar zur Farbauswahl gibt es eine Beratung, genauso zu Häkelnadeln und Zubehör. Und was auch sehr schön ist, es gibt eine Umrechnungstabelle, damit man aus englischen Häkelanleitungen die Nadelstärke in unsere gebräuchlihce Maße umrechnen kann. 

Bei den Anleitungen wird dann wirklich von 0 angefangen. Wie wird die Häkelnadel gehalten oder der Faden durch die Finger geführt, sind nur ein paar der beantworteten Fragen. Wie häkelt man Luft- oder feste Maschen, wie geht ein Stäbchen. Bild für Bild, Foto für Foto ist jeder einzelne Schritt dokumentiert und kann so wirklich ganz simple nachgearbeitet werden. 

Wie wird der Rand gearbeite oder ein Werkstück beendet ist genauso erklärt, wie die verschiedenen Symbole und Abkürzungen, die sich in Anleitungen befinden. 

Besonders schön finde ich die unheimlich vielen Bilder, durch die man tatsächlich von Masche zu Masche geführt wird, mit denen das Einstechen veranschaulicht wird (vorne oder hinten?) und mit deren Hilfe man plastische Strukturen zu häkeln lernt. 

Wer schon immer mal wissen wollte, wie man ein geschlossenes Muschelmuster oder gekreuzte Maschen hinbekommt: In Häkeln Schritt für Schritt* steht es. 

Ergänzt wird das Buch um das geballte Häkelwissen um 20 Anleitungen für die Herstellung von Mützen, Kissen, Armstulpen, Taschen etc.


Ich würde jetzt mal behaupten: Extrem anfängertauglich! Oder eben für jemanden wie mich, der zwar früher mal gehäkelt hat, jetzt aber nicht mehr so ganz genau weiß, wo man denn da eigentlich einstechen muss, damit der Übergang zur nächsten Reihe auch ordentlich aussieht.

Häkeln Schritt für Schritt* (Blick ins Buch)
von Sally Harding
224 Seiten Hardcover
erschienen bei Dorling Kindersley
(Preis 16,95 € in D)

Alle Bücher, die in Pearl's Harbor bereits vorgestellt wurden, sind unter dem Label Buchbesprechung zu finden oder als Übersicht in der Seite Kreativbücher (zur Zeit noch in Arbeit).

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Häkeln Schritt für Schritt / Tag der Handarbeit am 14. Juni

Heute gibt es mal zur Buchbesprechung noch eine kleine Geschichte. So ganz frei aus dem Leben. Ich weiß nicht, wie Ihr zum Nähen gekommen seid. Bei mir fing das Ganze mit der Geburt meiner ersten Tochter und dem Häusle bauen an. Ich wollte Vorhänge nähen. Lange hatte ich nichts wirklich Kreatives gemacht. Mit der Ausbildung und dem Arbeitsleben war das irgendwie abhanden gekommen. Als ich dann den ersten Nähkurs belegte, Freunde und Familie mit Selbstgenähtem tyranisierte und anfing diesen Blog zu schreiben, sagte meine Ma: "Früher warst Du ganz oft so kreativ, hast gebastelt und gehäkelt und weißt du noch, der Susi-Bär? Den musste Hans-Jürgen mal nachts vom Spielplatz holen".
Ja, der Susi-Bär. Den hatte ich ganz vergessen. Den Bär hatte ich für die kleine Tina, die Tochter meines Cousins gehäkelt. Sie hat ihn so geliebt, dass er überall mit hin musste. Und als sie ihn einmal auf dem Spielplatz vergaß, konnte sie nicht einschlafen, so dass ihn mein Cousin im Dunkeln noch suchen gehen musste. (Und wenn ich das so schreibe, wird mir ganz warm ums Herz. So ein Mist ich habe einfach zu nah am Wasser gebaut).
Auf jeden Fall hat meine Ma da eine schöne Erinnerung wieder hervorgeholt: Ich als Kind hab einem anderen Kind mit einem selbstgehäkelten Bär eine Freude gemacht. Ist doch schön, oder? Ein gutes Gefühl. Das sollte man mal öfters machen.


Das dachte sich wohl auch die Initiative Handarbeit. Ihr kennt das schon (!?) Ich habe in den letzten Jahren immer wieder über die Aktionen zum Tag der Handarbeit oder zum öffentlichen Stricken berichtet. Da wurden mal Mützchen für Frühchen gestrickt oder Decken unter dem Motto "Wärme schenken zur WM".

In diesem Jahr heißt das Motto "Kreativ für Kinder" und die Idee dahinter ist, Stofftiere, Strickschlangen oder Häkelteddys für Kinder zu fertigen, die eben nicht ein ganzes Sammelsurium davon haben, weil das Einkommen der Eltern vielleicht noch nicht einmal für das Nötigste, nämlich anständiges Essen reicht (und die deshalb die Tafeln besuchen). Für Kinder, die sich noch freuen können (wie damals die kleine Tina über den Susi-Bär). Freuen über etwas Schönes, das eigens für sie angefertigt wurde. In diesem Jahr soll also am Tag der Handarbeit (Samstag, den 14. Juni) für Kinder in Deutschland gewerkelt werden.

Auf der Seite der Initiative Handarbeit gibt es dazu auch viele kostenlose Schnittmuster und Anleitungen, die man sich herunterladen kann. Die fertigen Stofftiere werden dann über die Tafeln an Bedürftige verteilt.

Und wisst Ihr, was ich unter den Anleitungen gefunden habe? Genau so einen gehäkelten Susi-Bär *freu* (Dort heißt er allerdings Knut ;-)).




Klar, dass ich mir die Anleitung gleich ausgedruckt habe. Morgen (also am 14. Juni) wird nun in ganz vielen Wollgeschäften und Karstadtfilialen gehäkelt und gestrickt und wo es sonst noch öffentliche und gemeinschaftliche Aktionen, auch in Eurer Nähe gibt, könnt Ihr HIER erfahren. (Kann man nach Postleitzahlen sortieren).

Und jetzt erzähl ich Euch noch schnell, dass meine Mini mittlerweile auch schon häkelt und sie sich deshalb auf Geburtstag ein Buch gewünscht hat, weil der Post jetzt aber eh schon so lang ist, stell ich Euch das Buch später separat vor.

Ich habe also heute schon angefangen, mal ein Beinchen zu häkeln, der Rest folgt dann morgen (da sitzt ich den ganzen Tag bei einem Turnwettkampf in einer Turnhalle). Gestern war ich mit der Mini noch im Wollgeschäft und sie durfte sich die erste eigene Wolle aussuchen (bisher hat sie sich aus meiner Schublade bedient).

Die tollen Augen-Knöpfe und Aufnäher (und ist die Nase nicht knuffig?) sind von Unionknopf. Ich bin jetzt schon gespannt, wie sie sich auf den Teddys oder anderen Stofftieren (da arbeite ich gerade dran) machen.

05 Juni 2014

Eine Tasche für in die Tasche {DIY - Nähen - Kreative Kleinigkeiten}

Ein Hippiestyle-Täschlein für in die Tasche aus einer Hose. 


Am Dienstag hatte ich ja schon angeteasert und nun ist zumindest Teil 1 auch fertig. 
Mir war eine verwachsene Hose unserer Mini einfach zu schade für in die Tonne. Aber zum Weitergeben, war sie schon zu verschlissen. Also habe ich die Hosenbeine abgeschnitten und die schadhaften Stellen entfernt. Das Beinchen war zu schmal für ein Täschlein, deshalb habe ich ein Stückchen Stoff angesetzt. 






Solche zerschlissen Jeans (vom leben gezeichnet sozusagen) passen hervorragend zum Hippiestyle und das war auch der Ausschlag, dass ich mal meine Festplatte durchsucht habe (und jede Menge vergessene Schätze gefunden habe - muss ich unbedingt mal sortieren).

Aufgepeppt habe ich das Täschlein mit den hübschen Webband von Tante Ema Design / Unionknopf und den passenden Knöpfchen. Das Webband habe ich übrigens in zwei verschiedenen Farben aufgenäht. (Vorne rosalastig, hinten geht es eher ins silber/lilafarbige)
Auf der Rückseite gibt es noch einen weiteren Reißverschluß für ein Extrafach in dem Fräulein dann auch noch separat was verstauen kann. Und weil ich am Dienstag kurz vor dem Zusammennähen die Rückseite doch etwas fad fand, habe ich sie gestern Abend ein bißchen aufgepeppt. 
Das war sehr spannend und auch ein etwas pfrimelig. Ich habe nämlich zum ersten Mal mit meinem Schneidplotter aus der Extra-Bling-Bling-Bügelfolie einen Schriftzug geschnitten. 


Das Täschlein ist ohne Schnittmuster entstanden. Solche Kleinigkeiten entstehen bei mir oft nach dem Stoff, sind also von der Größ eines Musters oder von vorhandenen Reststücken abhängig.

Wer noch mehr Taschen und Täschlein sehen möchte, der kann sich mal im zugehörigen Blog umsehen. Und bei Scharly findet auch diesen Monat wieder ein Kopfkino statt.


03 Juni 2014

Stickmuster Revival oder volle Festplatte und trotzdem Lemming {Geplauder}

Hallo Ihr Lieben,

heute gibt es von mir nur einen Teaser. Aber dafür definitiv von heute. (Ist ja schließlich Creadienstag!) Ich werkel mal wieder zeitgleich  an ein paar Sachen, denn während ich nähe, kann ja nebenan die Sticki rattern. Leider verzettel ich mich dann manchmal. Denn bevor man stickt, muss man erstmal zuschneiden und dann fällt die Auswahl immer so schwer, welches Stickmuster an welche Stelle kommt und welche Farbe denn nun für welchen Stickabschnitt ausgewählt wird. Und schwups ist es kurz vor 23 Uhr und irgendwie wär es doch schön, wenn auf der Rückseite doch noch ein anderes Stickmuster zusätzlich angebracht wird. Das wird heute nichts mehr. Also vertagen wir auf morgen.

Aber ein paar Gedanken, die ich mir so während des Suchens und Auswählens gemacht habe, möchte ich Euch schon noch mitteilen.

Ich habe diese tollen Knöpfe und das dazu passende Webband von Tante Ema Design / Unionknopf. Ich fand, das passt gut zum Hippiestyle. Eine Jeans meiner Tochter wollte ich eh schlachten, passt also prima zusammen und auf meiner Festplatte schlummern auch noch etliche Stickmuster, die thematisch passen könnten. Den Hippieschriftzug habe ich damals bei Farbenmix gekauft, als Huups und Kunterbuntdesign ihre Stickmuster noch dort verkauft haben. Die, die schon länger sticken, können sich sicher noch daran erinnern?!
Das Stickmuster ist von 2007. Zumindest habe ich damals im Februar diese Kombi damit bestickt. Und überhaupt gibt es auf meiner Festplatte einige wirklich schöne Stickmuster, die ich nur 1 x oder teils sogar gar nicht gestickt habe. Weil ich ein Lemming bin, musste ich sie aber damals unbedingt haben. Vielleicht auch nur ein Teil, aber dafür musste man eben die ganze Serie kaufen.

Diese Woche kam eine neue Serie dazu. Musste ich unbedingt haben, denn den passenden Stoff Madhuri, ein Riley Blake Design, liegt eh schon hier und ist auch schon angeschnitten. Während das obere Werk für meine Tochter ist und auch deren Hose damit verarbeitet wird, habe ich für Madhuri nochmals eine Jeans geschlachtet. Eine ehemalige Lieblingsjeans mit ausgestellten Beinen. Viel Stoff und genug für mein Projekt.


Vor zwei Wochen habe ich an dieser Stelle ein paar Mäppchen für Geschenkgutscheine gezeigt. Ebenfalls aus einer älteren In-the-Hoop-Stickdatei. Dieser Beitrag hat Euch so gut gefallen, dass er an diesem Tag über 2.500 mal angeklickt wurde und bereits heute meine Anleitung zum Paspelband um die Ecke bringen als beliebtesten Post - ever, ever, ever - abgelöst hat. (Danke für die vielen Seitenaufrufe!)


Und irgendwie habe ich mich dann gefragt "Wie viele vergessene Stickmuster fristen wohl ein gelangweiltes Dasein auf irgendeiner Festplatte?". Genau wie mein "Hippie" haben sie es doch verdient, nochmals zu neuen Ehren zu gelangen. Zu zeigen, dass Neues zwar schön und toll sein kann, aber "altes" doch immer noch einen wertvollen Beitrag leisten kann.


Ich werde diesen Monat mal meine Festplatte durchforsten. Sicher gibt es da noch so einiges, was mal wieder das Licht an der Stickmaschine erblicken sollte.

Wie sieht es mit Euch aus? Wollt Ihr nicht mal zeigen, was da noch für Stickmusterschätze auf Eurer Festplatte schlummern?



Ich würde gerne sammeln. So einen Monat lang, den ganzen Juni also. Jeder, der mag und in dieser Zeit  "alte" Stickmuster (oder gerne auch Schnitte) verarbeitet, kann sich gerne verlinken. Wenn Ihr wollt, dann richte ich am Montag (Pfinsten) ein Tool dazu ein. Ich wäre wirklich gespannt, was da so alles zum Vorschein kommt oder ob der eine oder andere nicht an ein längst vergessenens Schätzchen erinnert wird.


Macht Ihr mit? Wäre toll!

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