26 Februar 2015

Heidelbeergugel oder Blaubeeren… {Rezept}

Kurzes Anekdötchen vorweg: Wir lieben Blaubeeren oder auch Heidelbeeren, wie man hier sagt. Als wir im letzten Jahr in London waren, haben wir ein hübsches kleines Café direkt am Leicester Square besucht. Muriel's Kitchen heißt es und ist super süß eingerichtet. Die Bedienung war total freundlich und das Kuchenbuffet strahlte uns förmlich an. Die Große und ich konnten nicht anders, wir haben uns beide für ein "Slice of Blueberrycake"entschieden. Was dann kam, war halt typisch englisch (denke ich zumindest): Trocken, pappsüß und eigentlich nicht genießbar, dafür aber das teuereste Stück Kuchen, das ich je gegessen habe. Aber sonst war es in Muriels's Kitchen echt schön.

Zuhause angekommen musste ich dann aber unbedingt einen Blaubeerkuchen backen, einen der schmeckt! Was soll ich sagen, die Große hat ihn für lecker befunden und seither steht er ständig auf der Kuchenwunschliste. Wie schön, dass Clara (Tastesheriff) für ihr Projekt "Ich backs mir" Blaubeerrezepte sammelt. Endlich mal ein Grund, das Rezept online zu stellen. 

Und tataaaa, da ist er. Nicht als Kastenform wie in London, sondern als heißgeliebter Gugel:



Das braucht Ihr:

350 gr. Weizenmehl oder Dinkelmehl
1 Päckchen Backpulver
Salz
250 gr. Zucker
15 gr. Vanillezucker (oder 2 ganze Päckchen)
4 Eier
100 gr. Butter
100 ml. Rapsöl
mindestens 300 gr. Blaubeeren aus der Tiefkühltruhe und frische zur Zierde.

So wird's gemacht:

Weiche Butter, Öl, Zucker und Vanillezucker zusammen in einer Schüssel schaumig schlagen. Eier hinzugeben und schaumig aufschlagen. Mehl, Backpulver und eine Prise Salz mischen und unter die schaumige Masse rühren.

Ofen auf 180° C vorwärmen und Kuchen auf unterster Schiene ca. 40 Minuten backen. Mit dem Holzstäblichen eine Garprobe machen.

Das Grundrezept eignet sich hervorragen zum Variieren. Einfach die Heidelbeeren durch klein geschnittene Birne oder auch Schokoladenstreusel ersetzen.

Lecker auch als Mini-Gugelhupf* und der Renner für auf die Hand auf dem letzten Geburtstag:


Lässt sich ganz schnell nachbacken! Viel Spaß dabei wünsch ich uns schicke Euch liebe Grüße aus der Pfalz!






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23 Februar 2015

Kaffee? Kaffee! {Messegeschichten}

Moin! oder Morgen!, wie man hier in der Pfalz nach dem Aufstehen sagt. Soll eigentlich "Guten Morgen" heißen, aber ohne Kaffee und so kurz nach dem Wachwerden legt hier keiner wirklich Wert auf political corectness oder besser gesagt, eine Höflichkeitsfloskel.

Ich hole mir grundsätzlich einen ersten Kaffee aus meinem Kaffeevollautomat * und schläpple wieder zurück ins Bad. Ja, ich geb es zu, ich bin ein KaffeeunterdieDuschemitnehmer. Gäste sollten sich also nicht wundern, wenn dort oder auf dem Weg ins Bad irgendwo eine vergessene Tasse steht.
Das war dann auch der Anlass, dass ich vor vielen vielen Jahren (ich bin ja schon was älter, ne!) immer wieder um so einen Vollautomaten herumgeschlichen bin, denn gibt es was Bequemeres als einfach nur das Knöpfchen zu drücken und jedes Mal einen frisch gebrühten Kaffee zu bekommen?
Also damals war ich die erste in meinem Bekanntenkreis, die so ein Maschinchen hatte. Gekauft habe ich ihn auf dem Maimarkt in Mannheim, der größten Verbrauchermesse Deutschlands. Der Göga, der zu der Zeit noch gar nicht mein Göga war, hat das 15 kg schwere Monstrum erst über das Messegelände und dann noch autosuchend über den riesigen Parkplatz getragen. Alleine das wäre schon eine Messegeschichte wert gewesen, aber da habe ich noch nicht gebloggt (ist also schon sehr sehr ums einen weiteren Kaffeevollautomat lange her). Heute kann man sich das gar nicht mehr vorstellen, aber damals konnte man die ganzen Bohnen für die Maschine noch nicht in jedem Supermarkt kaufen. Ich musste zum 20 km entfernten Italiener fahren oder jemanden finden, der mir aus dem Gastrogroßhandel einen Vorrat besorgte, denn die ganzen Bohnen, die es beim Kaffeeröster (es gab zu Tchibo auch noch Eduscho-Läden) zu kaufen gab, waren noch nicht für die Automaten geeignet (hatte irgendwas mit dem Ölgehalt und der Röstung der Bohnen zu tun).
Seitdem wollte bei uns keiner mehr einen normal aufgebrühten Kaffee trinken und sogar an Geburtstagen lief jeder lieber in die Küche um sich einen Kaffee per Knopfdruck zu holen anstatt sich einfach aus der vorbereiteten Thermoskanne einzugießen. Über die Jahre haben sich dann alle Freunde und Verwandte ebenfalls einen Vollautomaten oder zumindest eine Kaffeepadmaschine* oder Kapselmaschine* zugelegt.

Und nun? Nun habe ich schon öfter von Cafés gelesen, die sich dem Slow-Coffee verschrieben haben. In Berlin soll es sogar schon eine ganze Bewegung geben. Und nun bin ich auch auf der Ambiente auf diese neue alte Form des Kaffeegenusses gestoßen.

Mit der Hand filtern scheint wieder voll im Trend zu liegen. Omas Kaffeefilter oder ein neuer aus Edelstahl? Ich weiß es nicht. Aber alles hat wohl seine Zeit und es scheint so, als ob jetzt wieder die Zeit für Filterkaffee anbricht. Ich werde das demnächst auf jeden Fall mal austesten. Vielleicht finde ich ja ein Café in dem oder die Barista mir einen wirklich guten Kaffee aufbrüht.


Und Ihr so? Drückt Ihr noch Knöpfe oder brüht Ihr schon?

Ich lasse mir jetzt noch einen Kaffee aus dem Automaten und wünsch Euch einen tollen Wochenanfang!

Liebe Grüße aus der Pfalz!
P.S.: Ich könnte noch ewig über die Ambiente, das nette Treffen mit anderen Bloggern und diverse Firmen und Vorführungen schreiben. Aber das würde einfach den Blograhmen sprengen. Bei den Instagram-Bildern (über den Button rechts) gibt es noch viele Infos, die ich direkt live gepostet habe. 

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21 Februar 2015

Einmal alles, bitte! Nützliches und Schönes von der Ambiente 2015 {Messegeschichten}

Es ist jetzt genau eine Woche her, da war ich in Frankfurt auf der Ambiente. Die Ambiente ist mit 4.811 Ausstellern aus 94 Ländern auf einer Fläche von 328.500 qm die größte Konsumgütermesse Welt. In diesem Jahr musste sogar eine zusätzliche (mobile) Halle errichtet werden um allen Anfragen gerecht zu werden. Die 12 Hallen habe ich zwar an einem Tag nicht geschafft, aber zumindest konnte ich einen kleinen Blick auf die Trends des Jahres werfen. Oder zumindest auf das, was ich so als Trend ausgemacht habe. Das Schlimme daran ist aber, dass ich jetzt natürlich zuhause den ganzen Kram, der sich über die Jahre so ansammelt, gerne ersetzen würde. Das geht natürlich nicht. Aber vielleicht Stück für Stück. Ich zeig Euch heute mal meine Favoriten.

Nicht wirklich neu und nicht wirklich anders. Das Design von ASA gibt es schon seit Jahren und ist klassisch schön. Gutes Design macht eigentlich aus, dass man es auch noch nach Jahren sehen kann und es wirklich zeitlos ist. Teile davon stehen bereits in Weiß in meiner Küche und gehören auch nicht zu dem Kram, den ich gerne austauschen würde. Aber ergänzen würde ich meine weißen Etageren und Vasen schon gerne! Und ich finde dieses Gelb wäre dafür perfekt, passt es doch genial zu meinen gelben Küchenfronten.
Trendbericht von der Ambiente 2015 - Konsumgütermesse, Messe Frankfurt auf Pearl's Harbor Blog
Ansonsten sind aber definitiv klare schlichte Formen total angesagt. Meist mit matten, oft auch rauen Oberflächen. Schön zu sehen beim dänischen Label Skagerak.
Materialmix: Edle Hölzer, Messing und klare Formen


Gerne auch im Materialmix mit Stoffen oder edlen Hölzern.

Kupfer und Gold sind zwar noch da, die Details wie goldene Ränder an Tassen oder Tellern verschwinden aber zusehendes bei modernen Designs und weichen zugunsten grauer reduzierter Formen. Wollfilz als Körbe oder Tischsets, ebenfalls in Grau und auch als Badaccessoires im Einsatz.

Konsumgütermesse Ambiente 2015 - Trendbericht von Pearl's Harbor Blog
Vasen von Zone Dänemark bzw. Designs von Galzone
Materialmix auch bei den Entwürfen von Maria Berntsen für Holmegaard Design. Geschwungenes, mundgeblasenes Glas in Kombination mit Edelstahl und Kernleder.

Mundgeblasene Windlichter, Handarbeit aus Glas, Leder und Edelstahl auf Pearl's Harbor Blog
Nennt mich verrückt, aber die Wanduhren von Rosendahl* würde ich mir genau so (auch in dieser Anzahl) sehr gerne an die Wand hängen. Und dafür würde ich ganz sicher noch eine Wand finden (oder im Notfall leer machen).

Trendreport - Wohnaccessoires auf Pearl's Harbor Blog

Skandinavisches Entwürfe haben auf jeden Fall die Nase ganz weit vorne. Mann könnte auch sagen, die Designer haben den richtigen Riecher. 

Aber auch die Deutschen stehen in Anmut den Dänen in nichts nach, wie die Bochumer Firma Räder beweist. Räder vereint klassisches Design mit Poesie. Auch hier gibt es Objekte in Beton oder Porzellan mit satinzarter Oberfläche. Neben den feinen weißen Lichthäuschen und Blumenvasen gibt es nun auch eine Serie mit pastelligen Akzenten. Derzeit noch zaghaft, wird Pastell ganz sicher bald Einzug in den Einzelhandel nehmen. Auch die Herstellern von Farben für den DIY-Bereich haben diesen Trend bereits erkannt und auf der Creativworld (meinen Bericht dazu könnt Ihr in den Messegeschichten nachlesen) vorgestellt.








Und nun? Umplanen, aussortieren, neu streichen?
Seid Ihr immer mit Eurem Deko zufrieden oder macht Ihr das in regelmäßigen Abständen neu? Z. B. Jahreszeitenentsprechend? Erzählt doch mal!

Am Montag gibt es nochmals eine kleine Messegeschichte. Bis dahin geh ich schonmal ausmessen und Wandfarbe berechnen. Ich glaube, da gibt es noch ein Zimmer, das ein Makeover braucht. (Und ein paar neue Accessoires).

Bis dahin schick ich Euch liebe Grüße aus der Pfalz!



12 Februar 2015

Das kleine Schwarze…{Plotterperlen}

Das kleine Schwarze… wer denkt da nicht an Audrey Hepburn in "Frühstück bei Tiffany" oder Coco Chanel, der man ja nachsagt, die "Erfinderin" desselben zu sein.

Aber das kleine Schwarze gibt es auch in ganz vielen Kriminalfilmen. Da notiert der Maffiosi seine Kontakte und der Lude notiert die Schwarzgeldeinnamen seiner Damen aus dem Rotlichtmilieu. Wie oft hat das kleine Schwarze wohl in Gansterfilmen zur Aufklärung beigetragen? Ich weiß es nicht. Aber das kleine schwarze Notizbuch mit den geheimen Informationen, den Mittelsmännern oder den Mitgliedern von Verbrechersyndikaten kommt sehr sehr oft in diesem Genre vor.

Ich hab auch so ein kleines Schwarzes. Bisher war es zwar nicht schwarz sondern blaugestreift und beherbergte ziemlich viele Infos, die ich mir so nicht merken konnte. Mittlerweile wurde darin aber so viel geändert und durchgestrichen wurde, dass es mal Zeit für ein bißchen geordnete Gedanken und für ein neues Büchlein wurde. Ein kleines Schwarzes!



Ich habe das Büchlein geschenkt bekommen und finde das System sehr witzig. Man kann es sich nämlich aus vielen Covern und Inlets zusammenstellen. Das Herlitz Notizheft gibt es in verschiedenen Größen (meines ist A6) und kommt dem allegemeinen Individualisierungstrend entgegen. Die Einlagen werden mit einem Gummi gehalten, den man genauso, wie den Gummi fürs Verschließen in diversen Farben wählen kann. Die Gummis werden einfach eingehängt. Die Einlagen gibt es liniert, kariert und blanko und schon macht man aus einem simplen Notizheft ein individuelles. Trotzdem musste meines noch eine persönliche Note bekommen und ich habe den halben Mittag experimentiert, überlegt, was ich draufschreiben will, gezeichnet, aus der falschen Folie geplottet und mich am Ende für eine simple Feder aus dem Silhouette-Store entschieden. Mir liegt wohl eher das Purisitsche.

Und Ihr so? Habt Ihr auch so gerne Notizbücher? Für Geheimnisse? Für Ideen? Nur eines oder für jeden Anlasse verschiede? Erzählt doch mal!

Ich schau jetzt noch kurz beim RUMS vorbei. Mal sehen was die anderen Kreativen so für sich gewerkelt haben und dann muss ich heute noch Einladungen für einen Kindergeburtstag basteln. Und ich habe noch so gar keine Idee.

Ich schich Euch noch schnell ein paar liebe Grüße aus der Pfalz!


09 Februar 2015

Jeder kann malen lernen - Creativeworld 2015 Teil 2 {Messegeschichten}

Jeder kann malen lernen. Dazu gab es hier schonmal einen Blogpost. So ganz überzeugt davon bin ich noch nicht, ich denke, dass es da schon Unterschiede gibt und talentierte Menschen, die eine Gabe haben. Ich bin eindeutig nicht wirklich talentiert, aber ich arbeite dran und deshalb habe ich ganz oft einen Skizzenblock und Zeichenstifte dabei und überbrücke so die Wartezeiten, wenn ich Mama-Taxi spielen muss. Deshalb war ich dann auch ganz glücklich, dass ich von Hahnemühle zu einem kleinen Bloggertreffen auf der Creativeworld eingeladen wurde. Wobei ich mich da tatsächlich mehr für die Fotopapiere, die Hahnemühle herstellt, interessiere. Ich denke, das gibt den Fotos nochmals einen tollen Effekt, Bilder auf Künstlerpapier zu drucken. Aber dazu später mehr.

Ich war also am Sonntag nochmals auf der Creativeworld in Frankfurt. Der Göga hat mich begleitet und wir waren schon kurz nach Toröffnung auf dem Messegelände. So blieb Zeit, alles anzusehen und auch beim Männerspielzeug hängen zu bleiben. Bei der Fa. ArtistiX konnte er auch mal zum Werkzeug greifen. (Wer hier mitliest weiß, dass der Göga einen alten Traktor Instand gesetzt hat und nun ganz sicher einen neue "Aufgabe" braucht). Wir hätten da noch ein paar Sandsteine im Garten...

Fa. Artistik aus den Netherlands begeisterte den Göga vor allem durch die Auswahl an Werkzeugen zur Steinbearbeitung

Sehr beeindruckt haben mich auch die Vorführungen der vielen Künstler. Am Stand von Brevillier (Cretacolor) zeichnete Wilfried Ploderer ganz lässig im Stehen an einem Bild von Jeff Bridges. Cool aus dem Handgelenk, als ob es nichts Besonderes und schon gar nicht anstrengend wäre, Haar für Haar, die Poren der Haut, jede Schattierung von der Fotovorlage zu übertragen.
Messegeschichten von der Creativeworld 2015 auf Pearl's Harbor Blog
Heraus kommt ein fotorealistisches Gemälde

Wir kamen ins Gespräch und er sagte mir "Jeder kann malen lernen". Gut, da wären wir dann wieder bei dem Mythos, von dem ich ja nicht so ganz überzeugt bin. Aber Ploderer erzählte mir, dass er Kurse gibt und dass er Schüler hat, die mittlerweile zumindest fast so gut zeichnen wie er. 
"Probieren Sie das mal aus" sagte er und überreicht mir drei Farbstifte. Mit den Farben Rot, Blau und Gelb lasse sich eine Kirsche malen. Das passende Video gibt es dazu auch. Das solltet Ihr Euch unbedingt mal ansehen (very fascinating!)



Bei Hahnemühle kam ich dann in den Genuss einer kleinen Lektion in Aquarellmalerei. Das hat wahnsinnig Spaß gemacht, denn unter Anleitung von Jens Hübner ging das erstaunlich einfach. Fast bin ich jetzt doch überzeugt, dass man mit dem richtigen Material, einem guten Lehrmeister und ein bisschen Übung tatsächlich zeichnen lernen kann. Jens Hübner hat auf jeden Fall den Stupser in die richtige Richtung gegeben. Der Rest muss dann aus dem Herzen kommen.
Der Skizzenblock geht also auch weiterhin mit nur habe ich nun auch eine Auswahl an Bleistiften* dabei. Da freu ich mich schon drauf, die Unterschiede richtig auszutesten.

Nun hat Hahnemühle nicht nur FineArtPapiere sondern auch Papiere für den DigitalDruck. Das interessiert mich sehr, habe ich doch gerade erst ein paar meiner Fotografien in schwarz/weiß bearbeitet, gerahmt und ins neue Esszimmer gehängt (zeig ich demnächst). Ich habe die Fotos drucken lassen aber dabei schon daran gedacht, wie das ein oder andere Bild wohl auf Künstlerpapier aussieht.
Hat das der ein oder andere von Euch schon gemacht? Ich stell mir das unheimlich interessant vor, weil das sicher eine ganz andere Optik ergibt. Hahnemühle hat auf jeden Fall die passenden Papiere im Programm und diese konnte man sich auch auf der Creativeworld ansehen. Auf der Photokina 2014 wurde das Hahnemühle Photo Silk Baryta 310 sogar als das "Beste Inkjet Fotopapier" durch die Foto-Fachjournalisten der Technical Image Press Association ausgezeichnet. Irgendwann werde ich das auch versuchen. Im Moment mangelt es an einem noch besseren Fotodrucker. Aber das ist ja nicht schlimm (doch ist es *heul*). Aber bis hier ein neuer Drucker einzieht, übe ich mich weiterhin im skizzieren und zeichnen, denn vielleicht ist das gar kein Mythos ...
... vielleicht kann wirklich jeder zeichnen lernen.

Ich schick Euch liebe Grüße aus der Pfalz!



04 Februar 2015

Neues von der Creativeworld {Messegeschichten}

Über das Wochenende fanden in Frankfurt die drei großen Messen Christmasworld, Paperworld und Creativeworld statt. Insgesamt 2.855 Aussteller präsentierten auf dem Messegelände ihre Ware und viele Neuheiten waren zu entdecken.
Die Messe Frankfurt hatte am Samstag zur Bloggerlounge geladen und so ströhmten über 30 Blogger, ihrer Neigung entsprechend, durch die Hallen und verteilten sich auf dem Messegelände zwischen Weihnachtsflair, Bastelvergnügen und Papierleidenschaft. Ich habe mich natürlich vorwiegend auf der Creativeworld umgesehen, wenn Ihr aber durchs Netz stöbert, werdet Ihr viele Berichte von anderen Bloggern finden und da ja jeder den Fokus auf etwas anderes wirft, gibt es auch eine ganze Bandbreite zu entdecken.
Die Messen selbst sind nur für Fachbesucher, die sich über die neuesten Trends und Techniken informieren und für ihre Einzelhandelsgeschäfte ordern können. Die Produkte, die dort gezeigt werden, wandern also demnächst aber in die Regale in den Fachgeschäften in Eurer Nähe.

Mir könnt Ihr heute durch die Welt der Kreativität folgen, ich hab Euch einiges an Bildern mitgebracht. Ich war am Samstag und am Sonntag in Frankfurt, denn ein Tag war mir bei der Vielfalt nicht genug.

Die Creativeworld hat ihren Schwerpunkt auf kreatives Gestalten und ist eine reine Fachbesucher-Messe. Stoffe oder Stoffiges wurde nur sehr begrenzt und im Rahmen der Produktpalette einiger großer Hersteller vorgestellt. (Die Freunde von Handarbeit im Sinne von Stoffen und Wolle werden dafür auf der H & H Ende März in Köln auf Ihre Kosten kommen.). Aber mit den vielen Textilfarben, die es  zu erstöbern gab, ist das Thema "Manipulating Fabric" omnipräsent.

Mit dem Creative Hands Award, einem Wettbewerb, der sich mit dem textilen Gestalten befasst, wird auch bei der Creativeworld das Nähthema aufgegriffen. Pillow Fight war das diesjährige Motto der Veranstaltung, die zum zweiten Mal im Rahmen der Creativeworld stattfand. Gesucht wurde das kreativste Kissen. Die zwanzig besten Enwürfe wurden in einer Ausstellung präsentiert. Die Gewinner zeigten Einfallsreichtum und - wie soll es auch anders sein - KREATIVIÄT. Gewonnen hat das Kissen in Form eines Toasters, der detailgetreu nachgestaltet wurde.


Trendthema und an vielen Ständen zu bewundern ist in diesem Jahr #mixedmedia. Farben und Materialien werden untereinander gemischt. Malerei mit Schablonentechnik, Servietten oder Fotografien werden mit Acrylfarben und/oder Glitter verarbeitet, die Grenzen sind schwimmend und aus einem Gemälde wird eine 3D-Plastik. Wie z. B. am Stand von Marabu (Bild Mitte) oder Pebeo (rechts).  Bei Livevorstellungen konnte man sich selbst ausprobieren oder den Künstlern bei der Entstehung der Werke zusehen. Schaut mal bei Alexandra vorbei. Sie hat in ihrem Blogbeitrag zur Creativworld das Gemälde am Stand von Kreul (links) zu einem früheren Zeitpunkt fotografiert. Es ist der Wahnsinn, was der Künstler mit den verschiedenen Leinwänden und der Hintergrundbemalung auf der Wand gezaubert hat.


Bereits im letzten Jahr habe ich von der Creativeworld berichtet. (Den Bericht dazu könnt Ihr HIER nachlesen). Damals war Stoff und Stofffarben ganz groß im Trend und ich hab Euch die Sprühfarben von MARABU gezeigt, die zu dem Zeitpunkt aber noch nicht erhältlich waren. Mittlerweile sind sie auf dem Markt und MARABU hat damit wohl eine echte Innovation herausgebracht, denn die Fashion Sprays wurden von der Initiative "Creative Impulse" zum Produkt des Jahres gewählt. ( 2. Platz myCostumes mit "Worbla's Finest Art", Platz 3 Rayher Hobby mit "Kreativ-Beton - Bild ist weiter unten).

Der Farbtrend geht wieder ins Pastellige. Die Heidelberger Firma Montana-Cans hat dafür eine breite Palette an Sprühfarben. Und NEIN, die sind nicht nur für Graffiti gut. Ich habe damit z. B. bei meinem Betonprojekt meine Schüsseln verziert.


Bis ca. April müssen wir noch warten, dann gibt es neue Sprüheffekte von Montana. Es wird ein Krakeleespary geben, Farbe mit Granitoptik oder wie hier mit einem Marbleeffekt. Das wird insbesonders die Liebhaber des derzeitigen Schwarz/weiß-Trends freuen, denn damit kann man sicher auch im Bereich Living viele schöne optische Akzente setzen.

Neue Sprayfarben auch bei Edding. Pastellig schön!


Das Weiß im Landhaus-Stil bekommt Konkurrenz: Chalky Finish von Rayher.

Kaum zu glauben, aber die Motive (links) sind aus ofenhärtender Modelliermasse gestaltet (hier Premiere Sculpey) und für die Decoupagetechnik gibt es alle möglichen Farben und Muster (Mitte). Am Stand von Rayher konnte man sich Anregungen zur Objektherstellung mit Kreativ-Beton holen (Bild rechts).



Gestaltungsbeispiel mit Knöpfen von Buttonlovers

Abstecher in die Hallen der Paperworld: Papier ist ja ähnlich wie Stoff ein sehr haptisches Material und so unheimlich vielseitig. Ahrona Khan zeigte auf einer Sonderfläche, wie wunderschön Geschenke in noch schöneres Papier verpackt werden kann. Bis dato wußte ich nicht, dass man das sogar in Kursen lernen kann.


Am Sonntag war ich noch zu einem kleinen Bloggertreffen bei Hahnemühle eingeladen. Aber davon und vom "Jeder kann zeichnen lernen" erzähl ich euch dann die Tage!

Die gesammelten Berichte über meine Messebesuche findet Ihr gesammelt unter dem Label Messegeschichten.


03 Februar 2015

Kitkatkuchen {Rezept}

Findet Ihr es eigentlich einfach, für Eure Lieben ein passendes Geschenk zu finden?
Hier wird das mit zunehmendem Alter der Lütten immer schwieriger.
Während es noch recht einfach ist, die Mini für etwas zu begeistern, wird das für Damen im Teenageralter doch recht kompliziert. Das liegt mit unter aber auch daran, dass sich der Geschmack so schnell ändert.

Apropos Geschmack! Die Große mag total gerne Früchte. Früchte und Kuchen. Vorzugsweise Schokoladenkuchen. Und zumindest da habe ich letzte Woche wohl alles richtig gemacht ;-).
Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren
Heidelbeeren, Himbeeren und Erdbeeren alleine sind schon eine Wucht...


…kombiniert man diese aber mit Schokokuchen, Kitkat und ein bißchen Deko...


…hat man direkt schon gewonnen. Und wenn der Schokokuchen unter dem Obst dann noch so lecker ist…dann könnte man sich glatt reinsetzen wollen, in den Kitkatbottich.


Das ist jetzt ohne Übertreibung der leckerste Schokokuchen den ich je gegessen habe. Und glaubt mir, ich habe schon viele ausprobiert mit geschmolzener Schokolade oder mit Backkakao und das ist der erste, der echt leckerer ist, als eine Backmischung.

Rezept? Aber gerne doch.


Für den Kitkat-Kuchen braucht Ihr:

125 gr. Weizen- oder Dinkelmehl (Typ 405 Weizen oder 630 Dinkel)
200 gr. Zucker
125 gr. Butter
100 gr. Zartbitterschokolade
125 ml Wasser
1 TL Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
1 Eßlöffel Backkakao
1 großes Ei
50 gr. Kuvertüre (Zartbitter)
20 gr. weiße Kuvertüre
32 einzelne Kitkat-Riegel. Das entspricht 16 Doppelrieger oder 8 große Packungen à 4 Riegel
plus etwas Mehl um die Form zu fetten und wenig Mehl

Obst nach belieben (hier Heidelbeeren, Himbeeren und Erdbeeren je eine Packung. Was übrig bleibt wandert direkt in den Mund)

So geht's:

Zucker, Vanillezucker, Butter und Zartbitterschokolade zusammen mit dem Wasser in einem kleinen Topf und niedrigger Hitze erwärmen (nicht kochen!) bis die Butter und die Schokolade geschmolzen ist. Mit dem Schneebesen alles kräftig unterrühren.
Masse vom Herd nehmen, in eine Rührschüssel geben und ca. 20 Minunten abkühlen lassen.

Inzwischen Mehl mit dem Backpulver mischen.

Herd (Ober- und Unterhitze) auf 170°C vorheizen.

In die abgekühlte Schokomasse das Ei einrühren (Handrührer oder Küchenmaschine), dann die Mehl-/Backpulvermischung löffelweise unterheben.
18er Springform fetten und mehlen. Masse einfüllen.

Achtung: Die Masse ist sehr flüssig. Ich habe mir dafür letzte Woche extra eine neue
Springform Ø18 cm* gegönnt (Durch den überstehenden Boden, läuft da nichts mehr aus. Wer so eine Form nicht hat, sollte die Backform mit Backpapier auslegen damit und den Rand mit Alufolie ummanteln).

Auf der untersten Schiene des Backofens bei Ober- und Unterhitze ca. 45 Minuten backen. (Achtung, jeder Ofen ist anders. Bitte schaut öfter mal nach und macht eine Stäbchenprobe, ob der Kuchen durch ist).

Kuchen entnehmen, von der Form befreuen und auf einem Kuchengitte auskühlen lassen. (Das dauert leider etwas….lange….)
Obst waschen und abtropfen lassen.

Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Zwischenzeitlich Schokoriegel aus der Verpackung befreien. Ausgekühlten Kuchen am Rand mit Kuvertüre bestreichen und Schokoriegel Stück für Stück ankleben.   Restliche dunkle Kuvertüre auf dem Kuchen verteilen. Ein bißchen für die Früchte aufheben. Früchte drapieren und mit dunkler und weißer Kuvertüre bespritzen.

Wenn alles fest geworden ist, mit einem Satinband verzieren.

Sonst noch auf den Bildern:
Tortenplatte von ASA (22,5 cm Durchmesser)*
Blumenvase (hinten) ebenfalls von ASA*
kleine Blumenvase mit Rosen von Blume 2000
Die Etagere ist von Ritzenhoff ähnlich dieser hier*

Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen und Ihr habt alle Infos direkt.

Und weil heute Dienstag ist, switzch ich gleich noch beim Creadienstag vorbei und schau, was die anderen kreativen alles so gewerkelt haben.

Euch wünsch ich noch einen schönen Resttag und schick Euch liebe Grüße aus der Pfalz!

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