20 März 2015

Digitale Auszeit

Es ist kaum zu glauben, wie schnell man sich doch an die neue Technik gewöhnt hat und wie abhängig man von ihr wird. Die Jüngeren unter Euch werden sich kaum noch erinnern, aber für mich gab es bereits ein Leben bevor es das Internet gab. Wir haben Lexika und Telefonbücher benutzt und Inspiration in Geschäften, Büchern und Zeitschriften gesucht. Mittlerweile wird alles gegoogled, die Enzyklopädie steht nur noch im Regal, weil sie schön aussieht. Vielleicht stammt aber auch daher meine Liebe zu (Sach-)Büchern und dass ich mir immer mal wieder eine Zeitschrift wegen einem Rezept kaufen muss, obwohl ich sicher ein ähnliches im Netz finden würde.
Letzten Mittwoch gab es in unserem Stadtteil eine Großstörung und wir waren seither ohne Telefon und Internet. Telefon ist jetzt kein Problem und kleinere Suchanfragen können auch mit dem Smartphone erledigt werden (bis die Flat aufgebraucht und die Leistung gedrosselt wird).
Im Prinzip also alles nicht so schlimm. Dachte ich. Aber man kann ja noch nicht mal ein neues Programm auf den Rechner aufspielen! Installation: #läuft. Aber zum Abschließen muss man mindestens einmal kurz online gehen um ein fehlendes Element downzuloaden und sich zu registrieren. Sonst geht da nämlich gar nichts. Drucker installieren? Fehlanzeige! "Bitte laden Sie einen aktuellen Treiber herunter". Supi! Lahmgelegt auf ganzer Linie.

Wie gut, dass just in dieser Woche eine neue Zeitschrift in meinem Briefkasten landete.
"LandIdyll" ist ganz neu auf dem deutschen Markt und erscheint 2-monatig beim Egmont Ehapa Verlag. Das skandinavische Original "Lev Landlig" gibt es bereits seit 10 Jahren, ist also bereits etabliert.

Also hab ich direkt den Laptop beiseite geschoben, Kaffee gemacht, Kekse geschnappt und bei herrlichem Sonnenschein das Homeoffice gegen ein Plätzchen im Garten eingetauscht.
Die Luft duftete nach Frühling und der Zeitschrifteninhalt passte perfekt dazu und erinnerte daran, dass ich ganz dringend den Winter aus den Balkonkästen verbannen und dafür unsere geliebten Geranien pflanzen muss. Wie man diese aus dem Winterschlaf erweckt und vermehrt wird gleich auf mehreren Seiten beschrieben und mit zarten frühlingsfrischen Fotos gezeigt.

LandIdyll ist in 3 verschiedene Bereiche gegliedert. Da gibt es die "Inspiration" mit Trends, Reportagen, Reise  und Wissen. Nicht nur was fürs Auge, sondern auch mit sehr informativen Texten. Der Bereich "Lebensstil" zeigt Wohntrends, natürlich im skandinavischen Stil aber nicht nur in den nördlichen Gefilden, nimmt mit in Lieblingssläden (z. B. auch ganz bei mir in der Nähe!) und zu Geheimtipps oder stellt Land und Leute vor. Beim "Handwerk" geht es um leckere Rezepte, Bastelideen oder eben auch den Gärtnertipp.  Besonders interessant fand ich den "Werkstattbesuch" in die dänische Porzellan-Manufaktur Royal Copenhagen. Wirklich faszinierend, wie die Künstler dort das Geschirr per Hand bemalen.
Bastelideen für Ostern und Frühling in der neuen Zeitschrift LandIdyll
Und Lust auf Pfannkuchen mit Blaubeeren habe ich dann natürlich auch gleich bekommen. Das Rezept nebst ein paar anderen wird nämlich auch direkt mitgeliefert.

Im Editorial schreibt die LandIdyll-Redaktion "Wenn LandIdyll Ihnen eine kleine Auszeit vom Alltag gibt, haben wir unser Ziel erreicht!". Da kann ich nur sagen: Bei mir haben Sie Ihr Ziel definitiv erreicht!

*Die LandIdyll wurde mir unentgeltlich zum Probelesen zur Verfügung gestellt. Die Meinung ist wie immer meine eigene.

Kommentare:

  1. Ich kenne das Leben ohne Internet auch noch. Bei uns hatte nicht mal jeder Telefon. ;-)))
    Obwohl ich heute die Vorzüge der Technik zu schätzen weiß, gönne ich mir auch gerne eine Auszeit mit einer schönen Zeitschrift oder einem guten Buch und einem Cappuccino, gerne im Garten oder abends am Kamin.
    Die LandIDYLL ist sehr ansprechend.
    Liebe Grüße von Heike

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wir machen da immer Späße drüber, weil wir ohne Fernseher auch groß geworden sind. 3 Programme hatte unser erstes Gerät und das erst ab mittags um 16 Uhr. Und die Sesamstraße als Kinderprogramm. Sonst nichts.
      Wir haben gespielt oder gebastelt. Glücklicherweise sind meine Kinder sehr aktiv aber den Ausfall des Internets haben sie trotzdem bejammert. Sogar der Vertretungsplan für die Schule bzw. ob Stunden ausfallen gibt es mittlerweile online.
      Die LandIdyll ist wirklich sehr nett. Ich finde den Preis auch super. 3,70 € ist echt in Ordnung und es gibt in der ganzen Zeitschrift nur 2 Anzeigen (eine Vorne und eine auf der letzten Seite) das finde ich auch sehr positiv (obwohl ich im Grunde nichts gegen Anzeigen habe, aber wenn eine Zeitschrift damit vollgemüllt ist, dann stört mich das).
      Liebe Grüße aus der Pfalz!
      Susanne

      Löschen
  2. Wenn bei uns auf Arbeit der Strom ausfällt, können wir nicht mehr arbeiten. Das kommt sehr selten vor, ist aber schon passiert - da merkt man ersteinmal wie abhängig man von der Technik ist und mit der allgegenwärtigen Digitalisierung wird es noch schlimmer. Ich lese auch sehr gerne Bücher und Zeitschriften, gehe mal in die Oper etc. Das analoge Leben ist meiner Meinung nach auch viel gesünder.
    Also noch viel Spaß mit deiner Zeitschrift.

    LG Myriam

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Stromausfall ist der Supergau. Kam bei uns in der Firma noch nie vor, wir haben aber auch ein Notstromaggregat. Aber mittlerweile hängt da auch jeder PC am Netzwerk. Internet brauch ich zwar nicht, aber wenn das Netzwerk nicht funkioniert kann ich auch direkt wieder heim.
      Vor ein paar Jahren lag mal unser ganzer Stadtteil ohne Strom. War Sommer und wir saßen schön im Hof bei Kerzenschein. Aber der Supermarkt hatte ein echtes Problem. Die konnten nicht mehr kassieren und mussten die Kunden ohne Ware nach Hause schicken. Am Notstromaggregat hing nur die Kühlung aber weder Kassen noch die Schiebetüren. Ja, man ist echt abhänging.
      Liebe Grüße aus der Pfalz!
      Susanne

      Löschen

Ich freu mich über nette Nachrichten und Meinungen.

.