30 Juli 2015

Schwarzweiß mit Falten - DIY-Anleitung mit Papier und Tapetenkleister


Ich habe mal wieder ein bisschen experimentiert. Als ich gerade dabei war meine Pappmaché- Schüssel herzustellen, habe ich in der Trocknungsphase Wassergläser aussortiert. Der Göga hatte sie vor irgendeiner Feier mitgebracht um den Vorrat aufzufüllen. Sie waren bunt und günstig. Aber wie sagt man so schön? Wenn man billig kauft, kauft man zwei Mal. Leider war das Glas nicht durchgefärbt sondern irgendwie beschichtet und diese Beschichtung löste sich und die Gläser wurden unansehnlich. 
Und weil ich gerade eh Tapetenkleister angerührt hatte, dachte ich, versuche ich doch mal, ob das auch auf Glas hält.


Beklebt habe ich mit mit Verpackungspapier in dem die neuen Gläser eingewickelt waren. Das war natürlich nicht mehr ganz glatt, was aber einen tollen Effekt ergeben hat. 


Nach dem Trocknen wird das Glas/Papier weiß grundiert und anschließend auf den Kopf gestellt und von unten mit schwarzem Sprühlack versehen.


Wenn man ein bisschen mit dem Abstand und dem Sprühnebel spielt, setzt sich dieser schön an den Falten ab und man erhält nicht nur diesen angesagt Dipdye-Effekt, sondern das die Falten werden betont, was nochmals einen netten Effekt gibt. Haltbar gemacht wird die Vase mit einem Varnish-Spray.


Die Vasen habe ich jetzt mal mit Blümchen aus dem Garten bestückt. Aber wahrscheinlich kommen sie als Stiftehalter auf meinen Schreibtisch.



Material:

Wasserglas, Papier
Tapetenkleister ähnlich diesem hier*. Ich habe einfach einen Rest vom letzten Tapezieren genommen. 
Montana Gold S9120 white pure, 400 ml Sprühdose*
Montana Gold 7090 coke, 400 ml Sprühdose*
Montana Gold T1010 varnish matte, 400 ml Sprühdose*

Und natürlich rumst das wieder ;-)




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28 Juli 2015

Mit Maggi in die Entwicklungsküche


Ich habe Euch ja gestern schon erzählt, dass ich vor ein paar Wochen von Maggi ins Werk in Singen eingeladen wurde. Meine Familie fand das ziemlich witzig, da ich die einzige in unserem Haushalt bin, die gar kein Maggi isst. Naja fast keins. Ich mag Ravioli und letztes Jahr im Berlin-Urlaub haben die Große und ich festgestellt, dass man so eine 5-Minuten-Terrinne durchaus mal zwischendurch essen kann.
Als Einstimmung auf die Reise wünschte sich mein Nachwuchs gleich mal breite Nudeln (Bandnudeln) mit Maggi. Im Gegensatz zu mir, mögen sie das nämlich gerne. Das gab es immer bei Oma und deshalb gibt es eine Flasche mit Maggi-Würze auch bei uns.
Die Einladung war sehr nett und auch das Programm klang sehr gut und interessant. Ich hatte zuvor auch schon die neue Werbung im Fernsehen gesehen bei der Maggi mit einer neuen Qualität wirbt. Da ich auch immer gerne mal hinter die Kulissen schaue, habe ich sehr gerne zugesagt und mich donnerstags mittags in den ICE Richtung Konstanz gesetzt.
In Offenburg musste ich umsteigen und setzte meine Reise gemeinsam mit Sarah von EatBlogLove im Bummelzug nach Konstanz fort. Zwei Stunden schönstes Bloggergequatsche.
Der erste Abend in Konstanz begann ganz gemütlich mit einem netten Essen in gemütlicher Atmosphäre. Das Maggi-Team hatte ein schönes Restaurant mit Biergarten direkt am Rhein ausgesucht und so konnte man sich gegenseitig beschnuppern und kennenlernen. Wir sind dann alle relativ früh zurück ins Hotel, denn der nächste Tag war kmpl. durchgeplant mit Werksbesichtigung und Workshops.
Freitags sind wir direkt nach dem Frühstück mit dem Bus nach Singen ins Maggi-Werk gefahren.

So sieht das dann aus, wenn 17 Blogger versuchen sich mit dem WLAN-Passwort ins Maggi-Netz zu wählen um direkt Instagram und Twitter zu versorgen. 




In einer ersten Informationsrunde teilte uns Ernährungsexpertin Andrea Schwalbe mit, was eigentlich unter "Maggi Neue Qualität" zu verstehen ist. Maggi ist gerade mitten dabei einen Großteil der Produkte umzustellen. Das Maggi fix-Produkt Tomaten Bolognese ist bereits fertig und marktreif. Weitere Produkte folgen. Ziel ist, bis 2016 die Nährwertzusammensetzung von 260 Produkte zu verbessern und sowohl das Salz als auch der Anteil an gesättigten Fettsäuren um durchschnittlich
 10 % zu verringern und durch neue Rezepturen trotzdem den gewohnten Geschmack beizubehalten oder sogar zu verbessern. Dazu gibt es dann auch noch eine neue Zutatenliste. Auf der Homepage von Maggi kann man das sehr schön nachlesen.

Dann sind wir in zwei Gruppen zu den verschiedenen Workshops. Unsere Gruppe hat als erstes die Ravioli-Produktion besucht. Wir durften hier aus hygienischen Gründen keinen Fotoapparat mitnehmen bzw. mussten auch Schmuck etc. ablegen obwohl ich nichts gesehen hätte, wo jemand hätte einen Ohrring reinfallen lassen können. Aber besser so wie verunreinigte Ravioli. Wobei in der ganzen Produktionsstraße mehrmals über Detektoren nach Verunreinigungen gefahndet wird. 
Später hatte ich vor lauter kochen und machen dann auch gar keine Zeit selbst zu fotografieren. Damit wir aber trotzdem Bilder haben, hat uns Maggi eine Fotografin zur Seite gestellt. Die meisten Bilder hier sind also von Maggi aber während dem Event aufgenommen.

Wir waren also in der Ravioli-Produktion. Hier läuft gerade der Teig in die Stanzmaschine. Die Ravioli werden gefüllt und ausgestanzt. 


Der Hauptbestandteil der Soße ist Tomatenpulver. In dem großen Bottich ist Hackfleisch.


Der interessanteste Part sollte nach dem Mittagessen folgen, das wir in der Kantine, dem Maggi-Restaurant einnehmen durften. Dabei fällt mir ein, dass das wirklich auffällig war, wie nett dort alle waren. Ich habe mich lange mit dem Werkleiter (glaub ich) unterhalten. Da merkt man wie die Mitarbeiter hinter ihrer Firma stehen und es gibt ganz viele Beschäftigte, die 25, 40 oder sogar 50 Jahre im Werk arbeiten. Ich finde, das sagt schon sehr viel über eine Firma und das Klima dort aus.

Nach dem Mittagessen ging es in die Entwicklungsküche. Einem Bereich, in dem normalerweise keine Besucher empfangen werden. Wir durften also ins Allerheiligste, wo die Entwicklungsköche  neue Produkte entwickeln bzw. derzeit gerade damit beschäftigt sind, den Vorgaben für die neue Maggi Qualität folgend, die bestehenden Produkte zu überarbeiten und mit neu definierten Zutaten und weniger Salz gleichwertigen oder besseren Geschmack zu erzielen.

Um dafür mal ein bisschen Gefühl zu bekommen, war unsere "Aufgabe" ebenfalls eine Tomaten-Bolognese zu kochen. Dafür konnten wir uns einer Vielzahl an Zutaten bedienen, die alle getrocknet bzw. in Pulverform zu Verfügung standen.


Claudia von Schon ausprobiert und ich arbeiteten im Team. Das war gar nicht so einfach, die 50 gr. die in so einem Tütchen sind mit unseren Zutaten entsprechend abzuwiegen, damit die genaue Menge  dabei heraus kommt. Unser erster Versuch war zwar lecker aber irgendwie fehlte der Bolognese ein bisschen Schnackes.


Da wir aller Zutaten aber akribisch aufgeschrieben hatten, machten wir uns direkt an die nächste Version. Etwas an Mengen hier reduziert, hier etwas mehr gewürzt und dann gab uns der Koch noch den Tipp vielleicht doch etwas Zucker, den hatten wir kmpl. weggelassen, zuzufügen. Vielleicht ist das einfach so, dass getrocknetes Gemüse einfach auch nicht mehr so schmackhaft ist und es deshalb eben auch etwas Zucker braucht, wenn schon das Salz verringert werden soll ?!


 Wie gesagt, es waren alles natürliche Zutaten, nur eben pulverisiert oder getrocknet. Es gab einzig ein Pulver, das als Geheimzutat bezeichnet wurde. Wir haben es in Wasser aufgelöst und aufgekocht um herauszufinden was es war. Es roch und schmeckte nach Essig und so ist das Geheimnis gelöst: Es war das, was auf den Tütchen dann als Säurungsmittel ausgewiesen wird.

Wenn demnächst ein Maggi fix Ü40-Bolo auf den Markt kommt, dann waren wir das ;-9. Die kostet dann vermutlich aber etwas mehr, denn wir haben an Gewürzen und Zutaten so einiges verbraten, das ist mit 89 ct. nicht mehr wirtschaftlich wäre. Auch dauert die  Mischung dann etwas länger wenn viele getrocknete Zutaten in Stücken anstatt in Pulver enthalten sind. Die Origingal-Tomatenbolo ist nach dem Anbraten des Hackfleisches in einer Minute fertig.

Anschließend sind wir mit unseren Tütchen ins Sensorikzentrum gegangen. Dort werden neue Produkte zubereitet um sie mit einem Referenzprodukt zu vergleichen. Das machen extra geschulte Personen. Wir haben das auch probiert, ist gar nicht so einfach.



Neben den ganzen Änderungen an den Produkten schlägt Maggi aber auch noch einen weiteren Weg ein. Hier geht es um die verantwortungsvolle Beschaffung von Rohstoffen. Maggi hat dafür schon 21 Gemüse- und Kräutersorten definiert, die spätestens bis 2020 aus verantwortungsvollem Anbau kommen sollen. An der Tomate, dem meistgebrauchten Rohstoff für die Produkte, wird das schon praktiziert. Einzelheiten könnt Ihr auf der Maggi-Homepage nachlesen.
Wir haben das natürlich vor Ort alles kritisch hinterfragt und die Maggi-Leute aus den verschiedenen Bereichen standen uns Rede und Antwort.
Klar, es ist noch nicht alles umgesetzt, aber Maggi ist auf einem guten Weg.

Natürlich werdet Ihr sagen, die können ja viel erzählen, wir sehen es ja nicht. Aber da kann ich Euch schon was verraten: Ich werde im August mit Maggi 3 Tage nach Spanien auf die Tomatenfelder fliegen. Ich weiß, das wird anstrengend, einen Tag Anreise, einen Tag Felder und Fabrik ansehen und einen Tag wieder für die Heimreise. Aber ich mach das, so ganz aus Eigeninteresse. Und wenn Ihr wollt, dann erzähl ich Euch, was ich gesehen habe und wie denn aus der Tomate ein Pulver wird.

In diesem kleinen Häuschen wurde 1887 die Maggi-Würze in die Fläschlein abgefüllt. Das Werk in Singen wurde drumherum gebaut. Heute beherbergt das Haus ein Maggi-Museum.


Abends waren wir übrigens alle nochmals gemeinsam zum Essen in der Schweiz. Da uns samstags freigestellt war, wann wir abreisen, hatten Sarah und ich wieder einen gemeinsamen Zug gewählt und sind zusammen mit Ramona von Kochzeremonie und Ricki von Blogschokolade & Butterpost noch ein bisschen durch Konstanz gestreift.
Es war wirklich toll auch mal wieder ein paar neue Blogger persönlich kennenzulernen. Danke Maggi, für den Blick hinter die Kulissen und das toll organisierte Event!





27 Juli 2015

Von Veränderungen, Vorurteilen und einer Betriebsbesichtigung bei Maggi

Vielleicht habt Ihr schon in den Fernsehspots gesehen, dass Maggi derzeit mit einer neuen Qualität wirbt. Und in diesem Zusammenhang habe ich vor ein paar Wochen eine Einladung ins Maggi-Werk nach Singen erhalten. Während meine Familie und Freunde gleich sagten "Fahr da hin und erzähl uns dann, was dort ins Tütchen gepackt wird", gab es aus Bloggerkreisen dezenten Gegenwind, weil der Nestle-Konzern, zu dem Maggi gehört, ja "zu den Bösen" gehöre.



Nunja, davon lasse mich natürlich nicht beeinflussen, höchstens anspornen. Denn ganz ehrlich, bilde ich mir meine Meinung lieber selbst, als mich mit (gekürzten) Zitaten aus alten Reportagen abzugeben. Bestimmt läuft auch bei Nestle nicht immer alles gerade, aber wo ist das heute denn wirklich so und jeder macht immer alles richtig?!  Auf jeden Fall rief die französische Umweltministerin Ségolène Royal einen Tag später zum Nutella-Boykott auf und gegen Rewe wurde bei Facebook verbal geschossen, weil ausländische Kartoffeln statt deutscher im Regal lagen etc. etc. etc. Ab Übermorgen können wir jedenfalls nichts mehr irgendwo kaufen oder essen, weil überall irgendwie geschludert wird und wir alles boykottieren müssen. Ein Hoch auf alle, die vorgesorgt und den Rasen hinterm Haus zugunsten eines Selbstversorgerbeetes geopfert haben. (Hoffentlich ist der Salat bei dem Wetter nicht vertrocknet).

Ich habe mir lange überlegt, ob ich das hier überhaupt ansprechen soll oder ob ich einfach lediglich über den Tag bei Maggi berichte. Aber da mir manchmal das "dies darf man nicht und das ist sowieso ganz übel", alles mit Halbwissen begründet und es dann trotzdem immer noch Menschen gibt, die sich davon beeinflussen lassen, echt gelinde gesagt "auf den Sack" geht, kann ich mich in meinem eigenen Blog ja darüber auslassen.
Vielleicht habe ich auch schon zu viel erlebt, schließlich bin ich keine 20 mehr. Ich habe schon so viele Veränderungen mitgemacht. Alleine wenn ich mir unsere Hochzeitsbilder ansehe, so würde heute niemand mehr fotografieren. Die Mode hat sich geändert, keiner baut mehr mit asbesthaltigem Material, gute Schuhe sind nicht mehr nur aus Leder und auch unsere Esskultur hat sich grundlegend geändert. Bei unserem Bäcker gab es früher in der Mittagspause belegte Brötchen, wenn da ein Blatt Salat anstatt einer Essiggurke drauf war, war das schon ein Ereignis. Graubrot gab es nur von Muttern beschmiert. Heute findet man aber sogar vegan belegte Eiweißbrote in der Auslage.

In den 80er Jahren gab es in Deutschland mal eine Fastfoodkette namens Wendy. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch daran? Wendy machte seine Hamburger frisch und es gab eine Salatbar. Ich weiß noch, dass unsere Ma mit uns gerne zu Wendys in Worms ging, weil sie einen frischen Salat essen konnte und wir Kinder bekamen trotzdem einen Hamburger. Damals konnte Wendy nicht mit dem schnellen McDonalds und seinen vorgefertigten Patties konkurrieren und musste sich vom deutschen Markt zurückziehen.

So war das damals. Es gab einen Wandel, die Mütter fingen an zu arbeiten und blieben nicht mehr Vollzeit zuhause und die Zeit musste unter anderem beim Kochen eingespart werden.  Backmischungen wurden Trend und Convenience Produkte hielten Einzug. Der moderne Haushalt kochte so, das war bequem. Heute ist das alles rückläufig. Mütter überbieten sich gegenseitig bei den Give-aways bei Kindergeburtstagen und zaubern wieder frische Menüs, möglichst ausgefallen und es tauchen neue Nahrungsmittel auf. Fragt mal Eure Mütter oder Großmütter was Quinoa ist oder ob sie schonmal Overnight oats zubereitet haben. Aus "Essen bei Muttern" wurde Fastfood und nun kommt wieder Slowfood und wenn Fastfood, dann natürlich nur gesund auf Vollkornbrot oder als low-carb-Version. Alles verändert sich kontinuierlich.

Aber bei Maggi kommen dann auch heute noch so Aussagen wie "da ist ja überall Glutamat drin" (obwohl das so gar nicht mehr stimmt) oder noch schlimmer, da es gar nicht Maggi direkt betrifft sondern den Konzern zu dem Maggi gehört "Nestle kommerzialisiert Wasser". Sicher, da ist auch Wahrheit drin, aber eine Wahrheit, die wie alles andere auch, sich einem ständigen Wandel unterzieht. Nichts ist mehr so, wie vor 20 Jahren und auch große Firmen unterziehen sich Veränderungen, passen sich der Mode an oder werden vielleicht sogar einsichtig, dass manches, so wie es früher lief und vielleicht auch von der Kundschaft gefordert wurde, einfach nicht mehr zeitgemäß ist.

Auf jeden Fall hab ich beschlossen, die Einladung von Maggi anzunehmen und mir die Produktion in Singen anzusehen und vielleicht zu erfahren, was denn da so tatsächlich ins Tütchen kommt oder was es denn auch bei Maggi für Änderungen gibt.

Ich muss gestehen, dass ich die Maggi-Würzmischungen nicht nutze, aber ich ess auch keinen Käse, das heißt aber noch lange nicht, dass er deshalb schlecht oder ungesund sein muss, das kommt schließlich auf den Geschmack an. Ich versteh auch, wenn jemand die Einladung nicht annimmt oder kein Interesse an der Materie hat. Schließlich bedeutet so eine Reise einen zeitlichen Aufwand oder bei festangestellten Bloggern auch, dass man im Hauptjob Urlaub nehmen muss, für den es keinen finanziellen Ausgleich gibt. Trotzdem muss man es dann ja nicht schlecht reden. Für mich steht jedoch fest, dass, wenn ich so eine Einladung annehme, dies unvoreingenommen mache und objektiv berichten werde, so wie ich das immer mache. Kritische Nachfragen entstehen dann während der Reportage. Und warum da wohl einige Blogger meinten, es wäre ihnen peinlich, mit Maggi in Verbindung gebracht zu werden, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn man objektiv über etwas berichtet, dann braucht man sich für nichts zu schämen.

Ich schäm mich jetzt höchstens für das Doppelkinn auf dem Bild.
Ne, ne, ich mach jetzt keine Maggi-Werbung. Das war nur ein Fotoshooting zum Spaß. Und Ihr wisst ja, dass ich lieber hinter der Kamera stehe als davor.


Mein Mann sagte jedenfalls gleich "Ich bin mit Maggi aufgewachsen, das ist der Geschmack meiner Kindheit, kannst mich ruhig zitieren" (was ich hiermit getan habe) und "mach das ruhig, wir wuppen den Rest".

Also haben wir sämtliche Termine umdisponiert und ich bin aus Eigeninteresse mit dem Zug nach Konstanz gefahren, habe mir in Singen zusammen mit einigen anderen Bloggern die Produktion der Ravioli angeschaut, wir durften in die Küche in der die Rezepte entwickelt bzw. derzeit verfeinert und verbessert werden und haben erfahren, welchen Aufwand Maggi betreibt, bis ein Produkt marktreif ist. Außerdem wurde uns erzählt, wie Maggi gerade an einer nachhaltigen Rohstoffbeschaffung arbeitet. Das war alles sehr interessant und davon erzähl ich Euch morgen.

Wie sieht es mit Euch aus? Benutz Ihr Maggi und wenn ja was? 

Ich habe mich mal ein bisschen umgehört und bei den Familien mit Kindern steht das Maggi fix für Nudel-Schinken-Gratin hoch im Kurs während es bei den Älteren wohl das für Chilli con Carne ist.


23 Juli 2015

Pappmache - einfach aber effektvoll {DIY-Anleitung}

Wir haben im Frühjahr unser Schlafzimmer renoviert und die Farben sind jetzt viel dezenter, deshalb hatte ich Lust auf ein bisschen neue Deko.
Deshalb habe ich mal mit Altpapier, Altglas und Sprühfarbe sowie Textur aus der Spraydose experimentiert und herausgekommen sind ein paar (wie ich finde) tolle Gegenstände.


Anleitung für Pappmaché

Man benötigt einiges an Altpapier, dass in Streifen gerissen wird.

Einen Luftballon auf die gewünschte Größe aufblasen und Tapetenkleister nach Packungsvorlage anrühren. Mit einem Streifen Zeitungspapier auf dem Luftballon die gewünschte Höhe markieren und dann lustig kreuz und quer bekleben.

Ich habe das ganz ohne Pinsel gemacht und die Streifen einfach durch den Kleber gezogen. Das ist dann zwar recht feucht und dauert auch lange zum Trocknen, aber die Schüssel wird dann hinterher auch schön fest, sofern man auch genug Lagen aufbringt.


Zum Trocknen habe ich den Ballon auf eine Plastikschüssel gesetzt.
Nach dem ersten Durchtrocknen, den Ballon zerstechen und entfernen. Dann wird alles was über der Wunschhöhe ist abgeschnitten. Das geht gut mit einer Schere. Dadurch entsteht ein gerader Rand bei dem man die einzelnen Schichten sieht.

Diese nochmals gut mit Tapetenkleister verschließen und eine weitere Schicht Papier über die ganze Schüssel ziehen. Ich habe dazu Papier aus einem Paket genommen, dass normalerweise beim Versand schützen soll (also alles recycelt).

Ich habe mehrere Versionen ausprobiert. Wenn man den Ballon entfernt, wenn das Papier noch nicht ganz durchgetrocknet ist, kann man die Schüssel auf eine glatte Unterlage stellen und noch eindrücken. So erhält man eine gute Standfläche.



Nach Wunsch kann die Schüssel nun bemalt werden. Gut funktioniert auch eine weitere Schicht mit Geschenkpapier oder Decoupage.

Ich habe mich für Farbe entschieden und die Schüssel als erstes innen grundiert bevor ich mich an die äußeren Schichten gemacht habe.

Außen bekam meine neue Schmuckschale einen silbernen Überzug.

Anschließend einen Hauch Schwarz, vom Boden her Richtung Rand auslaufend.


Und zum Schluss Akzente durch das Granit Effect Spray. (Auf dem Bild ist eine Schale, die nur weiß grundiert und dann mit Effect Spray von Montana bearbeitet wurde, ich habe das nachträglich geändert, weil ich noch Vasen und Bilderrahmen in Dipdye-Effekt mit Silber und Schwarz gestaltet habe, die zeig ich dann demnächst)



Und so sieht dann das Endergebnis aus:


Pappmaché herstellen ist ganz einfach und preisgünstig und man kann viele schöne Sachen damit basteln. Ganz sicher auch ein toller Tipp zum Basteln mit Kindern, wenn in den Ferien mal kein so schönes Wetter ist.

Liebe Grüße aus der Pfalz!

Das  Ding rumst ;-).

P.S. Es gibt dafür übrigens wohl mehrere Schreibweisen. Mal heißt es Pappmaché, mal Pappmaschee. Aber egal wie man es schreibt, es macht Spaß!

18 Juli 2015

Melonensorbet mit Kiwi-Mango-Erdbeersoße {Rezept}

Ohje, ist Euch auch so heiß? Bei uns wird jeden Tag eine Melone geschlachtet und kühlschrankkalt verschlungen.  Aber irgendwie hatten wir auch Lust auf Eis und weil wir noch ein Stück Melone über hatten aber natürlich keine Eismaschine haben, dachte ich mir, probier ich mal Sorbet. Braucht etwas Zeit, weil man es beim Durchfrieren immer mal wieder rühren muss, aber wenn Ihr direkt in der Früh anfangt, könnt Ihr abends lecker genießen.





Zutaten:

500 gr. Wassermelone (nur das Fruchtfleisch und ohne Schale gewogen)
Saft einer halben Zitrone
50 ml Wasser
50 ml Apfelsaft oder Himbeersaft
80 gr. Zucker
1 Kiwi, 4 Erdbeeren, eine Scheibe Mango
Früchte zum verzieren.

So geht's:

Wasser mit Zucker aufkochen bis der Zucker aufgelöst ist, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit das Fruchtfleisch von der Schale befreien und sämtliche Kerne entfernen.
Zitrone auspressen und den Saft zusammen mit dem Fruchtfleisch, dem Zuckerwasser und dem Saft im Mixer pürieren.
Masse/Flüssigkeit in eine flache Gefrierschale geben. (Ich habe solche flachen Boxen*, die man auch gefroren noch immer gut öffnen und schließen kann.)
In den Gefrierschrank stellen.
Nach ca. einer Stunde ist ein Teil am Rand gefroren, der muss nun abgekratzt und untergerührt werden. Dies ca. alle 30 Minuten wiederholen bis die Masse kmpl. gefroren ist. (Dauert 6 - 8 Stunden).

Für die Soße habe ich einfach eine Kiwi geschält und zusammen mit ein paar Stücken einer Mango und einem Esslöffel Puderzucker in den Mixer gegeben.
Dann habe ich nochmals gezuckerte Erdbeeren püriert. Zusammen war das sehr lecker und erfrischend.

Der Göga verzichtete auf die Fruchtsoße und hat sich das Melonensorbet in ein Sektchen gemacht.


16 Juli 2015

Dip dye im DIY - Recyclingvase im Farbverlauf {DIY-Anleitung}

Schon seit ich das erste Mal in Mutterstadt beim Boesner den Ständer mit den Sprühfarben gesehen habe, war ich von der Auswahl der Farben fasziniert. Einige habe ich im letzten Jahr z. B. bei meinem Betonprojekt verwendet. Auf der Creativeworld in Frankfurt stellte die Firma Montana Cans die Neuheiten vor und u. a. die Struktur aus der Dose.

War klar, dass ich das ausprobieren musste und ich habe mir auch ein Projekt dazu einfallen lassen, das aber mit viel Vorarbeit verbunden ist (zeig ich dann noch). Deshalb probier ich neue Materialien erst immer mal an etwas altem aus, dann ist das nicht ganz so schlimm, wenn es nicht gleich was wird, denn manchmal muss man sich auch erst reinwursteln.


Ich habe eine Smoothy-Flasche benutzt. Die Glasflaschen von True Frusts sind einfach zu schade für ins Altglas. Für DIYs haben sie meist nur einen Fehler: Sie sind bedruckt und beim Lackieren schaut der Aufdruck durch. Ich habe zwar gehört, man könne ihn mit Aceton*, z. B. im Nagellackentfernern,   entferner, aber da wir kein Aceton oder acetonhaltiges im Haus haben, kam das Struckturspray genau richtig. Der erste Versuch war direkt erfolgreich. Man kann ein bisschen mit dem Sprühabstand spielen und so z. B. auch z. B. grobe Tupfen oder Längsstruktur einbringen.

 
Die Schrift ist vollkommen unter der Schicht verschwunden. 
Da die Struktur ganz leicht grau ist, habe ich die Flaschen anschließend mit Weiß grundiert und dann von oben nach unten in meiner Lieblingsfarbe in dem derzeit angesagten Dip-dye-Stil abgesprüht. Wie gesagt, das ist alles noch die Probe. Aber so konnte ich gut den Sprühabstand ausprobieren und wie mal mehr und mal weniger auf die zu lackierende Fläche kommt.

Die Farben trocknen recht schnell, so dass man so ein Projekt gut an einem Vormittag durchführen kann. Allerdings war es diese Woche so warm, dass ich nur in den frühen Morgenstunden daran gearbeitet habe. Wer mir auf Instagram folgt hat heute Morgen bestimmt ein paar ganz andere Farben und Muster gesehen, das Projekt ist aber noch nicht ganz fertig, es wird also in nächster Zeit noch was kommen. Ihr könnt also gespannt sein.


Zum Abschluss bekamen die Vasen noch ein Finnish mit dem Varnish Spray, das schütz die Farben, die ja eigentlich von Künstlern auch für großflächige Bilder und Graffitis verwendet werden, vor Sonneneinstrahlung und ich hoffe, dass es im Fall der Vasen zumindest vor Spritzwasser schützt.

Material:
Montana Sprühdose TEXTURE COATING SPRAY 400ml grey*
Montana Gold in Weiß
Montana Gold in Gelb
Montana Varnish Spray

Die Sprays bitte nur im Freien verwenden (nebelt). Wie Ihr schon auf dem Bild sehen könnt, habe ich  eine Atemmaske und Handschuhe verwendet. Der Sprühbereich muss großzügig abgedeckt werden bzw. habe ich einen riesengroßen Karton als Sprühkabine verwendet. 




Ich finde, die Blümchen aus Nachbars Garten machen sich in den neuen Wäschen ganz gut.

Liebe Grüße aus der Pfalz!




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