12 Juli 2016

Platz ist im kleinsten Garten {12 von 12 im Juli}

Heute ist der 12te und es ist mittlerweile eine schöne Tradition unter vielen Do-it-yourself-, Lifestyle- und Mamibloggern geworden, an diesem Datum sich mit 12 Bildern durch den Tag begleiten zu lassen. Wie üblich sammelt Caro von "Draußen nur Kännchen" die Blogbeiträge und wer Lust hat, hinter die Türen und den Tagesablauf von Fremden zu luschern, der kann sich dort mal durchklicken. Seit ich wieder (auch) angestellt arbeite und mir meine Tage nicht mehr selbst einteilen kann, hatte ich kaum noch Gelegenheit, Euch bei mir Einblick zu gewähren. Ich kann Euch ja schlecht meine Akten und Zahlenschubsereien fotografieren oder wie ich mich in Staus durch Baustellen winde. 

Heute dachte ich jedoch, ich nehm Euch mal spontan mit in unseren Garten bzw. rund ims Haus. Wir gestalten nämlich gerade neu und der Liebste hat die letzten Wochenenden und Abende hart geschuftet und uns eine Terrasse bzw. ein neues Holzdeck gebaut. Es ist fast fertig und dann gibt es noch ein paar Bilder. 

In den letzten Jahren war der Garten mit einem Riesentrampolin und einen Hasenfreilauf von Kindern und Kaninchen okkupiert, jetzt wird das Terrain gerade zurückerobert und es soll wieder das werden, was es einmal war: Ein Naschgarten mit schönem Freisitz.

Wir haben nur ein sehr kleines Grundstück aber es gibt trotzdem viele Möglichkeiten, Vielfalt einzubringen und Nutzpflanzen anstatt oder zu Zierpflanzen zu pflanzen.

Also, was hätten wir denn da?

Rote Weintrauben ziehen sich im Hof und auf der Straßenseite am Haus entlang.


Cocktailtomaten in Blumenkübel gepflanzt vor der Hauseingangstür und Frühstücksterrasse.


Klee für die Hasen (wächst mit in den Blumenkübeln)


Olivenbäumchen. Besonders praktisch, da es nicht besonders schnell wächst. Unseres ist im Topf. Die Oliven sind allerdings nicht roh zu genießen und wir hatten auch noch nie genug Ernte um sie zu verarbeiten.


Johannisbeeren als Strauch.


Das Vogelhäuschen hängt am Stamm einer Pinie. Das wird mal ein großer Baum, das Gute für kleine Gärten ist aber, das die Pinie hoch wächst und die unteren Zweige entfernt werden.


Und nochmal Trauben: Dieses Mal weiß und an der Rückseite vom Haus.


Eine Clematis für Farbvielfalt (bewuchert unser Gartenhaus).


Da wissen wir nicht, was es ist. Aber es ist schön.


Ein Samen. Auch wenn er schön anzusehen ist, wäre es jetzt besser, wenn er sich nicht niederlässt, denn vermutlich ist das ein Samen einer Distel. Und Disteln will man im Garten eigentlich nicht haben.


Und weil es bei uns noch viel mehr gibt, habe ich Euch mal zusammengetragen, welche Pflanzen sich besonders gut für kleine Gärten eignen.

10 Nutzpflanzen für kleine Gärten / Reihenhausgärten


  • Tomaten Tomaten Tomaten - Tomaten kann man nicht genug haben. Man kann sie als Stauden pflanzen oder in Blumentöpfe. Es gibt sogar Sorten die klein genug für Blumenkästen sind und sich so z. B. vor Schlafzimmerfenster stellen lassen. Tomatenpflanzen haben den Vorteil, das Stechmücken den Geruch nicht mögen und sie meiden. (Im nächsten Jahr werde ich jeden freien Platz im Garten damit bepflanzen!)
  • Brombeeren, haben zwar meist Stacheln, kann man aber sehr gut an einer Wand entlang ziehen oder zum Bewuchern von Gartenhäusern verwenden.
  • Himbeeren, hmmmm lecker! Wie wäre es mit einem schönen Himbeerstrauch anstatt einer Staude auf die Nachbarsgrenze.
  • Kiwi - Kiwis sind Kletterpflanzen und lassen sich am Haus entlang ziehen. Bei Kiwi braucht man zwei Pflanzen, ein Männchen und ein Weibchen, wenn man Früchte haben möchte. Mittlerweile gibt es auch Zwitter, dann benötigt man nur eine. Besonders schön und niedlich sind auch Mini-Kiwi. Erntezeit ist im Herbst.
  • Trauben - Es braucht ein bisschen Zeit bis sich eine Rebe ums Haus gewunden hat und man hat auch etwas Arbeit mit dem Rückschnitt. Außerdem sind Trauben anfällig für Schädlinge (die wir mit einem Backpulver/Waschergemisch und einer Spühflasche bekämpfen). Trauben sind natürlich auch die Lieblinge von Vögeln aber was man davor retten kann, ist lecker, kann zu Traubensaft oder Traubengelee verarbeitet werden. Wer also Lust hat, nicht nur zu naschen, sondern auch Mengen zur Verarbeitung möchte, ist mit Weintrauben gut beraten.
  • Erdbeeren - Man wird in einen kleinen Garten kein Erdbeerfeld bekommen. Das ist klar. Aber Erdbeeren lassen sich auch in Töpfen und auf Balkonen ziehen. Das Schöne daran ist, dass es verschiedene Sorten gibt, die zu unterschiedlichen Zeiten reif werden. Achtet man beim Einkauf daran Früh- und Spätblüher zu mischen, hat man in der Erdbeerzeit immer was zu naschen. 
  • Johannisbeeren - Ein Johannisbeerstrauch ist relativ schmal und macht sich auch gut als Grenzbewuchs.
  • Banane - okay, dass eine Bananenstaude in unseren Gefilden Früchte tragen wird, ist relativ unwahrscheinlich. Aber immerhin verleiht sie jedem Garten einen mediteranes Flair.
  • Haselnussstrauch - Der Haselnussstrauch wächst schnell, ist einfach zu pflegen und bietet Sichtschutz. Wenn die Eichhörnchen nicht schneller sind, bietet die Ernte gesunde Früchte. Erntezeit August bis Oktober.
  • Feigenbaum - Ein Feigenbaum braucht schon ein bisschen Platz. Aber hey, bei uns steht ein Feigenbaum im Hof und der ist wirklich nicht viel größer als ein Autoabstellplatz. Geschütz und Sonne mag der Feigenbaum. Man braucht ein bisschen Geduld, denn die ersten Jahre trägt er nicht. Aber wenn er dann seine Reife erreicht hat, wird man den ganzen Sommer über mit leckeren Früchten belohnt, die toll zum Belegen von Tartes, zum Grillen (mit Speck ummantelt) oder als Marmelade herhalten. Aber natürlich schmecken die Feigen auch lecker frisch vom Baum oder mit Vanilleeis. Das Gute an den Früchten: Die Verarbeitung macht wirlich sehr wenig arbeit, denn Feigen müssen nicht geschält werden und haben keine Kerne.
Oh, schon fertig? Ich setz noch einen drauf: Kürbis oder Zucchini brauchen eigentlich viel Platz, weil die Gewächse stark wuchern. Sie sind nur einjährig und werden ausgesäht. Hat man aber ein Gartenhaus oder vielleicht ein ungenutztes Garagendacht, was spricht dagegen die Ranken auf ein Dach zu ziehen? Die Wurzel ansich braucht gar nicht viel Platz. 


Kommentare:

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