30 September 2016

Würzige Muffins fürs Fingerfood-Buffet {Rezept}




Letzte Woche hatte die Oma Geburtstag. Stolze 81 Jahre ist sie alt geworden. Meine Schwägerin und ich hatten "die Bewirtung" übernommen, so dass sich Oma überhaupt keine Arbeit machen musste. Da ich zum Frühstück lieber herzhaft esse, habe ich diesen Part übernommen und die Schwägerin hat Kuchen gebacken.

Überlegt hatte ich mir ein kleines Fingerfood-Buffet, so dass die Besucher beim Sektchen schön aus der Hand schnabulieren können. Zustätzlich gab es auch noch Kartoffelsalat, den isst die Oma so gern. Ein paar Rezepte habe ich natürlich für Euch aufgeschrieben und heute gibt es direkt eines für herzhafte Muffins. Die passen hervorragend als Fingerfood, sind grandios für ein Picknick oder als Snack für die Schule oder zu Feldsalat als Mittagessen in der Bento-Box.

Angerichtet haben wir auf einer riesigen Küchenfliese, die wir extra für solche Anlässe bei der Küchenrenovierung aufgehoben haben. (Ja, genau diese Fleisen liegen auch auf dem Boden in meiner Küche).
Ich gebe zu, ich hätte das dann nicht mehr transportieren können, aber der Göga ist stark. Es hat tatsächlich alles die Fahrt überstanden, nichts ist verrutscht und auch die Cocktailtomaten fanden in dem  Schälchen mit rutschfester Beschichtung am Boden*  halt.



Rezept für Fingerfood / würzige Muffins mit Zwiegel, Käse und Speck

Zutaten: 

260 gr. Dinkelmehl 1050
2 Eier Gr. M
200 gr. Schmand
200 gr. Gouda gerieben
2 mittelgroße Zwiebeln
100 gr. Speckwürfel
Backpulver
10 Stängelchen Schnittlauch
3 Esslöffel Diestelöl
3 Esslöffel Mineralwasser
Butter zum Ausfetten für die Form
Pfeffer, Rosenpaprika, Salz

So geht's: 

  • Dinkelmehl sieben und mit Backpulver mischen
  • Mehl zusammen mit Eier, Schmand, Öl und Wasser in der Küchenmaschine zu einem Teig verrühren
  • würzen mit Salz, Pfeffer, Paprika
  • Schnittlauch Waschen und in kleine Ringe schneiden 
  • Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden
  • Speckwürfel, Schnittlauch, Zwiebel und 150 gr. Gouda in den Teig rühren
  • 12er Muffinform mit der Butter einfetten und mehlen
  • Teig in die Form füllen
  • restlichen Gouda über den Teig streuen
  • Alles im vorgeheizten Backofen bei 175° C ca. 30 Minuten backen
Muffins lösen sich ohne Papierförmchen schwer aus der Form. Deshalb lasse ich sie in der Form etwas abkühlen und stürze sie dann. Das hat klappt meist verlustfrei.

Die Muffins schmecken auch am nächsten Tag noch sehr lecker, lassen sich also gut vorbereiten und sogar einfrieren. Wer mag kann sie warm servieren oder aufwärmen aber auch kalt sind sie sehr lecker. Bei uns dürfen sie auf keinem Fingerfood-Buffet fehlen und sofern es mal Reste geben sollte, können sie mit in die Lunchbox für die Arbeit oder Schule.

Die Käse-Schinken-Zwiebel-Muffins passen übrigens auch grandios zu Neuem Wein und es ist viel weniger Arbeit als Zwiebelkuchen. 




12 September 2016

Blechkuchen mit Äpfeln, Blaubeeren und Streuseln {Rezept}

Von der Tante Fanny Kochwerkstatt am letzten Wochende habe ich mir ein Glas Blaubeeren mitgebracht. Ich hab ja schon erzählt, dass ich noch nie Obst aus dem Glas verarbeitet hatte, bei den Blaubeeren aber direkt Lust auf Crumble bekommen habe. Sicherlich weil meine Freundin Jenny für meinen letzten Geburtstag einen Kirschcrumble mit Früchten aus dem Glas mitgebracht hatte. Der war sehr lecker.

Auf jeden Fall wollte ich unbedingt die Blaubeeren verarbeiten, aber bei einem Crumble hätte ich müssen wieder alleine essen und so ein ganzes Blech geht dann ja doch auf die Hüften *lächel*.

Also habe ich darüber nachgedacht, wie ich für die ganze Famlie einen schmackhaften Blechkuchen zaubern könnte. Bei uns sind Käsekuchen, Apfelkuchen und Streuselkuchen sehr beliebt. Also sollte es eine Mischung daraus werden.

Für den Boden habe ich mich für einen Quark-Öl-Teig entschieden.
Den ausgerollten Boden auf das Blech zu bekommen war etwas tricky aber letztendlich hat alles gut geklappt.


Quark-Öl-Teig:

Zutaten:

350 Gramm Dinkelmehl, Typ 630
1 Ei
150 Gramm Quark
100 Gramm Zucker
8 EL Sonnenblumenöl
2 El Milch

Butter zum Ausfetten des Bleches und zusätzliches Mehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche beim Ausrollen

So geht's:

Mehl sieben und mit restlichen Zutaten in der Küchenmaschine mit dem Knethaken zu einem festen Teig verrühen.
Während dessen das Blech mit Butter bestreichen.
Arbeitsfläche bemehlen,
Teig mit einem bemehlten Nudelholz auf Blechgröße ausrollen und sofort auf das Blech heben.

Apfel-Blaubeer-Käse-Kuchen-Belag

Zutaten:

550 Gramm Quark
3 Eier
1 Päckchen Vanillepudding
120 Gramm Zucker
750 Gramm Äpfel (z. B. Jonagold oder Boskop)
3 Esslöffel Zitronensaft (frisch gepresst)
1 Glas gezuckerte Blaubeeren (min. 200 Gramm Abtropfgewicht)

So geht's:

Blaubeeren absieben (dabei den Saft auffangen, den kann man lecker pur trinken oder mit Mineralwasser verdünnt)
Quark und Eier mit der Küchenmaschine verrühren, Pudingpulver und Zucker langsam einrühren.

Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und Äpfel in Würfel schneiden.

Quarkcreme auf dem Quark-Ölteig verteiteln, Apfelwürfel daraufgeben und die Heidelbeeren oder Blaubeeren, wie man bei uns sagt, ebenfalls auf die Masse geben.


Butterstreusel:

Zutaten:

150 Gramm Dinkelmehl (Typ 630)
100 Gramm weiche Butter
100 Gramm Zucker
100 Gramm Cashews, naturbelassen

So geht's:

Dinkelmehl, weiche Butter und Zucker in der Küchenmaschine verrühren.
In der Zwischenzeit die Cashwes hacken. Die Cashwes sind sehr weich und lassen sich gut mit einem großen Küchenmesser zerteilen. Cashews zum Schluss mit in die Butter/Zucker/Mehlmasse geben.

Steusel über dem Obst auf dem Blech verteilen. 

Gebacken wir der Blechkuchen bei ca. 180 °C Ober- und Unterhitze in ca. 40 Minuten.

Wie üblich war meine Familie erst einmal kritisch. Was man nicht kennt, wird erst einmal beäugt. Aber der Kuchen ist so lecker, die Mischung von Äpfeln, Quark und Blaubeeren passt hervorragend und die Cashews im Streusel sind der Hammer! 


Das schönste Kompliment ist, wenn sich sogar die Mini überzeugen lässt...


... und nichts mehr da ist, wenn man sich am  nächsten Tag noch ein Stück nehmen möchte.

In diesem Sinne: Ausprobieren! Schmeckt wirklich klasse und wurde bei uns in die Kategorie Lieblingskuchen aufgenommen.

Kleiner Tipp: Die Cashews habe ich aus dem Lidl. Dort und bei Aldi auch gibt es die naturbelassenen Cashews beim Knapperkram.

Liebe Grüße aus der Pfalz!


10 September 2016

Mit Tante Fanny in die Kochschule von Mirko Reeh nach Frankfurt {Reportage}

Am letzten Wochenende war ich von Tante Fanny zu einem Workshop in die Kochschule von Mirko Reeh eingeladen. Ich liebe Workshops, Kochkurse etc., einfach alles bei dem man was lernen und seinen Horziont erweitern kann. Wenn ich ehrlich bin, kannte ich Tante Fanny vorher nicht. Jedenfalls nicht bewusst. Tante Fanny ist ein österreichischer Hersteller von fertigen Frischeteigen, also das was man im Supermarkt im Kühlregal kaufen kann. 


Ich backe ja grundsätzlich selbst, aber Pizzateig und Blätterteig (wer macht den denn selbst?) habe ich natürlich auch schon gekauft, frisch belegt und fertig gebacken. Trotzdem war ich natürlich neugierig, denn im Prinzip bin ich immer auf der Suche nach Arbeitserleichterung und Zeitersparnis. Seit ich wieder fest angestellt bin, kann ich nicht mal eben einen Kuchen in die Röhre schiebe, während ich daneben Texte in die Tastatur klimpere oder Fotos bearbeite. Zeit ist kostbar und die muss man sich gut einteilen. Warum nicht ab und zu mit Fertigprodukten den Speiseplan erweitern und nach Möglichkeit auch noch Zeit sparen. Ich war also sehr gespannt, was es da so alles gibt, was ich noch nicht kenne und was man damit alles anstellen kann. 

Entertainment pur: Fernsehkoch Mirko Reeh

Die Veranstaltung war in der Frankfurter Kochschule des Fernsehkoch Mirko Reeh. Ehrlich gesagt, wusste ich nicht gleich, ist das jetzt ein Koch oder ein Entertainer. Letztendlich war er dann beides. Gespickt mit Anekdötchen auf hessisch stellte uns der Meister nicht nur vor, was man leckeres aus Fertigteigen machen kann, er gab auch wertvolle Tipps zum richtigen Umgang z. B. mit den scharfen Kochmessern. 



Dazu gehörte auch, wie man das Kerngehäuse eines Paprika möglichst produktschonend entfernt und das Messer richtig hält und führt.


Zeitersparnis durch Fertigteige aus Dinkelmehl

Wie Ihr sicher wisst, backe ich meist mit Dinkelmehl (Rezepte für Brot oder Kekse findet Ihr ihr bei den Küchenperlen). Dinkel enthält eine Vielzahl von Vitalstoffen und ihm wird eine bessere Verträglichkeit als z. B. bei Weizen nachgesagt, selbst wenn Dinkel ein enger Verwandter des Weizen ist. Auf ein paar Allergene zu verzichten kann ja nicht schlecht sein.
Deshalb war ich auch ganz angetan, als uns erzählt wurde, dass es Pizza- und Blätterteig von Tante Fanny auch aus Dinkel gibt. Wir haben dann auch gleich gemeinsam damit gebacken und die Ideen von Mirko Reeh umgesetzt.

Habt Ihr schonmal Blätterteig im Waffeleisen gemacht? Nee? Wir schon!
Okay, es war vielleicht kein haushaltsübliches Waffeleisen, sondern so eines für belgische Waffeln ähnlich diesem hier* oder noch eine Nummer größer.

Für das erste Rezept des Nachmittags haben wir Gemüse geschnippelt und eine Füllung angerührt, den Blätterteig vermessen, zugeschnitten und befüllt. Dann wurde ungefähr 10 Minuten gebacken und Mirko hat dann toll angerichtet. War wirklich lecker. (Sobald ich das Rezept bekomme, reiche ich es nach).

Das Topping ist übrigens ein grünes Pesto mit Rote Beete Sprossen, sieht toll aus (ich mag es aber nicht, weil es eben wie Rote Beete auch, sehr erdig riecht).


Als zweiten Gang gab es Flammkuchen. Dabei hatte Mirko Reeh eine ganz besondere Spezialität: Handkäs.


Komisch? Anscheinend nicht. Den anderen Bloggern hat es nämlich geschmeckt. Meine Freunde werden sich jetzt wundern, ich esse nämlich überhaupt keinen Käse. Never ever. Aber wir haben dann auch noch Flammkuchen, natürlich auf mit Dinkel hergestelltem Teig, mit Lachs und Meerrettich belegt und das war wirklich auch für mich lecker. Den Teig gibt es übrigens in zwei Ausfertigungen, einmal als hauchdünne Platten und nochmal etwas dicker zum Ausrollen auf dem Blech. Da ist für jede Vorliebe was dabei #ilike.

Dazwischen gab es dann noch ein paar hessische Geschichten über Handkäs, Eppelwoi und Heinz Schenk und einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns ab 26. September mit der neuen Kochshow  "Kampf der Köche" (wochentags 19 Uhr) auf SAT 1 erwartet. Da ist nämlich Mirko Reeh einer der Köche, die gegen Hobbyköche antreten. 

Die bunten Schneidebretter* von Koziol fand ich übrigens sehr praktisch (kannte ich auch noch nicht). Die lassen sich nämlich in der Mitte knicken und so landet das Schnittgut auch in der Schüssel und nicht daneben.

Du magst Handkäs oder interessierst Dich für leckere Rezepte rund um den Handkäs?
Mirko Reeh hat bereits 2 Bücher mit leckeren Rezepten rund um den Handkäs* verfasst.


Flammkuchenteig von Tante Fanny mit Handkäs

Als Nachtisch gab es einen Kuchen mit Quark und sauer eingelegtem Kürbis und wilden Blaubeeren aus dem Glas. Ich muss gestehen, dass ich bisher noch nie Obst aus dem Glas verarbeitet habe. Aber bereits zum Empfang waren sie im Aperitif und *yammi*, das war oberlecker. Blaubeeren oder Heidelbeeren, wie sie bei uns heißen, schmecken also nicht nur frisch gut, die hätte ich am liebsten können direkt aus dem Glas gelöffelt.

Wir konnten uns als letzten Gang nochmal so richtig austoben und ich hab zusammen mit Claudia vom Blog Honey love and like  experimentiert. Auf den Quicheteig kam Schmand, aufgeschnittene Feigen, ein Glas Heidelbeeren (abgetropft), kleingeschnittene getrocknete Aprikosen, Schokoladentropfen und Honig. 


Den Teig haben wir dann eingeklappt, mit Eigelb bepinselt und nach Packungsbeilage gebacken.


Dieses Jahr hat unser Feigenbaum nicht getragen, da wir ihn versetzen mussten, aber im nächsten Jahr, wird es wohl im Spätsommer ständig Feigentart (mit Heidelbeeren) geben, das passt gut zusammen und mit dem leichten Schokoladengeschmack... hmmm, das lässt sich sehr gut essen.

Frischer Quicheteig aus der Kühltheke von Tante Fanny Austria

Es war ein sehr lustiger Nachmittag mit netten Bloggerkollegen, den Mitarbeitern von Tante Fanny und Wilde Blaubeeren aus Kanada und einen ziemlich hyperaktiven Chefkoch. Es hat wirklich Spaß gemacht. Vielen Dank für die tolle Orga #wildundfanny

Vielleicht habt Ihr ja auf Instagram schon gesehen, dass ich diese Woche bereits mehrmals gebacken habe. Bei den Blaubeeren aus dem Glas habe ich sofort an einen Crumble gedacht und dann so Lust auf Blechkuchen mit Streusel bekommen, dass ich direkt einen gebacken habe. Der Blechkuchen war so lecker, dass ich Euch direkt das Rezept für den Blaubeer-Apfel-Streusel-Blechkuchen niedergeschrieben habe.

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