17 Februar 2017

Hoggings - JoggingHosen selbstgenäht {Buchvorstellung}

Gestern habe ich Euch ja schon meinen neue Lieblingskuschelhose präsentiert. Heute möchte ich Euch gerne das Buch vorstellen, aus dem das Schnittmuster ist.


Ganz ehrlich, war ich bisher kein Jogginghosen-Fan. Bzw. war ich der Meinung, Jogginghosen  trägt man zum Sport oder in der Kuschelversion für auf die Couch. Ich bin eindeutig Fan von Jeans mit Reißverschluss und Knöpfen.
Nunja, was soll ich sagen. Ich gehöre leider zu der Sorte Mensch, deren Organismus auf Reisen gerne ruft "ich geh nicht auf fremde Toiletten". Zeitweise sehr unangenehm und nichts über das man (oder ich) in der Regel spreche. Aber es ist definitiv so, dass ich dadurch in den ersten Tagen einer Reise enorm an Umfang zulege. Beim letzten Auslandsaufenthalt war das sogar so schlimm, dass ich mir eine neue Hose mit Gummibund zulegen musste. Ja, das ist ein bisschen peinlich, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht die Einzige bin, der es manchmal so geht.

Für die nächste Reise will ich vorsorgen, dabei helfen soll mir das Buch Hoggings - JoggingHosen selbstgenäht*, denn darin sind Ideen und Schnittmuster für straßentaugliche Jogginghosen. Nunja, eigentlich sind darin viele Hosen, die nicht wirlich wie Jogginghosen aussehen, aber aus dehnbaren Stoffen und mit bequemem Bund sind. Aber "echte" Joggings für Sport oder Yoga, mal kurz, mal lang, sind natürlich auch enthalten.

Hoggings - JoggingHosen selbst genäht

von Ilka Meis

Die Autorin Ilka Meis ist die Gründerin des Labels Zierstoff. Auf ihrer Homepage vertreibt sie Schnittmuster, passende Anleitungen dazu gibt es auf ihrem eigenen YouTube Kanal. Dass Ilka Meis gelernte bekleidungstechnische Assistentin und Industrienäherin ist, spricht für sich. Zum Zierstoff-Team gehört außerdem eine Damenschneiderin und Schnittdirectrice, das heißt, die Damen wissen was sie tun und das sieht man auch schon an den vielen Bildern mit Schritten zur Anleitung.

Im Buch Hoggings: Jogginghosen - selbstgenähte It-Pieces aus Jersey* sind 20 Modelle enthalten. Die Schnittmuster in den Größen 34 - 46 befinden sich auf 2 Papierbögen, die dem Buch beigefügt sind. Als Extra gibt es im Buch noch einen Freischaltcode mit dem man sich Videos auf der Verlagsseite ansehen kann.

Ich habe als erstes Teil, die Basichose vom Cover genäht, aber für mich zur Kuschelhose verlängert (siehe Post von gestern). Die Anleitung ist gut beschrieben, auch wenn ich letztendlich die Hose in einer anderen Reihenfolge zusammen genäht habe.
Im Schnittmuster ist bereits eine Nahtzugabe enthalten, so entfällt das lästige anzeichnen.

Für Anfänger oder Hobbyschneider, die bisher nur mit Einzelschnitten gearbeitet haben, mag das Abzeichnen etwas gewöhnungsbedürftig sein, da die Konturen der 20 einzelnen Schnitte zwar farblich getrennt, aber übereinander auf auf den beiden Papierbogen gedruckt sind.

Mein Tipp zum Abzeichnen von Mehrgrößenschnitten:


Sucht Euch alle Teile, die Ihr abzeichnen müsst und markiert sie mit einem farbigen Marker (am besten in Neonfarben). Welche Teile Ihr braucht, steht jeweils in der Beschreibung zum Modell.
Dann sucht Euch Eure Größe aus der Passform und Größenauswahl (Seite 127). Dort seht Ihr dann, in welcher Konturlinie die auf Euch zutreffende Größe abgebildet ist. Fahrt die Linien ebenfalls mit dem farbigen Marker nach. Dann legt Ihr Eurer Schnittmusterpapier oder die Malerfolie, je nachdem auf was Ihr abzeichnen wollt, über den Schnittbogen. Eure Neonmarkierung ist jetzt leicht zu erkennen, so dass Ihr problemlos abzeichnen könnt.

Bei mir hat die bemessene Größe beim genähten Modell super gepasst. Die Länge muss ggf. der Körpergröße entsprechend angepasst werden.



Zu den Anleitungen gibt es jeweils viele Einzelbilder, die die Verarbeitungsschritte Schritt-für Schritt zeigen.

Die Modelle

Die Schnitte sind vielseitig, alle natürlich genäht aus dehnbaren Materialien. Zu jedem Modell gibt es eine Materialempfehlung. Es gibt Stylingtipps und auf den schön fotografierten Bildern (Fotos von lichtpunkt, Michael Ruder) sieht man auch immer, wie sich die Modelle kombinieren lassen. 


Neben der Basichose mit den Eingriffstaschen (siehe Cover) gibt es Modelle im Jeansstyle mit falschem "Schlitz" und Knopfleiste. Die klassische Jogginghose, straßentaugliche Modelle mit aufgesetzten Taschen am Po oder eine City-Hose mit Paspeln, die auch für den Buinesslook taugt.

Trendige Modelle wie die Haremshose sind ebenfalls dabei und Besitzerinnen von Coverlook-Maschinen können sich z. B. an der Sweat-Jogg austoben und die Nähte von Taschen oder "falschem" Eingriff covern.

Es gibt eine Joggpants im Jogastyle und die Dreiviertel-Jogginghose mit Paspeltaschen lässt die Herzen von Hipp-Hoppern höher schlagen.

Auf der Verlagsseite lässt es sich noch durch einige Bilder blättern auf denen man noch ein paar mehr Modelle ansehen kann.

Am Buchende gibt es noch eine Grundanleitung zum richtigen Stoff und Tipps, was man vor dem Nähen beachten sollte. Anleitungen zum Anbringen von Ösen und der Verarbeitung von Taschen ergänzen das Werk.

Hoggings: Jogginghosen - selbstgenähte It-Pieces aus Jersey*
von Zierstoff - einfach nähen / Ilka Meis
20 Modelle mit Schnittmusterbogen und Code für Videos
128 Seiten, Hardcover
erschienen Ende Januar 2017 bei Topp / Frechverlag

Direkt-Link zur Verlagsseite mit weiteren Bildern 

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