31 Oktober 2017

Traubengelee selbstgemacht {DIY-Sticken und Rezept}

Als wir damals in unser kleines altes Häuschen mitten in der Stadt, nagut unser Stadtteil ist eher ein Dorf, gezogen sind, habe ich mir viel Grün und reichlich Naschpflanzen in unserem echt kleinen Garten gewünscht. Der Göga hat mir diesen Wunsch erfüllt und ziert mittlerweile schon eine ganze Zeit lang auch eine Weinrebe unser Haus und bringt reichlich ertrag. Nächstes Jahr werden wir dann Winzer aber in diesem wurde aus der Ernte mal wieder Traubengelee.

Habt Ihr schonmal Trauben selbst verarbeitet? Nein? Es ist ehrlich gesagt auch sehr aufwendig, aber es lohnt sich und es macht ja auch Spaß, die eigenen Früchte verarbeitet auf dem Tisch und auf dem Butterbrot zu genießen.


Wie macht man Traubengelee?

Die Trauben alle vom Stengel zupfen (am besten Einmalhandschuhe anziehen!) und in einem Eimer mit Wasser waschen. Die bereits verdorrten Trauben schwimmen oben und können abgesiebt und entsorgt werden.
Die restlichen Trauben in einem Topf langsam erwärmen, dabei immer mal umrühren, damit nichts anbrennt. Dadurch entsteht Saft. Den Traubenmatsch durch ein Sieb passieren, so erhält man den schönen Traubensaft, der dann zu Gelee verarbeitet wird.
Das war der anstrengendste und aufwendigste Teil.
Den passierten Saft auskühlen lassen und dann wird das eigentliche Gelee gekocht. Dafür gibt es extra Gelierzucker für Gelee. Der Saft und der Gelierzucker wird laut Packungsangabe (1 Teil Zucker, 1 Teil Traubensaft) gekocht und in zuvor heißgespülte Gläser gefüllt und sofort verschlossen.
Füll die Gläser bis ziemlich zum Rand und achte darauf, dass nichts daneben geht und das Schraubgewinde nichts abbekommt. Dann schließt es dicht, zieht Vakuum und das Gelee ist lange haltbar. Ein Auf-den-Kopf-stellen ist nicht notwendig. Wenn du schnell genug und im heißen Zustand verschließt, funktioniert das Vakuumziehen auch so und das Gelee ist im Glas und klebt nicht am Deckel.

Ich sterilisiere meine Gläser indem ich sie vor Benutzung im Dampfgarer heiß mache.

Ich muss zugeben, dass ich das Gelee in diesem Jahr nicht selbst gemacht habe. Meine Ma hatte gerade Zeit und hat in ihrer Sommerküche auf der Terrasse den ganzen Tag gezupft, gewaschen, gekocht, gesiebt und gerührt. Danke dafür!

Und weil es dieses Jahr echt viele Trauben waren und die Masse an Gläsern einfach viel zu viel für unserer Familie ist, gehen auch ein paar Gläser davon außer Haus. Natürlich nur an besonders gute Freunde, die den Aufwand auch zu schätzen wissen und sich über selbstgemachtes Traubengelee auch wirklich freuen.

Dafür kam mir dann auch die neue Stickdatei von Nette Löhns/Regenbogenbuntes gerade recht.

Marmeladenhäubchen selbstgemacht mit Stickdatei für die Labels


Regenbogenbuntes hat für alle möglichen Fruchtsorten Labels für Marmeladenhäubchen und als Schilder digitalisiert.

Die Stickdatei Fruity Marmeladenschilder* ist als Fransenapplikation angelegt und kann direkt auf die Stoffhäubchen gestickt werden. Ich habe aber gleich mehrere Labels auf Filz gestickt, mit der Zackenschere ausgeschnitten und aufgeklebt.



Auf dem Stoff funktioniert das super mit Uhu Sprühkleber *, um das Label auf das Glas zu kleben habe ich einen ganz simplen Klebestift* benutzt (und war selbst erstaunt, dass das so einfach war und hält).

Verziert habe ich den Gummi mit dem Tante Ema Knopf Marmeladentöpfchen* (Jam Jar). Der Gummi wird einfach im Ring zusammengenäht und über die Naht wird der Knopf gesetzt, so ist das unschöne Ende direkt versteckt.

Jetzt habe ich ein paar Gläser nett verpackt zum Verschenken.

Und Ihr so? Macht Ihr auch selbst Marmeladen mit Obst aus dem eigenen Garten?
Bei uns gibt es regelmäßig noch Feigenmarmelade. Die ist weniger aufwändig, aber auch sehr lecker und man kann sie schön verfeinern und variieren. Hier findet Ihr das Rezept für meine beschwipste Feige. (Und nein, ich kann sie nicht essen, da Alkohol drin ist, aber natürlich habe ich sie trotzdem probiert und ich finde es sehr schade, dass ich sie nicht essen kann, denn der Amaretto verleiht der Marmelade noch mal einen extra Pfiff).

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Kommentare:

  1. Die Gläser gefallen mir ausgesprochen gut, super Idee mit dem Gummi und dem Knopf. Ich nahm bisher immer Kordel, ab jetzt nicht mehr.

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  2. Sehr hübsche Gläser, und der Gelee schmeckt bestimmt sehr lecker! Wir hatten in diesem Jahr auch eine reiche Traubenernte, es galt mehr als 10kg zu verarbeiten. Daher habe ich auch zum ersten Mal „Brotaufstrich“ gemacht. Die gekochten Trauben habe ich durch die flotte Lotte passiert, das war auch ein Haufen Arbeit, hatte aber einen reichen Ertrag gegeben, vor allem weil dadurch ja das gesamte Fruchtfleisch zur Verfügung stand. Die Masse habe ich im Anschluss noch durch ein Sieb laufen lassen, den „reinen“ Saft dann in Flaschen abgefüllt, wir hatten noch nie so leckeren Traubensaft! Bzw. einen Feil davon auch ganz klassisch als Gelee verkocht. Die etwas festere Masse kam dann mit einer pürierten Mango und natürlich Gelierzucker nochmal in den Topf, uns schmeckt dieser (ist es noch?) Gelee noch besser! Ich habe mich übrigens das erste Mal an Gelierzucker aus Rohrohrzucker gewagt: Klare Kaufempfehlung! Der Geschmack ist eindeutig besser als beim „klassischen“.

    Liebe Grüße, Nane

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