12 von 12 an einem Freitag
Huhu! Noch wer da? Ja, mich und den Blog gibt es noch. Aber irgendwie hat das Leben mit mir so viel vor, dass auf dem Blog so wenig los ist. Das soll sich wieder ändern. Und wie könnte ich besser einsteigen, als Dich durch meinen Tag mitzunehmen.
Eine schöne Tradition hierzu ist am 12ten eines Monats 12 Bilder vom Tage zu posten. Diese Blogger-Mitmach-Aktion gibt es schon sehr sehr lange und ich mag das sehr gerne. Gesammelt werden die Beiträge der anderen Blogger von „Draußen nur Kännchen“.
Allerdings habe ich schon lange nicht mehr mitgemacht, weil zugegeben, meine Tage unter der Woche doch eigentlich total langweilig sind. Nee, das ist falsch ausgedrückt. Denn langweilig ist es bei mir nicht. Aber seit ich wieder ganztags arbeite, gibt es einfach an einem Arbeitstag nichts, was ich Dir zeigen könnte. Ersten habe ich sowas wie ne Verschwiegenheitserklärung unterschrieben und zweitens gibt es auch sowas wie den Datenschutz. Und meine Mittagspause gibt einfach nichts her für interessante 12 Bilder (und nach Feierabend bin ich müde).
Apropos müde. Heute ist Freitag und da beginnt mein Tag immer sehr früh. So zwischen 4 und 5 Uhr holt mich die Insomnia (ich musste den korrekten Artikel googeln) aus dem Bett. Das ist auch gut so, denn freitags versuche ich immer so gegen 6 Uhr mit der Arbeit zu beginnen. Heute habe ich Homeoffice und da startet der Tag nach einem kurzen Aufenthalt im Bad mit dem ersten Kaffee an der heimischen Kaffeemaschine.

Heute war ich super früh am Schreibtisch. Draußen ist noch total dunkel. Aber so kann ich noch schnell einen Blick in die Zeitung von gestern werfen. Bei uns sind nächste Woche Oberbürgermeisterwahlen und die Kandidaten liefern sich nicht nur eine Marketingschlacht, sie liegen auch noch alle in der Wählergunst so nah bei einander, dass es total spannend wird, wer denn das Rennen macht. Bereits heute ist abzusehen, dass es wohl niemand im ersten Wahlgang schafft und dass eine Stichwahl anstehen wird. Das heißt dann für mich: 2 Sonntage arbeiten, denn ich helfe bei den Wahlen.

Um 6 Uhr beginnt dann meine Arbeitszeit. Ich liebe an meinem Homeoffice-Arbeitsplatz, denn hier habe ich meine Ruhe, die ich im Büro nicht habe. Wenn ich irgendwann nochmals meinen Arbeitsplatz wechsle, dann wegen diesem furchtbaren Büro. Eigentlich bin ich gerne im Büro und die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen. Ich liebe meine Kollegen. Aber in diesem Büro ist es manchmal so laut, dass man weder telefonieren noch sich konzentrieren kann. Das kann ich dann alles von Zuhause aus, aber hier fehlt dann das „Social life“. Aber dafür habe ich morgens vom Schreibtisch aus einen wunderbaren Sonnenaufgang. Das lieb ich daheim… und die Kaffeemaschine.

12.06 Uhr: Feierabend! Ich fahre den PC runter, schlüpfe aus den Jogginghosen und rein in die Jeans. Freitags ist Muttertag. Deshalb gehe ich freitags so früh wie möglich (bis 12 Uhr muss ich da sein). Jeden Freitag fahre ich nach der Arbeit zu meiner Mutter.
Zwischenzeitlich war die Post und meine neue Burda da. Ich habe ein Abo. Schon lange. Sollte ein Anreiz sein, wieder mehr zu nähen und auch wieder mehr Kleidung zu nähen. Hat nur so semi gut geklappt. Lag aber auch daran, dass ich die letzten 2 Jahre nebenberuflich Schule gemacht habe und irgendwie immer gestresst war. Dadurch habe ich zugenommen und jetzt mal ehrlich: ich näh mir doch keine Klamotten in Größe xy, die muss ich ja alle wegwerfen, wenn ich wieder Normalgewicht habe. … das kann aber dauern. Aber! Schule ist vorbei, ich sitze weniger in der Freizeit am Schreibtisch und bewege mich mehr… die ersten 3 Kilo sind schon gefallen. Ich seh das noch nicht, aber die Waage sagt es eindeutig.
Ich bestelle dann heute mal Stoff…

Das Wetter weiß heute nicht, was es will. Gerade habe ich noch meine Regenjacke geholt und anstatt der Ballerinas Turnschuhe angezogen, da scheint schon wieder die Sonne. Ich liebe unser kleines gelbes Haus. Und im Herbst, wenn die Weintrauben sich an der Fassade langziehen mag ich es besonders.
Hinter diesem Fenster im Obergeschoss seht übrigens mein Schreibtisch… und ne Nähmaschine, ne Stickmaschine, ein Zuschneidetisch und jede Menge Kreativkram. Morgen, morgen habe ich dann auch etwas Kreativzeit. Es wird regnen! Endlich!

Ich hole für meine Mutter und mich Mittagessen beim Globus. Da gibt es freitags immer Fisch. Normalerweise ißt meine Mutter alles, aber heute will sie den Fisch nicht. Es gibt eine Fischplatte als Tagesessen, aber da sind Tintenfischringe drauf. Die mag sie nicht, also gibt es Schnitzel mit Salzkartoffeln und Bratensoße. Für ein Essen aus einem Selbstbedienungsrestaurant schmeckt es wirklich gut.

Ich komme jeden Freitag. Verlässlich. An anderen Tagen nach Bedarf. Aber Freitag ist Muttertag. Immer. Normalerweise gehen wir dann noch einkaufen oder spazieren, aber weil meine Tochter morgen zur Omabespaßung kommt, übernimmt sie das Einkaufen und wir haben heute nur lange geplauscht, die Schränke nach Props durchsucht und die letzten Blüten vom Ballenstock abgeschnitten.

Meine Mutter ist übrigens total cool (wenn sie sich nicht gerade über irgendwas oder irgendwen aufregt) und mit ihren 86 Jahren geistig total fit. Sie unterstützt uns auch in dem Kram, den wir hier in diesem komischen Internet machen, ob wohl sie wahrscheinlich gar nicht versteht, was das so ganz genau ist. Ein Smartphone bedienen kann sie jedenfalls nicht, aber sie lässt sich gerne fotografieren und ihr macht es auch nichts aus, wenn sie im TikTok meiner Tochter auftaucht.
Für die nächste Aktion, die ich mit meinen Rhein-Neckar-Bloggern geplant haben, habe ich jedenfalls ein paar Gläser abgestaubt und natürlich durfte ich auch die abgeschnittenen Rhododentronblüten mitnehmen und ein paar frische Feigen.

Das mit den Gläsern verrät jetzt aber bitte niemand meinem Liebsten. Ich habe hier im Haushalt gerade minimiert, Schränke sortiert und ausgemistet und jetzt ist in den Schränken alles so schön aufgeräumt, dass da eigentlich kein Platz mehr ist für noch mehr Gläser. Also… Stillschweigen bitte!
Ich habe dann noch minimalistisch dekoriert. Es ist jetzt also offiziell Herbst.

Zack, das muss reichen. Mehr Herbstdeko wird es dieses Jahr im ganzen Haus nicht geben. Wo kommt das eigentlich her, dass mir im Moment Grün so gut gefällt?
Ganz wichtig: Jetzt noch schnell die Briefwahlunterlagen zur Post gebracht. Ich kann ja selbst nicht wählen gehen, weil ich nicht in meinem Wahlbezirk als Helfer eingeteilt bin, sondern in einem anderen Stadtteil. Aber ich will unbedingt wählen. Wer am nächsten Sonntag auch keine Zeit hat, kann übrigens seine Briefwahlunterlagen noch abholen oder sie auch direkt im Briefwahlbüro ausfüllen und gleich dort lassen. Jede Stimme zählt und gerade, weil es so knapp ist, ist jede Stimme so wichtig!

Der Hausherr ist heute auch etwas früher von der Arbeit gekommen, weil wir noch ein paar Sachen zu erledigen hatten. Sein Auto musste aus der Werkstatt geholt werden und während er das Leihauto aufgetankt hat, bin ich schnell über die Straße gesprungen um Ludwigshafens schönste Tankstelle zu fotografieren. Aber irgendwie stimmt der Winkel nicht, es fahren viel zu viele Autos und ja, im Endeffekt ist das Foto nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe und die Tankstelle sieht auch irgendwie nicht so schön aus, wie ich sie gesehen habe, als wir auf sie zugefahren sind. Irgendwas ist ja immer… Muss ich wohl nochmal machen… Aber wie bekomme ich den richtigen Winkel hin, damit man die Schönheit dieses 50er-Jahre-Baus sieht? Leiter mitnehmen?

Dann ging es ab nach Mannheim. Wir mussten dringend was umtauschen. In einem Laden! Nicht online, nee, gekauft in einem Geschäft. Leider zu groß und ne falsche Farbe, deshalb geht der Beschenkte heute mit und wir suchen den neuen Ledergürtel passend zu den tollen Lederschuhen gemeinsam aus.
Natürlich gab es dann auch noch einen Kaffee mitten Laden. Lieb ich.

Der Rest des Abends (war jetzt schon echt spät) haben wir noch mit dem Kauf eines neuen Fernsehers (der dann aufgrund der Größe nicht in unser minikleines Auto gepasst hat), der Organisation eines Transportes, dem Anschließen und Aufstellen des Gerätes verbracht. Dann war es echt schon super spät, so dass ich mit meinen 12 Bildern vom Tage hinterher komme wie die alte Fastnacht. Ich hoffe, es macht Dir trotzdem Spaß zu lesen.
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