Von Bloggeburtstag, Renten und Schopping in Neustadt
Heute ist der 12. April und schon seit vielen Jahren ist es eine schöne Bloggertradition am 12ten eines Monats 12 Bilder des Tages zu posten. Alle beteiligten Blogposts werden wie immer bei Caro vom Blog „Draußen nur Kännchen“ gesammelt.
Ich war schon lange nicht mehr dabei und mein Blog wird eher unregelmäßig gefüllt. Ich finde, es ist an der Zeit das wieder zu ändern und es ist doch ein schöner Zeitpunkt, das heute mit dieser Mitmachaktion wieder zu ändern.
Also: Here we go: Meine 12 Bilder des Tages und ein paar Gedanken dazu.
Mein Blog wird im Sommer 20 Jahre alt
Wow, was für eine Zahl! 20! ZWANZIG! Fast nicht zu glauben, dass ich das so lange durchgehalten habe. Ich habe Blogs kommen und gehen gesehen, aber anscheinend hänge ich an meinem, auch wenn ich ihn die letzten Jahre ein bisschen vernachlässigt habe. Aber wenn man mal so durchscrollt, dann sieht man, wie schnell die Zeit vergeht und wie alt ich geworden bin. Ich habe mal nicht nachgerechnet, wieviel mich dieser Blog in den letzten 20 Jahren an Gebühren gekostet hat. Oft habe ich überlegt, ob ich ihn schließe und die jährlichen Host-Kosten in Schuhe investiere, aber ich habe es nicht übers Herz gebracht, die vielen Erinnerungen in den Mülleimer zu schieben. Viel ist seit Blogeröffnung passiert oder hat sich geändert: Meine Kinder sind mittlerweile erwachsen und flügge geworden. Ich habe den Job gewechselt und die letzten Jahre sogar nochmal eine weitere Ausbildung gemacht. Meine Haare sind mittlerweile grau (und zu lang), ich liebe immer noch Workshops und da es auch immer wieder neue Bastelmaschinen und Techniken gibt, wird es mir garantiert nie langweilig. (S P A S S – ich wollte mir würde mal langweilig werden!).
Was sich nicht geändert hat: Es gibt im Blog immer noch Anleitungen, die immer und immer wieder aufgerufen werden, auch wenn sie bereits viele Jahre alt sind. Das freut mich natürlich. Kleiner Tipp: Schablonieren mit Textilfarbe mit Kindern macht wohl auf Kindergeburtstagen immer noch Spaß.

Apropos Alter: wie war das nochmal mit der Rente?
Letzte Woche Woche waren wir mit Freunden zum Kaffee verabredet: Er ist gerade in Rente gegangen. Vorzeitig. Er sah gut aus. Erholt, Body in Shape dank neugewonnener Zeit für Fitness. Teint rosig von viel frischer Luft. Herrlich. Sie – mein Alter – muss noch ein bisschen arbeiten, profitiert aber vom Rentnerleben des Gatten, weil er einkauft, kocht und putzt. Nochmal herrlich!
Ich: Neid. – Ich bin jetzt am überlegen, wie ich es schaffe, in den nächsten 4 – 5 Jahren so viel zu sparen, um dann mit viel früher als unsere Regierung für uns vorgesehen hat, nichts mehr zu tun. Hat irgendwer Vorschläge? Lotto hat bisher nicht so geklappt.
Heute morgen habe ich auf jeden Fall für einen anderen Rentner angefangen ein Geschenk zu nähen. Das Webetikett „Holidays forever“ find ich dafür sehr passend.

Verkaufsoffener Sonntag in der Pfalz
Ich weiß nicht, wer sich das hat einfallen lassen oder wieso sich pfälzer Orte nicht einfach absprechen können, wann verkaufsoffener Sonntag ist. Heute waren jeweils in Rufweite von Ludwigshafen gleich 3 Städte geöffnet. Sowohl in Speyer, in Frankenthal als auch in Neustadt an der Weinstraße war heute verkaufsoffen. Obwohl… wenn ich so darüber nachdenke… vielleicht haben sich die 3 Orte ja abgesprochen, damit die Kaufkraft im Ort bleibt und nicht in die Nachbarschaft abwandert.
Wir haben uns heute jedenfalls für einen Ausflug nach Neustadt an der Weinstraße entschieden. Neustadt ist genau wie Speyer 35 km von uns entfernt, aber irgendwie fahren wir eher nach Speyer als nach Neustadt. Da Frankenthal direkt neben Ludwigshafen liegt, sind wir da öfter. Außerdem ist es wesentlich kleiner und dort gibt es nicht so viele Schritte zu machen. Wir brauchen nämlich nichts, müssen also nicht shoppen und machen den ganzen Zinnober lediglich wegen der Schritte. Ist klar, oder?
Neustadt hat das Parkplatzproblem am verkaufsoffenen Sonntag ziemlich gut gelöst, indem es einen Shuttle von einem außerhalb gelegenen Supermarktparkplatz organisiert hat. Das haben wir genutzt und wurden sicher und schnell und ohne Parkplatzsuche in die Innenstadt gebracht. Dort begrüßte uns die Weinköngin als Ampelmännchen.

An diversen Plätzen in Neustadt gab es Stände mit viel Pfälzischem Schnickschnack. Die Pfälzer sind ein wirklich stolzes Volk und trägt das auch gerne auf der Brust oder dem Wahrzeichen Dubbeglas. In der Fußgängerstraße gab es auch entsprechende Liegestühle zum Kauf. Ich mag das.

Der Struggel mit dem Gewicht
By the way: bei der Blogdurchsicht ist mir aufgefallen, dass sich eines im Laufe der Jahre nicht geändert hat: Mein Struggel mit dem Gewicht. Ich will jetzt auch keine Diskussion über Selbstliebe oder was weiß ich. Das darf jeder halten wie er will. Ich struggel nicht mit Kilos auf der Waage sondern mit meinem Bauchfett und deshalb gab es heute kein Frühstück (Kalorien einsparen!), deshalb war der erste Weg die Suche nach einem Restaurant. Wir haben auch direkt eine gute Wahl getroffen und waren spontan im Gasthaus zur Post. Alt, urig, mit Essen vom Holzkohlengrill, der direkt hinterm Einschank und entsprechend einsehbar war. Es war sehr lecker. Klare Empfehlung.
Ich habe ein mageres Putensteak gegessen (und ich will jetzt auch kein Wort über die Kräuterbutter und die Kroketten hören).

Frisches Brot vom Markt
An einem der Stände am Platz vor der Kirche haben wir doppelt gebackenes Dinkelbrot mitgenommen. Sehr lecker! (Ich habe zum Abendbrot bereits ein Stück gegessen).
Wir backen ja oft selbst, weil man selten 100 % Dinkelbrot kaufen kann. Auch hier: klare Empfehlung.

Mein Schrank ist voll
Ja klar. Ich bin mir sicher, jede Frau hat einen vollen Schrank, aber nichts zum Anziehen. Mir geht das genau so, wobei hier dann wieder beim Struggel mit dem Gewicht wären. Ich musste in den letzten Jahren quasi jedes Jahr eine neue Größe kaufen. Im Moment hätte ich also tatsächlich genug Kleidung, solange ich nicht zunehme. Bei meinem Mann ist das ähnlich. Er braucht nichts, sagt er. Er hat genug, sagt er. Aber wenn wir ehrlich sind: Mein Mann ist der Shopping-King. Ich schleppe ihn mit in die Stadt, weil ich etwas brauche, ich finde nichts, er hat binnen 10 Minuten die Tüten voll. Aber er braucht nichts. (Stimmt natürlich nicht, er braucht auch, weil alle Klamotten schrupfen – über Nacht!)
Heute war es genau so: einmal kurz den Kopf in den Herrenausstatterladen gehalten – ach ne, war gar nicht nötig, das erste Teil hing bereits vor der Tür, die anderen Sachen passten so gut dazu. Wer hat die erste Tüte? Klar, der Liebste!

Wir haben noch ein paar Schritte gemacht, die 10.000 haben wir heute tatsächlich geknackt. Also gibt es zwischendurch eine kleine Kaffeepause und eine kleine proteinreiche Belohnung in einer alten ehemaligen Drogerie, dem Kaffeehaus Fridericus.
Das Café war total voll als wir ankamen, dann meinte die Kaffeemaschine sie müsste unaufhaltsam einen Spülgang starten, der mindestens 10 Minuten dauert. Wir haben dann nur unseren Kuchen gegessen, weil die Maschine auch nach weit mehr als die angekündigte Zeit noch spülte und ratterte und dampfte ohne den Kaffee wieder frei zu geben. Echt übel, wenn das an so einem Tag passiert. Immerhin konnte ich dann noch ein Foto machen, denn das Café war dann leer.

Bummeln durch Neustadt an der Weinstraße
In Neustadt gibt es tatsächlich noch gute Fachgeschäfte und wir haben uns gefragt, warum wir eigentlich nicht zum Shoppen nach Neustadt fahren. Beim nächsten Shoppingbedürftnis bleiben wir auf jeden Fall in der Pfalz. Auch für Kreativität gibt es hier die richtige Auswahl.

Oh, oh, wir sind im Paradies
Eigentlich wollten wir dann den Kaffee zu Hause einnehmen, aber zurück am Parkplatz, haben wir festgestellt, dass der angrenzende Bödecker auch geöffnet hat. Der Laden ist riesig und mein absolutes Schuhparadies. Das ist der einzige Laden in Neustadt, zu dem ich ab und an wegen der riesigen Auswahl an Schuhen fahre und auch immer, immer, immer Klamotten finde.

Der Liebste war bisher noch nie mit mir in diesem Laden, aber was soll ich sagen, er hat die Herrenabteilung sofort und umgehend gefunden. Und natürlich auch was für in die Tüte.

Bei Bödecker gab es Lifemusik was eine tolle Stimmung machte. Ich habe leider meinen Wunschschuh nicht gefunden. Aber es kommt noch Ware, hat die Verkäuferin gesagt.
Im Ladencafé haben wir dann immerhin doch noch einen Kaffee bekommen.

Der Liebste hat mir einen Pfefferminztee und ein Stück von dem leckeren Dinkelbrot belegt mit warmem Rührei an den Schreibtisch gebracht, damit ich noch schnell diesen Blogpost schreiben kann.
Jetzt geht es nur noch auf die Couch und dann ist der Tag auch schon vorbei.
In Zukunft versuch ich den Blog wieder mehr mit Leben zu füllen. Genug zu erzählen hätte ich…
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