12 von 12 im Juli – Komm mir mir durch meinen Tag
Endlich mal ein Wochenende an dem ich absolut nichts vor hatte. Endlich mal wieder Zeit für Kreativität, neue Projekte, Basteln etc. und was hab ich gemacht? Nix.
Okay, nichts stimmt nicht so ganz. Immerhin habe ich es fertig gebracht, heute während des Tages 12 Fotos (mit dem Handy) zu machen. Heute ist der 12te und das bedeutet, dass sich ziemlich viele Blogger an dieser Mitmachaktion beteiligen und 12 Bilder vom Tag posten. Die ganzen Beiträge werden von Caro im Blog „Draußen nur Kännchen“ gesammelt. Also wenn du neugierig bist, was andere Menschen an diesem super heißen Tag so gemacht haben, dann klick dich doch einfach mal durch.
Neulich fragte mich eine Freundin „Und wer liest denn das?“. Hmm, das weiß ich nicht. Viellicht muss man ein bisschen voyeuristisch veranlagt sein, um sich durch den Tag von wildfremden Menschen zu klicken. Vielleicht freut man sich aber auch nur, dass die Tage von anderen Menschen auch einfach nur genauso langweilig, spannend, interessant, deprimierend, herrlich erfrischend, lustig oder unterschiedlich sind, wie der eigene. Wenn du also hier liest, erzähl doch gerne mal im Kommentar, warum du hier liest.
Also mein Tag beginnt auch sonntags ziemlich früh. Mein Körper macht da keinen Unterschied ob Arbeitstag oder nicht. Ich werde grundsätzlich immer zur gleichen Zeit wach. Ich muss dann auch aufstehen. Das ist wie ein Zwang und folgt einem immer gleichen Ritual: Bad (Klo), Zähne putzen, Kaffeemaschine an machen, die steht im Eßzimmer. Eigentlich fehlt da immer etwas, entweder ich muss Wasser auffüllen oder die Bohnen sind leer und wenn es das nicht ist, dann muss ich den Trester leeren. Irgendwas ist immer. Dann mach ich mir einen Kaffee und setz mich in meinen Sessel. Meistens nehm ich den in der Küche aber heute bin ich direkt auf die kleine Terrasse im Hof. Da steht noch gar nicht so lange nun auch ein Sessel und der ist auch so gemütlich, dass er prima zum morgendlichen Kaffee passt. Dann checke ich Email (meist nur Newsletter mit Werbung), swipe durch Instagramm, lass mich dazu verleiten irgendwelche Anzeigen anzuklicken und / oder lese die Zeitung.

Theoretisch könnte ich mit rumsitzen und ins Handy oder Tablett starren den ganzen Morgen verbringen, aber ich habe dann doch was vor: Ich will zur Schwimmbadöffnung im Freibad sein und ein paar Bahnen schwimmen, bevor es zu voll wird und die Spazierschwimmer unterwegs sind und quatschend alle Bahnen blockieren.
Der Liebste geht mit und wir fahren mit dem Fahrrad. Ich habe übrigens ein neues Fahrrad an das ich mich nun erst noch gewöhnen muss. Ich hasse diesen Helm und ich mag auch absolut keine Fotos von mir, aber was solls. So seh ich im Moment einfach aus.

Ich war tatsächlich schon lange nicht mehr im Frankenthaler Schwimmbad. Es ist aber richtig schön da. Neben Schwimmer- und Spaßbecken hat das Freibad auch einen See und wirklich schöne große Liegewiesen. Leider gibt es keinen Frühschwimmer-Tarif. Man muss also den vollen Tagespreis zahlen, auch wenn man, wie wir, nur mal eben ein paar Bahnen ziehen will. Aktueller Preis: 5,50 €. Unter der Woche gibt es ab 17.30 Uhr eine Ermäßigung.

Im Schwimmbad hab ich mir 30 Minuten Schwimmen vorgenommen. Das Freibad hat eine 50 Meter Bahn. Beim nächsten mal fahren wir früher los. Nach ca. 15 Minuten Schwimmen sind 2 Spazierschwimmer ins Becken gestiegen und haben den ganzen Verkehr aufgehalten. Ich versteh das nicht. Quatscht doch einfach woanders. Das Becken ist in 3 Bereiche unterteilt und wenn man genau hin sieht, dann sieht man, dass rechts die Spazierschwimmer unterwegs sind (Damen die mehr quatschen als schwimmen), in der Mitte sind die Schnellschwimmer unterwegs und links die langsamen Schwimmer, so wie ich. Das sind 3 Bahnen in denen man locker hintereinander schwimmen kann und da passen auch mehr als 3 Leute nebeneinander. Aber eben nicht, wenn 2 alle 3 Bahnen brauchen. Okay, ich reg mich nicht auf… Aber während Corana sind alle immer schön im Kreis geschwommen und das hat super funktioniert. Warum kann man gute Sachen, auch wenn sie durch ein schlechtes Ereignis veranlasst wurden, nicht einfach so lassen?

Die 30 Minuten habe ich übrigens locker geschafft. Ich hätte auch noch länger schwimmen können, aber ich war mir nicht sicher, ob ich die Erschöpfung erst hinterher merke. Schließlich musste ich ja auch noch 4 km mit dem Fahrrad wieder nach Hause fahren. War aber alles prima. Also beim nächsten Mal einfach weiter schwimmen.
Zuhause gab es dann erstmal ein deftiges „Frühstück“. Es war mittlerweile 11 Uhr.

Über die Mittagszeit sind wir der Sonne aus dem Weg gegangen. Aber anstatt mich kreativ zu beschäftigen, habe ich ein kleines Schläfchen gemacht und mir auf Netflix „Enola Holmes 3“ angesehen. Davon gibt es aber kein Foto.
Meinen Terrassensessel habe ich dann mal umgedreht, um ein bisschen zu lesen. Ich fürchte, ich werde dieses Buch niemals fertig bekommen. Ich hatte es schon im Urlaub dabei. Aber meine Gedanken schweifen immer wieder ab und es war sowieso viel zu war um lange da zu sitzen.

Also musste eine kleine Abkühlung her. Ich liebe diesen Pool. Klein, fein, mein! Gerade für solche Tage ein echter Gewinn im Garten. Den Pool haben wir 2019 gekauft. Damals war auch so eine Hitzewelle und die Schlangen vor dem Freibad endlos. Der Holzpool passt super in den kleinen Garten, kann auch im Winter stehen bleiben und ist optisch absolut nicht störend. Ich bin so froh, dass wir ihn haben. Da kann man auch nach der Arbeit eine Abkühlung nehmen ohne noch großartig wohin zu müssen. Nur das mit dem Bahnenschwimmen, das klappt hier nicht so. (Durchmesser 240 cm).

Wenn das so weiter geht, dann wird diese Pflanze erst den Garten und dann die Weltherrschaft übernehmen. Als ich letzte aus dem Urlaub kam, war sie auf einmal da. Keiner hat sie gepflanzt oder ausgesäht. Letzte Woche wuchs sie noch am Zaun entlang, heute ist sie kurz davor, meinen Pooleinstieg zu infiltrieren. Ich schätze, es ist eine Zucchini. Zumindest sehen die gelben Blüten zwischen den Blättern danach aus. Ich warte mal ab.

Genau wie die Zucchini haben wir auch plötzlich ein Sonnenblumenfeld. Ich geh mal davon aus, dass wir das den Vögeln oder den Eichhörnchen zu verdanken haben, denn wir haben dort in der Nähe ein Häuschen mit Vogelfutter. Schätze, die Sonnenblumenkerne haben sie nicht gleich gefuttert sondern unterwegs verloren. Nur merkwürdig, dass die wirklich nur auf einem Streifen am Zaun entlang aufgegangen sind. Ich mag Sonnenblumen. Da könnten ruhig noch viel mehr stehen.

Mega gut haben auch die Bananen überwintert. Weil gerade die Fassade unseres Hauses gestrichen wird, mussten die Stauden leider bereits zurückgeschnitten werden. Aber ich freu mich schon, wenn alles fertig ist und wir diesen Anblick aus dem Wohnzimmerfenster wieder in voller Bracht genießen können.

Und dann bin ich tatsächlich doch noch mal ins Arbeitszimmer und habe die Stickmaschine angeschmissen, weil ich noch ein Geschenk brauche und da ein Wunsch geäußert wurde. Mach ich doch gerne, wenn ich weiß, dass sich jemand über Selbstgemachtes freut. Ich musste allerdings meine „Lüftung“ anmachen, denn ohne das Gebläse mit Wasserkühlung ist es in meinem Arbeitszimmer unterm Dach nicht auszuhalten.

Und zum Schluss werden nur noch die Fotos vom Handy auf den Rechner übertragen und der Blogpost geschrieben. Für mich ist der Tag jetzt vorbei. Während ich den Blogpost schreibe habe noch ein belegtes Brötchen gegessen. Jetzt geht es noch kurz auf die Couch oder vielleicht doch nochmal kurz auf die Terrasse und dann werde ich mal schauen, wo es sich am besten schlafen lässt.

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