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Mein Blog verdient (kein) Geld …

… von Werbung und Transparenz.

Weil ich gefragt wurde und weil mir diese Diskussionen im Netz auf gut deutsch „auf den Sack gehen“.

Mein Blog verdient kein Geld. Oder besser: fast kein Geld.

Letztens wurde ich gefragt:“Warum machst Du das?“ Und ich habe geantwortet: „Aus Spaß“.

„Und wie finanzierst Du das, verdienst Du da was mit?“ ging es dann weiter. „Nee, eigentlich nicht, nur wen jemand mal auf einen Affiliate-Link drückt und dann darüber was bei Amazon bestellt, dann bekomme ich einen kleine Provision. Kommt aber nicht so oft vor“ musste ich antworten.

„Ach“, sagte mein Gegenüber „warum sagst Du das denn nicht?! Ich habe gerade letzte Woche eines der Bücher gekauft, das Du im Blog vorgestellt hast.“
„Hast Du den Link im Blog benutzt?“ fragte ich weiter.
„Ne, ich wusste das ja nicht, Du musst das da rein schreiben!“

So oder so ähnlich höre ich das immer mal wieder. „Du solltest Provision verlangen“ schrieb mal eine Leserin und ich konnte mir ein „hätte ich bekommen, hättest Du über den Link in meinem Blog gekauft“ nur schwer verkneifen.

Scheint also irgendwie nicht so, als ob meine Leser irgendwas dagegen hätten, dass ich mit meinem Angebot wenigstens ein bisschen die Unkosten decken könnte.
Irgendwie habe ich es noch nicht fertig gebracht, mit dem Fähnchen durch unseren Ort zu laufen und zu rufen

„Hey, wenn Euch was auf meinem Blog gefällt, dann kauft das doch bitte über den Link in meinem Blog!“

Fakt ist:

Um einen Blog zu betreiben braucht man neben viel Zeit auch Geld. Zumindest, wenn man keinen „Heidaidei, ich erzähl Euch was“-Blog hat und selbst der hat vermutlich Kosten für Hosting, Layout etc..
Leider verstehen das manche offenbar nicht und fordern in Blogs, die bereits Werbung betreiben, dass sie es lassen sollen. Die kostenlos zur Verfügung gestellten Inhalte, Freebies und Give Aways werden aber eifrig konsumiert.

Hier in meinem kleinen Hafen entstehen Dinge. Dinge, die ich oft gar nicht mal selbst brauche, sondern an deren Entstehung ich Spaß habe. Ich verkaufe diese Dinge nicht, aber ich zeig gerne wie man sie macht. Manchmal wurde ich danach gefragt, dann entsteht eine Anleitung und manchmal mag ich einfach von mir aus experimentieren und Euch zeigen. Material und Maschinen kosten Geld und das muss irgendwo herkommen. Im Moment meist sponsored by Göga oder durch meinen Job.

Auf der anderen Seite gibt es unter den mehr oder weniger erfolgreichen Bloggern immer und immer wieder Diskussionen über Sinn und Unsinn von Werbung im Blog, da werden Banner und bezahlte Artikel verteufelt oder seine Seele mit bezahlten Posts verkauft.

Aber „Hallo„? Der Leser ist doch nicht doof! Einmal ordentlich gekennzeichnet, dann ist alles klar. Doof nur, wenn man als Blogger seine Glaubwürdigkeit verliert, weil man den Lesern ein O für ein U vormachen will und Gutscheine eines Erlebnisgeschenkevertreibers „zufällig in der Schublade findet“ anstatt zuzugeben, dass man sie von der Firma bekommen hat. Das macht doch das Erlebnis dadurch nicht schlechter.

Ich finde, man kann durchaus beides, solange man sich und seinen Lesern gegenüber ehrlich bleibt: Einen Blog über das Thema schreiben, das man liebt, sich ab und zu auch mal für einen Post bezahlen lassen, noch schöner, wenn das dann auch noch eine zum Blog passende Firma macht.

Deshalb heute mal Tacheles:

Werbung muss gekennzeichnet werden. Da beißt die Maus kein Faden ab. Sobald Geld fließt oder irgendwelche Absprachen über den Inhalt eines Post getroffen werden, muss der Artikel als Werbung gekennzeichnet werden. Trotzdem machen das einige Blogger nicht und es gibt Agenturen, die die Blogger anschreiben und mit bezahlten Aufträgen in Form von Texten / Blogposts locken, aber eine Nichtkennzeichnung verlangen. Das kommt für mich nicht in Frage.

Ich habe mich heute dazu entschlossen, außer dem bisherigen Amazon-Affiliate-Partner-Programm, weitere Werbung in meinem Blog aufzunehmen. Einfach daher, weil DIYs, Ausrüstung und Material Geld kosten und das irgendwie finanziert werden muss.

Wie das wird, weiß ich noch nicht. Probeweise blendet Google Adsense nun Banner ein, deren Inhalte ich nicht steuern kann. Das ist aber nur ein Versuch, sollte mir das nicht gefallen, weil das unnötig rumblinkt, verschwindet das wieder. Ich will Pearl’s Harbor nicht zu einem Werbe-Spam-Bunker verkommen lassen, nur einen Weg finden, meinen Anleitungsbereich weiter ausbauen zu können.

Links in der Spalte „Werbung“ unter der Google-Einblendung findet Ihr nun auch Banner von Werbepartnern, die ich mir aber aussuche. D. h. dort erscheinen dann auch nur Firmen, bei denen ich selbst kaufen würde und die inhaltlich zu meinem Blog passen. Derzeit ist da nur Dawanda und darunter Amazon. Die Werbebanner sind dort klar als solche zu erkennen. Wenn Ihr auf einen der Banner klickt und dann dort auch etwas kauft, bekomme ich eine kleine Provision.

Für Euch ändert sich am Preis aber nichts, Ihr bezahlt genau soviel, wie wenn Ihr den Shop direkt aufrufen würdet.

Was ich auf jeden Fall möchte, ist dass meine Leser immer darüber informiert sind und sich jederzeit darauf verlassen können, dass ich Euch nicht irgendwas unterjubeln will, nur um damit Geld zu verdienen. Aber ich denke, dass Ihr alle mündige Bürger seid und selbst filtern könnt, was für Euch gut ist und was nicht.

Mir selbst wären am liebsten verkaufte Bannerplätze. Wenn Ihr also in meiner Seitenleiste werben mögt, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt für Verhandlungen! 

Affiliate-Links sind in Texten jeweils mit einem „*“ gekennzeichnet. Die Empfehlung oder die Nennung sind aber immer dem Thema geschuldet. (Da führt also niemals ein Link zu einer Versicherung, einem Handyanbieter oder einer Gewinnspielseite ;-)). Bieten mehrere Firmen das gleiche Produkt an, versuche ich für Euch das günstigste herauszusuchen.

Sponsored Posts:
Es gibt diverse Firmen über die man Aufträge vermittelt bekommen kann. Blogfoster ist so eine Firma oder t5Content. Das nennt man Influencer Marketing. Artikel die hierüber geschrieben werden, sind IMMER gekennzeichnet. Seriöse Firmen achten darauf, dass das eingehalten wird. Ihr seht also direkt, ob es sich um einen bezahlten Werbepost handelt. Allerdings suche ich mir die Aufträge aus. Ich kann nicht über irgendetwas schreiben, hinter dem ich nicht stehe. Naja, zumindest nicht im Blog, denn der spiegelt mich ja wieder. Wenn hier also irgendwann einmal ein bezahlter Post auftaucht, dann könnt Ihr sicher sein, dass der Inhalt trotzdem von mir ist und meine eigene Meinung widerspiegelt, was anderes „kummt hier nit rein“. (Und da könnt Ihr jetzt mal gerne durchzählen, da gab es genau einen im letzten Jahr und in diesem Jahr noch gar keinen).

Kooperationen:
Von manchen Verlagen bekomme ich Bücher als Rezensionsexemplare kostenlos zur Verfügung gestellt. Ich würde nicht jedes Buch selbst kaufen, das liegt aber einfach daran, dass ich z. B. kein Buch für Nähanfänger mehr brauche, über dieses Stadium bin ich raus. Trotzdem freue ich mich über die Zusendung, damit ich für Euch das Buch lesen und ggf. empfehlen kann. Sollte es mir gar nicht gefallen, dann lest Ihr das auch oder das Buch schafft es erst gar nicht in den Blog. Das kann auch passieren.
Die Rezensionen sind Bestandteil des redaktionellen Teiles meines Blogs, spiegeln meine Meinung wieder und werden nicht vergütet. Ich veröffentliche auch keine vorgeschriebenen Presseartikel.

Von einzelnen Firmen werde oder wurde ich schon mit Material versorgt. Dazu gehören Unionknopf, Marabu und Stoffe.de. Die Materialien fließen in Projekte für redaktionelle Artikel. Wie, wo und wann ich sie verwende, ist mir kmpl. freigestellt. Eine zusätzliche Vergütung erfolgt nicht.

Die meisten Artikel in diesem Blog sind aus Spaß und Lust am Schreiben entstanden. Genau wie das in Printmedien üblich ist, sind das redaktionelle Beiträge und die erwähnten Firmen oder Links sind reiner Service am Leser, deshalb sind diese Artikel dann auch nicht gekennzeichnet. Ich trenne da ganz strickt nach eigeninitiierten Artikeln und solchen, die durch Firmen angefragt werden (das kommt aber eh nicht oft vor).

Es ist also ganz einfach: Über Artikeln, für dessen Schreiben ich bezahlt werde, steht über dem Artikel „Werbung“. Links, die zu Affiliate-Partnern führen sind mit „*“ gekennzeichnet, der Artikel selbst ist aber ein redaktioneller Beitrag.

Ich mag da auch nicht, wie manche Blogger, drunter schreiben „hab ich selbst bezahlt“ oder ähnliches und werde das zukünftig auch nicht mehr tun. Wenn da nichts steht, dann ist das auf meinem Mist gewachsen. Ich muss mich doch nicht rechtfertigen, wenn ich über was schreibe, das ich mag.

Eigentlich wollte ich hier noch schreiben, wie viel denn so ein Blog kostet, aber wenn der Göga das liest muss ich vielleicht damit aufhören ;-).
Mel hat das aber mal zusammengefasst, auch wenn das mit einem Augenzwinkern zu sehen ist, denn ich muss nicht täglich zur Post um Päckchen abzuholen, die mir unverlangt zugesendet werden. Aber wenn man den Verschleiß an Maschinenpark und Verbrauch von Material (Stoffen) so rechnet, kommt einiges zusammen.

Und dann noch eins: Verdient man mit seinem Blog Geld, muss man dieses selbstverständlich versteuern und ein Gewerbe anmelden.

Sodele, ich hoffe, ich habe da jetzt ein bisschen Transparenz in den Blogger-Werbejungel gebracht. Vielleicht achtet Ihr auch mal in anderen Blogs darauf, sollte Euch eine Empfehlung gefallen und der Blogger an einem Affiliate-Programm teilnehmen, dass Ihr den Kauf über dessen Link tätigt.
Ihr helft damit, weitere Blogposts zu finanzieren und die Blogsphäre so bunt und vielfältig zu halten wie sie ist.

Liebe Grüße aus der Pfalz!

2 Kommentare

  • Goldkind

    Ich kenne deinen Blog ja nun noch nicht besonders lange – aber diese Diskussion um Werbung, Schleichwerbung, Kennzeichnung, Follow-/Nofollow, Rankings, SEO und so weiter und so fort kenne ich zu genüge. Leider herrscht bei der Thematik ja große Unsicherheit – und Un- oder Halbwissen führt zu falschen Gerüchten, die sich wie der Blitz verbreiten.
    Du hast das hier sehr gut dargestellt – und auch ziemlich gut gelöst, finde ich.

    Warum manche Leser etwas pikiert reagieren, wenn man einen kleinen Ausgleich für seine Bemühungen haben möchte, verstehe ich immer nicht so recht. 🙁

    • Susanne Krauss

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich hoffe, ich konnte ein bisschen Licht ins Dunkel bringen und es lesen ein paar die nicht kennzeichnen. Es muss wohl erst einer abgemahnt werden, bevor manche aufhören durch Lügen Schleichwerbung zu betreiben, wie z. B. mit den "gefundenen" Erlebnisgutscheinen.

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