Es lebt sich besser mit leichtem Gepäck… aufgeräumt und aussortiert

Es lebt sich besser mit leichtem Gepäck… aufgeräumt und aussortiert

12. Januar 2016 11 Von Susanne

Ich habe die freien Tage über Silvester auch dazu genutzt endlich mal den Müll der vergangen Jahre zu verräumen. Ganz nach dem Liedtext von Silbermond. „Es reist sich besser mit leichtem Gepäck“. Ich hatte so wenig Zeit im letzten Jahr (und die Jahre davor *hust*), dass sich Stapel von Ablage angesammelt hatte, die Ordner überquollen und meine Näh-Büro-Abstellkammer im Grunde nur noch Abstellkammer war (reinschieben, Tür zu). Früher war es so, dass ich trotz kreativem Chaos alles immer gefunden habe. Zack, ein Griff in einen Haufen und *tadaaaaa*. Das ist irgendwo auf der Strecke geblieben. Es türmten sich Kistchen und Kästchen und der rote Reißverschluss, wo war der nochmal? In der Schublade mit den Reißverschlüssen jedenfalls nicht. *grrrr*.

Und wenn man so gar nichts mehr findet, da wird das schnellste Do-it-yourself zum Kraftakt.
Also habe ich mich tagelang hingesetzt bzw. eher gestellt und sortiert. Uralte Rechnungen aus den Ordnern durch den Reißwolf gejagt, neue ordentlich einsortiert, Listen geschrieben, neue Ordner angelegt, Knöpfe sortiert, Bänder aufgerollt und die Stickgarne nach Farbe eingeräumt.
Und… ganz viel weggeworfen. Ich habe die alten Ufo’s (unfertige Nähobjekte) entsorgt, angeschnittene Bastelpapiere ins Altpapier gestopft und Stoffe, die ich garantiert nicht mehr vernähen werde, aussortiert. Sogar am Schrank mit den Klamotten und den Handtüchern war ich.

Ja, ich geb‘ es zu, ich bin noch nicht fertig. Vermutlich muss ich auch noch ein zweites Mal an die Klamotten, denn ich kann mich so schlecht trennen. Aber am Ende des Tunnels ist ein Licht! (Und die Winterjacken, die alle noch gut aber aus denen ich rausgewachsen bin, drehen gerade eine Runde in der Waschmaschine und gehen dann direkt an die Sammelstelle für Flüchtlinge).

Und weil ich gerade so schön „im Flow“ bin, geht es direkt weiter in die Küche (ja, Wohnzimmer, zu früh gefreut, Dir geht es auch noch an den Kragen!)

Als erstes habe ich die Magnete am Kühlschrank aussortiert und alle unnützen Zettel entfernt und bei der Gelegenheit sollte es eine Tafel für die Einkäufe geben. Aber irgendwie habe ich nichts Schönes gefunden, dafür aber beim Aufräumen meiner *hust* Sammlung an Bilderrahmen, einen in passender Größe gefunden.

Eigentlich wollte ich dem Göga gerade den Auftrag „Bitte Tafelfarbe mitbringen“ geben, als er sich auf den Weg zum Baumarkt machte, da haben wir vorsichtshalber nochmals gecheckt, ob der Rahmen denn auch eine glatte Innenseite hat, die man bestreichen kann oder ob es dafür noch ein zusätzliches Brettchen braucht. Dabei kam mir eine Idee: Nicht streichen, einfach nur so aufhängen.

Also habe ich lediglich ein Stück schwarzes Bastelpapier zugeschnitten und das Passepartout entfernt und Voila: Meine neue Einkaufsliste:

Siegelt ein bisschen, das stört aber nur beim Fotografieren.

Beschrieben wird die neue Tafel mit einem
Kreidestift * (Stift mit flüssiger Kreide), den mir meine Freundin Christa letztens für ein anderes kleines Projekt vererbt hat.

Mit dem Stift kann man relativ dünn schreiben und den gibt es von ganz vielen Firmen und auch in ganz vielen Farben. Er lässt sich spielend leicht auftragen und genauso einfach wieder mit einem feuchten Schwämmchen abwischen. Ganz ohne diese ekeligen Staubpartikel an den Händen.
Das geht natürlich auch auf anderen glatten Oberflächen und für Kinder stelle ich mir das toll vor um Fenster zu bemalen.