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Kreativstöbern…

…in Paris ist eine schöne Sache. Marion hatte bei der Hobbyschneiderin dazu aufgerufen, Hotels gesichtet und auch sonst jegliche Hilfestellung gegeben.

Die Stoffstöbertour sollte am 02. Mai losgehen, wir sind aber schon am 30. April gefahren, damit wir noch unseren Hochzeitstag gemütlich (und ohne Kinder) in der Stadt der Liebe feiern können und noch einen gemütlichen Shoppingtag in Paris haben.Angereist sind wir mit dem Zug (der war auch auf die Minute pünklich), allerdings war ich mit dem reservierten Fensterplatz so ganz und gar nicht zufrieden. Ich bin ja schon Ewigkeiten nicht mehr mit dem Zug gefahren. Ansagen wie bei der Lufthansa (nein, Rettungswesten gab es nicht) und „in der ersten Klasse ist schon eine leichte Mahlzeit im Preis inbegriffen“, die recht schwul ins Microfon gehaucht wurden, haben mich doch sehr erstaunt. Beim nächsten Mal werde ich dann dem Bodenpersonal mitteilen, dass ich nicht über dem Flügel sitzen möchte. Bei der Lufthansa geht das, ob die DB wohl auch weiß, wann der Fensterplatz kein Fenster sondern eine Wand hat? Immerhin konnte ich die diversen Einstellungen meines Fotos erkunden. Macht doch erstaunlich gute Bilder bei min. 280 kmh!

Leider hatte ich bei der Buchung nicht bedacht (eigentlich wußte ich es gar nicht und konnte es auch deshalb gar nicht bedenken!), dass der 1. Mai nicht nur bei uns Feiertag ist, sondern auch in Paris so ziemlich alles zu hat. Sogar die Museen waren geschlossen, sonst hätte ich dem Göga einen Tag Kultur gegönnt.
Dank Frau mhs aus B. und dem Tipp vom „l’officiel des spectacles“, einer kleinen Zeitschrift in der alle Öffnungszeiten der Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen steht und für wenig Geld am Bahnhof zu erstehen ist, haben wir uns dann mehr oder weniger gezielt auf den Donnerstag vorbereiten können.

Jutta war auch schon vorzeitig angereist und so machten wir uns gemeinsam auf den Weg zur

Ich war schon öfter in Paris und finde daran nichts Besonderes, aber Jutta fand, wenn sie schon mal in Paris ist, dann auch auf der Champs Elysees. Da hat sie schon recht. Einmal muß sein. Also mit der Metro zum Arc de Triuph (der natürlich auch geschlossen war) und dann Richtung Place de la concorde die Flaniermeile runter. In der Hälfte sind wir dann in die Avenue Montaigne eingebogen Richtung Seine und Tour Eiffel und da waren wir dann genau richtig:

Die großen Designer, einer neben dem Anderen. Gucci, Prada, Dior, Chanell und wie sie alle heißen. Herrlich!

Den Eifelturm haben wir uns dann lediglich vom Trocadero aus angesehen und sind dann unter im durch Richtung Ecole Militair gelaufen. Der Eifelturm hatte offen und entsprechend lange Schlangen hatten sich an allen vier Beinen gebildet. Ich frage mich immer, wer sich das antut. Einmal in Paris und dann den ganzen Tag in einer Schlange stehen!? Nö, nö – nicht mit uns!

Wir sind schön weiter gelaufen Richtung Tour Montparnasse. Ich war zwar schon etliche Male in Paris aber dort war ich noch nie. Der Turm hatte offen und die Schlange an der Kasse war erstaunlich klein. Binnen 2 Minuten hatten wir die Tickets und konnten innerhalb einer weiteren
 
Minute die 56 Stockwerke bis zur Aussichtsetage hochfahren. Auf der Terrasse war es windig und es hat minimal geregnet, vielleicht war das der Grund, dass da so gar nichts los war und wir extrem viel Platz hatten.

Kreativstöbern mit Hobbyschneiderinnen in Paris

Und die Aussicht ist viel besser als vom Eifelturm aus.

Wir sind an diesem Tag so viel gelaufen, dass ich mittags schon Probleme hatte die Füße richtig zu heben. Nur gut, dass ich da nicht die bzw. der Einzige war!

Am nächsten Tag ging dann die Kreativtour los. Marion und Frau mhs kennen sich gut aus in Paris und haben uns vom Buchhandel über Handarbeitsläden und Bändergeschäften durch die Stadt geschleift. Im Perlenladen bin ich dann zum ersten Mal an meine Grenzen gestoßen. Mit dieser geballten Auswahl hatte ich nicht gerechnet und war so total überhaupt nicht vorbereitet.

Das ist jetzt ein echt kleiner Bruchteil, diese Schütten gab es in allen Farben. Dazu noch jede Menge Roccails. Ich schätze mal, da waren ein paar Millionen Perlen, die einzeln oder in Flaschen gekauft werden konnten. Alleine die Mengen an Roccails und Swarowskis war überwältigend. Ich hätte meine Tochter nach einem Farbwunsch fragen sollen, dann hätte ich gleich ein Mitbringsel gehabt. So ging sie leider leer aus…

Aber Mami hat sich natürlich ein paar Perlen gegönnt.

Bei Toto im Stoffgeschäfft habe ich dann zugeschlagen. Ich habe 7 Meter hellgrüne Baumwolle für mein Langzeitprojekt gekauft, 3 nette Baumwollstöffchen für ein Kinderkleidchen. (Wohlgemerkt, eigentlich hätte ich die nicht gebraucht, aber was man hat, hat man!.)

Der gestreifte ist Duschvorhangstoff, der das Futter für einen Kulturbeutel werden soll und der graue mit den aufgeflockten Blumen ist Möbelstoff. Ich konnte aber nicht wiederstehen. Am Liebsten hätte ich da bei Dreyfus oder Reine von jedem Dekostöff einen Meter mitgenommen, weil ich mich nicht entscheiden konnte. Aber ich finde die Stoffe für Taschen so toll, dass ich eigentlich einen DAWANDA-Shop eröffnen müßte, damit ich mehr davon vernähen könnte *späßcheg’macht*. Außerdem habe ich mir einen Magneten für die Pinwand gegönnt. Ist made in China, hat aber eine Näma drauf, da konnte ich nicht wiederstehen.
Das Knöpfchen mußte bei Entrée des Fournisseurs mit. Gab es leider nur noch in einer Größe (das ist der Kleine ich hätte aber lieber den Großen gehabt). Deshalb habe ich auch nur einen als Andenken mitgenommen. Mal schauen, wo ich ihn drauf nähe.

Ansonsten war ich von der Menge der Stoffe und der Auswahl total überfordert. Ich hatte sozusagen samstags nachmittags den totalen Stoffoverkill. Marion hat sich in ihrem Blog darüber schon amüsiert geäußert. Ist aber echt war, da glaube ich ihr gerne, dass sie am Liebsten die Gesichter der „Neulinge“ sieht, wenn sich das Stoffviertel vor einem auftut. Das ist schon auf der Straße umwerfend und wenn man dann die 5 Etagen von Dreyfus durchkämmt hat, gegenüber noch weitere Kaufhäuser und die ganze Straße entlang Stoffgeschäfte sieht, dann ist das überwältigend.

Glücklich und zufrieden nach dem ersten Stoffgeschäft, da wußte aber ein Teil von uns noch nicht, was uns noch erwarten würde!

Im Übrigen fand ich das Gruppenstöbern echt cool. Ist nochmal ein Stück besser als alleine so einen Laden zu erkunden. Ständig rief jemand „hast Du das gesehen….“, „da gibt es noch….“ und man konnte sich noch „beraten lassen“. Das hat wirklich Spaß gemacht und ich freu mich schon auf die nächste Tour!

Ach, nochwas: Mein Göga war ja auch mit und hat uns ganz tapfer er- und später die Tüte ge-tragen. Er war sehr amüsiert.

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