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Der Fleck muss weg {Anleitung}

Was für eine Woche. Der Göga hat immer noch den Arm geschient und ob das nicht Handycap genug wäre, hab ich am Dienstag früh in meinem Fotostudio eine Kettenreaktion ausgelöst, die zu einem lädierten Zeh und viel viel Aua geführt hat.
(Also in Wirklichkeit habe ich eine Schublade meiner Kommode zugemacht, dabei ist das weiße Brett, das als Reflektor beim Fotografieren dient, umgefallen. Das hat wiederum ein abgestelltes Wasserglas ins Rollen gebracht, das mir dann mit einem fetten Wumps auf den Zeh gefallen ist – das Ergebnis ist farblich anregend, aber das wollt Ihr garantiert nicht sehen!).

Leider hat dieses Ereignis und die damit verbundene Frage, gebrochen oder nicht, meinen komplettenWochenplan umgeworfen. Deshalb gab es heute auch noch keine Buchvorstellung, denn das Leben 1.0 hat Vorrang. Und mit Leben 1.0 mein ich heute die Bügelwäsche. Leider. Aber was mut dat mut. Und wenn ich meiner Familie erzähl, dass ich bloggen musste und deshalb 0 Wäsche im Schrank und das komplette Wochenende verplant…(dann hört eventuell die Toleranz irgendwann mal auf).

Also ich im leidigen Kampf mit der Bügelwäsche. Und was seh ich da? Boah, ne, nicht schon wieder: Ein Fleck. Auf dem Rücken vom Lieblingsshirt unserer Mini. Natürlich bereits schön gewaschen und gebügelt, was bei Flecken genausoviel heißt wie fest fixiert und in den Stoff gemeiselt.

Da spricht jetzt die „kluge“ Hausfrau. Denn aus jahrelanger Fleckerfahrung weiß ich: Der geht nicht wieder raus.
Flecken muss man immer möglichst gleich entfernen – vor dem Waschen! Ist der Fleck zu alt oder war das gute Teil bereits im Trockner und wurde gebügelt, dann kann man sich jede weitere Arbeit sparen.

Oder….Frau schabloniert schnell was drüber!

Also heute deshalb ein kleines „Instantschablonieren“, denn Zeit habe ich diese Woche ja keine mehr übrig. Wie man Schablonen selbst herstellt habe ich schon einmal gezeigt. Im Zeitalter von Cameo und Co. plottet man zwar seine Schablonen und cuttet nicht mehr mit der Hand, aber wer weder ein Grafikprogramm noch einen Schneidplotter hat, kommt auch mit der alten Anleitung und Photoshop Elements (oder Gimp) noch gut zurecht.

Anleitung: Fleck entfernen durch Textilmalerei und Schablonen

Ich habe heute also aus Zeitmangel eine fertige Schablone genommen. Sie ist aus einem Heft und aus einer Art beschichtetem Papier (kann man aber abwaschen und mehrmals verwenden). Die einzelnen Seiten des Heftes sind perforiert und lassen sich so einfach aus dem Heft entnehmen. Ich habe das Heft vor Jahren mal für kleines irgendwo im Buchhandel mitgenommen.

Schablone rausgetrennt und auf dem Stoff platziert. Zwischen Vor- und Rückenteil des Shirts noch eine Pappe stecken, damit nichts durchfärbt.
Zum Schablonieren nehme ich Marabu Textilfarbe, da ich immer mit einem Schwamm arbeite und die Konsistenz dafür gut ist. (Für Schablonen, die wie Siebdrucknetze gearbeitet sind, braucht man flüssigere Farbe. Das haben wir 2012 bei unserer Probe zur Designer-Party alles schon experimentell herausgefunden).

Ich habe zum ersten Mal einen Schablonierpinsel*  benutzt. Normalerweise mache ich das mit einem ganz normalen haushaltsüblichen Schwamm. Allerdings muss ich jetzt sagen, das kleine Stupfschwämmchen aus dem 3er Pack war für die Größe der Schablone doch besser zu handhaben. Und da es direkt auch in den Deckel meiner Stoffmalfarbe gepasst hat, habe ich dann auch direkt die darin enthaltene Farbe zuerst aufgebraucht.

Für besseren Halt und dass nichts unter die Ränder der Schablone läuft, habe ich die Schablonenpappe mit Sprühzeitkleber fixiert.
Die Farbe satt auftragen. Dabei aufpassen, dass man auch nur die Flächen mit Farbe füllt, die man auch kolorieren möchte.

Wer Glitter zur Hand hat, kann ihn in die nasse Farbe streuen. Ich habe ihn hier geklebt, weil das definitiv besser hält. Und da auch die Vorderseite des Shirts flimmert und glimmert, musste das dann natürlich auch auf das Rückseitenblümchen.

Die Umrandung der Blütenmitte ist mit einem Stoffmalstift gemacht indem der Glitter schon drin ist. Mit einem roten Stoffmalstift habe ich noch an manchen Stellen einen kleinen Schatten gesetzt.
Kein Meisterwerk. Aber so lange das Shirt noch passt, ist der Fleck jetzt zumindes kaschiert.
(Die Schrift am Genick war schon drauf). 

Material:
Stoffmalfarbe von Marabu (Bügelfixierbar)
Kleber von Rayher, Glitter aus dem Uraltbestand (Heike Schäfer)
Textil Painter Glitter * von Marabu

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