Gutscheine sind irgendwie…mh…schnöde {DIY – Nähen}

Gutscheine sind irgendwie…mh…schnöde {DIY – Nähen}

13. Mai 2014 15 Von Susanne

Kennt Ihr das? Kind ist auf Kindergeburtstag eingeladen. Was wünscht sich das Geburtstagskind? Einen Gutschein von xy.
Ganz ehrlich? Ich finde Gutscheine ausgesprochen doof. Gutscheine sind irgendwie am Schenken vorbei, auch wenn ich weiß, dass man sich durch Sammeln von Gutscheinen aus dem gleichen Laden vielleicht mal einen Wunsch erfüllen kann, den man sich sonst selbst nicht leisten und den einen sonst auch niemand schenken kann.
Trotzdem. Ich mag das nicht. Eine ganze Weile hatte ich Glück. Die Freunde meiner Töchter haben sich alle der Reihe nach diverse selbstgemachte Sachen (Handtücher, Kosmetiktäschlein, Kulturbeutel etc.) gewünscht. Ja, regelrecht sogar dananch gefragt. „Sag Deiner Mama, ich hätte auch so gerne…“.

Aber manchmal tut es eben Not einen Gutschein oder auch mal Bares zu verschenken und weil ich das ja eigentlich gar nicht schön finde, gibt es nach Möglichkeit eben noch etwas dazu.
Ich mag, dass das Geburtstagskind etwas bekommt, von dem er/sie/es nicht weiß, dass er/sie/es es bekommt. Und weil mein Vorrat an selbstgefertigten Schlüsselbändern und Täschlein nun leer ist, habe ich heute mal wieder ein bißchen Nachschub produziert.

Die kleinen Täschlein haben die richtige Größe für eine Geschenkekarte und es ist dann nicht ganz so unpersönlich, wie eine Gutscheinkarte. Und wenn es schnell gehen muss und keine Zeit bleibt um zum Müller oder Mediamarkt zu fahren (das wird hier ständig gewünscht), dann muss da im Notfall halt ein bißchen Kleingeld zur Wunscherfüllung rein.

Ehrlich gesagt, ich habe in jeder Handtasche eines davon am Reißverschluß der Innentasche befestigt. Nennt mich paranoid, aber ich habe immer Angst, ich könnte den Geldbeutel verlieren oder mir klaut jemand was. Deshalb ist da ein Reserveschein drin. Auf Reisen teile ich den Inhalt meines Geldbeutels auf, so dass bei einem Verlust nicht alles gleich weg wäre. Dann kommt da die Scheck- oder Kreditkarte rein. Und wenn Stoffmarkt ist budgetiere ich darin mein Stoffkaufgeld. Mein Geldbeutel kommt dann in meiner Tasche in eine verschlossenen Seitentasche und da bleibt er dann auch drin. Nicht, dass ich im allgemeinen Kauftaumel vergesse, ihn ordentlich zu verstauen und die Langfinger ein Fest haben. Ja, ja. So ein Stoffmarkt ist ein heißes Pflaster ;-).

Das Täschlein ist eine In-the-Hoop-Stickdatei vom Stickbär (schon älter). Sie heißt Taschenspielereien und es sind noch mehr Täschlein darin enthalten. Dieses hier stickt sich mit meiner Janomie in 5 Minuten (reine Stickzeit). Natürlich dauert das mit Zuschneiden und die verschiedenen Stoffstückchen anbringen insgesamt länger.
Ich bring immer noch ein Webband (hier von Tante Ema / Unionknopf) und einen Schlüsselring an, dass ich es, wie gesagt, befestigen kann.
Der gemusterte Stoff heißt Julia und ist von Swafing. Der getupfte ist ein Rest (Hersteller weiß ich nicht  mehr). Gefüttert ist das Täschlein mit einem aufbügelbaren dünnen Volumenvlies (Vlieseline H640).

Und wen Ihr sehen wollt, wer heute noch alles fleißig am Werkeln war, dann schaut doch mal beim Creadienstag #123 vorbei. Da waren nämlich bereits ganz viele ganz arg kreativ.

Ich werkel jetzt auch noch ein bißchen. Die große hat noch Farbwünsche für weitere Täschlein und Kulturbeutel abgeliefert. Grau, Rosa und Türkis sind bei den Damen (um die 14) wohl sehr angesagt.

Euch schick ich ganz liebe Grüße aus der Pfalz!
(hier heute sehr wechselhaft aber aktuell mit Schäfchenwolken am Himmel)