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Weltweiter Tag des öffentlichen Strickens..

und Ludwigshafen ist auch dabei. Oder besser gesagt: In der Pfingstweide wird öffentlich gestrickt. Was 2005 in den USA erfunden wurde, ist auch zu uns herübergeschwappt und so findet in diesem Jahr bereits zum 5. Mal der WELTWEITE TAG DES ÖFFENTLICHEN STRICKENS STATT.
Produzenten und Wollgeschäfte sehen in der Aktion eine Chance den Umsatz anzukurbeln und Strickbegeisterte eine Gelegenheit sich mit Gleichgesinnten zu treffen. Die rückläufige Nachfrage nach Wolle führte bereits zur Schließung vieler kleiner Wollgeschäfte und Filialen und auch die verbliebenen kämpfen oft ums Überleben. Die Konkurenz aus dem Internet trägt ausserdem zum Aussterben der Einzelhändler bei. Wie froh können wir sein, dass es in Ludwigshafen noch ein paar Verfechter für die Handarbeit gibt, zu denen man immer kommen kann und die einem auch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ich selbst habe das Häkeln vor zwei Jahren in dem kleinen Wollgeschäft in der Giselherstraße in Edigheim neu beigebracht bekommen, nachdem ich seit der Schulzeit keine Häkelnadel mehr in der Hand gehalten hatte. Ein Buch oder eine Anweisung aus dem www hätte das nicht leisten können.

Die Woll & Modeecke Lauer in der Pfingstweide beteiligt sich an der Aktion und unterstützt gleichzeitig ein Projekt von „Save the Children“. Mein Artikel dazu ist bereits vor fast 2 Wochen im Marktplatz LU erschienen. Hier gibt es noch das Plakat dazu (mal kein Foto von mir) sowie den Text:

Eine Mütze voll Leben
Mode & Wollecke Lauer in der Pfingstweide unterstützt Kinderhilfsaktion mit gestrickten Babymützchen

Die „Initiative Handarbeit“ unterstützt die Kinderhilfsorganisation „Save the children e. V.“ und ruft zum „weltweiten Tag des öffentlichen Strickens“ am 13. Juni 2009 zum Mützchen stricken auf. In der Pfingstweide beteiligt sich die Mode & Wollecke Lauer an der Aktion. Bisher bereits über 150 Babymützchen gestrickt.

Nach Angabe der Kinderhilfsorganisation „Save the Children“ sterben jedes Jahr vier Millionen Kinder in ihrem ersten Lebensmonat. Die Hälfte davon überlebe nicht einmal 24 Stunden. Die häufigsten Todesursachen seien Atemwegsinfekte wie Lungenentzündungen. Dabei könnten mit verbesserter Hygiene, der Ausbildung von Hebammen, ausschließlicher Ernährung mit Muttermilch, Antibiotika und Impfungen bis zu 60 % der Kinder gerettet werden. Bei nackten Neugeborenen sinke die Körpertemperatur um lebensbedrohliche zwei Grad Celsius, wobei der größte Teil der Wärme über den Kopf verloren geht. Das Klima im Geburtsland des Babys spiele dabei keine Rolle. Eine Babymütze hält den Körper warm und schützt so vor Infektionen.
„Auf der letzten Handarbeitsmesse hat die Organisation ‚Save the Children‘ das Projekt vorgestellt“ erzählt Lieselotte Lauer, Inhaberin der Woll- & Modeecke in der Pfingstweide. Mit einer selbstgestrickten Wollmütze soll ein Zeichen gesetzt und der Forderung für das Recht der Säuglinge auf Leben Nachdruck verliehen werden.

Parallel dazu werden Briefe an die Bundeskanzlerin geschrieben, um die Regierung aufzufordern, sich stärker für das Recht der Kinder auf Leben und bestmögliche Gesundheit einzusetzen.

Die 64-jährige unterstütze gerne das wohltätige Projekt und auch bei den Kunden der Wollecke sei die Aktion gut angekommen. Bisher wurden bereits über 150 Mützchen gestrickt und
bei Lieselotte Lauer deponiert. Am weltweiten Tag des öffentlichen Strickens, dem 13. Juni, sollen noch möglichst viele dazukommen. Bei Kaffee und Kuchen wird im Geschäft im Londoner Ring 7 (Pfingstweide-Center) und in der Passage davor von 9 bis 13 Uhr gestrickt. „Tische und Bänke sind bereits organisiert, einige meiner Kunden unterstützen mich noch mit einem Kuchen“ erzählt die Geschäftsfrau. Die Wolle würde größtenteils gespendet, Strick- oder Häkelnadeln wären mitzubringen.
Informationen gibt es auch bei  www.initiaitve-handarbeit.de

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