Heute keine Pizza… {Küchengeschichten}

Heute keine Pizza… {Küchengeschichten}

25. August 2012 10 Von Susanne Krauss

…und das nicht, weil ich in meiner neuen Mega-Küche jetzt lauter tolle Sachen zaubere und wir so auf die freitagliche Tiefkühlpizza verzichten. Nein, es liegt eher daran, dass sich die Innenscheibe meines neuen Backofens mitten im Betrieb in 10000 kleine Einzelteile über die Pizza zerstreut hat.

Lt. Herstelleraussage (Callcenter) ist sowas natürlich noch nie vorgekommen und auch im Küchenfachgeschäft meines Vertrauens war von so einem Vorkommnis noch nie etwas gehört worden. Gut, dass es Herrn Google und die Hobbyschneider gibt, da wird ja jedes Problem irgendwo diskutiert und dokumentiert, so dass man feststellen kann, dass man von diesem Phänomen nicht alleine betroffen ist. Mein Backofen war nicht alt. Er war gerade vielleicht zum dritten Mal im Betrieb und auch vorher war weder was an der Scheibe zu sehen, noch hat sich der Sprung irgendwie angekündigt.
Bis der Servicetechniker kam, hat es eine geschlagene Woche gedauert. Ausgetauscht wurde dann auch nur die defekte Scheibe, obwohl er die ganze Tür auseinandernehmen musste, um die Splitter im Gehäuse und das Knirschen in den Scharnieren zu entfernen. Sehr ärgerlich das Ganze. Nicht nur für mich, sondern auch für den Techniker, der sich nicht nur meinen Unmut anhören musste, sondern dann auch noch über eine Stunde für die Reparatur benötigte.

Und weil die Küche ja immer noch nicht fertig ist, gibt es leider auch immer noch keine Bilder von der kmpl. Küche.

Wer eine neue Küche kauft, der sollte viel Zeit und nötigenfalls auch viel Urlaub einplanen. Die Küche (zumindest meine) wird nicht an einem Tag gestellt. Immer wieder sind neue Termine nötig und das hat absolut nichts mit etwaigen Reparaturen zu tun. Ok, ein Termin war dem defekten Backofen geschuldet. Ansonsten ist der Ablauf den bestellten Komponenten geschuldet. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass wir die Küche ja bereits im Januar bestellt haben, aber irgendwie war mir nicht bewußt, dass sich nicht nur die Renovierung des Raumes, sondern auch das Installieren der Küche über Monate hinziehen würde.

Bei uns sah der zeitliche Ablauf so aus:
01. August: Lieferung und der größte Teil der Küchenmontage
02. August: Restliche Montage (bis auf den Schrank mit dem Rollelement, der auf die Küchenplatte gesetzt wird). Es fehlt die Küchenplatte (Provisorium wurde angebracht) und die Glasrückwand/Spritzschutz.
07. August: Aufmaß der Küchenplatte. Da diese aus Stein ist, wird sie erst gefertigt, wenn alle Schränke stehen.
22. August: Lieferung und Montage der Arbeitsplatte. Die Küche kann an diesem Tag nicht benutzt werden, da Montagekleber/Silikon trocknen muss. Glaskeramikkochfeld und Wasseranschluß wurde demontiert.
23. August: Küchenfachgeschäft kommt, stellt fehlenden Rolladenschrank auf, schließt Glaskeramikkochfeld und Wasser wieder an. Der Spritzschutz/Glasrückwand wird ausgemessen.
24. August: Kundendienst vom Herdhersteller des Backofens kommt, entfernt Glassplitter, reinigt Backofen und Tür und setzt neue Glasscheibe ein.

Aufgrund der ungenauen Zeitangaben, (vormittags, bitte halten Sie sich ab 8 Uhr bereit – Handwerker kommt dann kurz vor 12) ist dann irgendwie immer der ganze Tag futsch. (Nähen oder saugen geht auch nicht, weil ich dann die Klingel nicht höre). Für Essenlieferungen oder Restaurantbesuche an diesen Tagen ist ein zusätzliches Budget anzulegen.

Die Küche ist also immer noch nicht fertig. Wir warten geduldig auf die Glasrückwand.