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Kuchen im Glas {Rezept und Mitgebsel}

Juhu! (Mal schnell in die Runde winke).
Ich weiß nicht, ob Ihr das kennt, aber auf dem Dorf, aus dem ich komme, wurde früher nach Feierlichkeiten immer Kuchen verteilt. Also jeder ging nach einem Geburtstag, Kommunion etc. vollgefressen und mit einem Teller Sahnetorte heim.
Nicht, dass ich was gegen selbstgebackenen Kuchen hätte (im Gegenteil), aber man ist doch irgendwie gezwungen diesen dann auch schnellst möglich zu verdrücken. Wäre ja schade, wenn er kaputt geht.

Nun ist unsere Große vor Kurzem zur Konfirmation gegangen. Und eigentlich wollte ich niemanden zwingen Kuchen essen zu müssen, nur weil ich ihn gerade jetzt vorbei bringe. Die Tage vor der Konfi waren aber auch so voll (Ballettaufführung, Turntraining etc.) ich hätte so oder so gar keine Zeit gehabt, tagesfrisch Kuchen zu backen. (Und wer will schon alten Kuchen, der dann noch schneller weg muss ;-)).

Deshalb habe ich mir überlegt, als Mitgebsel oder Dankeschön, Kuchen im Glas zu backen und zu verschenken. Der hält sich zumindest ein paar Tage (angeblich sogar Wochen).
Also habe ich gebacken und gebastelt und ein paar Goodiebags gepackt.

Kuchen für Unterwegs. Schön verpackt mit Holzgabel und Servietten.
Der Kuchen im Glas ist ein Rührkuchen mit Schokostreusel. Sehr lecker. Gebacken wird er dirket im Glas und anschließend direkt und heiß verschlossen.
Ein Mitgebsel oder wie man sich für Geschenke bedankt: Mit einem Kuchen im Glas. Knöpfe von Tante Ema Design / Unionkopf
Die Gabeln aus Holz hat die Große noch mit „Danke“ bestempelt und ich habe die Stoffe zum Verschönern des doch eher häßlichen Glaskuchens mit der Zackenklinge des Rollschneiders ausgeschnitten. Verpackt haben wir dann alles in weiße Papiertüten, die wir mit Papierrosetten bzw. Tortendeckchen aufgehübscht haben. Den letzten Pfiff bekam die schlichte Verpackung noch durch die  süßen Knöpfe mit den Einmachgläsern. Fand ich gerade sehr passend. 
Holzgabel für die kleine Mahlzeit unterwegs: Kuchen im Glas als nettes Mitbringsel

Rezept für einen Kuchen im Glas:

350 gr. Weizenmehl oder Dinkelmehl
1 Päckchen Backpulver
Salz
250 gr. Zucker
15 gr. Vanillezucker (oder 2 ganze Päckchen)
4 Eier
100 gr. Butter
100 ml. Rapsöl
50 gr. Schokostreusel
Weiche Butter, Öl, Zucker und Vanillezucker zusammen in einer Schüssel schaumig schlagen. Eier hinzugeben und schaumig aufschlagen. Mehl, Backpulver und eine Prise Salz mischen und unter die schaumige Masse rühren.
Jeweils ca. 3 Eßlöffel davon in ein Marmeladenglas von 390 ml. geben. Der Teig reicht für 7 – 8 Gläser. Das sieht wenig aus, aber der Teig geht unheimlich auf und wird ganz locker und fluffig, füllt man zu viel ein, läuft das Glas beim Backen über.
Beim einfüllen vorsichtig sein und den Rand sowie das Schraubgewinde nicht beschmuddeln, da die Gläser sonst nicht luftdicht verschlossen werden können. 
Backofen auf 180° C vorwärmen und die Gläser auf dem Rost auf die unterste Schiene stellen. Backzeit je nach Backofen ca. 40 Minuten. 
Nach Ablauf der Backzeit mit einem Holzstäbchen testen, ob der Kuchen fertig ist.
Deckel in kochendem Wasser sterilisieren. (Ich mach das mit dem Dampfgarer). 
Heiße Deckel auf die heißen Glässer schrauben und langsam abkühlen lassen.
Material für die Verpackung:
Schraubgläser 390 ml (noch besser wären Sturzgläser/Weithalsgläser mit 82er Deckel)
Gabeln aus Holz, weiße Tüten, Tortendeckchen von Pappstar
Schnur von Garn & mehr 
Knöpfe mit Marmeladengläsern von Unionknopf / Tante Ema Design (da gibt es auch noch den passenden Stoff und die passenden Bänder zu !)
Tags für die Beschriftung selbstgeschnitten.
Pearl's Harbor Blog: Rezept für Kuchen im Glas

Das hätte ich jetzt fast vergessen, ich bin da aber ein bißchen pingelig. Allergikerhaushalt, da muss man manchmal einfach darauf achten, was wo drin ist. Deshalb habe ich auch die Tags mit meinem Schneidplotter geschnitten und auf die Rückseite noch eine Zutatenliste aufgeklebt. Ging natürlich nicht, ohne was zu vergessen. Macht das Give-Away aber noch ein Stück persönlicher, oder?

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