Kaffee? Kaffee! {Messegeschichten}

23. Februar 2015 4 Von Susanne

Moin! oder Morgen!, wie man hier in der Pfalz nach dem Aufstehen sagt. Soll eigentlich „Guten Morgen“ heißen, aber ohne Kaffee und so kurz nach dem Wachwerden legt hier keiner wirklich Wert auf political corectness oder besser gesagt, eine Höflichkeitsfloskel.

Ich hole mir grundsätzlich einen ersten Kaffee aus meinem
Kaffeevollautomat *
und schläpple wieder zurück ins Bad. Ja, ich geb es zu, ich bin ein KaffeeunterdieDuschemitnehmer. Gäste sollten sich also nicht wundern, wenn dort oder auf dem Weg ins Bad irgendwo eine vergessene Tasse steht.
Das war dann auch der Anlass, dass ich vor vielen vielen Jahren (ich bin ja schon was älter, ne!) immer wieder um so einen Vollautomaten herumgeschlichen bin, denn gibt es was Bequemeres als einfach nur das Knöpfchen zu drücken und jedes Mal einen frisch gebrühten Kaffee zu bekommen?
Also damals war ich die erste in meinem Bekanntenkreis, die so ein Maschinchen hatte. Gekauft habe ich ihn auf dem Maimarkt in Mannheim, der größten Verbrauchermesse Deutschlands. Der Göga, der zu der Zeit noch gar nicht mein Göga war, hat das 15 kg schwere Monstrum erst über das Messegelände und dann noch autosuchend über den riesigen Parkplatz getragen. Alleine das wäre schon eine Messegeschichte wert gewesen, aber da habe ich noch nicht gebloggt (ist also schon sehr sehr ums einen weiteren Kaffeevollautomat lange her). Heute kann man sich das gar nicht mehr vorstellen, aber damals konnte man die ganzen Bohnen für die Maschine noch nicht in jedem Supermarkt kaufen. Ich musste zum 20 km entfernten Italiener fahren oder jemanden finden, der mir aus dem Gastrogroßhandel einen Vorrat besorgte, denn die ganzen Bohnen, die es beim Kaffeeröster (es gab zu Tchibo auch noch Eduscho-Läden) zu kaufen gab, waren noch nicht für die Automaten geeignet (hatte irgendwas mit dem Ölgehalt und der Röstung der Bohnen zu tun).
Seitdem wollte bei uns keiner mehr einen normal aufgebrühten Kaffee trinken und sogar an Geburtstagen lief jeder lieber in die Küche um sich einen Kaffee per Knopfdruck zu holen anstatt sich einfach aus der vorbereiteten Thermoskanne einzugießen. Über die Jahre haben sich dann alle Freunde und Verwandte ebenfalls einen Vollautomaten oder zumindest eine Kaffeepadmaschine* oder Kapselmaschine* zugelegt.

Und nun? Nun habe ich schon öfter von Cafés gelesen, die sich dem Slow-Coffee verschrieben haben. In Berlin soll es sogar schon eine ganze Bewegung geben. Und nun bin ich auch auf der Ambiente auf diese neue alte Form des Kaffeegenusses gestoßen.

Mit der Hand filtern scheint wieder voll im Trend zu liegen. Omas
Kaffeefilter

oder ein neuer aus Edelstahl? Ich weiß es nicht. Aber alles hat wohl seine Zeit und es scheint so, als ob jetzt wieder die Zeit für Filterkaffee anbricht. Ich werde das demnächst auf jeden Fall mal austesten. Vielleicht finde ich ja ein Café in dem oder die Barista mir einen wirklich guten Kaffee aufbrüht.

Und Ihr so? Drückt Ihr noch Knöpfe oder brüht Ihr schon?
Ich lasse mir jetzt noch einen Kaffee aus dem Automaten und wünsch Euch einen tollen Wochenanfang!
Liebe Grüße aus der Pfalz!
P.S.: Ich könnte noch ewig über die Ambiente, das nette Treffen mit anderen Bloggern und diverse Firmen und Vorführungen schreiben. Aber das würde einfach den Blograhmen sprengen. Bei den Instagram-Bildern (über den Button rechts) gibt es noch viele Infos, die ich direkt live gepostet habe. 
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