Fastenzeit: ohne Hunger, ohne Sport und ohne Einschränkungen abnehmen …

Fastenzeit: ohne Hunger, ohne Sport und ohne Einschränkungen abnehmen …

1. März 2017 6 Von Susanne Krauss

…haha, das wäre zu schön um wahr zu sein, aber mit solchen Verlockungen wird man oft von der Abnehmindustrie geködert. Aber glaubt mir, es gibt immer irgendwo einen Haken.

Bei mir hat sich im Januar im Gehirn ein Schalter umgelegt. Dachte ich vorher an Diät, bekam ich noch am selben Tag Heißhungerattacken.
Egal was ich schon ausprobiert habe, es war nicht von Erfolg gekrönt. Entweder musste man das Essen umstellen und die Rezepte waren nicht in den Alltag zu integrieren oder zur Diät war ein Sportpensum zu absolvieren. Selbst bei der Kohlsuppendiät soll man morgens schon was Essen oder Trinken was man (ich) nicht mag und Sport treiben und sich noch dazu tagelang das Gleiche essen.

Eine Diät in der man keinen Sport machen muss, nicht hungert und ohne Einschränkungen alle Lieblingsspeisen essen darf, gibt es nicht!

Trotzdem habe ich seit Januar, es war so um den 6., also knapp jetzt in 7 Wochen über 7 Kilogramm abgenommen und 4 cm an Taillenumfang verloren. Und ja, ich bin ein Sportmuffel und jogge immer noch nicht täglich durch den Ort und ja, ich mag ganz viele Sachen auch einfach nicht essen und so schränke ich mich selbst zum Beispiel in der Auswahl beim Frühstück ein.

Und trotzdem zeigt die Waage jeden Tag ein bisschen weniger an. Mittlerweile habe ich schon 10 % meines Ausgangsgewichtes verloren und mein Body-Mass-Index (BMI) liegt mittlerweile im grünen Bereich und ich bin offiziell nicht mehr übergewichtig.
Und das alles, obwohl wir in dieser Zeit 3 Geburtstage gefeiert haben, ich Kuchen gebacken und sogar gegessen habe!

UND DU KANNST DAS AUCH…
aber nur, wenn Du das willst. Wenn Du kurvig bist und Dich so wohl fühlst, wie Du bist, so ist das völlig okay, nein, dann ist das sogar super!

Magst Du Dich mir anschließen? Jetzt beginnt die Fastenzeit und genau wie zu Silvester ist das ein Zeitpunkt, der den Startschuss zu einer Wende geben könnte. Gemeinsam macht abnehmen noch mehr Spaß und man kann sich gegenseitig motivieren und unterstützen.

Ich werde Dir erzählen, was ich bisher getan habe, um ein Stück näher an mein Wohlfühlgewicht zu kommen. Denn auch ich habe mein Ziel noch nicht erreicht, obwohl ich mich jetzt schon viel wohler in meiner Haut fühle. Aber der Speck am Bauch muss auch noch weg. Und ich werde Dir auch erzählen, was vielleicht nicht so doll ist. Gnadenlos ehrlich!

Machst Du mit? Es kostet nichts. Du musst keinem Programm beitreten und keine teuren Shakes oder Nahrungsergänzungsmittel kaufen. Vielleicht sind die Schritte ein bisschen kleiner und die Gewichtsabnahme dauert ein bisschen länger, dafür musst Du Dich aber nicht im Fitnessstudio quälen und auch die Einschränkungen bei den Lebensmitteln sind eher gering.

Was ich nämlich in all den Jahren, die ich mit Übergewicht gekämpft und Diäten „erforscht“ (ich habe sie nicht alle ausprobiert) gelernt habe ist, dass es genau 3 Arten gibt, mit denen man abnehmen kann:

  • weniger Essen
  • mehr Sport treiben
  • Nahrungsumstellung / Verzicht

Alle Programme und Diäten, egal wie sie heißen, funktionieren nur mit Sport oder einer Nahrungsumstellung und deshalb ist der Jojo-Effekt vorprogrammiert. Sobald man wieder in alten Muster zurückfällt, nimmt man wieder zu. Das versuche ich natürlich zu vermeiden. Wenn die Kilos erst einmal runter sind, dann sollen sie auch da bleiben. Deshalb will ich nicht mit Verzicht oder einseitiger Ernährung abnehmen, denn sobald man dann wieder mehr Zucker oder mehr Kohlenhydrate zu sich nimmt, dann wird das Gewicht wieder zwangsläufig nach oben schnellen.

Meiner Meinung nach, kann eine Gewichtsabnahme und das anschließende Halten nur funktionieren, wenn man

  • zur Gewichtsabnahme weniger Kalorien zu sich nimmt, als man verbraucht
  • um das Gewicht zu halten, nicht mehr Kalorien zu sich nimmt, wie man verbraucht.
Eigentlich ganz logisch, oder?
Nachhelfen kann man dann noch indem man die Energiezufuhr steuert und den Stoffwechsel ein bisschen ankurbelt. 

Nächsten Mittwoch erzähl ich Euch, wie ich geschafft habe, mein Gewicht zu reduzieren und was Ihr tun könnt, eine „Diät“ in Euren Alltag zu integrieren. Und zwar ganz individuell.
Genau wie für jeden das Wohlfühlgewicht ein anderes ist, kann für jeden der beste Weg dorthin ein anderer sein. Egal, ob Du es alleine machst, sich für Dich ein Treffen bei den Weight Watchers, ein Besuch im Fitness-Studio oder ein Online-Programm mit Daniel Aminati oder Detlef D. Soost richtig anfühlt oder Du Dir aus meinen Tipps das Beste für Dich herausholst, der erste Schritt ist der wichtigste und dass es für Dich passt, damit Du auch bei der Sache bleibst.
Ich schieb Dir schon mal einen Motivationskeks rüber. Einen, nicht zwei!

Gewicht ist übrigens relativ, die Hauptsache ist doch, dass man sich wohl fühlt.

Wenn Du, wie ich, früher schlank warst und unter Deiner Gewichtszunahme leidest, dann kommt jetzt der erste und vielleicht wichtigste Tipp, der Dich auf den Weg bringen kann:


DIE SELBSTREFLEKTION


Warum willst Du abnehmen? Bist Du überhaupt dick und wenn ja, wie kam es dazu?

Das kann natürlich die verschiedensten Gründe haben.
Überlege mal, was Du früher anders gemacht hast, um eben nicht übergewichtig zu sein.
Was hat dazu geführt, dass Du zugenommen hast? (das könnte z. B. sein: Kind bekommen, mit dem Rauchen aufgehört, krank gewesen, mit Essen Stress bekämpft, aufgehört Sport zu treiben, weniger bewegt als früher)

Beobachte Dich selbst: 

Wann isst Du? Wieviel isst Du? Was isst Du?
Kleines Beispiel: wenn Du 2 Brötchen mit Nutella zum Frühstück isst, dann ist das eindeutig zu viel und muss das Gummibärchen auf dem Weg in die Küche unbedingt sein? (Isst Du regelmäßig oder naschst Du vielleicht unbewusst viel zwischendurch?)
Wie viel bewegst Du Dich?
Kleines Beispiel: Meine Tochter ist eine Helfeelfe, sie übernimmt gerne mal kleine Botengänge innerhalb des Hauses. Nach der Selbstreflektion, schicke ich nun nicht mehr die Maus, um was aus dem anderen Stockwerk zu holen, sondern laufe selbst. Es sind so kleine Dinge, mit der man mehr Bewegung ins Leben bringen kann. 

Nächsten Mittwoch erzähl ich Euch von der Motivation, was man tun kann um dabei zu bleiben und wie ich es überhaupt geschafft habe, mit der Diät zu beginnen.
Der erste Schritt ist aber immer, sich selbst zu beobachten und zu erkennen, wo z. B. beim Essen das Einsparungspotential ist.

Seid Ihr dabei? Dann macht schon mal ein „vorher“ Foto von Euch (nicht für die Öffentlichkeit, nur für Euch)