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Nähen für Anfänger – Grün {Make a story}

Huhu**, habt Ihr schon mitbekommen, die Rhein-Neckar-Blogger haben sich wieder was total Verrücktes ausgedacht. Und spannend. Und anstrengend war es diesen Monat irgendwie auch.

Aber von vorne. Nach den ersten gemeinsamen Aktion der Rhein-Neckar-Blogger zum Thema „Alice im Wunderland“ und unserem White Dinner, gehen wir in die nächste, regelmäßig stattfindende Challenge. Ein Jahr lang wollen wir alle (also, wer gerade Zeit und Lust hat) jeden Monat einen Post zum gleichen Thema veröffentlichen. Das ist total spannend, denn genauso unterschiedlich wie die beteiligten Blogs, sind dann natürlich auch die Beiträge.

Das erste Motto im September heißt: GRÜN!

Für mich hat sich das als mega schwierige, fast nicht zu bewältigende Aufgabe herausgestellt.
Dabei war das Thema genau meins: Grün! Tausende Ideen sind mir durch den Kopf geschossen und das war dann auch genau die Krux bei der Sache: Die Qual der Wahl!

Erst wollte ich Euch das mega leckere Dessert verbloggen, das ich gerade zum Geburtstag meiner Freundin gemacht habe, so lecker und so grün, da mit Waldmeistersirup. Aber die Fotos sind in die Hose gegangen. Ja, das passiert manchmal, so zwischen Tür und Angel.

Dann habe ich überlegt, ich erzähl Euch von meinem Zuhause. Ich wohne in Ludwigshafen und jeder sagt, das wäre eine Stadt voller Industrie und Ludwigshafen sei grau. Aber das stimmt gar nicht! Ludwigshafen ist GRÜN! Verdammt GRÜN! Das beginnt schon direkt hinter unserem Haus in unserem Garten. Der ist ganz klein, aber total GRÜN!

Als wir damals in das uralte kleine Häuschen gezogen sind, da war mein Wunsch, dass man überall mal was zum Naschen findet und so klein Hof und Garten auch sind, hier gibt es Bananenstauden, Trauben wachsen am Haus, Brombeeren am Gartenhäuschen, Kiwis am Zaun, Feigen im Hof und dieses Jahr können wir sogar mit Oliven aufwarten. Nur 3 in nutzbarer Größe, aber immerhin, sie sind GRÜN!
Für einen Salat mit GRÜNEN Tomaten hat es auch nicht gereicht, denn am selbstgezogen Strauch gab es nur eine einzige Tomate.
Und dann hätte ich noch von meinem massenhaften Konsum von Pfefferminztee schreiben könnte und wie dieser mir hilft, nicht ständig zu essen.

Aber dann habe ich irgendwann gedacht: Schuster bleib bei Deinen Leisten oder besser: Hobbyschneiderin bleib bei Deiner Nähmaschine.  Aber einfach ein Stück grünen Stoff nehmen und das ist dann die Story? Äh, nö! GRÜN ist doch so viel mehr als eine Farbe. GRÜN ist doch auch eine Lebensseinstellung. Und wenn ich auch nicht total auf dem grünen Tripp bin, so gibt es doch hier im Haus schon ein paar Maßnahmen, mit der wir versuchen, den grünen Gedanken aufzugreifen.

Eine davon ist z. B. das wir schon seit Ewigkeiten mit Kisten für den großen und Stofftaschen für den kleinen Einkauf unterwegs sind. Eine Tüte an der Kasse zu kaufen, war für uns noch nie eine Option. Seit einiger Zeit benutze ich auch im Supermarkt beim Obst und Gemüse keine dieser dünnen Tüten mehr. Anfangs fand das die Kassiererin wohl merkwürdig, dass meine Äpfel und der Paprika lose übers Kassenband kullerten. Mittlerweile werde ich dafür aber nicht mehr belächelt.

Und damit das Obst nicht mehr im Einkaufswagen herumrollt, habe ich Euch ein kleines, ganz simples Nähprojekt mitgebracht. Das ist wirklich einfach zu meistern und wenn Du eine Nähmaschine hast oder gerade anfängst zu nähen, dann ist das ein prima Projekt um mit dem Nähen anzufangen und noch ein bisschen was (GRÜNES) für die Umwelt zu tun.

Anleitung für Nähanfänger: Einkaufsbeutel für Obst


Es geht so simple, weil Du einfach ein Geschirrhandtuch dazu verwendest. Such Dir am Besten ein kariertes aus, dann kannst Du gleich auf den Karos auch noch üben gerade zu nähen.

Das Geschirrhandtuch heiß waschen und ohne Weichspüler trocknen und anschließend bügeln. Geschirrhandtücher sind aus Baumwolle oder Leinen, die kann man heiß waschen und so auch Keime entfernen, wenn vielleicht mal ein Stück Obst nicht mehr so ganz gut war. Da das Material gerne einläuft, ist es wichteg, es vor dem Nähen zu waschen, denn nur so verziehen sich beim Waschen nach dem Nähen die Nähte nicht.

Das Gute an der Arbeit mit einem Geschirrtuch ist, dass die Ränder schon umgenäht sind. So ersparst Du Dir das Versäubern.

Beim Bügeln schlägst Du eine lange Seite ca. 3 oder 4 cm ein und bügelst Sie um. Orientiere Dich dabei an den Karos, das hilft Dir später beim Nähen, denn Du kannst einfach auf dem Karo entlang nähen.

Das Eingeschlagene nähst Du dann mit einem Geradstich fest, so entsteht ein Tunnel in den Später ein Band eingezogen werden kann.

Dann legst Du das Geschirrtuch in der Mitte zusammen, dabei treffen die schönen Seiten aufeinander, das heißt, dass Du nun die Kante Deines Tunnels siehst. Der Tunnel ist oben.
Die beiden anderen Seiten nähst Du nun bis zum Tunnel zusammen und Du hast schon Dein fertiges Säckchen.
Im Prinzip kannst Du jetzt einfach oben eine Schnur einziehen und fertig.

Ich habe meinem Säcken noch einen Boden verpasst und das zeig ich Dir natürlich auch noch, wie das geht.
Als erstes misst Du mit einem Maßband die Breite Deines Säckchens. Also von der einen Kante bis zur Naht messen. Soll der Boden quadratisch werden, so wird die nächste Naht exakt halb so lang, wie Dein Maß.

Du faltest dein fertiges Säckchen nun so, dass die Naht nicht mehr am Rand, sondern in der Mitte ist und klappst den Boden um. Dann zeichnest Du Dir eine Nahtlinie über die Ecke, die genau Deinem ermittelten Maß entspricht. (Siehe Foto)
Steck die beiden aufeinaderliegenden Ecken mit Stecknadeln fest und näh entlang Deiner Markierung. Das Gleiche machst Du dann mit der gegenüberliegenden Seite.

Nach dem Wenden hast Du dann einen schönen Boden.

Dann brauchst Du nur noch ein Band in Deinen Tunnel einziehen und schon hast Du einen schönen, gut waschbaren Sack für Deinen nächsten Obsteinkauf.

Wenn Du Dir so ein Säckchen aus Organza oder Tüll nähst, dann ist es durchsichtig und Du kannst es sogar schon im Laden befüllen.

Ich habe in den Tunnel übrigens eine Gummikordel eingezogen und einen Kordelstopper verwendet, so ist die Öffnung bereits ein bisschen gerafft, ich kann die Weite aber noch mit dem Stopper regulieren.

Was die anderen Rhein-Neckar-Blogger so alles zum Thema GRÜN verbloggt haben (ich sag Euch, da sind leckere Sachen dabei!) findet Ihr auf unserer gemeinsamen Seite.

Die schönen Aufmacherposter für die Make-a-Story-Aktion hat übrigens Andrea Marquetant vom Blog zuckerimsalz gemacht.

Puh, gerade noch geschafft, pünktlich auf den letzten Drücker! Heute ist ja schon der letzte des Monats und morgen geht es dann direkt mit dem neuen Thema in den Oktober.
Ich bin schon ganz gespannt, was die Mädels da alles wieder tolles zaubern! Ihr auch?
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6 Kommentare

  • Marion

    Wie schön, dass Du es noch geschafft hast, Susanne! Und das Warten hat sich mehr als gelohnt! Für die Idee, GRÜN als Einstellung zu verbloggen, könnte ich Dich knutschen – so toll! Mir stellen sich auch die Nackenhaare, wenn ich sehe, dass 2 Bananen in Plastiktütchen aufs Band kommen, grrrr!
    Das hübsche Geschirrtuch glaube ich wiederzuerkennen ;-)) Die Idee, ein kariertes zu nehmen, ist tatsächlich hilfreich, gerade für 2 linke Nähhände wie meine.
    Danke für die tolle Idee und liebe Grüße ins grüne LU!
    Marion

    • Susanne Krauss

      Danke schön, Marion! Es war wie immer: Die Story muss in mur wachsen. Und ein bisschen die Umwelt zu schonen, da kann jeder beitragen, manche im Kleinen und manche im Großen. Man muss nur mal damit anfangen.
      Liebe Grüße nach Baden-Württemberg

  • Anja

    Liebe Susanne,

    was für ein wunderbarer Beitrag und selbst für mich als Näh-Linkshänder so super erklärt. Mit deinem Beitrag hast du ein ganz wichtiges Thema angesprochen: Weg von den Plastiktüten!
    Vielleicht kannst du mich ja mal bezüglich einer Anfänger-Nähmaschine beraten ?

    • Susanne Krauss

      Also eine Anfängermaschine gibt es meiner Meinung nach nicht. Es muss eine Mischung sein aus dem, was du gerne damit machen möchtest und dem, was dein Geldbeutel hergibt.
      Liebe Grüße über den Rhein!

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