Frauen an den Herd

Frauen an den Herd

8. März 2019 2 Von Susanne

Heute ist Weltfrauentag und das nehm ich mal zum Anlass ein paar dieser Frauen zu ehren. Eigentlich hat das aber schon Stephanie Bräuer in ihrem Buch „Frauen an den Herd!“ gemacht, ich berichte hier nur darüber.

Wie viele Spitzenköchinnen kennt Ihr? Bzw. wie viele Frauen wurden bereits mit einem heißbegehrten Stern vom „Guide Michelin“ geehrt? Genau. Ich weiß es nicht. Oder zumindest wusste ich es nicht bis ich zur Buchvorstellung von Stephanie Bräuers Buch „Frauen an den Herd!“ auf der Frankfurter Buchmesse geladen war. Fakt ist aber, das es wesentlich weniger sind als Männer. Aber warum ist das so? Bei uns zuhause hat immer die Mutter gekocht. Auch wenn sich das Bild mittlerweile wandelt und immer mehr Männer auch am heimischen Herd zum Kochlöffel greifen, waren es doch immer die Frauen, die überwiegend das Essen auf den Tisch brachten und immer noch bringen. Und essen ist ja so wichtig. Lebensnotwendig! Dennoch wird das Berufsfeld des Kochs von Männern beherrscht. Aber warum ist das so?

Frauen an den Herd!

Was sich erst (wenn man den Einband des Buches nicht kennt) wie ein Machospruch anhört, ist eine Homage an die Frauen, die sich mit Fleiß und Können in die Oberliga der Gastronomie gekocht haben. Frauen, die ihren Platz gefunden haben in einer von Männer dominierten Welt. Denn seien wir mal ehrlich, wie viele Spitzenköche fallen Dir auf anhieb ein und dann zähl mal bei den Frauen durch!?

Wie Spitzenköchinnen die Sterne vom Himmel holen…

…heißt der Untertitel zum Buch „Frauen an den Herd“ von Stephanie Bräuer. Die Autorin ist zusammen mit Fotografin Annette Sandner durchs Land und Teile Europas gereist und hat Spitzenköchinnen besucht. In ihrem Buch portraitiert sie 24 starke Frauen, die ihren Weg gefunden haben. Die Köchinnen erzählen von ihrem Werdegang, den Widrigkeiten (sofern es welche gab), wie Frau Arbeitszeiten und Familie unter einen Kochtopf, äh Hut, bringt. Es gibt Einblicke in den Arbeitsalltag aber es geht auch um die Leidenschaft beim Kochen und die Philosophie die dahinter steckt.

24 Frauen, ihr weg an die Spitze und 46 Rezepte

In vielen intelligenten Interviews erfuhr Stephanie Bräuer auch Geschichten, die normalerweise nicht in den Gastraum gelangen. Dazu teilt jeder der Frauen ihr Lieblingsmenue und die Rezepte dazu gibt es ebenfalls im Buch.

Auf meine Frage, wie denn die Fotos entstanden und wie viel Foodstyling denn auf den Bildern zu sehen ist, erzählt mir Stephanie Bräuer, dass die Gerichte und die Fotos während ihres Aufenthalts bei den Köchinnen entstanden sind. So wurde gekocht, fotografiert und geplaudert gleichzeitig und das Meiste davon auch direkt im Anschluß gegessen. Ehrliche Geschichten also mit ehrlichen Fotos. Ungeschönt und trotzdem wunderschön.

Ein schönes Buch mit einem Blick hinter die Kulissen von geschmorten Kalbsbäckchen.

Porträtiert wurden 13 Köchinnen aus Deutschland, 3 Köchinnen aus Österreich, 2 aus der Schweitz und weitere aus Belgien, Slowenien, Italien, Spanien und Südafrika.

Ein Auszug der porträtierten Spitzenköchinnen: Sonja Baumann, Iris Bettine, Maike Menzel, Maria Groß, Cornelia Poletto Anna Sgroi, Lisl Wagner-Bacher und viele mehr.

Rezept für ein Kaviar-Ei aus dem Buch Frauen an den Herd von Stephanie Bräuer mit Bildern von Annette Sanden

Die Rezepte sind eine nette Beigabe für alle, die sich mal an der Sternegastronomie versuchen möchten. Für mich selbst stehen aber spannende Frauen mit spannenden Geschichten im Vordergrund.

Frauen an den Herd! Wie Spitzenköchinnen die Sterne vom Himmel holen. 24 Frauen verraten ihren Weg an die Spitze. Mit 46 Rezepten * (Amazon-Partner-Link)

Autorin Stephanie Bräuer mit Fotos von Annette Sanden, erschienen im Christian Verlag, Hardcover 239 Seiten


Weitere Buchbesprechungen findet Ihr auf dem Blog in der Kategorie Kochbücher h