Nachhaltiger Kunststoff…Trends von der Tendence 2015 und ein Give Away für Euch

Nachhaltiger Kunststoff…Trends von der Tendence 2015 und ein Give Away für Euch

4. November 2015 15 Von Susanne
Ende August war ich (mal wieder) auf einer Messe unterwegs. Die Tendence ist neben der Ambiente, über die ich bereits im Februar geschrieben habe, die zweite große Ordermesse in Frankfurt. Die Händler kaufen für Weihnachten ein bzw. ordern Neuheiten oder bestellen Artikel, die besonders gut liefen nach. Die Aussteller haben nochmals Gelegenheit, Ihre Kunden auf Produktneuheiten hinzuweisen oder ihre Bestseller erneut und prominent anzupreisen. 

In erster Linie geht es auf diesen Messen natürlich um den Handel. Kaufen und Verkaufen. An den Ständen sind deshalb auch meist nur Verkäufer, da heißt es Kunden beraten und Aufträge einfahren. Direkt kaufen und mitnehmen kann man auf diesen Messen nicht und die meisten Händler haben auch eine Mindestabnahme von ein paar Hundert Euro. Für spontane Fragen von neugierigen Bloggern bleibt da oft keine Zeit. 
Als Blogger willst du auch nicht Wochen vorher Termine bei bestimmten Firmen machen, sondern eigentlich hier und da mal schnuppern, Neues entdecken und Interessantes finden.
Seit 2 Jahren hilft da die Messe Frankfurt aus und bringt Firmen und Blogger zusammen, informiert und organisiert. Auf Bloggerseite haben diesen Part Claudia Clausen vom Blog Il mondo di selezione und Tobias Müller vom Blog Der Kuchenbäcker übernommen und auf der Tendence haben sie es tatsächlich geschafft, dass einige Firmen (sofern sie groß genug sind) auch PR-Leute am Start hatten und wir so mehr Gespräche führen und Details erfahren konnten, als das bisher möglich war. Die kleinen Händler sind eh Chefs, Verkäufer und Marketingexperten in Personalunion, aber auch sie waren sensibilisiert dafür, dass eine Horde Blogger auf der Suche nach Trends durch die Messe strömt. 
Claudia und Tobi hatten sich noch dazu ausgedacht, dass jede beteiligte Firma ein Produkt als Trendprodukt vorstellt. Allerdings triftete das, was die Hersteller oder Händler aus ihrer Produktpalette als Trend ausgemacht hatten, manchmal mit dem, was wir als hübsch, innovativ, modern oder eben „trendy“ halten, doch manchmal auseinander.
Zum ersten Mal hatte ich unsere große (15) als „Trendscout“ dabei. Sie ist ziemlich geschmackssicher, kann Kitsch widerstehen, kauft lieber nichts als irgendwelchen Schund und während ich noch ein „haha, ist das niedlich“ kreische, holt sie mich mit einem „und für was braucht man das?“ wieder auf den Boden. Fakt: Bei ihr muss es schön und funktional sein. 
Boha… das war jetzt schon viel Text. Wird Zeit, dass ich was zeige. Was wir alles gesehen haben, ist aber zu viel für einen Post und deshalb habe ich getrennt und heute 3 Produkte / Firmen heraus gesucht, die uns durch besonderes nachhaltige oder ressourcenschonende Ideen begeistert haben.
Die Auswahl erfolgte übrigens unabhängig, ob die Firmen an der „Trendtour“ beteiligt waren. 2 haben wir einfach zufällig entdeckt.

Biologisch abbaubar! Geschirr, das man kompostieren kann. 
Ich hatte die Schüsseln und Tellern schon auf der Ambiente im letzten Jahr bewundert. Dieses Mal griff die Große zielsicher nach den „Butterbrotdosen“. „Wenn ich Frühstück mit in die Schule nehmen würde, dann in so einer hübschen Dose“ lies sie mich wissen. Reduziertes Design in matten Farben. „Raw earth“ heißt die Kollektion, die nicht nur aus Kaffeebechern und Frühstücksboxen besteht. Die Teller, Schüsseln und Tassen bestehen aus Bambusfasern und Mais (und Silikon) und sind trotzdem spühlmaschinenfest.
Zuperzozial*

 

Dopper

„Lass uns mal da rüber gehen“ sagte die Große. Zielsicher geht sie zum Stand von Dopper. 

An dem Stand gibt es nichts außer Flaschen. Kunststoffflaschen. 

Aber dennoch: hinter der mit dem RedDot Award ausgezeichneten Plastikflasche steckt eine Botschaft. „Es geht uns gar nicht so sehr um den Profit, wir möchten, dass unsere Flaschen immer wieder befüllt werden und Einwegflaschen und dadurch Müll vermieden wird“. Noch dazu spricht sich Dopper dafür aus, dass jeder Mensch auf der ganzen Welt Zugang zu sauberem Trinkwasser haben soll. So finanziert die Dopper Foundation Wasser- und Abwasserprojekte auf der ganzen Welt. 

Finden wir gut ! 
Ich mag ja normal gar nicht aus der Flasche trinken, aber das System der Flaschen finden wir alle großartig. Die Mädchen nehmen sie mit zum Sport und durch die Becher-Lösung kann man sogar einschenken. Wer gerne Sportmundstücke mag, kann eines als Zusatz kaufen. Ich habe meine Dopper bei Amazon* mitbestellt (Achtung, da gibt es unterschiedliche Preise, normal ist € 12,50). Es gibt aber auch einen direkten Weg über den Dopper-Shop.
Ich habe immer eine Wasserflasche in der Handtasche, dafür hat die Flasche die perfekte Größe. Allerdings fasst sie leider nur 450 ml und könnte für den Sport doch etwas größer sein.
 



Koziol

Wenn ich ehrlich bin hatte ich Koziol so ganz und gar nicht auf dem Plan. Bisher war das für mich die Firma, die Haushaltsgegenstände (z. B. die Spülbürste) aus Kunststoff mit lustigen Händen und Füßen herstellt. Die Kinder fanden das immer lustig, besonders weil es die niedlichen Helfermännchen auch für den Schreibtisch gibt.

Mittlerweile weiß ich es aber besser, weil ich seit auf Tendence erfahren habe, dass
a) Koziol ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Erbach im Odenwald ist und
b) Koziol in Deutschland fertigt, nämlich am Firmensitz in Erbach und
c) Koziol noch dazu heimische Ressourcen nutzt bis hin zur Versorgung in der Kantine mit Produkten aus der Region.

Und weil das alles gar nicht so weit weg von mir ist, haben wir Koziol in Erbach besucht und die Glücksfabrik, so heißt der Werksverkauf mit Museum und Blick in die Fertigung, mal aus der Nähe betrachtet. Den Bericht dazu findet Ihr in unserem Ausflugtipps.

Koziol hatte als Trendprodukt den Bloggern das Brotschneidebrett vorgestellt. Meine Tochter ist noch heute begeistert von dem Messer aus Kunststoff, das in der Lage ist, ein Baguette zu schneiden. (Ein Kunststoffmesser!)
Trotzdem war für uns beide die große Salatschüssel (Bild ganz oben) ein totaler Hingucker. Mit dem integrierten Salatbesteck, das als Hände geformt und in die Schüssel eingelassen ist, noch dazu klever durchdacht. Und mal ganz ehrlich: Wer hat denn so viel Platz im Schrank, große Schüsseln unterzubringen? Diese hier ist so schön, dass man sie auch unbefüllt als Dekoobjekt auf dem Schrank oder Tisch stehen lassen kann.

Und nun sende liebe Grüße aus der Pfalz!