29 August 2016

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub...oder so ähnlich ...

Gerade habe ich meine Mädels in die Schule verabschiedet. Für mich beginnt dann morgen wieder der Ernst des Lebens. Die Wäsche, die in den Ferien angefallen ist, ist bereits gewaschen und wartet darauf gebügelt zu werden, darauf hab ich aber bei der Hitze keine Lust.

Lieber häng ich dem vergangen Urlaub nach, der wirklich sehr schön war. Dabei hatte das alles ziemlich holperig angefangen. Nach einem üblen letzten Jahr und neuem Job, hatten wir vorsichtshalber nichts gebucht und waren, nachdem dieses Jahr dann gut anlief, alles geregelt und in trockenen Tüchern war, sehr spät mit Destinationssuche beschäftigt.

Wir hatten zwar einen Tripp mit dem Wohnmobil im Hinterkopf, entsprechende Anbieter kontaktiert und ich hatte sogar schon das Buch "Europa mit dem Wohnmobil"* gekauft (aber noch nicht gelesen). Allerdings wird mit nahender Reisezeit und noch dazu in den Sommerferien das Angebot an Fahrzeugen dann auch immer weniger.

Auf jeden Fall wollte die Familie dann auch einen festen Standort und da wir keine Camper sind, konnte ich mir 14 Tage in doch beengtem Raum nicht vorstellen. Also haben wir umentschieden und glücklicherweise und am Ende doch noch eine tolle Unterkunkft für uns gefunden (dazu irgendwann mehr).

Wohnmobil für Anfänger / Reiseblog


Trotzdem spukt mir das Thema Reisen mit dem Wohnmobil noch durch den Kopf. Wir waren in der Nähe von Hamburg und auf der Fahrt dahin und wieder zurück, konnte ich auf der Autobahn so richtig gut die Gedanken kreisen lassen. Dazu beigetragen haben sicherlich auch die vielen unterschiedlichen Wohnmobile oder Gespanne die zusammen mit uns unterwegs waren. Da gab es riesige Kolosse, die busähnlich die Straße einnahmen, winzige Oldtimer und solche die schon ganz vergilbt erahnen liesen, dass sie mindestens so alt waren wie ihr Fahrer. Sogar ein kleines englisches Mobil mit dem Lenker auf der rechten Seite war unterwegs.

Schon seit wir vor 20 Jahren mit einem Leihwagen den "Ring of Kerry" in Irland befuhren, dachte ich, wie muss diese Freiheit doch grenzenlos sein, dahin zu fahren, wo einem der Sinn steht und spontan bleiben zu können.

Nunja, die nächsten Ferien kommen ja schnell, denn dieses Jahr sind es bis zu den Herbstferien in Rheinland-Pfalz gerademal 6 Wochen.

Was ich mir nun garnicht vorstellen kann, ist einen Campingplatz anzufahren und dort zu bleiben. Was ich mir aber sehr gut vorstellen kann, ist eine ganze Riege an Zielen anzufahren. Alles was man gerne mal sehen möchte, wohin man aber vielleicht nicht gerade 14 Tage mit 2 Teenagern in Urlaub fährt, man aber eben mit dem Wohnmobil die Möglichkeit hat, doch eben länger zu bleiben, wenn es gut gefällt. Die Ziele sollten dann auch nicht so weit von einander entfernt sein, unsere Mini fährt nämlich überhaupt nicht gerne Auto.

Ich fang hier mal an, ein paar Ziele zu sammeln, vielleicht habt Ihr ja Lust und helft dabei.

  • Wart Ihr schonmal mit dem Wohnmobil unterwegs?
  • Gibt es Ziele, die für einen Kurztripp ins Auge gefasst habt?
  • Habt Ihr Tipps für das Reisen im Wohnmobil?
Meine Wunschziele (müssen noch ergänzt werden):
Wenn Ihr darüber schon gebloggt habt, oder das in den nächsten 14 Tagen tut, dann wäre es toll, wenn Ihr das in den Kommentaren verlinkt. Vielleicht können wir daraus eine schöne Mitmachaktion machen.

Liebe Grüße aus der Pfalz! 





23 August 2016

Sommerpause

Moin, moin!

Im Moment ist hier wenig  los. Grund dafür sind diese beiden Hübschen und die rheinland-pfälzischen Ferien. Die Familie verlangt nach Aufmerksamkeit und kleinen Abenteuern und die soll sie natürlich auch bekommen.

Genäht habe ich derweil trotzdem. Auf Wunsch der beiden Damen sind nämlich diese Ballettröcke aus Tüll und Organza entstanden. Sie sind in der Form eines Tellerrockes genäht. Die Bundweite ist extragroß und wurde passend zur Taille in Falten gelegt. Die Tänzerinnen wünschten sich einen Tunnelzug und eine Weitenregulierung per Schleifenband.


2 Ballerinas in der Speicherstadt Hamburg Outdoorfotoshooting

Alster Outdoor Ballerinashooting





Linkparty: HOT

15 August 2016

Expresskochen Low Carb {Rezept}

...bei uns ist es nicht ganz Low Carb.

Nunja, ich bin ja ständig auf der Suche nach schnellen Rezepten um aus der ewigen Kochroutine rauszukommen, da war es ganz toll, dass letzte Woche ein Bücherpaket bei uns ins Haus flatterte. (Ich habe in einem Preisausschreiben gewonnen.)
Eines der Bücher heißt "Expresskochen Low Carb" und wurde direkt als Inspirationsquelle fürs Mittagessen verwendet. Schnell muss es gehen und lecker muss es sein. Und das war es.
Bei dem Coverbild dachte ich zwar erst, es wäre eine gefüllte Laugenstange, es war aber Hühnchenbrust mit Speckummantelt. Mhhhmmm, lecker! Das musste es sein.

Ich habe also das Rezept frei interpretiert. Im Buch gibt es zum Hühnchen Selleriepüree, ich habe dazu Ofengemüse und eine Ofenkartoffel mit Sour Creme gemacht.



Das Ofengemüse war auch eine Idee aus dem Buch, wird dann aber vegetarisch mit Tofu-Guacamole zubereit.

In den meisten Rezepten werden die Zutaten ja neutral, also ohne Marken, angegeben. Ich weiß, dann oft nicht, was ich nehmen soll. Beim Frischkäse stand ich vor einer schier enden wollenden Auswahl an Möglichkeiten. Originalzutat: 150 gr. fettarmer Kräuterfrischkäse.

*edit: und jetzt merk ich beim Schreiben erst, dass ich mich vergriffen habe und in meinem Rezept gar kein Frischkäse sondern Quark gelandet ist *ups*. War aber sehr lecker!

Ich schreib Euch auf, was ich gekauft habe:

knapp 600 gr. Hühnchenbrust (4 Stück, abgepackt je 2) aus dem Kühlregal
150 gr. Schwarzwälder Schinken

Milram PaprikaQuark
Milram Sour Cream

1 Blumenkohl
1 Zucchini (klein)
1 Aubergine (klein)
Paprikamix (davon habe ich je eine halbe rote und gelbe Papirka verwendet)
Sesamsamen (hab ich immer im Haus)
1 Stange Lauch
8 dicke Kartoffeln
1 Zwiebel

So geht's: (in Ablaufreihenfolge)

Kartoffeln sehr gründlich waschen (schrubben). Da Ofenkartoffeln zu lange im Backofen brauchen, gare ich sie 20 Min. im Dampfgarer vor. Wer keinen Dampfgarer oder Schnellkochtopf hat, muss die Ofenkartoffeln als erstes vorbereiten und in Alufolie gepackt bei 200°C in den Backofen packen. Wer vorgaren will/kann, legt sie später zum Gemüse.

Ofen auf 200°C vorheizen.
Erst Gemüse waschen und in Scheiben schneiden, Blumenkohl in kleine Röschen. Die Obergine würfeln. Alles auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

Alles salzen und mit Olivenöl betreufeln und in den Ofen schieben.

Hühnchenbrust waschen, säubern (Haut, Fett, Sehnen entfernen) und seitlich aufschneiden (nicht durchschneiden!) und Frischkäse (oder in meinem Fall Frühlingsquark) großzügig einfüllen.
Mit Salz, Pfeffer und Rosenpaprika würden und mit Schwarzwälder Schinken umwickeln.
Rapsöl in einer hohen Pfanne (die einen Deckel hat) erhitzen und von allen Seiten scharf anbraten (ohne Deckel).
Zwiebeln schälen, zerkleinern und mit dem Hühnchen in der Pfanne ebenfalls anbraten.
Temperatur niedriger stellen und Deckel auf die Pfanne machen.

Dann dürfte ungefähr die richtige Zeit gekommen sein, das Gemüse zu wenden und mit Sesamsamen zu bestreuen. Nochmals 10 Minuten weiterbacken.

Das Gericht ist ungefähr in 30 - 35 Minuten fertig (Vorgarzeit der Kartoffen nicht mitgerechnet).

Es war sehr lecker und theoretisch könnte man aus der Mischung Frühlingsquark, Zwiebeln und Bratensaft auch noch eine leckere Soße zaubern.

Das Büchlein Expresskochen Low Carb ist sehr vielfältig und ich habe noch einiges gefunden, was ich demnächst ausprobieren möchte. Da gibt es z. B. ein Nuss-Schnitzel mit Cole Slaw oder Saté-Spiesse mit Kürbis Wedges, es gibt Rezepte mit Fisch (z. B. Omlett-Wraps mit Räucherlachs) und natürlich auch vegetarische Gerichte. Besonders gut finde ich, dass alles in 30 Minuten fertig ist.

*klick* aufs Bild führt zum Buch*

Sehr lustig ist auch, dass eine kostenlose App beiinhaltet ist mit der man seine Lieblingsgerichte sammeln kann. Hab ich noch nicht ausprobiert, werde ich aber gleich mal machen.

Expresskochen Low Carb: Schlank auf die Schnelle
von Inga Pfannebecker
erschienen bei GU für 8,99 € (D)



12 August 2016

Mein kreatives Jahr 2017 {Buchvorstellung mit Gewinnspiel}

Juhu *wink*!
Seid Ihr alle noch in den Sommerferien?
Ja? Hmm, ich komme trotzdem mit einer Buchvorstellung um die Ecke. Geht nicht anders, ich freu mich so *hüpf*.

Endlich kann ich es sagen, denn gestern ist "Mein kreatives Jahr 2017" erschienen. Ja, es ist ein Kalender für 2017. Aber es ist nicht nur ein Kalender, sondern auch eine tolle Inspirationsquelle.
Und ich durfte einen kleinen Teil dazu beitragen und bin mit einem Upcyclingprojekt mit von der Partie.

Ganz ehrlich, als ich es gestern das erste Mal in Händen hielt, dachte ich: "Wow, ist das toll geworden!" Das weiß man ja vorher nicht. Als klitzekleiner Beitragender weiß man ja nur, was man beigesteuert hat, sieht vielleicht mal das Layout der eigenen Seite, aber nicht, was sonst noch so im Buch ist oder wie es letztendlich aufgebaut ist. Als ich gefragt wurde, ob ich ein Do-it-yourself-Projekt beitragen wolle und ein paar Tipps, da habe ich natürlich die Rezensionen vom Vorjahr gelesen und die waren alle sehr positiv. (Sehen konnte ich ihn nicht, da bereits ausverkauft)
Aber nun, wo ich den Kalender sehe, anfassen und darin blättern kann, finde ich ihn noch viel schöner als erwartet.

Zum einen gefällt mir das Layout, jede Woche ist auf einer Seite, es gibt eine Jahresübersicht (auch für 2018), Platz um Geburtstage einzutragen und für Geschenkideen. In jedem Monat wird eine Kreative vorgestellt, die den Basteltipp des Monats beisteuert und zustätzlich kleine kreative Tipps gibt. Die ganzen Web-Adressen der beitragenden Blogs bringen nochmals einen tollen Mehrwert. Es gibt so viel zu entdecken, in und um das Buch und die Autoren.
Insgesamt beinhaltet der Kalender 60 kreative Ideen aus den verschiedensten Bereichen. Es wird genäht und appliziert, mit Draht oder Beton gearbeitet, gestrickt und gehäkelt. Und für Halloween gebacken wird übrigens auch. Die Beiträge sind wirklich sehr vielseitig.

Natürlich alles mit Anleitungen und auch Vorlagen (die teilweise vergrößert werden müssen).

Am Ende des Buches gibt es außerdem eine Jahresübersicht mit Kreativevents und jede Menge Internetadressen zu Veranstaltern von Märkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wer gerne Kreativmärkte besucht (so wie ich) oder selbst an welchen als Aussteller teilnimmt, hat damit schonmal eine sehr gute Grundlage.

Und was für mich natürlich ganz wichtig ist: Ein Ferienkalender! Hilfe, was hatte ich den in diesem Jahr schon oft in der Hand.

Mein kreatives Jahr 2017 ist übrigens größer als A6 aber kleiner als A5, so dass es eine gute Größe hat, auch für die Handtasche. Das Cover ist gepolstert und liegt extrem gut in der Hand.

Eigentlich toll für alle Kreativen und auch eine super Geschenkidee für Weihnachten. (Frühzeitig sichern, da der Letztjahreskalender schnell ausverkauft war!)

Mein kreatives Jahr 2017: Ideen, Tipps und Wissenswertes für kreative Köpfe*
erschienen bei Topp Kreativ
für € 10,99 € (D) bei Amazon

erhältlich auch direkt beim Verlag


Und jetzt noch ein kleines Schmankerl für meine Leser:

ich habe ein Exemplar, dass ich an Euch verschenken darf.

Gewinnspiel

Das Gewinnspiel ist für meine Leser, deshalb wäre es toll, wenn Ihr mir bei Facebook, Bloglovin oder ähnlichem folgt und Ihr mir das in einem Kommentar unter diesem Post mitteilt.
Der Kommentar ist dann gleichzeitig Eurer Los. (NUR KOMMENTAR IM BLOG ZÄHLEN!)
Mir wurde das Buch zwar zur Vergügung gestellt, das Porto trage jedoch ich, deshalb ist nur ein Versand an eine deutsche Adresse möglich.

Die Gewinnspielregeln findet Ihr HIER. Mit der Teilnahme akzeptiert Ihr die Gewinnspielregeln.

Und weil in Rheinland-Pfalz noch Ferien sind, meine Pfälzer Leser aber auch die Möglichkeit der Teilnahme haben sollen, geht das Gewinnspiel ab jetzt und bis zum 30. August 2016, 23.59 Uhr.

Und nun: Viel Glück!




09 August 2016

Schuhbeutel {DIY-Nähen} mit Anleitung

Man könnte es auch Resteverwertung nennen. Auf jeden Fall hatte ich von meinem Taschenprojekt noch ein Stück Hosenbein über auf das ich versuchsweise ein Anker-Stencil mit Fashion Shimmer aufgesprüht hatte. Der  Anker* war jedoch für die Tasche zu groß und so kam er nicht zum Einsatz. Jetzt lag das gute Stück eine ganze Weile über dem Geländer an der Terrasse, zwar überdacht aber trozdem Wind und Wetter ausgesetzt. Aber so ein bisschen Patina macht ja nichts.
Ich habe es also reingeholt, von den Distelsamen befreit, die vom unbewohnten Nachbargrundstück zu uns herüberwehen befreit und gebügelt. Die Farbe war noch nicht fixiert, das musste noch nachgeholt werden.


Für einen Turnbeutel war das Jeansbein zu schmal, aber es hatte genau die richtige Größe für einen Schuhbeutel. Benutzt Ihr nicht? Ich jetzt schon. Für die Rückseite habe ich ein Stück des Pattydoo-Stoffes genommen. Alles einfach, nichts gedoppelt, so können die Schuhe gut lüften und fangen nicht an zu müffeln. Noch einen Boden für die Passform rein und schon passt der Beutel nicht nur genial zu meiner neuen Tasche sondern im Auto auch in die Lücke hinter dem rechten Radkasten. Plastiktüten und Jutensäckchengewurstel adé!





Glimmer und Glitter lässt sich ja mit dem Foto nicht immer so genial einfangen. Aber mir scheint, als hätten die Farben unter dem ungewollten Zwangsaufenthalt auf der Terrasse nicht gelitten. Beim "Shooting" haben sie auf jeden Fall mit der Sonne um die Wette geglitzert.


Anleitung: 

Der fertige Schuhsack hat eine Höhe von ca. 45 cm, ist 16 cm breit (durch die abgenähten Ecken) und 10 cm tief.

Zuschnitt:

Stoff 1 + 2: 42 cm hoch und 28 breit
Stoff 3/Kunstleder: 24 cm hoch und 28 cm breit

So geht's:

  • Stoff 1 an der kurzen Seite an Stoff 2 nähen, Stoff 2 an der kurzen Seite an Stoff 3 nähen
  • Rechten Rand über die gesamte Länge versäubern, jeweils von oben und unten 6 cm abmessen und 1 cm einschneiden (quer in die Nahtzugabe)
  • Stoff rechts auf rechts zusammenlegen, unversäuberten Rand stecken und zusammennähen (oben und eine Seite bleiben offen)
  • oberen Rand versäubern
  • am offenen langen Rand (rechts) die Nahtzugabe bis zum Einschnitt einen Zentimeter umschlagen (linke Stoffseiten treffen aufeinander) und absteppen.
  • Oberen Rand 3 cm einschlagen und feststeppen (ein Tunnel entsteht
  • rechten offenen Rand bis zum Tunnel zusammennähen
  • Ecken abnähen: Dazu auf beiden Seiten auf der Nahtzugabe von unten jeweils 5 cm abmessen und markieren. Mit Hilfe eines Geodreiecks die Nahtlinie zeichnen. Abnähen und das Eck abschneiden. 
  • Sack wenden, Schnur einziehen, Kordelstopper auffädeln und Schnurenden verknoten.

Material:

Jeans (altes Hosenbein)
Silhouette Schablone Anker*
 Kordelstopper*
Marabu Fashion Shimmer*
Kordel von Unionknopf über Fachhandel oder ählich wie Kordel*

Birkenstock von HIER*

Linkparty: HOT

*Affiliate

04 August 2016

Schablonieren auf Textilien: Zweigeteiltes Stencil

Ich bin Euch noch ein kleines Detail der Reisetasche von letzer Woche schuldig.

Alle Schablonen für die Tasche und das Textildesign habe ich selbst gemacht. Zu der Reisetasche sollte es auch ein Motto geben. Bei "Reise" bietet sich "Abenteuer" ja an und zu so seinem schönen Abenteuer hätte ich gerade richtig richtig Lust.

Da ich total gerne so grafische Spielereien mag, wollte ich unbedingt ein Stencil teilen, so dass ein Teil positiv auf dem Stoff erscheint und der zweite Teil dann als Negativ.


Dazu wird eine Grafik erstellt und im Anschluss geteilt, so dass beide Teile auf verschiedene Folien kommen. Alles was hier Schwarz ist, soll später gülden auf der Tasche sein, muss also weggeschnitten werden.




Und weil mein Blog ja ein neues Logo hat (mit lizensierter Schrift), "musste" ein neues Intro für YouTubeVideos her, für den Fall, dass ich mal mit den Anleitungen in Serienproduktion gehe *hihi*. Also habe ich fast die ganze Woche an einer Animation gewerkelt, damit die Blogperlen schön durch die Gegend hüpfen. Und wenn frau schon dabei ist, braucht das neue Intro auch gleich ein kleines Anleitungsvideo. Sozusagen zum Test.  Deshalb hab ich eines aus kleinen Schnipseln von der Entstehung der Stencil gebastetl. Also sorry, dass es nicht so ausführlich ist und entschuldigt die schlechte Qualität der Nachvertonung aber ich habe noch kein anständiges Micro. Alles also nur improvisiert, hat aber Megaspaß gemacht.


Ich habe für die Tasche zum ersten Mal mit den Marabu Fashion Shimmer* Textilsprays gearbeitet. (Bisher hatte ich nur an Resten getest.) Mit den Marabu Fashion Sprays habe ich schon öfter gewerkelt. Vielleicht erinnert Ihr Euch an meine Melonentasche vom letzten Jahr.
Die Fashion Shimmer Textilsprays gibt es erst seit diesem Jahr. Sie sind irgendwann vor der dem Sommer auf den Markt gekommen und ich habe mich direkt verliebt. Ich bin halt ein Mädchen und wenn es glitzert, ja, dann kann ich nicht anders ♡♥

An der Tasche habe ich mit Blau, Gelb und Gold gearbeitet. Die Sprays funktionieren auch auf dunklen Stoffen. Das ist ja nicht bei allen Textilfarben gegeben. Auf jeden Fall hinterlassen sie einen schönen Glanz. Auf den Fotos kann man das ganz gut sehen


Die Schimmerpartikel setzen sich in der Flasche unten ab, deshalb ist es ganz wichtig, dass man die Flüssigkeit vor Nutzung gut aufschüttelt. Nach dem Trocknen bleiben dann die Glanzpartikel im Stoff. Die Sprühdüse nach der Nutzung reinigigen, damit sie nicht verstopft/verklebt und auch beim nächsten Gebrauch noch einwandfrei funktioniert.


Material:

Marabu Fashion Shimmer*

Die ganze Tasche findet Ihr im vorigen Post.

Und jetzt geh ich mal überlegen, ob ich meine Probesprühereien noch irgendwo verwursteln kann.

28 Juli 2016

Mach Dein Ding - Der Nähwettbewerb der Initiative Handarbeit - Schnittmustererweiterung

Hätte ich diesen Post heute begonnen, würde ich vermutlich schreiben:
Ich bin so happy, meine Tasche ist endlich fertig. Ich freu mich so, fast ohne auftrennen zu müssen und als es erstmal lief, dann lief das aber sowas von... Jetzt bin ich echt froh, dass ich, angeregt durch die #machDeinDing Aktion der Initiative Handarbeit, mich daran gesetzt und auch meinen Dämon besiegt habe. Ich habe nämlich eine neue Nähmaschine und einen Mordsrespekt vor diesem Hightech-Ungetüm, man will ja schließlich nichts kaputt machen, war ja teuer und stand ganz ganz lange auf der Wunsch- und Sparliste. Und die vielen Einstellmöglichkeiten, das muss man erst mal händeln können und sich trauen. Aber der Wettbewerb hat eine Daedline und da war dann irgendwann nichts mehr mit zögern und Maschinchen betrachten, da musste die Gute rattern. Und das hat sie dann auch (ganz leise im Vergleich zu ihrem Vorgänger). Und jetzt gefällt mir die Tasche so richtig gut und ich bin total glücklich!



Ich wollte mal wieder ein Abenenteuer und ein bisschen Aufregung. Das hatte ich (und Schweißausbrüche dazu).
Ich hatte ein totales Nähmaschinenabenteuer! Herausforderung angenommen und bestanden! Jetzt bin ich bereit für weitere (Reise-)Abenteuer. Mit neuer Tasche versteht sich!



Vor zirka 2 Wochen, als ich diesen Post begann, war ich allerdings noch weit weg von den Glücksgefühlen. Aber hey, was soll ich es schönreden oder ändern? Hier kommt die volle Breitseite. Ich habe die Entstehung der Tasche dokumentiert. Wem das zu lang oder zu uninteressant ist, der kann einfach scrollen oder zum letzten Post mit Fotos switchen, denn ich habe eine Masse an Fotos und auch kleine DIY-Filme produziert.
Aber nun von Angang an, wie gesagt, den Post habe ich so vor ca 2 Wochen angefangn zu schreiben:

Verzweiflungspost:
Ich wollt ja unbedingt beim Nähwettbewerb der Initiative Handarbeit teilnehmen, ich finde das großartig zu beobachten, was ganz Viele aus einem einzigen Schnittmuster machen und wie viele verschiedene Designs daraus entstehen.

Nun brauche ich immer etwas länger bei der Ideenfindung, kann mich oft nicht für einen Stoff oder Zutaten entscheiden und so zieht sich das Nähen bei mir immer. Dieses Mal war es noch etwas extremer. Ich wollte nämlich das Schnittmuster etwas ändern, verschiedene Materialien und Techniken vereinen und dazu musste ich den Schnitt aufteilen.

Nachdem ich nun nicht dranbleiben konnte (weil immer jemand anderes meine Aufmerksamkeit und meine Zeit forderte) habe ich meinen Zettel verlegt auf denen ich mir schon Notizen für die Maße gemacht hatte. Ein Teil war schon zugeschnitten, der Rest fehlte noch, aber in welcher Größe?

Also alles auf Anfang, nochmal skizzieren und rechnen. Schlecht für mich, gut für Euch. Damit das nämlich nicht nochmal passiert, sollte ich heute wieder nicht fertig werden, will ich mich morgen nicht nochmal eindenken müssen. Also schreibe ich alles direkt mit und da Zettel ja oft genug Flügel bekommen, schreibe ich hier gleich mit, dann ist es gespeichert und Ihr habt auch was davon.

Der Ursprungsschnittmuster kommt wie gesagt von der Initiative Handarbeit und kann auf deren Homepage downgeloadet werden. Die Tasche besteht nur aus 2 Teilen. Einem großen für den Körper und einem Seitenteil (2 x zugeschnitten). Zusätzlich gibt es eine Anleitung für eine Seitentasche mit Schnalle und eine weitere kleine runde Tasche, die mit einem Karabiner befestigt wird.

Ich möchte die Außentasche aus mehreren Stoffen zuschneiden. Die Unterseite soll aus Kunstleder werden, dafür muss ich das simplen Schnittmuster in mehr Teile aufteilen. Meine Tasche wird gefüttert und bekommt eine Innentasche mit Reißverschluss für Geldbeutel etc.
Die Schwierigkeit am Aufteilen ist, dass man die Nahtzugabe nirgends vergisst, sonst passen am Schluss die Teile nicht zusammen.



An dieser Stelle ist übrigens mein Schmierpapier wieder aufgetaucht, es war wohl vom Tisch geweht.


Jeans verarbeiten:
Der größte Teil meiner Tasche besteht aus alten Jeans. Kinderjeans, die an Teilen so verschlissen waren, dass man sie nicht mehr weitergeben konnte. (Im Normalfall gebe ich guterhaltene Kleidung weiter und im Moment gibt es wirklich viele Institutionen die sich über eine Spende freuen).

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir das Zerlegen der Jeans einfacher vorgestellt. Allerdings mussten nicht nur schadhafte Stellen und große Flecken entfernt werden, es fielen auch einige Stellen weg, die für mehr Bewegungsfreiheit schräg geschnitten waren. Jeans mit extremen Elastananteil sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, da diese sich während der Verarbeiten extrem dehnen.
  • Jeans sondieren
  • gerade Stellen in Streifen schneiden
  • Streifen aneinnähen 
  • Nahtzugabe alle in eine Richtung bügeln 
  • mit aufbügelbarem Vlieseline (nicht dehnbar) verstärken


Zuschneiden: 2 x 57 cn breit 32 cm hoch

Jetzt können die Teile mit Farbe bearbeitet, bestickt oder beplottet werden.
Achtet darauf, dass Ihr nur Flächen wählt, an denen später keine Taschen oder die Gurte sitzen, die Eurer Werk überdecken könnten.

Ich habe die Jeansteile erst über die Nähte mit blauem Marabu Textilshimmer* besprüht, nach dem Trocknen durch bügeln fixiert und die Nähte mit Ziergarn in Gold abgesteppt. Das Ziergarn ist etwas dicker, ähnlich wie man es bei Jeansnähten kennt (Es ist von Alterfil und ich habe es vor Jahren mal geschenkt bekommen aber noch nie benutz). Dafür braucht man eine Nadel mit größerer Öse. Ich habe Metallic-Sticknadeln* benutz und das hat ganz gut funktioniert.



Außentasche für großes Teil:

Zuschnitt:
18 cm breit / 15 cm hoch
Futter für Tasche:
18 cm breit / 17 cm hoch



Nähen der Außentasche:
Außen- und Innenstoff rechts auf rechts an der oben Taschenkante zusammennähen. Den Futterstoff über den Rand des Außenstoffes schlagen und umbügeln. Absteppen. Das Futter hat jetzt die gleiche Größe wie die Tasche. Durch diese Methode erspart man sich die doppelte Jeanslage. Rechts, links und unten ist der Rand offen und verschwindet später unter den Taschengurten bzw. in der Naht des unteren Taschenteils.

Taschengurte nähen:

Die Gurte sollen eine Breite von 4 cm haben.
Da sich der Jeans so dehnte habe ich mich letztendlich dafür entschieden, mit einem Baumwollstoff zu verstürzen.

Zuschnitt:
6 cm breite Stücke (inkl. 1 cm Nahtzugabe), um die Länge für einen Taschengurt zu erreichen werden sie wie bei der Fertigung von Schrägband aneinandergenäht. (Schrägband wird allerdings im schrägen Fadenlauf zugeschnitten, die Taschengurte aber gerade.)
Hier könnt Ihr das nochmals sehen.







Alle Ecken bis auf eine Nahtzugabe von 1 cm zurückschneiden, auf eine Seite umbügeln und absteppen (für besseren Halt)

Gesamtlänge: 324 cm

  • Design aufbringen (hier: wieder Marabu Fashion Shimmer, erst blau gesprüht, dann gelb getropst)


Rückseite der Taschengurte in anderem Stoff / Falsche Paspel
  • 7 cm breite Stücke und wieder wie oben zusammennähen bis zu einer Gesamtlänge von 324 cm.
  • Vorderseite und Rückseite Rechts auf Rechts zusammennähen.
  • Wenden
  • Ausbügeln - Ein Stück des Rückseitenstoffes kommt nach Vorne und sieht dann ähnlich einer Paspel aus
  • Absteppen, knappkantig neben der Naht






Endlos-Reißverschluß einnähen / vorbereiten:

Hier habe ich mich für eine aufwendiger Variante entschieden, allerdings finde ich persönlich, dass sich Endlosreißer so leichter einnähen lassen.



Zuschnitt:
52 cm Endlosreißverschluß (Breite 3 cm)
Jeans für Anfang und Ende 4 Stücke à  4,5 cm x 3 cm
Die Stücke werden mit der guten Seite zum Reißverschluß jeweils am Anfang und Ende des RV angenäht, umgeschlagen und abgesteppt. Fertig ergibt das eine Gesamtlänge von 57 cm (inkl. je 1 cm NZ)

Zusammensetzen der Tasche (Reihenfolge)

In welcher Reihenfolge setzt man eine Tasche zusammen? 

  • Einelteile der Haupttasche zusammensetzen (hier: Jeansteil, Kunstleder, Jeansteil) 
  • absteppen - das geht hier einfacher, wenn man auf dem Kunstleder absteppt, da durch die vielen Nähte im Jeans die Kante beim Umknicken relativ hart werden würde. Ich entscheide hier nach dem geringeren Widerstand bzw. wie sich beim Nahtzugabe zurückschlagen der Nahtzugabe, das bessere Ergebnis erfühlen lässt.
  • Gurtband / Taschenträger annähnen
  • Reißverschluß einnhähen
  • Paspel zusammen mit den 
  • Seitenteilen einnähen
  • Futterzusammensetzen (Wendeöffnung offen lassen)
  • Futter rechts auf rechts über die Tasche stülpen
  • oberen Rand am inneren Reißverschluß/Nahtzugabe festnähen
  • Tasche wenden
  • Wendeöffnung schließen
Halt! Habt Ihr die Wendeöffnung schon geschlossen? Tipp vom Liebsten: "Mach da mal noch einen Boden rein". Okay!

Boden für die Tasche einen Zentimeter kleiner zuschneiden als die Bodenfläche (sonst eckt das und drückt den Stoff). Also Zuschnitt: 21 x 54 cm (Die Bodenfläche ist 22 cm x 54 cm) / Ecken abrunden!
Aber aus was macht man denn so einen Taschenboden?
Gute Frage!


Mir hat mal eine liebe Hobbyschneiderin-Freundin ein Tankstellenwerbeplakat abgetreten (liebe Grüße in den hohen Norden). Das ist aus Hohlkammernkunststoff, 3-4 mm stark und hat genau die richtige Stabilität für einen Taschenboden. Im Baumarkt gibt es ähnliche Platten oder Ihr fragt mal an der Tankstelle Eures Vertrauens, vielleicht haben die auch solche Plakate, die nicht zurückgegeben werden und sonst vielleicht im Müll landen würden.

Wer sich für einen Taschenboden entscheidet, der näht die Wendeöffnung natürlich nicht zu sondern versieht diese bereits vor dem Zusammennähen der Einzelteile mit Klettband. Dann kann man den Boden entnehmen, wenn die Tasche mal in die Wäsche muss.

Die Extras muss es leider in einem weiteren Post geben, mehr mag das Programm nicht abspeichern.

Also für Zusatzinfos, Anleitungsvideo und ganz viele Detailfotos bitte HIERENTLANG

Linkparty: RUMS


27 Juli 2016

Taschendesign: Extras und Anleitungen {Fortsetzung}

Den Anfang zum Taschenprojekt gibt es im nächsten Post. Falls Ihr ihn noch nicht gelesen habt, dann solltet Ihr erst dort reinsehen, da stehen die Maße und die Hauptanleitung. Hier gibt es die Erweiterung, die techischen bedingt keinen Platz mehr im Hauptpost fand. (Beide Artikel gehören zur Aktion #machDeinDing bzw. #machDeinDing2016 der Initiative Handarbeit)





Die TASCHE:







Die Details:

Futter und Innentasche mit Glückspilz-Webband an Reißverschlußinnentasche.
So ein bisschen Glück bei einem Abenteuer braucht Frau schließlich. Der Reißverschluß sichert zusätzlich vor Langfingern oder hilft beim Auffinden von Kleinigkeiten in der wirklich sehr geräumigen Reisetasche.





Der Futterstoff ist ein Pattydoo-Design (über snaply.de)
In der Innentasche Tante Ema Webband Pilze* (von Unionknopf)


Außen Webband von Farbenmix



Stencil "Anker" und Stencil "Ahoi", beide selbstgemacht und aus Plastikfolie mit dem Schneidplotter ausgeschnitten.

Der Träger ist in einem Stück befestigt, beginnt an einem Henkel, läuft über die Tasche über den Boden, bildet den 2 Henkel und läuft zurück über den Boden wieder zum Beginn. Die Enden bilden ein weiteres Gestaltungsdetail. Der Knopf dient nur zur Zierde.



Die Träger werden mit einem Kreuz an der Oberkante der Tasche gesichert, damit sie beim Tragen nicht ausreißen.





Kurz vor dem Zusammennähen habe ich mich dazu entschlossen keine gekaufte Paspel zu nehmen sonder sie aus dem Korrespondenzstoff selbst zu machen. Ich denke, das war eine gute Entscheidung.
Wie man die Paspel selbst macht, könnt Ihr in meiner Anleitung nachlesen. 

An der Seite gibt es noch eine Original-Jeans-Potasche mit Drucknopf, die ganz lässig mit ausfransenden Kanten und Zickzackstich appliziert wurde. Natürlich auch wieder besprüht und beschimmert.




Quaste von Unionknopf




Knöpfe in Jeansfarben von Unionknopf (über stationären Fachhandel)
Metallic-Stickgarn von Madaira (über stationären Fachhandel - Metallic-Sticknadel benutzen!)

Nach dem Aufnähen, war mir das Badget mit dem Motto-Hashtag noch ein bisschen zu fade, ihm fehlten die güldenen Kleckse, die ich auf der ganzen Tasche verteilt hatte, deshalb habe ich hier nochmals nachgebessert.

video




Material und Bezugsquellen habe ich nach Möglichkeit angegeben, sollte ich was vergessen haben, fragt ruhig.


Und jetzt warte ich auf das nächste Abenteuer und bis dahin muss ich erst mal die Welt retten...äh, die Mails checken.





Bis dahin schick ich Euch liebe Grüße aus der Pfalz!

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