Gut organisiert ins neue Jahr

Gut organisiert ins neue Jahr

14. Februar 2019 2 Von Susanne

Uiuiuiu… was denn hier los? Nichts! Ja, ich war ein Weilchen nicht hier. Ich habe mir eine Blogpause gegönnt. Kein „ich-mach-ein-Päuschen-Post“, kein Happy New Year, nö, ich habe einfach mal nicht geschrieben. Wenn die Luft raus ist, die Augen weh tun, dann muss ich mich nicht auch noch mit lautem Paukenschlag verabschieden. Ich kann das heimlich, still und leise.

Redaktioneller Beitrag – enthält Affiliate-Links

Foto arbeiten im Homeoffice bei Pearl's Harbor Blog mit Laptop, Kaffeetasse, Filofax und Handy in Roséegold.

Aber nun, nun bin ich wieder da und ich hoffe, Ihr auch.

Ich habe so viel genäht, gebacken und gekocht, dass ich eigentlich genug Fotos für ein Jahr hätte. Aber wer will denn alte Fotos sehen und genähtes vom letzten Jahr. Richtig, das ist ja jetzt nicht mehr modern, jetzt kommt schon bald der Frühling und anderes Essen und andere Farben und Marie Kondo auf allen Kanälen.

Was? Ihr kennt Marie Kondo nicht? Die räumt doch gefühlt gerade in jedem Blog auf. Du sortierst mit ihrer Hilfe aus und entsorgst alles, was Du eigentlich nicht brauchst. So als guter Vorsatz und so. Schließlich hat das neue Jahr ja gerade angefangen. Also hier, so auf dem Blog. Deines ist ja schon 6 Wochen alt.

Also ich brauch Marie Kondo nicht. Noch nicht. Vielleicht muss ich aber irgendwann auf sie zurückgreifen und auf eines der vielen Bücher, die sie übers Aufräumen geschrieben hat * (Affiliate-Link zu den Büchern)

Noch kann ich selbst aussortieren und wegwerfen und damit war ich dann u. a. auch die letzten Wochen beschäftigt. Erst das Bücherregal, dann wurde das Essszimmer renoviert (noch nicht ganz fertig) und bei der Gelegenheit habe ich auch gleich mal den Schrankinhalt minimiert. Noch nicht ganz, das geb ich zu, ich gehör eigentich auch zu denen, die „ist doch noch gut“ wieder zurück an den angestammten Platz legen. Aber dieses Mal bin ich auf einem guten Weg. Unnötiges Geschirr habe ich den Chancenladen gebracht. Was ich die letzten 17 Jahren nicht benutzt habe, wird es wohl auch zukünftig nicht mehr auf den Tisch schaffen. Egal ob es noch gut ist. Nun darf sich jemand anderes einen Tee in die Glastassen eingießen. Freut mich, wenn es nicht in den Müll muss. Manches wanderte dann aber trotzdem ohne Umwege in große schwarze Säcke und auf den Wertstoffhof. Ich denke da jetzt besser nicht mehr drüber nach, welche Werte da in den Sack gewandert sind. Aber bei der nächsten Versuchung Nippes zu kaufen, werde ich wirklich überlegen, ob es nötig ist. Aber mal ehrlich, muss man nicht manchmal Nippes kaufen, auch wenn man sich nur kurze Zeit darüber freut? Im Prinzip hat es sich doch schon gelohnt, wenn man sich dabei gut fühlt. (Diesen Gedanken versuche ich jetzt – zumindest vorübergehend – zu ignorieren.)

Neben dem Problem, dass ich beim Schreiben immer abschweife und ich Euch doch eigentlich was ganz anderes erzählen wollte, ist eins meiner größten Probleme nämlich tatsächlich, dass ich ein wenig unorganisiert bin. – Also davon sollte dieser Post eigentlich handeln, nämlich dass ich schlecht organisiert bin. – Ich werde immer ganz pünktlich auf den letzten Drücker fertig. Dass ich im Januar schom für das nächste Silvester einlade, könnte bei mir also niemals vorkommen. Ich überleg mir das so ungefähr in der Woche vor dem Ereignis (manchmal auch noch später). Man könnte auch sagen, mein Leben ist so voll, dass ich immer nur eins nach dem anderen bewerkstelligen kann und weil das so ist, werde ich mit vielen Sachen auch immer erst auf den letzten Drücker fertig. Also so wie heute, da ist Valentinstag und hätte ich was gebastelt, dann wäre das vermutlich gestern Abend/heute Nacht/heute morgen fertig geworden. Ich habe aber nichts gebastelt, aber ich habe einen Link zu einem Freebie, das ist aus einem der letzten Jahre, kann man aber immer noch sehen und wenn Du einen Plotter hast, dann kannst Du Dir die Valentins-Datei / das Freebie immer noch runterladen und schnell -auf den letzten Drücker quasi – basteln und schon hast Du ein Geschenk. Hier geht es zum Post mit dem Download und dem ValentinsherzWindlicht.

So, zumindest dieses Jahr hätte ich mir also die Valentins-Bastelei gespart. Aber eigentlich will ich ja früh genug was machen, dann wird das auch gut und schön und nicht immer nur auf den letzten Drücker, so wie die dann doch nicht geschriebenen Weihnachtskarten. Du verstehtst was ich meine? Auf jeden Fall gibt es einen Trick, sich seine Termine, Wünsche und Ziele zu vergegenwertigen um sie dann auch zeitnah durchzuführen. Es gibt Menschen, die malen sich Kalender. Das ganze heißt dann Bullet Journal und es gibt sogar ein Buch darüber mit dem man lernt, das zu tun. Also, wenn ich das richtig verstanden habe, malt man sich seinen Kalender, schreibt To-Do-Listen und das alles in sehr sehr schön wie beim Handlettering. Verbessert mich ruhig, wenn es doch anders ist.

„Wir machen uns die Macht der Niederschrift zu Nutze“ steht in dem Anleitungsbuch Die Bullet-Journal-Methode: Verstehe deine Vergangenheit, ordne deine Gegenwart, gestalte deine Zukunft* und ich bin fest davon überzeugt, dass es wirklich etwas bringt, sich die Sachen aufzuschreiben und sie schwarz auf weiß oder meinetwegen auch in bunt zu sehen und dass es sich dadurch irgenwie ins Hirn brennt und man es sich dadurch besser merken und umsetzen kann. Nicht umsonst haben wir früher in der Schule Spickzettel geschrieben. Danach hatte man den Stoff inne (oder hatte eben einen Zettel auf den man spicken konnte).

Jetzt ist leider meine Schrift nicht die Schönste und ich habe derzeit auch wirklich nicht Zeit und Muse schöne Kalender und Listen zu malen. Ich bin mehr der „mach-ich-mit-dem-PC“-Typ. Aber ich bewundere jeden, der das kann. Wer mal sehen mag, Kati Müller vom Blog Malamü gibt sogar Kurse.

Schlon länger wollte ich deshalb ein Filofax. Bisher habe ich, wenn überhaupt, so ein billiges 1-€-Kalender-Buch genutzt. Oder eben eher nicht genutzt. So ein Filofax hat den Vorteil, dass man Einlegeblätter rein machen kann. Und die kann man dann auch selbst machen, so wie man will. Ich könnte sie am PC gestalten, ausdrucken, per Plotter schneiden lassen oder ähnliches. Also auch Do-it-Yourself, nur eben nicht handgemalt. Ging aber im Notfall auch. Es gab mal ein Jahr, da waren diese Filofaxe so beliebt, dass es nirgends mehr bunte zu kaufen gab. Ich würde fast behaupten, vor dem Bullet Journal-Hipe, gab es das Filofax-gestalten-Hobby. Also ich ging da leer aus. Als ich mir einen kaufen wollte gab es nur noch schwarz und riesig oder ganz ganz klein. Als Kreativblogger hätte ich mir einen in Pink oder Türkis oder sonst irgendwie bunt gewünscht. Puh, nochmal Glück gehabt, dass es das damals nicht gab. Denn jetzt habe ich einen erwischt und der ist roségold. Mega! Hab ich mir direkt bestellt und selbst zu Weihnachten geschenkt. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Filofax Roséegold

Der roséfarbige Filofax * ist genau so, wie ich ihn wollte. Ein Kalendarium von 2019 war dabei, außerdem noch To-Do-Listen, Adressregister und karierte Blätter. Perfekt für dieses Jahr. Und wenn ich doch feststelle, dass ich gerne eine andere Aufteilung hätte, dann mache ich sie mir einfach selbst oder kaufe eine der vielen Vorlagen. Gibt es nämlich mittlerweile bei vielen kleinen DIY-Shops z. B. auf Etsy und es gibt sogar Vorlagen zum Sofortdownload, die kann man dann selbst ausschneiden und einlegen. Perfekt!

Filofax, Handy und Notizbücher organiseren das Leben

Das Filofax passt übrigens auch perfekt zu meinem roségoldenen Handy, meiner roségoldenen Smartwatch, meinen roségoldenen Ohrringen und natürlich zu meiner Lieblingstasse mit den roségoldenen Sternen. Ja, in der Pfalz würde man sagen „isch bin e goldisch Mädsche“ *kicher*.

Mein Ideenbuch

Mit dem Kalender ist schonmal die erste Hürde für ein organisiertes Jahr genommen. Die zweite war, meine Loseblattsammlung in der Küche gegen ein Heft einzutauschen. Ich koche ja so aus der Lameng, das heißt meist ohne Kochbuch und wenn, dann mag ich irgendwelche Zutaten nicht oder sind nicht da und da bin ich dann doch sehr spontan und improvisiere viel. Dumm, wenn dann das Tochterkind meint, dass die Torte zu ihrem letzten Geburtstag (also den vom letzten Jahr) die genialste Torte war, die sie je gegessen hat und ich natürlich nicht mehr so ganz genau weiß, was ich da gemacht habe und die Torte von diesem Jahr immer noch genial schmeckt aber eben nicht mehr die Genialität des letzten Jahres erreicht.

Deshalb habe ich bereits im letzten Jahr angefangen, auf Zetteln auf der Fensterbank mitzuschreiben, was ich denn so ins Essen kippe. Dass ich vielleicht die verwendeten Produkte doch abwiegen sollte um das Gericht beim nächsten Mal wieder ganz genau so hinzubekommen, habe ich dann auch schon gelernt. Also diese Zettel, auf DIN A6, die bekommen regelmäßig irgendwie Füße, werden verschmutzt, rutschen ins Altpapier. Semigute Idee also. Deshalb habe ich mir mit einem alten Schulhelf beholfen und nun „auf Schön“ umgesattelt. Miri D., Designerin, Buchautorin und ebenfalls Bloggerin, verkauft auf Amazon wunderschöne Hefte bzw. Ideenbücher. Ich habe mir passen für in die Küche eines mit einer Torte* (Amazon-Affiliate-Link) ausgesucht. Es gibt aber noch ganz viele andere Designs, davon könnte ich mir auch noch eins ins Nähzimmer legen.

Arbeiten im Homeoffice mit Notizbuch von Miriam Dornmann

Da kommen jetzt während des Kochens und des Backens immer gleich alle Schritte und Zutaten rein, nicht schön geschrieben, da muss manchmal auch nachgebessert oder rumgeschmiert werden, aber dafür habe ich dann alles beisammen, wenn ich dann irgendwann man dazu komme die Rezepte in meinem Blog zu schreiben.

Rezepte im Notizbuch eintragen. Geburtstagstorte Rezept. Valentinstag Herzen

Im nächsten Jahr, weiß ich dann zumindest noch, wie ich was mit wieviel von irgendwas gemacht habe.

Ich bin also meinem Wunsch nach Ordnung bzw. nach Organisiertheit ein ganzes Stück näher gekommen. Jetzt muss ich nur noch das Chaos im Nähzimmer beseitigen und dann gibt es wieder regelmäßige Posts.

Bis dahin schicke ich Euch liebe Grüße aus der Pfalz!