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Süße Weihnachtsgrüsse {Buchbesprechung und Rezept}

Ja, ich weiß, der Sommer hat noch nicht richtig angefangen, da kommt die olle Perle schon mit Weihnachten um die Ecke. Aber sind wir mal ehrlich: Kommt Weihnachten nicht immer so plötzlich?
Im letzten Jahr wurde ich aus heiterem Himmel davon überrascht und was war das Ergebnis: Das erste Mal seit 16 Jahren gab es nichts Selbstgemachtes unterm Weihnachtsbaum. 
Das darf dieses Jahr nicht nochmal passieren!
Bisher durfte sich die Verwandtschaft schon an mit Serviettentechnik verzierten Blumentöpfen oder Weihnachtsbaumbehang aus Pappmachee erfreuen, es gab mit WindowColor bemalte Windlichter oder Glasbaumkugeln, selbstgenähte Tatütas (Taschentüchertaschen), Kosmetiktäschlein, Handtaschen, Einkaufstaschen und sogar als Wunscherfüllung ein Pokemon als Kuscheltier. Wir haben Kinderbilder in Seife gegossen und Badeperlen gerollt. 
Mittlerweile sind aber alle zu Beschenkenden schon etwas älter und der Haushalt auch schon ziemlich überfüllt, deshalb gab es in den letzten Jahren Geschenke aus meiner Küche. Die kann man verzehren und es steht nichts rum und schön verpackt kommt das immer sehr gut an.
In den letzten Jahren haben wir gebrannte Mandeln, Cantuccini oder selbstgekochte Feigenmarmeladen verschenkt. 
Dieses Jahr muss also etwas Neues her und da kommt mir das Buch „Süße Weihnachtsgrüße“ von Pia Deges* (erschienen bei Topp/Frechverlag) genau richtig. Es ist gerade erst erschienen (ja, mitten im Sommer!) und so habe ich genug Zeit, Rezepte auszuprobieren, mir Gedanken zu machen, was meine Familie denn gerne mag und ich kann schonmal Blechdosen, Einmachgläser und Tütchen sammeln, denn Pia Deges liefert neben raffinierten Rezepten die Verpackungsideen zum Selbstmachen gleich mit. 

Süße Weihnachtsgrüße – Feine Geschenke aus der Küche von Pia Deges (Topp/Frechverlag)

Ich weiß, Ihr mögt es ausführlich, deshalb habe ich direkt mal durchgezählt:
In dem 80 Seiten umfassenden Buch (Hardcover) präsentiert Pia Deges sage und schreibe Rezepte für 14 Plätzchen-Kreationen, 11 klitzekleine Köstlichkeiten und 9 Feiertagskuchen.
Na, wenn da nichts dabei ist, dann weiß ich auch nicht.
Ich habe auch direkt beschlossen, was ich auf jeden Fall dieses Jahr verschenken möchte. Ich kann das schon verraten, denn die zu Beschenkenden lesen hier nicht mit.
Ich habe mich auf Anhieb in die Schokosalami verliebt. Die Idee finde ich großartig, die Zutaten bekomme ich vermutlich alle im Discounter um die Ecke und auch die Zubereitung liest sich so, als ob ich das schaffen könnte.

Ich mag das, wenn die Rezepte relativ einfach sind, das Ergebnis dann aber ein toller Hingucker wird.
Es gibt Rezepte für Pinienkernstangen, Tonka-Tannenbäume und Earl-Grey-Cookies. Die Glühwein-Gummis (selbstgemachte Gummibärchen) im Gugelhupflook stehen bei den klitzekleinen Köstlichkeiten und lassen sich sicher toll in selbstbebastelten Marmeladengläsern verschenken. Inspiration und Anleitung wird auf den hübschen Fotos gleich mitgeliefert und am Buchende gibt es nochmals zusätzlich ein paar Verpackungsideen in Wort und Bild.

Marzipan-Amaretto-Stollen, Bratapfel-Cupcakes oder Gewürzkuchen (lässt sich auch im Glas verschenken) sind nur ein paar der Kuchenrezepte, die allesamt sehr lecker klingen. Es gibt Rezepte für Mini-Gugel und für Lebkuchenschnitten und Schokoladentafeln mit Topping nach eigenem Geschmack wollte ich mit den Kindern schon immer mal selbst machen (Vielleicht auch eine Idee für den nächsten Kindergeburstag?) Mit dem Mohn-Spekulatius-Törtenchen ist sogar ein Kuchen dabei, den man garnicht backen muss.

Eines meiner Favoriten ist das Torrone-Rezept. Es kommt mit Nüssen und Cranberrys daher und wir lieben Pistazien, das muss definitiv auf die To-back-Liste, auch wenn wir es dann selbst essen und nicht verschenken. (Man gönnt sich ja sonst nichts!)

Die Verpackungsideen sind weihnachtlich präsentiert, aber mal ehrlich. Plätzchen gehen doch immer. Dazu muss es nicht unbedingt Weihnachten sein. Bei uns stehen auf jeden Fall mehrere Glasdosen auf der Anrichte und die kann ich gar nicht schnell genug befüllen, wie die immer leergefuttert sind. Deshalb habe ich schon die Zutaten für die Cashew-Taler von Seite 31 eingekauft und auch direkt eine Charge Sesam-Zitronen-Taler gebacken.

Rezept für Sesam-Zitronen-Taler

Zutaten:

  • 50 gr. Sesamsamen
  • 2 Zitronen
  • 200 gr. Butter
  • 100 gr. Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 300 gr. Mehl (ich nehme immer Dinkelmehl 630)
So geht’s (frei interpretiert):
Den Sesamsamen in einer beschichteten Pfanne leicht anrösten und abkühlen lassen.
Zitrone auspressen.
Weiche Butter zusammen mit Zucker und Vanillezucker in der Küchenmaschine schaumig schlagen, das Ei und den Zitronensaft hinzugeben, Mehl sieben und ebenfalls unterrühen. Alles gut verkneten. 
Den Teig (ist noch recht weich) in Frischhaltefolie einwickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen (länger schadet nicht).
Gekühlten Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Backblech mit Backpapier auslegen, Kekse ausstechen und mit etwas Abstand auf das Backblech legen (ergibt 2 Bleche)
Backofen bei 180° C vorheizen. Ich habe beide Bleche gleichzeitig bei Umluft in den Backofen. Die Garzeit waren etwa 12 Minuten. (Bei Ober- und Unterhitze und mit nur einem Backblech verringert sich die Garzeit).
Pia Deges hat die Plätzchen noch verziert, dann sehen sie natürlich noch ansprechender aus. Für mein Glas und als zitronischer Sommerkeks habe ich auf Glasur verzichtet.
Das Rezept und die Anleitung gibt es aber im Buch. 
Der Keks hat eine tolle Krumme und obwohl der Teig doch relativ weich war hat das Ausrollen und Ausstechen erstaunlich gut geklappt. So flott und ohne Bruch hatte ich das bei meinen bisherigen Butterkeks-Rezepten noch nicht. 

Der Testback hat also auf Anhieb geklappt, das muss ich sicher noch öfter machen, meine Familie hat nämlich schon fast alles aufgefuttert.

Süße Weihnachtsgrüße – Feine Geschenke aus der Küche*
von Pia Deges
80 Seiten / Hardcover
erschienen bei Frechverlag / Topp
ISBN 978-3-7724-8022-5

Die Kuchenplatte ist von ASA *, das Vorratsglas auf dem Foto ist von IKEA, da die Räuber hier im Haus schon Kekse weggefuttert hatten und meine eigentlichen Keksgläser* für die restlichen Kekse zu groß waren. So geht es mir, wenn ich nicht direkt nach dem Backen fotografiere. 

5 Kommentare

  • Amely Rose

    bei dem titel habe ich erst einmal gedacht "hooppla wo bin ich den gelandet" bzw in welchem monat.
    aber das buch klingt echt gut. seit dem ich in meiner ersten eigenen wohnung wohne suche ich ständig schöne koch und back rezepte
    und ich muss auch sagen, ich backe irgendwie nie an weihnachten. mich packt die vorfreude schon wochen früher und irgendwie backe ich dann meistens schon im sommer leckere plätzchen haha

    alles Liebe deine AMELY ROSE

    • Susanne Krauss

      *Hihi*, ja, ich habe auch überlegt, ob es nicht sehr gewagt ist, im Sommer einen Weihnachtstitel zu bloggen. Aber hey, ich habe schließlich auch im Sommer gebacken! Und Plätzchen schmecken doch immer. Dann heißen sie halt Kekse *lach*
      Vor Weihnachten als "Muss" zu backen ist mir auch zu stressig. Aber nun weiß ich ja, was ich machen will und das nimmt dem Ganzen schon wieder den Druck.
      Liebe Grüße aus der Pfalz und viel Spaß beim Backen!

  • MidlifeWoman

    Muss ehrlich sagen, dass auch ich schon an Weihnachten denke ((:. Letztes Jahr war ich nämlich viel zu spät mit Geschenken. Ausser Selbsteingemachtes backe ich noch Plätzchen, allerdings immer wieder dasgleiche. Das Buch scheint tolle Rezepte zu verbergen, ich denke, ich schaue es mir genauer an! Liebe Grüße!. Beata

    • Susanne Krauss

      Ach Beata, da bin ich froh, dass ich nicht die Einzige bin, die schon an Weihnachten denkt. Eingemacht habe ich noch nie, aber wenn im Herbst unsere Trauben reif sind, dann gibt es wieder lecker Marmelade und dann überleg ich auch, wie viele Gläser ich davon für Weihnachten zurückstellen muss.
      Liebe Grüße aus der Pfalz und viel Spaß beim Weihnachtsgeschenke werkeln!

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